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Thema: therapieentscheidung

  1. #11
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    Hallo Manolis,

    mein Rat auch als metastasiert Betroffener. Lass die Hände von Casodex, als flare up OK, aber dann raus.
    Ich finde es jetzt nicht spannend, dir den ganzen AR- Rezeptormechanismus bei möglichem hypersensitivem AR Rezeptor zu erklären. Wenn du Zeit hast lies Prof. Bonkhoff hier bei Kisp.

    Zur PSMA- DIAGNOSTIK
    Du willst ein klares Ergebnis, dann trage bitte zum Ergebnis bei und lies den nachfolgenden Link.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29980832
    Tue alles um klare Ergebnisse dem Strahlentherapeuten zu übergeben.

    Viel Erfolg für deine weitere Entscheidung zur Therapie.

    Hans-J.

  2. #12
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    Ich möchte zu Bicalutamid (Casodex) auf unsere Leitlinie hinweisen. Dort steht unter Punkt 5.71:

    "Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom, die eine hormonablative Therapie erhalten sollen, können mit einer Therapie mit dem Effekt einer Kastration (z. B. bilaterale Orchiektomie, LHRH-Analogon, GnRH-Blocker) oder mit einem geeigneten Antiandrogen behandelt werden. Von den Antiandrogenen ist lediglich für Bicalutamid 150 mg täglich die Äqui-Effektivität mit der Orchiektomie nachgewiesen"

    Da Bicalutamid das Testosteron nicht senkt, sind die entsprechenden Nebenwirkungen geringer. Das ist für mich ein Grund Bicalutamid als Hormontherapie einzusetzen. Was ich derzeit noch nicht mache. Außerdem kann man die Dosis selbst noch senken und sehen, ob sie dann noch ausreicht, um den PSA Wert niedrig zu halten.

    Georg

  3. #13
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    hallo Hans-J.



    Am 25.10. 18 hatte ich ein psma pet/ct in mgd. zur abklärung der weiteren vorgehensweise, verglichen wurde mit dem psma pet vom 26. 07. 18 ,

    Heute hatte ich das Gespräch dazu incl. Therapieemphelung in der uni mgd.

    beurteilung:

    1. bei bekannten Prostata -Ca und Z.n. R1 - Resektion entsprechend verbliebener, PSMA-Positiver Localbefund

    2. Im vergleich zur VU konstante solitäre retroperitneale LK- Metastase

    3. Die übrigen iliakalen LK- Metastasen sind nicht mehr nachweisbar

    4. Keine ossäre oder viszerale Metastasierung

    Therapieemphelung : Bestrahlung ( charite Berlin steglitz) des LK unterhalb der niere incl. Abflusswege , Prostataloge , Brustdrüsen ect.

    mit der Bestrahlung ist die Einnahme von bicalutamid 150mg angeraten wurde als dauergabe ! na toll !

    es handelt sich hierbei um den eindringlichen rat von Prof. S. !!!


    manolis

  4. #14
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    das hat sich jetzt überschnitten


    Ich werde bald gar keiner urologen mehr haben .........
    Als Hauptargument wurde die Nebenwirkungen angeführt !
    Ich sass im wartezimmer mit einem Patienten zusammen der mit gleason 8 Bicalutamid seit 11 Jahren einnimmt ??

    manolis

  5. #15
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    Hallo Manolis,

    Dein letzter Beitrag ist für mich völlig unverständlich, da kann ich nicht zu Stellung nehmen. Ansonsten würde ich die Empfehlung von Prof. S. sehr unterstützen.
    Das Bicalutamid kann man nach einiger Zeit versuchen zu reduzieren, z.B. auf 50 ng/ml oder auch eine Pause einlegen. Allerdings hat Bicalutamid wenig Nebenwirkungen, da muss man an sich keine Pausen einlegen.

    Georg

  6. #16
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    Zitat Zitat von manolis Beitrag anzeigen
    Auf Anraten meines Urologen begann ich am 23.09.18 mit der Einnahme von 150mg bicalutamid und soll am 29.10. meine Depotspritze ( bicalutamid wird abgesetzt) bekommen danach begleitende Bestrahlung. Nun ist der Prof. S. überhaupt nicht einverstanden mit meiner weiteren Behandlung !
    Ich bin dabei wieder meinen Urologen zu verlieren, den Termin für die Depotspritze habe ich abgesagt, vorsorglich ?!
    Na, ja. So dramatisch würde ich das auch nicht sehen. Dein erster Urologe lag ja eigentlich goldrichtig. Nächster Schritt: Bestrahlung mit begleitender Hormonbehandlung.
    Ob das jetzt mit 150 mg Bicalutamid oder mit einem GnRH Analogon geschieht, scheint offensichtlich auch unter Urologen Geschmacksache zu sein. Ein wesentlicher Vor-bzw. Nachteil
    des einen gegenüber des anderen wird es kaum geben, sonst wäre es heute schon eindeutig.

