Seite 8 von 10 ErsteErste ... 678910 LetzteLetzte
Ergebnis 71 bis 80 von 91

Thema: Neue Waffe gegen PCa?

  1. #71
    Registriert seit
    20.02.2018
    Beiträge
    941
    Die Bilderserie schaut jetzt nicht so aufbauend aus. Im Lungenbereich wenn ich es richtig sehe, hat sich auch schon etwas entwickelt. Aber die kritikunfähigen Studienanhänger (egal welche) haben sicher eine verharmlosende Erklärung parat.

    Franz

  2. #72
    Registriert seit
    08.05.2016
    Beiträge
    93
    In der Lunge ist nichts, Metastase im linken Becken hat sich massiv
    vergrößert. Am oberen Rand der rechten Aufnahme sieht man den unteren Teil der Nieren.
    Betastrahler werden über jene entsorgt.

    Horst Günter
    Some days it's hard to find motivation .....
    some days motivation finds you!

  3. #73
    Registriert seit
    02.04.2012
    Ort
    Rheinland
    Beiträge
    1.003
    Georg,

    vielen Dank für den Verweis auf die interessanten empirischen (!) Studien (750 Probanten).

    Hier noch ein „historischer“ Link zu einem Forum-Thread

    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...nwenden/page12

    mit Beiträgen von Konrad.

    Lothar

  4. #74
    Registriert seit
    14.05.2018
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    155
    So, da bin ich wieder mit Neuigkeiten.
    Das Restaging hat am 24.10. ergeben, dass alle Metastasen verschwunden sind und, wie schon im April, nur noch eine geringe Aktivität in der Prostata selbst sichtbar ist. Prof. Ezziddin hat mir daraufhin empfohlen, ab sofort Bicalutamid einzunehmen und für den Resttumor eine gezielte Strahlentherapie durchführen zu lassen.
    @Tritus: Ich habe Prof. Ezziddin wegen der Reihenfolge befragt. Die ist unerheblich, weil sowieso alles im Tumor verbleibt. D.h. das PSMA-617 löst sich nicht mehr, sondern verbleibt an der Bindungsstelle. Da sind wir beide wohl von den in vitro Verhältnissen in unseren Immunoassays ausgegangen, haben es aber hier mit in vivo Reaktionen zu tun.
    Egal, ich habe das Ganze jedenfalls nebenwirkungsfrei überstanden und suche jetzt eine passende Strahlenklinik, die dann auch bereit ist mich zu behandeln.
    Offensichtlich bin ich einer von ganz wenigen hormonnaiven, die Prof. Ezziddin mit 177Lu-PSMA-617 behandelt, definitiv der erste der die Kombinationstherapie mit 225Ac bekommen hat.

    Arnold

  5. #75
    Registriert seit
    02.04.2012
    Ort
    Rheinland
    Beiträge
    1.003
    Guten Morgen Arnold,

    dass sind ja erfreuliche Neuigkeiten!
    Alls Gute für Deine Strahlentherapie.

    Lothar

  6. #76
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.302
    Hallo Arnold,

    ich halte es für gut, dass Prof. Ezziddin Dir nicht eine weitere PSMA Therapie empfohlen hat, um den Tumor in der Prostata anzugehen. Es besteht ja immer die Gefahr, dass Nebenwirkungen auftreten. Durch das Bicalutamid hast Du ja wohl erstmal Ruhe vor neuen Metastasen.
    Neben der Strahlentherapie gibt es auch noch eine Reihe anderer Verfahren, die man jetzt einsetzen könnte. Ich selbst bevorzuge Cyberknife, da man dann nicht so viele Bestrahlungssitzungen hat.

    Jedenfalls hast Du ja noch Deine Prostata, da kann man gut Goldmarker setzen und dadurch gezielt bestrahlen. Nicht, dass Du in die Schublade "Salvage-Bestrahlung" kommst und man auf Goldmarker verzichtet.

    Georg

  7. #77
    Registriert seit
    18.04.2018
    Ort
    Raum Zürich
    Beiträge
    628
    Hallo Arnold,

    Danke für die eindrucksvollen PET Bilder auf myprostate.eu. Vorher/nachher Vergleich ist ja wieder ein Lehrbuchbeispiel einer nahezu kompletten Remission, auch wenn wohl nicht
    dauerhaft. Dein Mut Versuchskaninchen zu sein wurde belohnt.

