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Thema: therapieentscheidung

  1. #61
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    manolis, CTCs sollten nach deinem Befund keine Rolle mehr spielen. Und die Metastasierung durch CTCs ist laut PSMA PET/CT vermutlich schon erfolgt, so daß sowohl der Nachweis als auch das Fehlen jetzt das Risiko nicht verändern und die Therapie nicht beeinflussen.

  2. #62
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    manolis, CTCs sollten nach deinem Befund keine Rolle mehr spielen. Und die Metastasierung durch CTCs ist laut PSMA PET/CT vermutlich schon erfolgt, so daß sowohl der Nachweis als auch das Fehlen jetzt das Risiko nicht verändern und die Therapie nicht beeinflussen.
    Ja, da hat Martin Recht, keine Diagnostik, kein Geld dafür in den Wirtschaftskreislauf pumpen anstatt dessen Überlegungen anstellen diese zu reduzieren, oder so gering zu halten, dass sich diese nicht häufen und Nischen bilden können. ( Darüber später mehr )
    Auch die Tumorstammzellen nicht stimmulieren.

    Noch einmal meine Überlegung - außerhalb der Leitlinien - Zytiga wird eingesetzt nach der Kastrationsresistenz von ADT xyz Mittel.
    Versuche doch einmal einen Onkologen zu finden, der in deinem Fall up front dir Zytiga verschreiben könnte.

    Der Gedanke steht dahinter, dass der Wirkungsweg bei Zytiga weit überhalb von Bicalutamid reicht. Nämlich auf die Ebene der Tumorzellen und Tumorstammzellen zusätzlich. Wenn es gelänge die CTC's - die du schon hast - und weiteres Anwachsen zu verhindern, verhinderst du auch eine Metastasierung. Das hieße aber auch von den Leitlinien abzuweichen.
    Ob du da jemand begeistern kannst, nach meinen Erfahrungen, geht eher bei den alten Hasen von Onkologen.

  3. #63
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    Hans-J.,

    für mich stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, was länger den Tumor kontrolliert: wie Du vorschlägst sofort mit Zytiga beginnen oder erst die Hormontherapie ausreizen und dann Zytiga ausreizen. Dafür gibt es derzeit wohl keine Antwort, aber ich halte es für möglich, dass eine längere Kontrolle erreicht wird, wenn man die Medikamente nacheinander nimmt. Auch unter einer wirksamen Hormontherapie sollte es zu keiner Metastasierung kommen.

    Georg

  4. #64
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    Georg

    für mich stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, was länger den Tumor kontrolliert: wie Du vorschlägst sofort mit Zytiga beginnen oder erst die Hormontherapie ausreizen und dann Zytiga ausreizen. Dafür gibt es derzeit wohl keine Antwort, aber ich halte es für möglich, dass eine längere Kontrolle erreicht wird, wenn man die Medikamente nacheinander nimmt. Auch unter einer wirksamen Hormontherapie sollte es zu keiner Metastasierung kommen.
    Diese Frage kann dir keiner beantworten, denn hier jetzt einmal eine Studie zu initiieren, wäre doch was. Ja, natürlich kann man so weitermachen wie immer. Die ADT Therapiesequenz ist ja bekannt.
    Nur nicht bekannt ist, wie lange sie dauern kann bis die ADT kastrationsresistenz eintritt. Am Beispiel von Andreas oder meines oder auch noch andere kannst du das nicht festmachen. Als Studienfreak sind dir auch die anderen Fälle bekannt, wo dieser Prozeß schon nach einem Jahr oder max. zwei Jahre eintritt.
    Was geschieht in der Phase der Resistenz mit CTC's, Tumorstammzellen.

    Ein Progress in der Bildgebung mit Metastasen ist mir zu preiswert. Mich treibt die Frage um, was ich hätte besser machen können, diesen Prozeß zu verlangsamen.

    Von der Zellbiologie wäre up Front Zytiga eine bessere Idee für die Fälle die schnell mit Kastrationsresistenz rechnen müssen.
    Jetzt sind wir doch tatsächlich noch bei den Marker angekommen, die darüber etwas Aussagen. Es gibt sie, nur keiner zieht sie mehr. "Es war einmal" Ich habe sie ziehen lassen und sie nie vergessen.

    Schau in DNA..................Forschungspools........... letzter Beitrag mit Optimist oder in myprostate.eu

    Bei meinen Überlegungen habe ich mich mehr von dem Gedanken leiten lassen, nicht nur den PSA Wert zu kontrollieren, sondern die CTC's, das Tumorstammzellpotential und das damit verbundene Zeitlimit bis zur Metastasierung so lang als möglich zu halten.

    Und natürlich mich mit meinem Immunsystem und dem Warburg Effekt auseinander zu setzen. In der Tumorverstoffwechselung wäre noch Potential es ihm schwer zu machen, Energie zu ziehen.

    Metformin würde ich nicht so einfach abtun, wohl aber die Menge von 1000mg/d, es sei denn ich wäre Diabetiker. Aber das wäre ein ganz anderes Thema.

    Hans-J.