    Dein Urologe in Berlin wird ja nicht grad eingeschnappt sein und Dich nicht mehr wollen, nur weil Du der Empfehlung von Prof. S. folgen willst.

    Tritus

  7. #17
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    Hallo Manolis,

    zur Diagnostik:
    jetzt geht hier in deinem Thread einiges durcheinander. Das sich mein Beitrag auf eine bevorstehende DIAGNOSTIK als PSMA/Pet/Ct bezog war dir klar. Nach den neuen Erkenntnissen und zur Vermeidung von falsch negativen Befunden sollte Casodex NICHT vor einer PSMA Diagnostik genommen werden. Der entsprechende Link war beigefügt.

    Dein Zitat:
    Nun ist der Prof. S. überhaupt nicht einverstanden mit meiner weiteren Behandlung !
    Er ist der festen Überzeugung mir eine Hormonbehandlung und eine Bestrahlung zu ersparen
    Offenbar kennt Prof. S. noch die Nebenwirkungen von Casodex 150mg von dem Leibowitz Ansatz der 3 Fach ADT vor 10 Jahren. Es gab sehr viele Sterbefälle durch Leberschaden.

    Mein Rat, dann nichts wie hin zu ihm mit der neuen PSMA Disk und hör dir doch an, welche Alternativen er aufzeigt. Bestimmt kein Fehler und Urologen die dir eine ADT angedeihen möchten kannst du finden.

    Hans-J.

    PS
    Hast du auf Werften, Marinas um Marmaris vor Griechenland gearbeitet?

  8. #18
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    Hans-J.

    was Bicalutamid angeht, bin ich anderer Meinung. In der von Dir verlinkten Studie steht:

    "It is known from preclinical research that short-term ADT with LHRH analogues as well as androgen receptor blockers such as bicalutamide and enzalutamide can quantitatively increase PSMA expression in PC cells"

    Also kurzfristig eingesetzt verbessert Bicalutamid die Diagnostik eines PSMA PET/CTs. Erst bei langfristiger ADT wird die PSMA Expression reduziert und damit auch die Diagnostik eines PSMA PET/CTs.

    Georg

  9. #19
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    Wir hatten erst kürzlich diese Diskussion in einem anderen Thread
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...hirurgie/page2
    Es ist unterdessen unbestritten, dass nach Beginn einer ADT oder AHT es zu einer vermehrten PSMA Expression kommt.

    Diese Studie
    https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT03313726
    schon damals zitiert, untersucht genau diesen Zusammenhang. Leider habe ich noch keine Ergebnisse gesehen. Um diesen Effekt auszunutzen hat Prof. Ezzeddin
    bei der Behandlung von Barnold ein paar Tage vor der PSMA-RLT Bicalutamid bekommen. Wenn ich aus seinem Bericht auf myprostate.eu zitieren darf:

    "Auf Anraten von Prof. Ezziddin habe ich vom 09.03.2018 an täglich eine Tablette Bicalutamid 50 mg eingenommen. Das soll die Karzinomzellen zu vermehrter PSMA-Expression stimulieren. Am 14.03.2018 Infusion von 6,9 GBq 177LuPSMA617. "

    Natürlich flacht dann dieser Effekt ab und es können dann auch Metastasen mit den Monaten wieder nicht mehr detektierbar werden, weil sie dann eben auch nicht mehr da sind.
    Also, das Unterbrechen einer Bicalutamid Einnahme vor einer PSMA PET Bildgebung ist nicht nötig. Im Gegenteil: Eine vorherige Einnahme 1-4 Wochen (optimaler Zeitpunkt, wird die
    erwähnte Studie zeigen) kann die Sensitiivtät des PSMA-PETs noch verbessern.

    Tritus

  10. #20
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    Da muss ich jetzt etwas ergänzen.
    Also, das Unterbrechen einer Bicalutamid Einnahme vor einer PSMA PET Bildgebung ist nicht nötig. Im Gegenteil: Eine vorherige Einnahme 1-4 Wochen (optimaler Zeitpunkt, wird die
    erwähnte Studie zeigen) kann die Sensitiivtät des PSMA-PETs noch verbessern.
    Bei meiner zweiten PRLT mit 177Lu und 225Ac war ebenfalls die Überlegung von Prof. Ezziddin kurz vorher Bicalutamid einzunehmen (1 Tabl. à 50 mg). Zunächst meinte er 1 Tag vor Therapie, dann evtl. erst 4-8 h vorher. Letztendlich habe ich keine genommen. Offensichtlich sind sich die Spezialisten da noch nicht sicher.
    Arnold

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