Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: PSA Werteverlauf

  1. #1
    Registriert seit
    27.10.2015
    Beiträge
    5

    PSA Werteverlauf

    Guter Morgen liebe Forenmitglieder,

    ich bin 47 Jahre alt und seit längerem (gute 3 Jahre) in der urologischen Behandlung und habe immer wieder mit Blasen- bzw. Prostata Entzündungen zu tun. Ebenfalls habe ich verschiedenste Urologen aufgrund der Thematik aufgesucht. In der Zwischenzeit habe ich enorme Ängste wenn eine PSA Messung ansteht. Mein Urologe nimmt die Messung immer nach dem gleichen Verfahren vor.

    Juli 2014 PSA 1,05
    Juli 2015 PSA 7 (bakterielle Prostatitis)
    September 2015 PSA 1,25
    November 2015 PSA 10,0
    Februar 2016 PSA 1,75
    Oktober 2016 PSA 1,49
    Oktober 2017 PSA 1,301
    Januar und Juni 2018 (bakterielle Prostatitis)
    Oktober 2018 PSA 2,29

    Da mein PSA Wert nun bei 2,29 liegt und in einem Jahr so schnell angestiegen ist habe ich wieder diese Ängste. Mein Urologe hat mit mir in einem halben Jahr einen Kontrolltermin vereinbart. Ich habe den Termin nun auf Anfang Dezember vor vorverlegt, da ich mir große Sorgen bezüglich der rasanten Anstiegsgeschwindigkeit mache.

  2. #2
    Registriert seit
    22.02.2018
    Beiträge
    84
    Die Ängste bei jeder PSA Messung kann ich nachvollziehen, war bzw. bin ja in der gleichen Situation. Der PSA Anstieg ist relativ und bei einer nachgewiesenen Entzündung nicht atypisch. Evtl. liegt bei dir sogar schon eine chronische Entzündung vor. Allerdings würde ich tatsächlich den Trend, sprich die nächste Messung abwarten. Andernfalls wäre dann der Weg über ein mpMRT zur evtl. Biopsie denkbar. Als Triage mpMRT wäre dann mindestens eine genauere Beurteilung möglich. Eine Biopsie wird vermutlich die Prostatitis erst richtig anfeuern.

    Ich sage dazu immer....willkommen in der PSA Falle.

    Thomas

  3. #3
    Registriert seit
    15.04.2006
    Ort
    Landschaft Angeln
    Beiträge
    2.703
    Hallo? (ein Name wäre nicht schlecht),

    Du hast offenbar immer wieder mal eine Prostatitis, vor drei Jahren war Dein PSA-Wert deswegen ja auch schon bei 10 ng/ml (und ist wieder heruntergegangen). Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass dies auch diesmal die Ursache für den PSA-Anstieg ist. Da ist das Berechnen der PSA-Verdoppelungszeit sinnlos. Dem Kontrolltermin im Dezember kannst Du in Ruhe entgegensehen – aber, Du schreibst nichts davon, ob, und wenn ja wie, Deine Prostatitis behandelt wird.

    Ralf

  4. #4
    Registriert seit
    25.02.2014
    Beiträge
    90
    Hallo,

    mich würde interessieren, wie hat man denn jeweils die bakterielle Prostatitis bei Dir festgestellt hat? Wie hat man die Prostatitis behandelt?

    Offensichtlich bist Du jemand, der wiederkehrend Prostata- und Harnwegsinfektionen bekommt. Dadurch gibt es als Auswirkung immer wieder hohe PSA-Werte. Die gute Nachricht ist: In Deinem Alter und bei deiner Vorgeschichte ist die Wahrscheinlichkeit für einen hohen PSA-Wert mit harmloser Ursache recht hoch. D.h. man sollte bei einem hohen Wert wachsam sein und die Kontrolle keinesfalls schleifen lassen, aber Panik ist absolut nicht angemessen. Die schlechte Nachricht ist: Dein PSA-Wert ist als Indikator nicht so gut zu gebrauchen und es ist immer wieder zu erwarten, dass erhöhte oder hohe PSA-Werte auftreten. Das sollte man dann nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber eben auch nicht überbewerten. Prostatakrebs wird ab einem gewissen Zeitpunkt allein den PSA bestimmen. D.h. der PSA-Wert schwankt nicht, er steigt. Dafür reicht aber eine Messung eben nicht aus. Und wenn man eines sehen kann, dann dass deine PSA-Werte extrem schwanken.

