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Thema: Cabazitaxel

  1. #11
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    Bei der Beurteilung der unterschiedlichen Therapien bei metastasiertem PCA sollte man eigentlich doch immer auch die gleichen Bewertungskriterien anwenden!? Das ist aber, zumindest bei der Radioligandentherapie, nicht der Fall. Bei PSMA Lu177 o.ä. wird als Bewertung eigentlich immer nur die SUV Abnahme nach Behandlung als Bewertungskriterium gesehen, alle anderen Therapien, werden eher nach RECIST (Response evaluation criteria in solid tumors) Kriterien beurteilt. Aber ob eine SUV Abnahme nach Radioligandentherapie wirklich auch eine Tumorschrumpfung bedeutet, das ist bisher eher wenig erforscht. Ich hatte diesbezüglich schon mal mit Konrad gestritten, der fest der Überzeugung war, dass SUV Abnahme mit Tumorschrumpfung einherginge. Aber ist das wirklich so?
    prepare for the unexpected and expect to be unprepared

  2. #12
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    Hallo Franz



    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    zu 3 - Zytiga ist für mich, wenn der PK fortschreitet, weniger geeignet. Bei Lungenmetastasen werden Erfolge mit Enzalutamid vermeldet. Und so wie meine Lunge ausgesehen hat ...

    Die Frage ist viel mehr in welcher Reihenfolge die Medikamente eingesetzt werden. (Denn früher oder später werden sie leider wahrscheinlich alle eingesetzt)


    In Deinen Fall wahrscheinlich am Besten
    > Docetaxel als Erstliniemediakment (hast Du ja schon erhalten > dann Enzalutamid > dann Cabazitaxel > dann Abirateron > zuletzt wenn möglich bei viszeralen Metastasen PSMA Lu177


    Einen aktuellen Therapiealgorithmus
    findest Du auf Seite 3 (des Gemeinsamer Bundesausschuss über Abirateron (Zytiga))

    https://www.dgho.de/publikationen/st...e-20180405.pdf



    (Nur meine Meinung: immer wechseln zwischen Chemo und Hormontherapie so dass sich der Krebs immer wieder erst an eine völlig andere Therapie-Art anpassen muß)


    Viele Grüße

    Rudi
    DIES IST DIE ANSICHT EINES BETROFFENEN LAIEN UND KEINE FACHÄRZTLICHE AUSKUNFT! IRRTUM VORBEHALTEN!
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  3. #13
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    Hallo Georg,

    in einem online-Vortrag von Prof. Heidenreich, letzten Sommer zum Thema "Therapie des Rezidivs" hat Prof. Heidenreich klar zwischen der Behandlung von ossären Metastasen mit Abirateron und von viszeralen Metastasen mit Enzalutamid unterschieden.
    Nach Docetaxelbehandlung war Enzalutamid bei Patienten mit viszeralen Metastasen sehr erfolgreich.
    Prof. Heidenreich wies auch darauf hin, dass zum Zeitpunkt des Vortrages Abirateron bei überwiegend viszeralen Metastasen bisher ausgeschlossen ist.

    Nun so weit bin ich noch nicht und ich kann in aller Ruhe das weitere Vorgehen in einigen Jahren überlegen.

    Das Thema "Cabazitaxel" habe ich eröffnet um zu verhindern, damit in der allgemeinen Lutetium-Euphorie andere Behandlungsmöglichkeiten, z. B. Cabizitaxel nicht zu sehr verdrängt werden.
    Mir geht es darum hier im Thema Literatur zu Cabazitaxel zu sammeln und vorsichtig zu werten. Falls möglich könnten auch Berichte von Patienten die mit Cabazitaxel behandelt werden/wurden die Theorie bereichern.

    Ob Cabazitaxel für mich einmal eine Option werden könnte ? Es wird sich zeigen.


    Das Thema Cabazitaxel habe ich nicht eröffnet, um mögliche künftige Therapien für meinen PK zu erörtern.


