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Thema: Biologische Lebensmittel sollen Krebswahrscheinlichkeit mindern

  1. #1
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    Biologische Lebensmittel sollen Krebswahrscheinlichkeit mindern

    Der französische Artikel verweist auf eine Studie, wonach eine Ernährung mit biologischen Lebensmittel die Krebswahrscheinlichkeit um durchschnittlich 25% mindern soll (siehe Link).

    https://www.medisite.fr/cancer-les-f...808.38945.html

    Gruss

    Lothar

  2. #2
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    Was u. a. für Bio-Lebensmittel spricht ist der meist geringere Schadstoffgehalt der Bio-Ware.
    Es läuft zur Zeit eine Diskussion, auch auf europäischer Ebene zum Thema endokrine Disruptoren.
    Endokrine Disruptoren sind hormonaktive Substanzen, die durch Veränderung des Hormonsystems die Gesundheit schädigen können, einige stehen auch in Verdacht Prostatakrebs auszulösen.
    Diese Substanzen finden sich in Kunststoffen aber auch in diversen Pflanzenschutzmitteln und sollen das Hormonsystem der Schädlinge durcheinanderbringen und damit den Schädlingsbefall stoppen.

    Auswirkungen auf das Hormonsystem des Menschen werden diskutiert und es besteht der vorsichtige Verdacht auf Förderung von hormonell bedingten Krebserkrankungen beim Menschen.
    Die Literatur dazu ist unendlich und manchmal auch weltanschaulich geprägt.

    http://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20171009STO85663/endokrine-disruptoren-glyphosat-gesundheit-der-burger-muss-vorgehen


    Franz

  3. #3
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    Grad aktuell in der Zeitung
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/...-15851843.html

    Monsanto (von Bayer kürzlich übernommen) muss 78 Mio USD Strafe zahlen für einen an Lymphknotenkrebs erkrankten Arbeiter (angeblich wegen Glyphosphat verursacht).
    Es werden mit 8700 weiteren Klagen gerechnet.

    Kein Wunder verliert dadurch sogar die Bayer Aktie massiv an Wert. Natürlich wird wie in den USA üblich Berufung eingelegt und am Schluss einigt man sich aussergerichtlich auf einige hundert Millionen (total an alle Betroffene zu verteilen).

    Tritus

  4. #4
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    Wenn du das alles richtig verfolgt hättest dann wüstest du auch das sie die Strafe nur Zahlen müssen weil sie nicht richtig gewarnt hätten, das ist in USA strenger geregelt als bei uns. Der Hausmeister hat es dann ohne Schutzmaßnahmen (z.B. Mundschutz) verwendet.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
    ...das sie die Strafe nur Zahlen müssen weil sie nicht richtig gewarnt hätten ...
    Das stimmt.

    Für Bayer ist es dennoch eine Grundsatzfrage, wo es darum geht, ob Glyphosphat krebserregend ist oder nicht.
    Wenn sie dies eingestehen müssten, und eine solche Warnung auf jede Flasche anbringen müssten, wären sie wohl rechtlich aus dem Schneider und müssten keine Strafen mehr bezahlen.
    Allerdings wäre dies wohl auch das Ende des Einsatzes von Glyphosphat.

    Tritus

  6. #6
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    Mittlerweile wird von der Studie in verschiedenen Zeitschriften und anderen Medien berichtet. Es wird auf den alten, erbitterten Streit zwischen Bio-Befürwortern und -gegnern hinauslaufen.
    Schaut man sich die Studie genauer an, kristallisiert sich heraus, dass Anhänger der Biokost sich insgesamt gesünder ernähren und körperlich aktiver sind als Menschen die keinen Wert auf Biokost legen. Gesunde Ernährung und körperliche Aktivität zur Vorbeugung gegen Krebs, das ist seit etlichen Jahren kein Streitpunkt mehr.
    Ob die Schadstoffbelastung konventioneller Lebensmittel mehr Krebserkrankungen nach sich zieht als Biokost, das wird angedeutet, aber das konnte ich dieser Studie nicht entnehmen.

    Literatur extra, da mal wieder zu viele Graphiken.
    Franz

  7. #7
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  8. #8
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    Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht

    ausführliche Studie mit Tabellen
    https://jamanetwork.com/journals/jam...rticle/2707948

  9. #9
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    Nachdem ich mein Gemüse schon 36 Jahre selbst anbaue, nätürlich ohne Chemie, müsste das ja bestimmt BIO sein. Da ich nicht nur einen Tumor hatte sondern erst vor 3,5 Jahren PK bei mir festgestellt wurde kann man auch das nicht so pauschal sehen. Die Industrie springt halt gerne auf das Thema BIO auf weil sich damit viel Geld machen kann. Bewiesen ist meiner Meinung ja nichts.

  10. #10
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    Interessanter Versuch aus der Schweiz.

    Die Probanden verspeisten 1 Woche lang konventionelle Lebensmittel. Dann wurde der Pestizidgehalt im Urin gemessen.
    Danach Umstellung auf Bioware, nach erneuter Messung nach 1 Woche war der Pestizidgehalt im Urin geringer.
    Folgerung der Versuchsleiter: Bio enthält weniger Pestizide als konventionelle Nahrung. Entspricht den allgemeinen Erwartungen.

    Aber dann wurde überlegt warum in Bionahrung trotzdem noch Pestizide sind ? Zitat: "Die müssten doch bei Null sein"

    Da fehlt es meiner Meinung nach am Grundlagenwissen und logischem Denken.

    - wenn Pestizide im Körper vorhanden sind, dann verschwinden die nicht innerhalb weniger Tage bei Umstellung auf Bio !
    Anmerkung:
    DDT (hormonähnliche Wirkung, Krebsverdacht schon vor Jahrzehnten) kann heute noch weltweit nachgewiesen werden. Die biologische Halbwertzeit beträgt beim DDT im Menschen 1 Jahr (die Hälfte ist nach einem Jahr abgebaut). Das Beispiel bringe ich nur weil das mittlerweile in vielen Ländern verbotene DDT sehr ausführlich untersucht wurde.

    - auch der Biobauer hat Nachbarn, die konventionell wirtschaften und wenn der Wind beim Ausbringen weht kriegt das Biofeld auch etwas ab, oder über das Oberflächenwasser.

    Ich bin ein Anhänger der Biologischen Ernährung, ob sich aber damit Krebs verhindern oder die Erkrankungszahl vermindern lässt, ist leider noch nicht belegt,
    und medienwirksam inszenierte Versuche wie der erwähnte sollten kritischer betrachtet werden!
    Umstellung auf Bio und alles ist gut, so einfach ist das nicht.

    https://www.srf.ch/sendungen/kassens...-co-im-koerper

    Franz

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