    Ich weiß wovon, ich spreche. Ich hatte auch einen sehr hohen PSA-Wert für mein Alter (7,4 bzw. 48 Jahre), der nach einer Antibiose deutlich gefallen ist. Ich kenne trotzdem das Gefühl, wenn man sich Blut abnehmen lässt und hofft, dass der Wert nun niedriger ist.

    Es gibt übrigens einige Faktoren, die den PSA-Wert erhöhen:

    - Rektale Ultraschall- und Tastuntersuchungen vor der Blutentnahme
    - Fahrradfahren
    - Sex
    ...

    Alles Gute!
    Ulrich

  5. #5
    Registriert seit
    27.10.2015
    Beiträge
    5
    Hallo Ralf,

    sorry, ich bin gestern schon Rückwarts gegen einen Pfeiler gefahren weil ich mir solche Sorgen mache. Mein Name ist Jens und bin 47 jahre alt. Die Prostatitis wurde jeweils mit einem Antibiotikum behandelt und der PSA Wert ging auch jedesmal herunter. Aktuell habe ich jedoch keinerlei Beschwerden (auch keine Bakterien im Urin) und trotzdem die Steigerung von 1,0301 auf 2,29. Mein Urologe hat mir eine leicht vergrößerte Prostata diagnostiziert und Tamsulosin verschrieben. bei der Ultraschalluntersuchung wurde auch nicht ungewöhnliches festgestellt. Ergänzend möchte ich noch erwähnen, dass ich bereits eine Herzoperation hinter mir habe und daher vermutlich diese Ängste herkommen.

  6. #6
    Registriert seit
    22.02.2018
    Beiträge
    84
    Meine Werte waren da viel aggressiver. Ich denke du solltest dich ablenken und das Leben geniessen

  7. #7
    Registriert seit
    25.02.2014
    Beiträge
    90
    Hallo Jens,

    Zitat Zitat von s018152 Beitrag anzeigen
    Aktuell habe ich jedoch keinerlei Beschwerden (auch keine Bakterien im Urin) und trotzdem die Steigerung von 1,0301 auf 2,29.
    Bei mir wurden keine Bakterien im Urin festgestellt. Trotzdem ist der PSA-Wert innerhalb von 3 Wochen während der Antibiotikabehandlung auf ein Drittel (7,4 auf 2,4) gefallen. Keine Bakterien im Urin bedeutet also nicht, dass Du keine Prostatitis hast. Die Umkehrung gilt übrigens auch nicht. Und selbst wenn der PSA-Wert nicht durch eine AB-Behandlung fällt, kann es trotzdem eine Prostatitis sein. Entweder ist sie nicht bakteriell oder man hat kein passendes AB eingenommen ...

    Ich kann verstehen, dass Du Dir Sorgen machst, aber im Moment gibt es objektiv dazu noch keinen Anlass. Prostatakrebs wird übrigens nie über den PSA-Wert diagnostiziert, sondern nur über eine Biopsie. Es hat schon seinen Grund, warum das so ist.

    Deine Ängste sollte man trotzdem nicht kleinreden, sie sind für dich real. Wir als Außenstehende können aber nur versuchen, Dir die Situation objektiv darzulegen.

    Ulrich

  8. #8
    Registriert seit
    22.02.2018
    Beiträge
    84
    Jens, wenn es dich so belastet lasse das doch auch mal Internistisch checken und die Entzündungsparameter bestimmen. Vielleicht gibt es ja da auch Erkenntnisse? Du bist doch da sicherlich regelmäßig in Betreuung.

    Thomas

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •