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Thema: Da schmeckt der Salbeitee gleich besser

  1. #1
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    Da schmeckt der Salbeitee gleich besser

    Als mäßiger Bier- und Weintrinker bin ich über folgende Studie gestolpert:


    http://www.mittelrhein-tageblatt.de/gesundheit-mrt/aus-der-forschung-prostatakrebs-alkohol-erhoeht-sterblichkeit-68607/



    kurze Kurzfassung meinerseits:
    regelmäßiger Alkoholkonsum nach (!) der Diagnose PK erhöht das Risiko daran zu sterben um 82 Prozent !

    Während meiner 5 Monate Chemo habe ich problemlos auf Alkohol verzichtet, das sollte jetzt auch gehen.

    man(n) hängt halt am Leben, und wenn es ohne Alkohol länger dauert, dann halt ohne.


    Optimist (leicht eingetrübt)

    Man kann zwar kein neues Leben beginnen, aber täglich einen neuen Tag.
    Henry David Thoreau (1817-1862)


    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=889

  2. #2
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    Von welchen Alter geht die Stadisdik aus. Was heißt das 82%. Sterben die anderen dann fast nicht ? Wieder einmal eine Aussage die nur die Menschen einschüchtet.

  3. #3
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    Michi,
    die Statistik beginnt ab Diagnosestellung, und dann wurde über 19 Jahre beobachtet an was die PK-Patienten sterben. Das Risiko am PK zu sterben lag bei Patienten die 2 oder mehr alkoholische Getränke zu sich nahmen um 82 % höher als bei abstinenten Patienten.

    Zugegeben, die Todesursache genau festzustellen, wenn mehrere Erkrankungen zusammen diagnostiziert sind, ist nicht ganz einfach.
    Früher wurde als Todesursache meistens Herzversagen festgestellt, die Diagnose ging schnell und stimmte immer.

    Optimist

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  4. #4
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    Da hast Du bei mir aber auch einen wunden Punkt getroffen. Ich liebe auch dann und wann ein Gläschen Wein oder ein kühles Bier im Sommer.
    Habe aber dennoch Hoffnung, dass es nicht so heftig kommen muss. Es stellt sich ja immer bei solchen Umfragen und beobachteten Korrelationen die Frage der Kausalität:

    Solche PCa Patienten welche überhaupt keinen Alkohol tranken (waren ja auch in der Minderheit), haben wahrscheinlich auch sonst einen gesundheitsbewussteren Umgang (Ernährung, Sport) usw. Und solche, bei denen sich einen schlechteren Verlauf sich abzeichnete, haben vielleicht darum mehr getrunken.

    Ok, ich gebe es zu. Ich suche nach Ausreden. Aber ich lasse mich noch nicht einschüchtern. Da gehören randomisierte prospektive doppelblinde Studien her. Da melde ich mich aber nur, wenn ich in die Alkoholgruppe eingeteilt werde :-))

    Tritus

  5. #5
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    Stellt sich doch die Frage, ob der Verlauf nicht ohne PCA Diagnose der gleiche gewesen wäre....wetten?

    Grüße

    Uwe

  6. #6
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    Ich zitiere zwei Sätze aus der Studie, die mir auf die Schnelle aufgefallen sind:

    "Out of the 829 men analyzed, 528 men died from any cause, 185 died from their prostate cancer".

    Wieder mal zeigt sich, dass die meisten Patienten mit dem Tumor sterben und nur wenige durch Prostatakrebs.


    "... it appeared that men in the highest alcohol consumption quartile were most likely to be current or former smokers, had lower physical activity levels ....."

    Also das Viertel der Patienten mit dem höchsten Alkoholkonsum hat auch zumeist geraucht und wenig Sport getrieben. Das sind natürlich bekannte Risikofaktoren.

    Georg

  7. #7
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    Bin leider nur vom Zeitungsartikel zum abstract gekommen, da stand von Rauchen und wenig Sport nichts drin. Der ganze Artikel ist mal wieder kostenpflichtig.

    Für alle und mich die gern ein Gläschen trinken habe ich eine aktuelle finnische Studie gefunden, die versucht zu belegen dass erhöhter Alkoholkonsum den PK fördert aber Abstinenzler sterben hier häufiger als "wenig-Trinker" am PK.
    Man muss sich nur die richtigen Studien suchen! Ist übrigens kostenlos.


    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/art...ihms843933.pdf



    Na dann gelegentlich "Prost" mit gutem Gewissen

    Optimist

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  8. #8
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    Dafür erkrankten die Trinker etwas häufiger an Prostatakrebs und ihr allgemeines Todesrisiko ist deutlich höher. Man könnte auch schlussfolgern, dass Trinker nicht lang genug leben um am PCA zu versterben. Ja, Interpretation von Statistiken ist halt auch von der Perspektive abhängig.
    prepare for the unexpected and expect to be unprepared

  9. #9
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    Vielen Dank Andi für Deine Feststellung. Ich werde also weiter Bier trinken, um mich vor dem PK-Tod zu retten.

    In dem Sinne

    WernerE

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