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Thema: Warum steigt der PSA nach RPE und Salvage-RT 9 Jahre später an?

  1. #11
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    Hallo Jürgen,

    bevor die Panik um sich greift, würde ich erstmal eine neue PSA-Messung vornehmen lassen, und zwar bald.
    Es kann sich auch einfach um einen Messfehler handeln. Ich hatte mal unter ADT einen Anstieg von 0,02 auf 0,2 innerhalb von 3 Monaten. Vier Wochen später waren es wieder 0,02. Und ich hatte Resistenz befürchtet und 4 schlimme Wochen durchlitten. Also bitte deinen Urologen um eine Kontrollmessung in 2-4 Wochen. Wenn der das ablehnt, lass bei deinem Hausarzt einen Test machen, auch wenn der vermutlich ein anderes Labor hat und der Wert deshalb etwas abweichen kann.
    Von einem biochemischen Rezidiv spricht man erst, wenn der Wert 0,2 übersteigt.

    Sollte das PSA weiter steigen, kannst du immer noch den Empfehlungen der Kollegen hier folgen.
    Ich empfehle ergänzend dazu eine gesunde Lebensführung mit allem, was bei Krebs helfen kann: Sport, gesunde Ernährung, Kurkuma, Granatapfel etc. Ich habe Grund zu der Annahme, dass gerade bei niedrigen PSA-Werten das Immunsystem mit den Tumorzellen fertig werden kann. Beweisen kann ich das allerdings nicht. Mein eigener Krankheitsverlauf ist wohl ein "anekdotischer Einzelfall".

    Alles Gute!
    Detlef

  2. #12
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    Hallo Georg,

    danke für die interessante Studie, die ich noch nicht kannte.
    Für mich ist sie besonders nützlich hinsichtlich der Nebenwirkungen und der Kontrolle der Blutwerte.

    Grüsse

    Lothar

  3. #13
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    Danke Detlef,
    Du hast vollkommen recht, es kann vieles sein was den PSA-Wert nach oben getrieben hat und vielleicht geht es auch wieder runter, dies kann laut Urologe auch passieren. Schlimm ist nur die psychische Belastung, vorher war ich auch in meinem „Kopf“ gesund, jetzt geht es wieder los.
    Ich werde jedenfalls in kurzen Abständen den Wert messen lassen.
    Danke auch an an alle anderen, die hierzu kommentiert haben. Ob ich über die Metablock-Geschichte nachdenken werde, weiß ich noch nicht, ist ja keine richtig gesicherte Therapie.
    Frage, kennt ihr ähnliche Fälle, vielleicht wissen die Profis mehr?

    Danke, dass ihr mir eure Zeit geschenkt habt.

    Jürgen

  4. #14
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    Ausser dreimonatlich PSA würde ich definitiv GAR NICHTS machen!
    Jetzt mit hormonmanipulativen oder sonstigen "Therapien" zu beginnen
    birgt aus meiner Sicht das Risiko "schlafende Hunde zu wecken", d.h. eine
    Entdifferenzierung o.ä. zu provozoeren.
    Bei dieser geringen Dynamik sollte abgewartet werden und da hat man Zeit auch über PSA 1.0 hinaus.
    ----------------------------------------------------------
    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
    ----------------------------------------------------------

  5. #15
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    Hallo liebe Mitstreiter,

    habe nach 3 Monaten wieder einen PSA-Test gemacht, Ergebnis wieder 0,1.
    Der Wert ist also nicht gestiegen, aber der vorherige war auch kein Fehltest.

    Ich frage mich nun, muss es immer ein aufkommen eines systemischen Fortschreitens sein, oder kann es auch wie bei vielen anderen ein Bereich sein in dem der Wert weiterhin gleich bleibt? Da denke ich auch an den Verlauf von Spertel aus diesem Forum, leider hat er seine Historie nicht mehr dargestellt und ich weiß nicht wie es ihm heute geht.
    Man sucht für sich selbst nach plausiblen Gründen warum der PSA sich in dem Bereich befindet und noch "gutartig" ist, Drüsen, gutartiges Gewebe usw. Ist das alles unrealistisch? Mein damaliger Chirurg hat mir damals gesagt, dass er einiges Gewebe am Blasenhals stehen hat lassen müssen, wahrscheinlich waren dort noch Krebszellen vorhanden die eine nachträgliche erfolgreiche Bestrahlung notwendig machten.
    Wenn es sich um ein systemisches Problem handelt, können dann schon bei diesem Wert Metastasen in den Knochen Schmerzen verursachen?

    Gerne höre ich hierzu eure Meinungen.

    Danke im Voraus.

  6. #16
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    In den Studien von Amling und Toussi wird beschrieben, dass der PSA Wert sich unter 0,4 ng/ml häufig stabilisiert. Es gibt natürlich auch andere Meinungen. Jedenfalls wäre es, wie ja schon Urologe fs schrieb, nicht sinnvoll jetzt mit Hormontherapie anzufangen. Vielleicht bleibt der PSA Wert ja dauerhaft unter 0,4 ng/ml. Steigt er darüber kann man von einem Rezidiv sprechen. Was man dann macht braucht man jetzt nicht zu überlegen.

