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Thema: Tumorlastsenkung bei Fernmetastasen

  1. #11
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    Hallo Franz,
    nach Zukenntnisnahme deines Statutes erscheinen mir tumorlastsenkende Maßnahmen des viszeralen Befundes eher als ein frommer Wunsch.
    Da Lu 177 für dich zur Zeit nicht in Frage kommt, würde ich versuchen mich mit den komplementären Mittel auseinander zu setzen, die nachweislich in Studien zur Reduzierung von CTC's, DCT's, Tumorgewebe beitragen können.

    Das wären Kurkuma - nicht das hier im Handel erhältliche - sondern direkt aus dem Iran, der Türkei, Indien usw. nach ISO XYZ mit 98% Reinheit. Auch unter dem Namen dort z.B. Zerdal im Handel. 1 kg ca. 40 Euro.

    Artemisinin wäre eine weitere selektiv wirkende Naturchemo auf Tumorgewebe, welches als Trojaner Eisen II/ Ferritin 2 benötigt.
    Lies bitte die Studien von John Lee über das Primen mit Eisen II und welcher Wirkungsweg dann das Artemisinin nimmt.
    Hochspannend für einen Biologen. Was bei Malaria funktioniert, könnte auch einen Vorteil beim PCa bringen.

    Ob eine weitere Chemo dir einen Vorteil bei den gerade sich in Teilung befindenen TZ verschaffen kann oder die Gefahr der Mutation erhöhen kann, muß jeder für sich selber entscheiden.

    Hans-J.

  2. #12
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    Hallo Hans-J.
    gibt es eine Adresse wo ich dieses Kurkuma bestellen kann ?

    Gruss Richard

  3. #13
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    Richard,
    ich besorge es mir in der Türkei. Greengrocer führen es und beliefern damit Großküchen, Restaurants usw.
    Es kommt als Zerdal aus dem Iran und Indien und ist wohl das Beste. Als Curkuma bezeichnet hat es mir zu hohe Curryanteile.
    Lass es dir doch mitbringen von Freunde, Bekannte usw. lohnt sich.
    Die etwas gröbere Zusammensetzung von Zerdal - aufgrund der Mühle - hat alle Stoffe der Knolle, hier wird nichts rausgefiltert, z.B. die Außenhülle der Knolle.
    Malte hatte es analysieren lassen und kam auf 98% Reinheit. Er war jedoch mit dem Geschmack gar nicht einverstanden
    Übrigens ist Ingwer aus der gleichen Gattung der Knolle.

    Hans-J.

  4. #14
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    Danke Hans-J.,
    für deine Hinweise. Mit Curcuma beschäftige ich mich seit Beginn meiner Diagnose, nehme es auch regelmäßig mit Pfeffer allerdings die teure Variante aus dem Reformhaus. Daneben täglich Granatapfelmuttersaft (Polyphenole) und Weihrauch. Tomaten (Lykopin) in allen Variationen gibt es täglich.
    Artemisinin ist neu für mich, was ich bisher angesehen habe liest sich vielversprechend. Werde mich erst mal theoretisch weiter damit beschäftigen und die Literatur studieren.
    Ob die Komplementärmedizin im fortgeschrittenen Stadium hilft, kann sein oder auch nicht. Ich experimentiere jedenfalls vorsichtig weiter. Grundlage meiner Therapien war und ist die Schulmedizin, von der ich mich nicht zu weit entfernen wage.

    Ich sollte meine Krankengeschichte hier und bei myprostate mal überarbeiten, habe von Lungenmetastasen geschrieben ohne genauer darauf einzugehen. Hintergrund war damals dass meine Familie (die auch gelegentlich ins Forum schaut) von der Diagnose viel schlimmer betroffen war als ich und ich musste das wahre Ausmaß meiner Erkrankung in kleinen Häppchen vermitteln und den Optimisten spielen, der ich zeitweise gar nicht bin. Seit ein paar Monaten ist meine Familie auf dem aktuellen Stand. Kurz vor meiner Diagnose war ein guter Freund an Lungenkrebs und nachfolgenden Hirnmetastasen gestorben.

    Zur Chemotherapie:
    Mit Erreichen der Kastrationsresistenz (dauert hoffentlich noch einige Zeit) sehe ich verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in noch festzulegender Reihenfolge. Dabei könnte auch eine weitere Chemo zum gegebenen Zeitpunkt sinnvoll sein, sinnvoll wenn ich dann noch die Kraft habe die Chemo durchzustehen. Meine erste Chemo die letzten Dezember begann war insgesamt erträglich.
    Für die Endphase, wenn sich herausstellt, dass ich nur noch kurze Zeit am Leben bin, habe ich bereits schriftlich hinterlegt, dass eine Chemo oder andere harte Behandlungen nicht mehr in Frage kommen, ich habe zwei Männer aus meinem Umfeld erlebt, die im sehr geschwächten Endstadium noch eine Chemo auf sich genommen haben und dann während der Chemo bzw. wenige Wochen danach verstorben sind.

    Franz


  5. #15
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    Hallo Jürgen J.

    Ich habe Greencrocer in Hamburg kontaktiert,die führen das nicht.
    Auch habe ich niemanden der mir das im Ausland besorgen könnte, leider.
    Nochmal Danke für die Info.

    Richard

  6. #16
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    Richard,
    ich meinte den Obst- und Gemüsehändler.
    Auch eine Möglichkeit bei dir vor Ort den türkischen Gemüsehändler zu fragen ob er an Zerdal ( Kurkuma ) in 1kg rankommt. Wäre möglich, dass er es aus der Türkei beziehen kann.

    Hans-J.

  7. #17
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Es kommt als Zerdal aus dem Iran und Indien und ist wohl das Beste. Als Curkuma bezeichnet hat es mir zu hohe Curryanteile.

    Hans-J.
    Kurkuma ist meistens Bestandteil von Currys, aber Curry ist eine Gewürzmischung und die ist nicht Bestandteil von Kurkuma.

    Ich nehme dieses: https://www.amazon.de/Azafran-BIO-Ku...ywords=kurkuma

    Man kann auch im Bioladen die Kurkumaknollen kaufen und sie selbst mahlen, dann hat man alles ganz frisch und pur.

    Detlef

  8. #18
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    Hallo Hans J.
    das Kurcuma das der türkische Händler bei uns im Ort verkauft ist normales Kurkuma mit einem Kurcumingehalt von
    3-5 %. Bei einer Krebserkrankung sollte man Kurkuma-Extract mit einem Kurcumingehalt von 95% zu sich nehmen.
    Ich nehme seit längerem den Kurkuma-Extract 10:1 von Allsani,glaube auch das damit mein Verlauf etwas gebremst
    werden konnte. Ich habe jetzt über 5 Jahre einen Gl 9 in mir,ohne Hormontherapie und Medikamente nur
    diverse Nahrungsergänzungsmittel.Mein jetziger PSA-Wert liegt bei 1,87, vor kurzem wurde ein CT und ein
    Knochenzyntigramm gemacht, ohne Befund. Nächste Woche wird ein MRT vom Becken gemacht,wenn wieder ohne
    Befund lasse ich ein PSMA-Pet machen.

    Richard

  9. #19
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    Möchte mal den Kurkumahandel kurz stören und zum Thema "Tumorlastsenkung bei Fernmetastasen" zurückkehren.

    Bestrahlung und Operation helfen in meinem fortgeschrittenen Stadium nicht weiter, da scheint Konsens zu bestehen. Und als Pionier auf diesem Gebiet, das traue ich mich nicht. Und da in meinem Stadium nur ein kleiner Teil der Metastasen operativ entfernt werden könnte, es wachsen dann halt genügend neue nach.

    Meine bisherige Tumorlastsenkung (mit Hormonentzug und frühem Docetaxel) war sehr erfolgreich. Auch hier wird es neue Metastasen geben, aber dann kommt halt die nächste Tumorlastsenkung mit den diversen Möglichkeiten die ich noch habe. Und diese Möglichkeiten scheinen mehr zu werden.
    Und wenn morgen, übermorgen oder in einem Jahr die Kastrationsresistenz auftritt, dann mache bei meinen überwiegend viszeralen Metastasen mit Enzalutamid oder auch anders weiter. Man wird sehen.

    "Und nach Kastrationsresistenz:
    ….Bei Docetaxel-vorbehandelten Patienten war Enzalutamid sogar bei ungünstiger Risikokonstellation, nämlich niedrigem Hämoglobin, schlechtem ECOG-Performance-Status, hoher alkalischer Phophatase, viszeraler Metastasierung und ausgeprägter Schmerzsymptomatik wirksam…"

    Zitat aus:
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/17...ive-Substanzen

    Tumorlastsenkung durch Medikamente und Chemo, das ist mein Weg. Wohin er führt ist klar, aber bei der Länge des Weges kann ich mitreden und wenn er zu anstrengend wird, den Weg auch vorzeitig beenden. Und komplementäre Ansätze werden in meinem Gepäck sein.

    Genug philosophiert
    Franz

  10. #20
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    Metastase ist nicht gleich Metastase

    diese von mir in der Vergangenheit öfter vorgetragene persönliche Erfahrung mit Metastasen erhärtet sich. Ja, so gar die Tumorlastsenkung im palliativen Bereich wird - aufgrund neuerer Linearbeschleuniger mit 3-4 D Gating und IGRT - von der Wissenschaft zunehmend als kurative Möglichkeit in Aussicht gestellt.

    Lest selber:

    Patienten mit vereinzelten Metastasen haben dank Hochpräzisionsbestrahlung Aussicht auf Heilung

    Für medizinischen Laien bedeutet Metastasierung, dass ein Patient keine Aussicht auf Heilung hat. Dass das nicht immer der Fall sein muss, wird auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) 2018 in Leipzig von Prof. Dr. Matthias Guckenberger, Direktor der Klinik für Radioonkologie, UniversitätsSpital Zürich, erläutert werden: „Wir wissen heute, dass es Patientengruppen gibt, die zwar Metastasen haben, aber dank moderner Hochpräzisions-Radiotherapie geheilt werden können.“ Univ.-Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs, Pressesprecherin der DEGRO, ergänzt: „Die moderne Radioonkologie trägt heute maßgeblich zur Prognoseverbesserung dieser Patienten bei“.
    Bis vor wenigen Jahren herrschte in der Krebstherapie ein Schwarz-Weiß-Denken: Wenn der Krebs auf das Ursprungsorgan begrenzt war, dann war die Heilung des Patienten das Ziel. Wenn der Tumor aber gestreut hatte, dann konnte die Erkrankung lediglich verlangsamt, aber nicht besiegt werden. Heute wissen wir, dass es eine Zwischenstufe der Krebserkrankung gibt, bei der sich nur einzelne Metastasen abgesetzt haben, der Tumor sich aber noch nicht ungehindert im Körper ausbreiten kann. Man spricht hier von einer Oligo-Metastasierung (oligo: griech. = wenige). Das vollständige Ausschalten aller Metastasen durch die Strahlentherapie ist dann ein wichtiger Faktor, um eine Chance auf Heilung zu ermöglichen.
    Und tatsächlich sind es mehr Patienten, bei welchen eine solche Oligo-Metastasierung vorliegt, als noch vor wenigen Jahren erwartet wurde. Beim nicht-kleinzelligem Lungenkrebs ist bei bis zu 50% der Patienten die Metastasierung auf nur wenige Absiedlungen begrenzt [1]. Beim Prostatakarzinom findet man nach fehlgeschlagener Operation bei etwa 40% der Patienten wenige isolierte Metastasen [2]. Denn erst moderne Methoden der Bildgebung haben es ermöglicht, diese wenigen und kleinen Absiedlungen sicher zu entdecken.
    Die moderne Hochpräzisionsbestrahlung ermöglicht dann eine punktgenaue, hochdosierte (ggf. fraktionierte), stereotaktische Bestrahlung von diesen Tumoren und Metastasen. Vorab erfolgen für die stereotaktische Bestrahlung anhand von Röntgen- und CT-Bildern eine detaillierte 3D-Planung und die Berechnung der Dosis und des Bestrahlungsfelds („virtuelle Simulation“) bei maximal möglicher Schonung von gesundem Gewebe. „Eine ablative Hochpräzisionsbestrahlung ist heute genauso effektiv wie eine Metastasen-Operation, aber nicht-invasiv und daher sicherer für die Patienten“, ergänzt Professor Guckenberger. Insgesamt hängt der langfristige Therapieerfolg nach Bestrahlung von Metastasen von der Art des Primärtumors und des Metastasierungs-Typs ab, denn „Metastasierung ist nicht gleich Metastasierung, wie wir heute wissen. Manche Tumorarten metastasieren frühzeitig und an vielen verschiedenen Orten im Körper, andere langsam oder nur vereinzelt.“...........................

    https://www.saphir-radiochirurgie.co...t-auf-heilung/

    Gruss
    Hans-J.


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