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Thema: Bremst Methionin-Reduktion das Krebswachstum?

  1. #1
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    Bremst Methionin-Reduktion das Krebswachstum?

    In verschiedenen Arbeiten wird darauf hingewiesen dass Tumorzellen stärker auf Methionin angewiesen sind als andere Zellen.
    Methionin ist eine essentielle Aminosäure, d. h. der Körper kann sie nicht selbst herstellen und ist auf die Zufuhr durch Nahrung angewiesen.
    Methioninreich sind vor allem tierische Produkte, aber auch einige pflanzliche z. B. Sojabohnen.
    Dazu kommt, dass zunehmend Methioninpräparate in der Viehzucht Verwendung finden (Methionin ist die limitierende Aminosäure) um schnelleres Wachstum und gleichmäßigen und höheren Eiweißgehalt bei der Milch zu gewährleisten. Ob damit Kuhmilch oder Schweinefleisch methioninreicher geworden sind ?

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22342103

    Zitat:
    "In humans, vegan diets, which can be low in methionine, may prove to be a useful nutritional strategy in cancer growth control."
    "Beim Menschen kann sich die vegane Ernährung, die einen niedrigen Methioninspiegel aufweisen kann, als nützliche Ernährungsstrategie zur Kontrolle des Krebswachstums erweisen.
    "

    Gibt es hier im Forum bereits Erfahrungen mit "methioninarmer Ernährung ?
    Zur Sicherung der Eiweißversorgung könnte ich mir methioninarmes Proteinpulver vorstellen.

    Franz

    Geändert von RalfDm (26.11.2018 um 17:23 Uhr) Grund: Auf Wunsch des Verfassers Titel geändert

  2. #2
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    Ich ernähre mich seit ca. 4 Jahren vegan, da es viele Hinweise gibt, dass diese Ernährung, sofern man sie ausgewogen gestaltet, u.a. auch bei Krebs von Vorteil sein soll.
    Allerdings ernähre ich mich nicht unbedingt methioninarm, da ich viele Sojaprodukte esse und auch sonst methioninhaltige Lebensmittel wie Sesam, Paranüsse und Reis (siehe Liste zB bei Wikipedia), wenn wohl auch nicht in den Mengen, in denen andere Fleisch oder Fisch zu sich nehmen.

    Es ist übrigens keine Maßnahme "zur Sicherung der Eiweissversorgung" nötig, wenn man Abwechslung in den Speiseplan bringt. Viele Pflanzen enthalten Eiweiss (Hülsenfrüchte, Pilze, Nüsse, Hanf, Kartoffeln usw.).

    Detlef

  3. #3
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    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Methioninreich sind vor allem tierische Produkte, aber auch einige pflanzliche z. B. Sojabohnen.
    Danke Detlef für deinen Hinweis auf die Tabelle bei Wikipedia. Ich habe mich bisher an Tabellen orientiert die Lebensmittel mit hohen Methioningehalt auflisten.
    Hatte dabei übersehen dass proteinreiche Lebensmittel meist auch einen hohen Methioninwert haben.

    Wenn man den Gesamtproteinwert eines LM nimmt und ausrechnet welchen Prozentanteil Methionin dabei hat, dann kann man meinen zitierter Satz so nicht stehen lassen. Denn Sojabohnen sind extrem proteinreich, der Prozentsatz des darin enthaltenen Methionins ist aber niedriger als bei tierischen Produkten.

    Trotz Entwarnung bei Sojaprodukten; es gibt pflanzliche LM mit hohen Methioninanteil.

    Vorsicht bei Paranüssen, wegen des hohen Selengehaltes. Hier wird noch fleissig geforscht und ein Ende der Selendebatte ist nicht absehbar.
    s. dort:

    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...316#post111316


    Franz

  4. #4
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    Hallo Interessierte,

    dieses Thema haben einige hier schon vor Jahren durchgekaut und sind zum Schluß von Methionin zu Aminosäuren bei Warburg gelandet. Als dann die ganze Verstoffwechselung bei Tumorgeschehen durchdekliniert war und festgestellt wurde, dass durch die Ansäuerung durch Methionin die Hypoxie noch verstärkt wurde, haben wir das Thema schnell wieder beerdigt und uns Watson zugewendet. ( Antioxidative Kapazität erhöhen )

    Danach habe ich meine Essenzufuhr in der Priorietätenliste nur noch eine Nebenrolle zugewiesen und mich mehr leiten lassen von den Fakten die mir der Tumor selber aufzeigt.
    Immer geleitet durch den Fingerzeig des Tumores was er mag und nicht mag, welche Antworten er findet im Timelag auf Interventionen.