  7. #17
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    Danke Georg,

    ich habe eben mit meinen Urologen telefoniert und ihm das mit dem Wert von 0,4ng/ml gesagt, da widersprach er mir, da ich ja im Jahr 2003 eine HIFU hab machen lassen, dass ich ein Sonderfall wäre und damit dies nicht gelten würde. Kann ich nicht nachvollziehen, da 5 Jahre später der Chirurg mir sagte, dass er kaum etwas von den Auswirkungen der HIFU gesehen hat.

    Aber mein Urologe empfahl mir nach Möglichkeit jetzt schon eine PSMA-PET machen lassen, ist das sinnvoll bei dem Wert?

  8. #18
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    Mir hat mein Urologe schon bei 0.14 Ein PSA-PET empfohlen. Hat sich etwas in den Richtlinien geändert. Ich hab doch gelesen das man erst bei einem wert von 2.0 etwas erkennen kann. Ist das nicht richtig.

  9. #19
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    Hallo Jürgen,

    die HIFU Therapie vor der DaVinci Operation halte ich jetzt nicht mehr für relevant. Wenn damit ein Teil der Prostata behandelt wurde, so wurde doch anschließend die ganze Prostata mit der DaVinci Operation entfernt. Dann hast Du eine Bestrahlung der Prostataloge machen lassen und in der Situation bist Du nun, OP mit anschließender Salvage-Bestrahlung.

    Ein PSA Wert von 0,1 ng/ml ist in keiner Weise bedrohlich für Leib und Leben. Ich hatte ja geschrieben, dass ich mit den angegebenen 0,4 ng/ml nicht alle Meinungen treffe. Grundsätzlich habe ich damit versucht, Dich zu beruhigen.

    Irgendein Grenzwert zur Bestimmung eines Rezidivs ist in Deiner Situation aber gar nicht so wichtig. Die Leitlinie sieht als nächste Therapie die Hormontherapie vor und lässt offen, ab welchem PSA Wert man damit beginnen soll. Vorsichtige fangen bei einem PSA Wert von ca. 4,0 ng/ml an, ich halte 10,0 ng/ml für besser und manche Ärzte halten es für richtig erst zu beginnen, wenn Knochenschmerzen auftreten. Die Hormontherapie hat erhebliche Nebenwirkungen und wird einen Patienten nicht vom Tumor heilen. Sie hält nur das Tumorwachstum für eine bestimmte Zeit auf. Von daher kannst Du erstmal abwarten und Dir unnötige Nebenwirkungen ersparen.

    Mit einem PSMA PET/CT sieht man bei einem PSA Wert von 0,1 ng/ml aller Voraussicht nach noch nichts. Siehe dazu meinen entsprechenden Beitrag. Die Leitlinie erwähnt aber nicht, dass man erst ab einem bestimmten PSA Wert ein PSMA PET/CT machen soll. Viele Ärzte werden das auch nicht wissen und machen sich wie bei MRT und Knochenszinitgramm keine Gedanken über den PSA Wert. Meine Urologen in der Kleinstadt hatten vor zwei Jahren noch keinen Patienten, der ein PSMA PET/CT gemacht hatte und wussten teilweise nicht wie man das schreibt.

    Die Leitlinie sagt auch, man soll nur dann ein PSMA PET/CT machen, wenn daraus Entscheidungen für eine weitere Therapie abgeleitet werden sollen. Wenn man aber nur eine Hormontherapie im Auge hat, braucht man kein PSMA PET/CT.
    Man kann natürlich versuchen, sichtbare Metastasen, wenn sie denn sichtbar sind, zu bestrahlen oder operativ zu entfernen. Ob Dir das aber Dein Urologe empfehlen will, glaube ich nicht. Diese Therapien sind nicht in der Leitlinie genannt. Was aber nicht heißt, dass sie keine Wirkung haben. Ich selbst habe sie gemacht, aber nicht auf den Rat meines Urologen.

    Lange Rede kurzer Sinn: warte einfach erstmal ab.

    Georg

  10. #20
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    Hallo Georg,

    mein Urologe meint schon bei einer PSMA/PET/CT daraus ableitend zu behandeln, zB. die Nachbestrahlung der Prostataloge oder Lymphen, dies wäre nach fast 10 Jahren evtl. machbar. Hier könnte vielleicht ein Radiologe etwas zu sagen. Nur wenn bei einem PSA von 0,1 realistisch nur rund 50% der Metastasen erkannt werden, dann ist das nicht zielführend.
    Mit einer Hormontherapie werde ich vor PSA 10 bestimmt nicht beginnen und vorher alles mögliche machen um das soweit wie möglich hinauszuzögern. Aber was kann man da sinnvoll machen? Bei vielen Empfehlungen erkennt man nachträglich, dass diese wirkungslos sind.

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