    Franz



  4. #14
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    Hallo Rudi,

    danke für deine Mitteilung, aber wie ich schon Georg erklärt habe, möchte ich hier im Thema keine Empfehlungen (auch wenn sie gut gemeint sind) zur Behandlung meiner künftigen PK-Entwicklung, die sich gegenwärtig auch noch nicht absehen lässt. Ich arbeite daran den aktuellen Zustand sehr lange zu halten.
    Jeder Prostatakrebs ist etwas anders und die künftige Behandlung (falls nötig) werde ich mit meinen Ärzten zur gegebenen Zeit besprechen.

    Und für mich als Optimisten ist das Rezidiv auf längere Sicht kein Thema.

    Franz

  5. #15
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    ich würde die Studie von Dr. Heck betreffend viszeraler Metastasen anders interpretieren als Du.
    Georg,


    deine Erläuterungen zur Metastasenentwicklung sind richtig dargestellt, bei mir lag ein Denkfehler vor. Wenn der Krebs fortschreitet, entwickeln sich im Laufe der Zeit viszerale Metastasen, der Patient ist schwach und seine Lebenserwartung, wird bedingt durch das fortgeschrittene Stadium und die schlechtere körperliche Verfassung gering. Und folglich überstehen Patienten ohne Viszeralmetastasen eine Lutetium- oder Cabazitaxeltherapie meist besser.


    Auch bei den von mir bisher durchgesehenen Cabazitaxel-Studien verschlechtern sich durch Patienten mit viszeraler Metastasierung die Ergebnisse.


    Da ich mit dominanten Viszeralmetastasen gestartet, aber immer noch in guter körperlicher Verfassung bin, habe ich den Fehler gemacht ossäre und viszerale Metastasen bei einer Therapie als gleichwertig zu betrachten, ohne dabei den meist unterschiedlichen Gesundheitsstatus zu berücksichtigen.


    In Sachen Metastasierungsverlauf bin ich wohl ein Sonderfall und werde meinen Krankheitsverlauf nur selten in Studien wiederfinden.


    Franz

  6. #16
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    In Sachen Metastasierungsverlauf bin ich wohl ein Sonderfall und werde meinen Krankheitsverlauf nur selten in Studien wiederfinden.
    Der Meinung bin ich auch. Auch dass nach der Chemo alle Lungenmetastasen verschwunden sind, ist ein ausgesprochen gutes Ansprechen oder einfach "der Hammer". Jedenfalls kannst Du Dich jetzt nicht zu den üblicherweise in den Studien angesprochenen viszeralen Patienten zuordnen.

    Georg

  7. #17
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    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Hallo Rudi,
    danke für deine Mitteilung, aber wie ich schon Georg erklärt habe, möchte ich hier im Thema keine Empfehlungen (auch wenn sie gut gemeint sind) zur Behandlung meiner künftigen PK-Entwicklung, die sich gegenwärtig auch noch nicht absehen lässt. Ich arbeite daran den aktuellen Zustand sehr lange zu halten.
    Jeder Prostatakrebs ist etwas anders und die künftige Behandlung (falls nötig) werde ich mit meinen Ärzten zur gegebenen Zeit besprechen.

    Und für mich als Optimisten ist das Rezidiv auf längere Sicht kein Thema.
    Hallo Rudi,

    ich entschuldige mich erst mal für meine gestrige unmögliche Antwort auf deinen sehr informativen Beitrag zur Thematik.


    Die Reihenfolge der Medikamente mit Beginn der Kastrationsresistenz ist wichtig. Danke für deinen Beitrag, der sehr gut zur Thematik "Cabazitaxel" passt, Cabazitaxel wird in der Abbildung deines links als mögliche Option gebracht.