    Interessant ist auch der Ansatz von Prof. Ezziddin, 1-2 Wochen vor der eigentlichen RLT mit Bicalutamid die PSMA Expression der PCa Zellen zu erhöhen,
    um eine bessere Wirksamkeit zu erreichen. Dies sollte doch auch für die reine PSMA Bildgebungs-Diagnostik eine höhere Sensitivität ermöglichen, um z.B. nach
    biochemischen Rezidiven noch früher etwas zu sehen.

    Den Primarius auch noch gezielt anzugehen, sei es nun OP oder Bestrahlung, wird wohl heutzutage auch mehr Zustimmung finden, als noch vor 10 Jahren.
    Die Martini-Klink hat sich auf OP spezialisiert, arbeitet mit der UKE für andere Therapien zusammen.
    Ich denke gut ausgerüstete und kompetente Bestrahlungszentren werden sich viele finden lassen.

    Alles Gute

    Tritus

  8. #78
    Registriert seit
    14.05.2018
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    155
    Hallo Georg
    ich halte es für gut, dass Prof. Ezziddin Dir nicht eine weitere PSMA Therapie empfohlen hat, um den Tumor in der Prostata anzugehen.
    das war auch seine ausdrückliche Aussage. Je größer die Tumorlast, desto besser die Wirkung der RLT.
    Ich selbst bevorzuge Cyberknife, da man dann nicht so viele Bestrahlungssitzungen hat.
    das war auch seine Idee. Er meinte, dass man das heutzutage mit 3 bis max 5 Sitzungen hinkriegen kann. Die Frage ist nur, ob ich eine Klinik finde, die mich unter den gegebenen Umständen auch behandelt. Meistens sind die Ausschlusskriterien nämlich PSA < 15 ng/ml und Gleasonscore max. 7. Da falle ich immer durch.
    @Tritus
    Interessant ist auch der Ansatz von Prof. Ezziddin, 1-2 Wochen vor der eigentlichen RLT mit Bicalutamid die PSMA Expression der PCa Zellen zu erhöhen,
    um eine bessere Wirksamkeit zu erreichen. Dies sollte doch auch für die reine PSMA Bildgebungs-Diagnostik eine höhere Sensitivität ermöglichen, um z.B. nach
    biochemischen Rezidiven noch früher etwas zu sehen.
    Meiner unmaßgeblichen Meinung nach ist die primäre Hormontherapie eher ein Mutationstreiber für den Tumor, als eine zielführende Therapie. Aber bitte, das ist nur meine ganz persönliche Meinung.

    Gruß
    Arnold

  9. #79
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.302
    Hallo Arnold,

    man könnte Deine Situation als Rezidiv-Situation betrachten. Dann gelten die von Dir genannten Kriterien nicht. Letztlich ist der Strahlentherapeut in seiner Entscheidung frei. In dem von mir verlinkten Vortrag ist ja auch so ein Tumorrest mit Cyberknife behandelt worden. Und ich glaube, bei dem Patienten konnte man keine Goldmarker mehr setzen.

    "Hormontherapie eher ein Mutationstreiber für den Tumor, als eine zielführende Therapie" Also die Hormontherapie ist schon zielführend, sie stoppt das Wachstum des Tumors sehr effektiv. Ein Teil der Zellen stirbt ab, ein anderer dauert aus bis es wieder Testosteron gibt und ein dritter Teil wächst weiter oder mutiert zu androgenunabhängigen Zellen. Siehe auch hier. Unter dem Strich wirkt es aber sehr gut. Eine kurative Therapie ist es nicht. Aber die ist mir auch nicht bekannt, wenn der Tumor schon gestreut hat.

    Georg

  10. #80
    Registriert seit
    14.05.2018
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    155
    Hallo Georg,

    Eine kurative Therapie ist es nicht. Aber die ist mir auch nicht bekannt, wenn der Tumor schon gestreut hat.
    Genau das meine ich. Der erste Urologe, durchaus kompetent, der auch die Biopsie bei mir vorgenommen hat, hat mir allen Ernstes die Hormontherapie empfohlen, weil, und das ärgert mich jetzt noch maßlos, das schon seit 60 Jahren so gemacht wird. Hat er wörtlich so gesagt. Was lese ich dagegen hier im Forum und auch sonst im Internet: Hormontherapie endet nach einer gewissen Zeit definitiv in "Kastrationsresistenz". Soll ich also "sehenden Auges" eine unter Umständen stark nebenwirkungsbehaftete Therapie anwenden, die mir letztendlich nicht wirklich hilft? Da suche ich doch lieber nach Alternativen und kann die jetzt und hoffentlich künftig noch deutlich häufiger auch finden.

    Venceremos
    Arnold

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •