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Thema: Cabazitaxel

  1. #21
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    Danke Rudi,

    für die links zum Thema.

    Franz

  2. #22
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    Alle Therapieoptionen ausgeschöpft – Können Patienten mit einem metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakrebs wiederholt mit Cabazitaxel behandelt werden?

    In einer Studie wurde herausgefunden, dass Cabazitaxel auch dann noch wirksam sein kann, wenn der Patient bereits mehrere Therapien – auch bereits eine mit Cabazitaxel – hinter sich hatte. Etwa 80 % ausgewählter Patienten sprachen auf die wiederholte Therapie mit Cabazitaxel an. Die Nebenwirkungen hielten sich dabei in Grenzen.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29636272

    Klinische Daten wurden rückwirkend in 17 Zentren in Europa erhoben. Die zugelassenen Patienten hatten nach drei vorangegangenen Behandlungslinien (Docetaxel, Hormontherapie mit Enzalutamid oder Abirateron, Cabazitaxel, in beliebiger Reihenfolge) eine Wiederholung mit Cabazitaxel erhalten. Das Gesamtüberleben (OS) und das progressionsfreie Überleben (PFS) wurden mit der Kaplan-Meier-Methode geschätzt. Es wurden Daten über Toxizitäten gesammelt.
    Die Wiederholung einer Behandlung mit Cabazitaxel kann eine Behandlungsoption ohne kumulative Toxizität bei stark vorbehandelten Patienten mit mCRPC sein, die noch fit sind und eine Progression >3 Monate nach den letzten Cabazitaxel-Injektionen hatten.

    siehe auch:
    https://www.deutschesgesundheitsport...andelt-werden/

    Franz

  3. #23
    Rudi61 Gast
    Halllo Franz


    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Alle Therapieoptionen ausgeschöpft – Können Patienten mit einem metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakrebs wiederholt mit Cabazitaxel behandelt werden?

    In einer Studie wurde herausgefunden, dass Cabazitaxel auch dann noch wirksam sein kann, wenn der Patient bereits mehrere Therapien – auch bereits eine mit Cabazitaxel – hinter sich hatte. Etwa 80 % ausgewählter Patienten sprachen auf die wiederholte Therapie mit Cabazitaxel an. Die Nebenwirkungen hielten sich dabei in Grenzen.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29636272

    Klinische Daten wurden rückwirkend in 17 Zentren in Europa erhoben. Die zugelassenen Patienten hatten nach drei vorangegangenen Behandlungslinien (Docetaxel, Hormontherapie mit Enzalutamid oder Abirateron, Cabazitaxel, in beliebiger Reihenfolge) eine Wiederholung mit Cabazitaxel erhalten. Das Gesamtüberleben (OS) und das progressionsfreie Überleben (PFS) wurden mit der Kaplan-Meier-Methode geschätzt. Es wurden Daten über Toxizitäten gesammelt.
    Die Wiederholung einer Behandlung mit Cabazitaxel kann eine Behandlungsoption ohne kumulative Toxizität bei stark vorbehandelten Patienten mit mCRPC sein, die noch fit sind und eine Progression >3 Monate nach den letzten Cabazitaxel-Injektionen hatten.

    Danke für die Information über Cabazitaxel,

    bin dabei meine zukünfte Behandlung schon mal so weit wie möglich zu planen. Da kann ich alle Infos über mögliche Therapie-Abfolgen sehr gut gebrauchen.



    Viele Grüße und vielen Dank wie immer


    Rudi


    Achte auf das Kleine in der Welt, das macht das Leben reicher und zufriedener.
    Carl Hilty (* 28. Februar 1833 † 12. Oktober 1909)

  4. #24
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    Neues und Bekanntes zu Cabazitaxel in übersichtlicher Form.

    Der aktuelle Wissenstand zu Cabazitaxel (Literaturauswertung) wird in diesem link vorgestellt.
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/...111/ajco.13193

    Aus dem Abstract
    "Die ausgewertete Literatur beschränkte sich auf klinische Studien, die nach Oktober 2010 durchgeführt wurden und sich mit der Dauer der Behandlung, der Wirksamkeit einer niedrigeren Dosis, Nebenwirkungen, der Sequenz von Cabazitaxel im Vergleich zu anderen Therapielinien und der Verwendung bei naiven Chemotherapiepatienten beschäftigten.
    Die aktuellen Erkenntnisse belegen den Nutzen und die Sicherheit von Cabazitaxel als Zweit- oder Drittlinienmittel nach Docetaxel oder als Alternative zu Docetaxel im chemotherapeutisch-naiven Umfeld.
    Zusammenfassend kann Cabazitaxel das Überleben bei kastratresistentem Prostatakrebs mit einem akzeptablen Toxizitätsrisiko verbessern. Studien bestätigten die Wirksamkeit der reduzierten Dosis und des Nutzens bei Patienten ohne vorherige Chemotherapie."

    Umfangreiche Literaturliste am Ende des Textes zum Aufklappen.

    Franz

  5. #25
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    Informationen zur Cabasty-Studie

    Teilnahme noch möglich.

    https://www.viomedo.de/klinische-stu...sciSyncollapse

    Aus den Fachinformationen:

    "…. Gegenwärtig behandeln Ärzte ältere Patienten mit metastasierendem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) mit neuen auf die Androgenrezeptoren (AR) ausgerichteten Wirkstoffen, wie Abirateronacetat oder Enzalutamid, da sie das Gesamtüberleben nachweislich verlängern. Da Prostatakrebs jedoch eine heterogene Erkrankung ist, sprechen nicht alle Patienten auf AR-zielgerichtete Wirkstoffe an. Cabasty ist eine internationale, randomisierte, multizentrische Phase III-Studie, welche 2 verschiedene Dosierungen von Cabazitaxel + Prednisolon bei älteren Männern mit kastrationsresistentem metastasierten Prostatakrebs randomisiert überprüft. …

    ….Die etwas ausgeprägtere Hämatotoxizität dieser Medikation gegenüber Docetaxel gab den Anlass zur Überprüfung, ob in einem randomisierten Setting mit einer geringeren als der Standarddosierung gleiche onkologische Ergebnisse bei weniger (febriler) Neutropenie erzielt werden können……
    … G-CSF, ein Wachstumsfaktor zur Anregung der Bildung weißer Blutkörperchen, wird systematisch jedem Patienten bei niedrigem Risiko in jedem Zyklus dazu gegeben....“


    Franz



  6. #26
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    Franz,

    diese Cabasty Studie, Viomedo nennt Prof. Schostak in Magdeburg als Ansprechpartner, verwendet Cabazitaxel mit 25 mg alle drei Wochen sowie alternativ mit 16 mg alle 15 Tage.
    https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02961257

    Ich frage mich immer, warum der Onkologe stets mit der höchsten Dosis anfängt und erst, wenn der Patient wegen Nebenwirkungen die Therapie aufgeben will, die Dosis reduziert. Der Arzt könnte doch auch mit reduzierter Dosis anfangen und sehen, wie der Patient es verträgt. Wenn dieser es sehr gut verträgt, kann die Dosis erhöht werden. Die Studien zeigen doch, dass die reduzierte Dosis offenbar genauso gut wirkt.

    Georg

  7. #27
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    Zumal auch das Gewicht des Patienten eine Rolle bei der Dosierung spielen sollte.

    Lothar

  8. #28
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Zumal auch das Gewicht des Patienten eine Rolle bei der Dosierung spielen sollte.
    Lothar,
    das Gewicht spielt bei einer Chemo im Gegensatz zum Hormonentzug eine große Rolle. Die Dosierung des Medikamentes richtet sich nach der Körperoberfläche des Patienten. In die Berechnung der Körperoberfläche fließen Körpergröße und Gewicht ein.
    Die Dosierung ist nicht wie Georg schrieb 25 mg alle 3 Wochen sondern 25 mg/qm Körperoberfläche alle drei Wochen. Da ergeben sich schon Unterschiede bei der verabreichten Dosis bei den einzelnen Patienten.

    Mann 170 cm, 60 kg, Körperoberfläche ca. 1,68 qm, insgesamt ca. 42 mg Cab./alle 3 Wochen
    Mann 180 cm, 75 kg, Körperoberfläche ca. 1,94 qm, insgesamt ca. 48,5 mg Cab./alle 3 Wochen
    Mann 180 cm, 130 kg, Körperoberfläche ca. 2,55 qm, insgesamt 63,7 mg Cab./alle 3 Wochen
    (Berechnung o. Gewähr)

    Franz

  9. #29
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    Für das näherungsweise Berechnen der Körperoberfläche gibt es die Dubois-Formel, die ich hier nicht einstellen kann. Wer's genau wissen will: Sie ist zu finden im Basiswissen auf S. 149. Körpergewicht und -größe gehen da ein.

    Ralf

  10. #30
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    Die Formel findet sich auf z.B. DocCheckFlexicon. Zitat:

    Die Dubois-Formel ist eine Gleichung zur Berechnung der Körperoberfläche:

    • Körperoberfläche [m2] = 0.007184 x Körpergröße [cm] 0.725 x Körpergewicht [kg] 0.425
    • Alternativ: Körperoberfläche [m2] = 0.20247 x Körpergröße [m] 0.725 x Körpergewicht [kg] 0.425

    Die Dubois-Formel dient der Bestimmung von Dosen in der Chemotherapie, sie ist die klassische Formel zur Berechnung der Körperoberfläche. Allerdings wurden die Parameter aus den Daten von nur neun Individuen abgeleitet, so dass andere Formeln ggf. exaktere Werte liefern.


    Arnold

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