    Für die Zeit der Behandlung zwischen Kastrationsresistenz und erneutem Progress wird Docetaxel erwähnt. In einem online-Vortrag von Prof. Heidenreich (Therapie des Rezidivs) wurde auch die Frage gestellt ob ein Patient bei guter Verträglichkeit ein zweites Mal mit Docetaxel behandelt werden kann. Darauf antwortete Prof. Heidenreich mit ja, falls der Patient geeignet ist.
    Diese Option würde ich für mich favorisieren und das Cabazitaxel für später aufheben.

    Rudi, ich schwanke gelegentliich bei der Einschätzung meiner Prognose. Meistens bin ich der Meinung, dass es den Strohhalm gibt und ich ihn finden könnte. Das ist Optimismus.
    Und manchmal bin ich auch überzeugt, dass ich ihn schon gefunden habe, da kommt auch schon manisches Denken auf und ich lasse mir von keinen etwas dreinreden. Die Vernunft setzt dann aus. Das ist Mist.
    Und in so einem Zustand hast du mich mit deinem Beitrag erwischt.

    Rudi, deine Beiträge sind eine Bereicherung. Lass dich nicht abschrecken weitere in von mir begründete Themen zu stelle. Das gilt auch für alle anderen Foristen.


    ging gründlich daneben

    Franz



  8. #18
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    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    ich entschuldige mich erst mal für meine gestrige unmögliche Antwort auf deinen sehr informativen Beitrag zur Thematik.


    Die Reihenfolge der Medikamente mit Beginn der Kastrationsresistenz ist wichtig. Danke für deinen Beitrag, der sehr gut zur Thematik "Cabazitaxel" passt, Cabazitaxel wird in der Abbildung deines links als mögliche Option gebracht.


    Für die Zeit der Behandlung zwischen Kastrationsresistenz und erneutem Progress wird Docetaxel erwähnt. In einem online-Vortrag von Prof. Heidenreich (Therapie des Rezidivs) wurde auch die Frage gestellt ob ein Patient bei guter Verträglichkeit ein zweites Mal mit Docetaxel behandelt werden kann. Darauf antwortete Prof. Heidenreich mit ja, falls der Patient geeignet ist.
    Diese Option würde ich für mich favorisieren und das Cabazitaxel für später aufheben.

    Rudi, ich schwanke gelegentliich bei der Einschätzung meiner Prognose. Meistens bin ich der Meinung, dass es den Strohhalm gibt und ich ihn finden könnte. Das ist Optimismus.
    Und manchmal bin ich auch überzeugt, dass ich ihn schon gefunden habe, da kommt auch schon manisches Denken auf und ich lasse mir von keinen etwas dreinreden. Die Vernunft setzt dann aus. Das ist Mist.

    Hallo Franz

    gar kein Problem -
    keine Entschuldigung nötig; Du suchst für Dich die besten Therapie-Optionen mit der besten Therapie-Abfolge. Die wirst Du sicherlich finden.

    Was den Strohhalm betrifft, fürchte ich aber, den gibt es zu Zeit noch nicht. Aber wenn es mit Deiner (und auch meiner) Therapie weiter gut läuft erleben wir den Strohhalm in Form einer revolutionären neuen Therapie noch. Bis dahin werden wir leider auch noch etliche Rückschläge einstecken müssen.

    Und falls es nicht klappt - dann hast Du alles Versucht was möglich war.



    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Und in so einem Zustand hast du mich mit deinem Beitrag erwischt.
    Dazu kommt natürlich auch der Hormonentzug. Kenne ich gut.