    Aber vordringlich, was läßt der Tumor sich einfallen um seine ärgsten Feinde - nämlich das körpereigene Immunsystem abzuschalten - damit er ungestört weiter expandieren kann.
    Die derzeitige Antwort der Medizin, da irgendwelche Rezeptörschen zu besetzen oder Pathways zu blockieren ist ja ein dolles Wirtschaftsmodell, aber das Sterben geht seit - wieviel Jahren - unvermindert weiter.

    Die Ansätze an der Wurzel z.B. die fehlbelegten Chromosomen zu reparieren, die DNA so zu triggern, dass Krebs vermieden wird, die Telomerase wieder zu verlängern und, und, und - Fehlanzeige. Seit der DNA Sequenzierung wird beim Prostatakarzinom einfach zu wenig weiter gemacht.

    Aus dem Grunde werde ich nichts tun, was mir die Hypoxie sowohl durch Medis als auch durch Speisen noch weiter nach oben puscht.

    Ein Querlesen zu den Frauen läßt erahnen wie weit beim PCa der Rückstand ist. Der Abstand wird größer - dem Bretterzaun der Leitlinien sei Dank bei den Schwerbetroffenen -
    Wie gut zu wissen, dass ja die meisten Studien im Vorfeld diese Kohorte säuberlich bei Vorsortierung vor den Zaun gestellt haben. Natürlich werden dann später die Studien veröffentlicht und die Schwerbetroffenen dann wieder in den Lattenzaun gestellt. In der Hoffnung dass die Sichtverhältnisse so getrübt sind, nicht mehr über den Zaun zu sehen.

    Hier ein Link zu Methionin der es in sich hat, lieber Franz
    http://www.benbest.com/calories/Meth.html

    Und bitte entschuldigt meinen ironischen Sarkasmus, war mir heute einfach einmal so.

    Hans-J.

    Ich schreibe als betroffener Laie. Irrtum vorbehalten.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Die Ansätze an der Wurzel z.B. die fehlbelegten Chromosomen zu reparieren, die DNA so zu triggern, dass Krebs vermieden wird, die Telomerase wieder zu verlängern und, und, und - Fehlanzeige. Seit der DNA Sequenzierung wird beim Prostatakarzinom einfach zu wenig weiter gemacht.
    Danke Hans-J.,

    für den Literaturlink.
    Die Essenz so wie ich es gelesen habe. Fehlendes oder zu wenig Methionin führt zu genetischer Instabilität und vermehrten Krebs und eine Reduktion der Methioninzufuhr auf 60 Prozent erzielt laut "Ben Best" den größten Nutzen für den Organismus.
    Dazwischen viele Literaturangaben zur Thematik. Sehr interessant.

    Hans-J., du schreibst am Anfang, dass die Thematik hier schon mal ausführlich besprochen wurde. Bitte Hinweis, ich habe zu Methionin im Forum nur wenig gefunden.

    Zu obigen Zitat:
    Reparatur von Chromosomen u. ä., da ist einiges am Laufen, aber bis wir hier zu fundierten Ergebnissen kommen, das kann Jahre dauern. Und manches wird einfach nur hochgejubelt. An anderer Stelle hatten wir vor kurzem die Thematik "Genschere".
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...r-an-Sch%E4rfe

    Es dauert seine Zeit und davon habe ich aufgrund meiner Erstdiagnose wenig. Warum dann nicht ein Versuch mit Methionin-reduzierter Ernährung. Ich probiere begleitend zur Schulmedizin so einiges aus.
    Letztendlich heißt Methionin-reduzierte Ernährung weitgehender Verzicht auf tierische Produkte. Damit habe ich kein Problem, habe ich schon zeitweise praktiziert. Ob diese Ernährungsumstellung lebensverlängernd wirkt ? Ungewiss wie so vieles aus dem Bereich Ernährung.
    Aber einfach nur dasitzen und abwarten was die nächsten Jahre in Sachen PK-Forschung bringen, das ist nicht meine Art.

    Franz

  6. #6
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Seit der DNA Sequenzierung wird beim Prostatakarzinom einfach zu wenig weiter gemacht.
    Hans-J.,
    es ist uns allen bekannt, dass einiges in Bearbeitung ist.
    Z. B. in dieser Studie konnten 5 verschiedene Typen des PK unterschieden werden.
    https://www.aerzteblatt.de/nachricht...statakarzinoms

    Zitat
    "Die Möglichkeit, genetische Veränderungen in Tumoren in kurzer Zeit und zu vertretbaren Kosten zu analysieren, könnte die Klassifikation von Tumoren verändern."

    Allerdings folgen noch Studien im größeren Rahmen und das dauert eben, bis die auf den jeweiligen Tumor zugeschnittene Behandlung bei den Ärzten und dann beim Patienten ankommt.

    Franz

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