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Thema: Prostatalogenbestrahlung: Vorbereitung, Erfahrungen, med. Unterstützung

  1. #41
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    Zitat Zitat von Heribert Beitrag anzeigen
    Wasser hat die Eigenschaft radioaktive Strahlung abzuschirmen
    Gruß Heribert
    Gut! Beim nächsten Atomangriff einfach unter die Dusche stellen! ;-)
    R.
    Caveat emptor!

  2. #42
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    Nun besteht der menschliche Körper aber zu etwa 70% aus Wasser - wie dumm aber auch
    Diese Antwort irritiert nur, wie dumm aber auch!

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  3. #43
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Die Oberärztin wies daraufhin, das nun - bei gut gefüllter Blase - die Strahlenbelastung der Blase bei 25 Gray läge (Ergebniss des Kontroll-CTs).
    Dies wäre der anzustrebende Wert.
    Ich werde beim nächsten Gespräch die Begründung der Gray-Belastung der Blase hinterfragen.
    Ich habe die Diskussion hier mit Interesse verfolgt und habe als Konsequenz eben den Abschnitt 8.2.1 im Ersten Rat um diesen Passus ergänzt:
    In den allermeisten, wenn nicht allen, Strahlenkliniken wird der Patient aufgefordert, mit entleertem Darm und gut gefüllter Blase zur Bestrahlungssitzung zu erscheinen. Ein entleerter Darm hat einen etwas größeren Abstand zum Zielvolumen als ein gefüllter und wird darum weniger Strahlung abbekommen. Der Sinn der gefüllten Blase scheint weniger klar zu sein. Oft wird – auch von Ärzten – gesagt, dass auch die Blase dann besser geschützt sei, was mir nicht ganz einleuchtet. Der Blasenhals und der untere Teil der Blase – die Teile, die der Prostata am nächsten liegen –, werden bei voller Blase nicht weniger Strahlung abbekommen als bei leerer. Eine plausiblere Erklärung erhielt ich von einer Strahlenärztin in einer Strahlenklinik in Flensburg, nämlich dass der Dünndarm, der ja oberhalb der Blase verläuft, durch die flüssigkeitsgefüllte Blase besser vor den Strahlen geschützt sei.
    Ralf

  4. #44
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    Hmm...noch eine - neue - Begründung für die gefüllte Blase. Diese weicht ja von der Begründung ab, die Lothar erhalten hat. Wobei trotzdem beide richtig sein können....

  5. #45
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    Uwe,
    eher nicht:

    ...The median rectal Deff (effective dose) was 55.6Gy for full-bladder anatomy and 56.8Gy for empty-bladder anatomy, and the corresponding bladder Deff was 29.0Gy and 49.3Gy respectively...
    [Moiseenko, Effect of bladder filling on doses to prostate and organs at risk: a treatment planning study, 2007]
    prepare for the unexpected and expect to be unprepared

  6. #46
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    Eine gefüllte Blase verhindert auf jeden Fall, dass die der Strahlenquelle gegenüberliegende Blasenwand etwas abbekommt. Die Flüssigkeit dämpft einige hundert Mal mehr als Luft, und die Blasenwände sind auch noch weiter auseinander. Umgekehrt wird die gedehnte Blase mit größerer Fläche an der Prostata aufliegen, so daß mehr Gewebe mehr Strahlung abbekommt. Die Studie berechnet die Gesamtbelastung der Blase; der letztere Effekt macht sich rechnerisch weniger bemerkbar als das vergleichweise größere Gewebevolumen weiter weg von der Prostata, so daß die gefüllte Blase insgesamt eine geringere Dosis abbekommt.
    Über die klinische Toxizität (also wirklich aufgetretene Symptome) entscheidet hauptsächlich der Harnröhrenanschluß, wie die Autoren selbst feststellen:
    "We suspect that, although bladder dose is related to GU toxicity, the critical organs may be the bladder neck itself and the urethra, which often are not analyzed in external-beam radiotherapy data. In addition to the known daily variation of bladder filling, bladder DVH alone may not be the ideal factor for GU toxicity correlation. The combination of bladder and bladder neck DVH with urethral DVH is likely to be a better model in correlations of GU toxicity." http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc...=rep1&type=pdf
    Eine gefüllte Blase wird also Stärke und Häufigkeit von Nebenwirkungen des Urogenitaltraktes kaum beeinflussen.
    Die Annahme der Ärztin in Flensburg wird von Fig. 7 in der Studie gestützt. Auch wenn es nicht sehr deutlich ist, so ist die Belastung des "small bowel" (sprich Dünndarm) bei gefüllter Blase durchweg geringer. Inwieweit das irgendwann zu Symptomen führt, weß ich nicht.
    Die von LowRoad zitierte Aussage bezieht sich auf den Enddarm und widerspricht nicht der Aussage der Ärztin.

  7. #47
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Sorry, der Trinkplan sieht ausdrücklich vor, eine Stunde vor jeder Bestrahlung und vor jedem Planungs-CT 1 Liter Wasser zu trinken und nicht zur Toilette zu gehen!
    Die Blase sollte möglichst ganz gefüllt sein. Sonst würden Bestrahlungs-Nebenwirkungen der Blase entstehen (chronische Blasenentzündung).
    Gruss
    Lothar
    War für mich unmöglich, denn wenn ich muss, dann muss ich! Halten geht nicht. - Können als nur Leute ohne RPE, oder bei denn es super verlaufen ist.

    Macht Euch doch nicht so in Hemd. Wenn mal was mitbestrahlt wird, dann ist das halt nicht zu vermeiden. Und Kopfstände wg. Ernährung geht gar nicht. Ist nur Humbug und rechnet mit dem Placebo Effekt.

  8. #48
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    Auch ich schliese mich Sepp an. Als komplett Inkontinent bildete sich meine Blase warscheinlich zurück. Mehr wie 300 ml passten überhaupt nicht mehr rein ab dann bekam ich riesen Schmerzen. Und das funktionierte auch nur wenn ich mir mechanisch den Penis abklemmte. Trotzdem vertrug ich die Bestrahlung ganz ohne Nebenwirkung.

  9. #49
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    Ich bin anderer Meinung. Man sollte Nebenwirkungen, so gut es geht, vermeiden. Man kann viele Jahre darunter leiden.

    Georg

  10. #50
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    Ja, "leiden" kann man und muss man - oft wg. dieser "Foltermethoden", die einem als Therapie verkauft werden.

    Aber oft geht es auch nur ums Geld, denn Zytiga oder Xtandi, die sehr wirkungsstark sind. Kosten halt sehr viel und werden erst nach der umfassenden Folterung (Bestahlung / Chemo) verschrieben und von den Krankenkassen gezahlt!

    Es geht geht doch immer nur um den Profit! Ob Fusionsbiopsie oder partielle Bestrahlungen, die nicht nur der Schmerzlinderung dienen. - Und wir diskutieren hier die "volle" Blase, anstatt zu schauen, was man wirklich besser machen könnte. - Aber so ist ja dann alles schön Leitlinien gerecht.

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