    Viele Grüße
    Rudi


    Starke Menschen bleiben ihrer Natur treu, mögen sie auch in schlechte Lebenslagen geraten, ihr Charakter bleibt fest, und ihr Sinn wird niemals schwankend.
    Niccolò Machiavelli


    Blicke in dich. In deinem Inneren ist eine Quelle, die nie versiegt, wenn du nur zu graben verstehst.
    Marc Aurel (römischer Kaiser und Philosoph)
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  9. #19
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    Bei der Beurteilung der unterschiedlichen Therapien bei metastasiertem PCA sollte man eigentlich doch immer auch die gleichen Bewertungskriterien anwenden!? ...Das ist aber, zumindest bei der Radioligandentherapie, nicht der Fall. Bei PSMA Lu177 o.ä. wird als Bewertung eigentlich immer nur die SUV Abnahme nach Behandlung als Bewertungskriterium gesehen, alle anderen Therapien, werden eher nach RECIST (Response evaluation criteria in solid tumors) Kriterien beurteilt. Aber ob eine SUV Abnahme nach Radioligandentherapie wirklich auch eine Tumorschrumpfung bedeutet, das ist bisher eher wenig erforscht. Ich hatte diesbezüglich schon mal mit Konrad gestritten, der fest der Überzeugung war, dass SUV Abnahme mit Tumorschrumpfung einherginge. Aber ist das wirklich so?
    Das beim PSMA PET/CT anfallende CT wird durchaus einbezogen und die Größenveränderungen werden beobachtet. Dazu z.B. http://jnm.snmjournals.org/content/5...t_2/1547.short
    Zusätzlich können Szintigramme einbezogen werden. Es gibt sogar auf dieser Basis den Versuch, ein Vorhersagemodell für die Wirksamkeit der Therapie zu schaffen: http://jnm.snmjournals.org/content/60/1/65.short
    Hier wurde RECIST zugrunde gelegt: http://jnm.snmjournals.org/content/5...nt_1/523.short
    Zitat: "RECIST-criteria for response and stable disease were met in 47% of cases with LM. Of note, RECIST-criteria would have missed PSMA-positive lymph nodes at baseline in 25% of cases, potentially limiting its value for therapy control." (LM = Lymphmetastasen).
    Die RECIST-Kriterien schließen Tumormarker explizit aus, verlangen aber, dass ein erhöhter Marker nach Therapie gesunken sein muss, zusätzlich zu einer Schrumpfung. Vielleicht sollte man da etwas anpassen, um den heutzutage möglichen Ligandentherapien besser gerecht zu werden.

  10. #20
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    Hallo Franz

    wollte Dich auf folgende Studien aufmerksam machen:



    SCOPE (geschlossen nur noch Follow-UP )Studiendesign: Phase IV, Anwendungsbeobachtung
    Primäres Studienziel: Unterschiede im PFS zwischen den Sequenzen Docetaxel - Cabazitale vs. Docetaxel - AR-gezielte medikation - Cabazitaxel
    Sekundäre Ziele: Zahl der Cabazitaxel-zyklen, PSA-Verlauf

    CARD (geschlossen, nur noch Follow-UP)
    A randomized, open label, multicenter study of Cabazitaxel versus an Androgen Receptor (AR)-targeted agent (abiraterone or enzalutamide) in mCRPC patients previously treated with Docetaxel and who rapidly failed a prior AR-targeted agent (CARD)
    Studiendesign: Randomisiert, Phase III , Cabazitaxel vs. AR-gezielte Mediaktion
    Primäres Studienziel: Progressionsfreies Überleben
    Sekundäre Ziele: PSA, Zeit bis zur Progression

    CABASTY (In Vorbereitung) Randomized, multicentre Phase III
    2 Cabazitaxel-Schemata (2 vs. 3-wöchentlich) bei älteren Männern (> 70Y) mit mCRPC nach Docetaxel



    Ich habe aber leider selbst bei einer ersten oberflächlichen Suche keine weiteren Informationen gefunden.

    Auf die Studien bin ich auf der Seite der Uni Magdeburg gestoßen http://urologie.med.uni-magdeburg.de...e+Studien.html



    Vielleicht für Dich Interessant (ansonsten einfach nicht beachten) und Du findest etwas mehr über die Studien heraus.

    Viele Grüße

    Rudi
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    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=803&page=report
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