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Thema: Katheterventile und Katheterstopfen

  1. #1
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    Katheterventile und Katheterstopfen

    Meine Prostat-Ektomie war im Oktober 2013. Seit Dezember 2017 weiß ich definitiv, dass der Tumor zurückgekehrt ist.
    Ich bin seither auf Eligard 45 mg und da permanent Probleme beim Wasserlassen, seit 01.09.18 auch noch auf Casodex 50 mg.
    Verbessert hat sich mein Zustand nicht.

    Ich lebe als Rentner im Süden der Türkei. Ein Urologe in Antalya, in Heidelberg studiert, in Heilbronn praktiziert, sprach von
    einer Harnröhrenverengung. Restharn nach Ultraschall 440 ml. Mein Berliner Urologe, mit dem ich per Email kommuniziere:
    Entweder ist es eine Verengung durch eine Narbe im Op-Gebiet oder der Tumor engt den Abfluss ein. Allerdings denkt er,
    es ist eher der Tumor. Er empfahl mir vorübergehend einen Katheter mit Ventil, also ohne Beutel. Ich habe mir diese Teile im
    Netz angeschaut und kam auf einen Horrortrip. Allein bei der Vorstellung wie ich das Teil in meine Harnröhre bekommen soll.

    Mein Rückflug nach Berlin ist für den 22.10.18 gebucht. Ich will trockenen Fußes dort ankommen. Immerhin dauert der Flug
    3 Stunden und 20 Minuten und bisher musste ich jede Stunde mindestens dreimal aufs Klo, um jedesmal unter Pressen
    ca. 100 ml. abzugeben.

    Hat jemand Erfahrungen mit solchen Kathetern gemacht? Sind sie zu empfehlen? Ist das Einführen schmerzhaft? Wie lange
    kann man solch ein Ding in sich tragen? Fällt das beim Bodycheck der Security auf?

    Ich erwarte keine Wunder, aber ein paar positive Antworten. Bitte!


  2. #2
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    Meiner Meinung nach ist eine Restharnmenge von 440ml viel zu hoch, und alle Stunde 100ml auspressen klingt alarmierend. Da kann es ganz ganz schnell zum kompletten Harnverhalt kommen und dann ist Alarmstufe-ROT. Mein Urologe aus Darmstadt würde Dich nicht mehr aus der Praxis lassen, ohne zuvor für einen sicheren Abfluss zu sorgen. Kurzfristig könnte ein Dauerkatheter Abhilfe schaffen, wenn noch einführbar, evt. mit Draht unter Sicht. Langfristig eine TUR-P oder ein Zystofix, je nach Verursacher der LUTS.
    if nothing's fails, it's not real life

  3. #3
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    Natürlich ist diese Restharnmenge zu hoch. Deshalb soll ich die Blase mit einem Dauerkatheter entleeren. Doch wie macht man so etwas? Schaue ich mir meine Harnröhre an, so passt da doch niemals ein Katheter hinein.
    Vor dieser Einführung graut mir und ich möchte von anderen Betroffenen wissen, wie sie das bewältigt haben. Und wie lange kann man dieses Ding in sich tragen? Ich habe noch mehr als 3 Wochen bis ich zurückfliegen kann.
    Kann man den Harnabfluss aktivieren, vielleicht durch Beckenmuskeltraining? Wegen der Hitze kann ich mich tagsüber kaum bewegen. Wäre es ratsam, früh abends nach Sonnenuntergang einen Gang durchs Gelände zu machen,
    um da unten etwas zu lockern?

  4. #4
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    Zur Selbstkatheterisierung gibt es spezielle Katheter, die nicht ganz so dick sind, gut gleitfähig und sollten vorübergehend ohne große Probleme anwendbar sein.
    Kurzfristigen Rat bekommst Du im Forum "Inkontinenz Selbsthilfe". Dort berichten Männer, die Selbstkathetern seit vielen Jahren mehrmals täglich praktizieren. Die können Dir auch eine ganze Reihe von Tipps geben, welche Katheter bei Harnröhrenverengung die geeigneteren sind.

    Gruß Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  5. #5
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    Danke, ich werden Deinen Rat befolgen.

  6. #6
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    Moins,

    zur Selbstkatheterisierung kann ich nichts beitragen,

    aber ich hatte 6 monate ein Katheter in der Harnröhre mit " Ablasshahn " und war damit sehr zufrieden !
    wenn ich Druck verspürte, Hahn auf und gut war es.
    der mußte nach 6 Wochen immer gewechselt werden, war aber OK.

    Den Katheter hatte ich bekommen, nachdem ich mehrmals Harnverhalt hatte.
    Nach 6 wöchiger Bestrahlung kam der Katheter raus und seitdem kann ich wieder pinkeln wie ein 30 jähriger
    mittlerweile seit über 2,5 Jahre.

    Den Krebs habe ich aber leider noch immer im Körper und der begleitet mich bis zum letzten Tag . . .
    aber damit kann und muß ich leben . . .

  7. #7
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    Zitat Zitat von MaikDotcom Beitrag anzeigen
    Deshalb soll ich die Blase mit einem Dauerkatheter entleeren. Doch wie macht man so etwas? Schaue ich mir meine Harnröhre an, so passt da doch niemals ein Katheter hinein.
    . . . was meinst Du was da alles reinpasst
    ich hatte mal ein Spülkatheter in der Harnröhre, der war ca. 7 mm im Durchmesser.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Heribert Beitrag anzeigen
    Zur Selbstkatheterisierung gibt es spezielle Katheter, die nicht ganz so dick sind, gut gleitfähig und sollten vorübergehend ohne große Probleme anwendbar sein.
    Kurzfristigen Rat bekommst Du im Forum "Inkontinenz Selbsthilfe". Dort berichten Männer, die Selbstkathetern seit vielen Jahren mehrmals täglich praktizieren. Die können Dir auch eine ganze Reihe von Tipps geben, welche Katheter bei Harnröhrenverengung die geeigneteren sind.

    Gruß Heribert
    Selbstkatheterismus bei Verengung durch Narbe/Tumor ist "Selbsbtmord für die Harnröhre", dass ist schon für einen Urologen eine Herausforderung!!!
    NICHT zu empfehlen!
    Die Katheter (wichtig OHNE Röntgenstreifen) sind dann Silikon und nicht auffällig in der Sicherheitskontrolle, ebenso das Ventil.
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    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
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  9. #9
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    "Selbstmord für die Harnröhre" - Welche Schäden können denn durch einen Urologen dabei verursacht werden? Ich war nach einer solchen Aktion fix und fertig. Auch mit Draht bekam man den Katheter nicht durch.

    Georg

  10. #10
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    Beim "ungeschickten" Katheterlegen kann die Hrnröhre perforiert werden (dort entsteht dann eine weitere Striktur), der Schliessmuskel "angebohrt werden, die Prostata, soweit vorhanden, verletzt werden.
    Und ich habe auch schon erlebt, das ein Katheter die Harnröhre perforiert und UNTER die Blase gelegt wurde.
    Das ist dann etwas für die ganz versierten (meist älteren) Urologen, die viel Erfahrung damit haben und erhebliches "Fingerspitzengefühl".
    Die Katheterspitze ist dann der verlängerte Finger, mit dem man ganz filigran den Weg ertasten muss
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    Gruss
    fs
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