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Thema: Fortgeschrittener Prostatakrebs und Vitamin D

  1. #11
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    Hallo Franz,

    mein Wissensstand ist, dass

    1. Jeder, der nördlich des 40. Breitengrades lebt (etwa Höhe Neapel), zu wenig Sonneneinstrahlung abbekommt, um selbst genug Vit. D zu bilden,
    2. der Vit.-D-Spiegel etwa bei 65 ng/ml liegen sollte.

    Du kannst sicherheitshalber nochmal messen lassen, aber wenn das Ergebnis in etwa das Gleiche ist, substituieren!

    Ralf

  2. #12
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    Danke Ralf,

    Sonne hatte ich diesen Sommer genug (bin ja Rentner).

    Könnte eher an der ADT liegen.
    Habe im Hinterkopf, dass bei Zunahme des Körperfettanteils der Vit-D -Spiegel sinkt und das Vit-D ins Körperfett eingebaut wird. Mein Hormonentzug funktioniert bis jetzt ganz gut (Testosteron 0,06 ng/ml).
    Mein Gewicht konnte ich halten, aber die Muskeln haben sicher abgebaut, trotz viel Bewegung und leichtem Hanteltraining, große Radtouren schaffe ich allerdings nicht mehr. Und wenn das Gewicht gleich bleibt, die Muskelmasse abnimmt dann nimmt eben das Körperfett zu.
    Also werde ich versuchen noch aktiver zu werden aber um die Substitution, die ich bisher eher kritisch sah komme ich wohl nicht herum.

    Ist es nach einem Jahr ADT schon sinnvoll die Knochendichte messen zu lassen ?

    Franz

  3. #13
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    Hallo Franz,

    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Ist es nach einem Jahr ADT schon sinnvoll die Knochendichte messen zu lassen ?
    ich würde sagen, eher nach zwei Jahren. Aber was machst Du, wenn sie gefährlich niedrig ist (= Osteopenie/Osteoporose)? Lies doch mal diesen älteren Artikel von Dr. Strum, ob das vielleicht etwas für Dich wäre. Seit ich den Artikel damals übersetzte, 2003 oder so, nehme ich täglich 3 mg Bor = eine Kapsel. Bis jetzt hat es mir noch nicht geschadet – ob es mir genutzt hat, kann ich allerdings auch nicht sagen. Bor (Boron) bekommst Du hier: http://www.nutrio-shop.com/ (unter Mineralstoffe/Spuren).

    Ralf

  4. #14
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    Ralf,
    deine Antwort verunsichert mich erst mal. "eher nach 2 Jahren, aber .... wenn sie gefährlich niedrig ist"

    Nachdem bei mir mütterlicherseits mehrere Fälle von Osteoporose aktuell dokumentiert sind (auch bei Männern) und diese Knochenprobleme schon sehr weit zurückgehen (meine Mutter wurde von meiner Urgroßmutter !! als Kind vorsorglich mit Lebertran versorgt, weil damals in der Familie die Problematik bekannt war), lasse ich meine Knochendichte messen.

    So schnell bekommt man da keinen Termin. Diese Zeit nutze ich für die Wiederholungsmessung vom Vit. D und lasse dazu meinen Bor-Wert bestimmen. Dann hole ich die Meinungen von Hausarzt und Urologen ein. Der Urologe ist schon oK und lässt mit sich reden, aber bisweilen muss man etwas anschieben....

    Mein Östradiolwert (gehört auch zur Vit. D - Knochen Thematik) ist aktuell 17 pg/ml, auch schon grenzwertig (vom Labor kam als Rahmen 15 -40 pg/ml).


    Danke Ralf für deine Verunsicherung, die hat mir jetzt bei meiner Entscheidung geholfen!

    und auch danke für die Literatur zum Bor. Hört sich vernünftig an.


    Franz

  5. #15
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    Hallo Franz,
    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Danke Ralf für deine Verunsicherung, die hat mir jetzt bei meiner Entscheidung geholfen!
    das ist unfair. Du hattest vorher nichts von Deiner familiären Vorbelastung geschrieben, jedenfalls habe ich nichts gesehen. Wenn Du das schon weißt, dann hättest Du die Frage nicht zu stellen brauchen und hättest stattdessen gleich zur Knochendichtemessung gehen können. Normalerweise wird der Abbau der Knochenmasse unter einer ADT nach ca. zwei Jahren zum Problem, daher meine Antwort.

    Ralf

  6. #16
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    Ralf,

    das mit der Verunsicherung habe ich positiv gemeint. Damit bin ich aus einer gewissen Lethargie erwacht und zu einer Entscheidung gekommen.

    Ich beschäftige mich mit allen Aspekten des PK, sammle Literatur, sichte und speichere ab. Damit bin ich beschäftigt. Sammeln und lesen und dann mehr oder weniger Bescheid wissen und dieses Wissen dann umzusetzen sind zwei verschiedene Dinge.
    Die Umsetzung gelingt bei mir nur teilweise.