  5. #65
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    hallöchen,


    Vielen dank erst einmal für die verschiedenen Ansatzpunkte, ich werde mich jetzt ersteinmal auf die Bestrahlung konzentrieren.
    Es heisst ja immer Bestrahlung unter adt , ich soll aber erst am letzten tag vor der Bestrahlung wieder mit Bicalutamid anfangen ??
    Am letzten Tag soll nocheinmal der psa wert bestimmt werden, eigentlich sollte man doch 4 wochen vorher anfangen ??
    Ich hatte Bicalutamid 150mg bis zum 25.10. eingenommen und Bicalutamid soll eine sehr lange Halbwertzeit haben ?? es hieß das es z.B ca. 7 wochen braucht um es auszuschleichen ??


    manolis

  6. #66
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    Ich kann nur sagen, was ich jetzt für einen Eindruck von dieser Empfehlung habe. Ob es zutrifft musst Du sehen. Die Strahlentherapeuten wollen manchmal gerne prüfen, welche Wirkung ihre Bestrahlung auf den PSA Wert hat. Wenn der Patient Hormontherapie macht, geht das nicht. Um jetzt eine valide Messung nach der Bestrahlung zu bekommen bittet man daher den Patienten, die Hormontherapie bis zu der geplanten Messung des PSA Wertes abzusetzen.

    Mir hatte auch die Strahlentherapeutin davon abgeraten, Hormontherapie zu machen und ich ärgere mich jetzt darüber, dass ich das daraufhin nicht gemacht habe. Es wäre wohl besser gewesen, Hormontherapie zu machen. Ich würde daher das Bicalutamid weiter nehmen und dem Strahlenarzt sagen, bei Deinem Gleason 9 hättest Du Angst gehabt, die Hormontherapie abzubrechen. So weit ich weiß schleicht Bicalutamid innerhalb von 14 Tagen aus, das kann ich jetzt aber nicht nachsehen.

    Georg

  7. #67
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    So weit ich weiß schleicht Bicalutamid innerhalb von 14 Tagen aus, das kann ich jetzt aber nicht nachsehen.
    Siehe Abkürzungsverzeichnis: "Für die Halbwertszeit von Bicalutamid werden Werte zwischen 6,8 und 7,4 Tagen angegeben."

    Ralf

  8. #68
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    Und wie lange würde es dauern bis nach absetzen des Bica, wieder die "richtigen" PSA Werte im Blut erreicht werden ?? Man hat ja schon einen
    pre-AHT Wert vom September 2018. Was will man denn noch mehr ?

    Also meine Meinung: Wenn Manolis es bis jetzt geschafft hat, gegen die Empfehlung von Prof. S., das Bicalutamid weiter bis zur PSMA PET weiter zu nehmen, dann würde
    ich konsequent bleiben und es nicht kurzfristig jetzt absetzen, nur um einen "richtigen" Anfangs-PSA Wert zu haben, bei Beginn bei Bestrahlung.

    Wenn man überzeugt ist, dass der langfristige Erfolg einer Bestrahlung verbessert wird, wenn man die ADT/AHT ca. 2 Monate vor der Bestrahlung nimmt (und das sind wohl
    nicht wenige) dann macht es wirklich keinen Sinn diese zu unterbrechen.

    Tritus

  9. #69
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    Will noch etwas hinzufügen.

    Bei Einnahme des Bicalutamid kurz erst kurz vor der Bestrahlung, und dann Absetzen 12, 18 Monate nachher ?
    Die Bestätigung der Wirksamkeit der Bestrahlung wird doch eh erst frühestens nach dieser Zeit sichtbar, wenn man dann überhaupt getraut die ADT/AHT abzusetzen.

    Sorry, vielleicht verstehe ich da noch etwas komplett falsch.

    Tritus

  10. #70
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    Georg
    Ich kann nur sagen, was ich jetzt für einen Eindruck von dieser Empfehlung habe. Ob es zutrifft musst Du sehen. Die Strahlentherapeuten wollen manchmal gerne prüfen, welche Wirkung ihre Bestrahlung auf den PSA Wert hat. Wenn der Patient Hormontherapie macht, geht das nicht. Um jetzt eine valide Messung nach der Bestrahlung zu bekommen bittet man daher den Patienten, die Hormontherapie bis zu der geplanten Messung des PSA Wertes abzusetzen.

    Mir hatte auch die Strahlentherapeutin davon abgeraten, Hormontherapie zu machen und ich ärgere mich jetzt darüber, dass ich das daraufhin nicht gemacht habe. Es wäre wohl besser gewesen, Hormontherapie zu machen. Ich würde daher das Bicalutamid weiter nehmen und dem Strahlenarzt sagen, bei Deinem Gleason 9 hättest Du Angst gehabt, die Hormontherapie abzubrechen. So weit ich weiß schleicht Bicalutamid innerhalb von 14 Tagen aus, das kann ich jetzt aber nicht nachsehen.
    Bevor in bestimmte Studien nachgewiesen wurde, dass eine kombinierte ADT+RT sich günstig auf die Bestrahlung auswirken solle, haben zur Zeit der DNA Zytometrie ganz andere Ansätze gegolten.

    Epstein, Duesberg, Dhom, Böcking u.a. haben immer darauf hingewiesen, dass der extrinsische Weg und die Dedifferenzierung auch durch Medikamente angetrieben werden könnte.
    Wenn der Mutationsprozeß in Gang gesetzt werden könnte und TZ in Seneszenz ( G0 ) gehen, kann Gray oder BED noch so hoch sein, schlafende TZ sind nicht erreichbar.

    Deshalb haben alle diese Experten geraten, die ADT sequenziell anzuwenden und ich kenne auch noch Strahlentherapeuten, die das nicht vergessen haben.

    Da mittlerweile die Enddifferenzierung und der Nachweis über die DNA Ploidie out ist, ist der Glaubenskrieg offenbar beendet und der Gleason mit all seinen Schwächen ist in.

    Hans-J.

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