    Ich war im bisher zweimal bei der Skelettszintigraphie, Metastasen und das eine oder andere abgenutzte Gelenk, aber von Knochenabbau stand nichts im Befund.
    (8.2017, 5. 2018)
    Aufgrund meiner familiären Belastung habe ich beim 1. Szintigramm den Arzt auf die Thematik angesprochen, aber er gab Entwarnung.

    Deshalb bin ich bei dem niedrigen Vit-D-Wert dann ins Grübeln gekommen und habe hier die Knochendichtemessung angesprochen. Könnte ja in den letzten Monaten Veränderungen gegeben haben.

    Meine familiäre Belastung habe ich hier im Thema Anfang August angesprochen, deshalb die Vit D -Messung (auch wenn mir von verschiedener Seite, auch von ärztlicher, jetzt im August davon abgeraten wurde.)

    Tut mir leid, wenn das bei dir falsch angekommen ist.

    Franz

  7. #17
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    Estrogen-induced adverse effects

    In men, the reduction of testosterone results in estrogen deficiency. Therefore, men receiving AST experience a decrease in estrogen that parallels, but is slightly less than, the reduction in testosterone. Estrogen deficiency results in a disproportionate lifespan between the osteoblasts and osteoclasts and leads to greater bone resorption than formation47 resulting in a net loss of bone density and increased risk for fracture. Consequently, men receiving hormone suppression therapy for prostate cancer experience a greater loss of BMD and increased risk for fracture than both cancer survivors not receiving AST and healthy older men experiencing age-related hypogonadism Estrogen patches have been prescribed for men receiving AST in an attempt to attenuate bone loss, however, this treatment can produce further unwanted side effects such as breast swelling and tenderness of the nipple (~17–42% of cases).
    We used [our] data to determine whether calcium and vitamin D supplements prevented bone loss in these men. The answer clearly is, 'No.'

    [1]: Bolam; AST-induced bone loss in men with prostate cancer: exercise as a potential countermeasure; Nature-PCAN 2012
    [2]: Infolink; Do vitamin D and/or calcium prevent bone loss for men on ADT?
    prepare for the unexpected and expect to be unprepared

  8. #18
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    Danke LowRoad,

    ich zitiere jetzt mal frei aus Goethes Faust: "mir wird von alledem so dumm, als ging mir ein Mühlrad im Kopf herum".

    Ich habe viel Literatur zu: "Vit D und Ca bremsen Knochenabbau" und jetzt: "Vit D und Ca verhindern Knochenabbau nicht", Studien über Studien, was fängt der Patient, der vor einer Entscheidung steht mit widersprüchlichen Aussagen an. Und welche Studien hat der Arzt gelesen und welche Meinung hat er sich gebildet oder verläßt er sich auf die Beratung der gut im Verkauf geschulten Pharmareferenten ?
    Trotzdem, ich schau mir die neue Literatur durch, beim Überfliegen habe ich gefunden dass der Knochenabbau im 1. Jahr der ADT am schnellsten geht ...

    Hätte ich 1% der Zeit die ich jetzt dafür verwende die für mich beste Lösung zu finden (um dann mit dem Arzt darüber zu beraten) für eine vernünftige Vorsorge verwendet.....

    Franz

  9. #19
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    Hallo Ralf&Interessierte,

    ich würde deinem genannten Spiegel von Vitamin/Hormon D von 65 ng/ml in unseren Breiten voll zustimmen. Passt für den Normalbürger.
    Schwerbetroffene können bis auf 120 ng/ml gehen um alle Ressourcen der Präfention zu nutzen.

    Hierzu waren hier im Unterforum auch noch mehrere Studien aufgezeigt worden, die gegensätzlich zu den pharmagesponsorten Studien standen. Ich kann sie zur Zeit nicht finden.

    In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf ein unterschätztes Vitamin hinweisen, was schon in 2013 hier im Forum vorgestellt wurde.
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...-Eigenschaften

    Manchmal ist es hoch interessant, in alten Threads nachzuschauen und sich die Frage zu stellen, was gilt heute noch und was ist auf der Strecke geblieben oder wurde durch neue Erkenntnisse überrollt.
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...ttel-m%F6glich

    Gruss
    Hans-J.

  10. #20
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    Hallo Hans-J.
    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf ein unterschätztes Vitamin hinweisen, was schon in 2013 hier im Forum vorgestellt wurde.
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...-Eigenschaften

    Manchmal ist es hoch interessant, in alten Threads nachzuschauen und sich die Frage zu stellen, was gilt heute noch und was ist auf der Strecke geblieben oder wurde durch neue Erkenntnisse überrollt.
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?7302-Optimierung-der-Offzeit-nach-ADT-durch-Nahrungsmittel-m%F6glich
    Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nur sagen, dass die Schulmedizin Vitamin K und auch seine natürlichen Träger sehr gut im Fokus hat, weil es auch für die Blutgerinnung essentielle Bedeutung hat.
    Allerdings muss der Mediziner beachten, dass mit zunehmendem Alter die gute Blutgerinnung auch für das Verkleben der Thrombozyten mitverantwortlich sein kann und Thrombosen und Embolien vorbeugende Mittel, selbst aus der Naturheilkunde einer Substitution entgegen stehen.

    Gruß Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

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