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Thema: fallender PSA (ohne Therapie) - trotzdem Therapie beginnen?

  1. #41
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    @Lothar, im Forum wird öfters mediterrane Ernährung oder Vitamin-D propagiert; mit gleicher Evidenz kann man behaupten, das PCa dank Murphy unter Kontrolle halten.
    @Ralf, vollkommen richtig: Frirak steht PSA-mäßig wieder auf dem Stand von 1998, wenn sein Profil vollständig ist, und das ohne RPE, RT, usw.
    Ein typischer Fall von "Haustierkrebs", bei dem man eben nicht Leitlinie, eigenen Ängsten und falschen Vorstellungen von "Heilung" ("der Krebs ist raus nach RPE") verfallen sollte.

  2. #42
    Tomilein Gast
    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    Ein typischer Fall von "Haustierkrebs", bei dem man eben nicht Leitlinie, eigenen Ängsten und falschen Vorstellungen von "Heilung" ("der Krebs ist raus nach RPE") verfallen sollte.
    Tolles Statement!

    Die Mär der Heilung von einer Karzinomerkrankung als universelles Argument aller Therapien! Psychologisch betrachtet vielleicht richtig, aber nüchtern betrachtet nur die Zeit der Rezidivfreiheit.

    Kann nicht verstehen warum man sich so schwer tut eine Karzinomerkrankung als chronisch einzustufen?

    https://www.krebsgesellschaft.de/onk...bernichtgesund

    Thomas

  3. #43
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    Hallo Martin!

    Ob Paul ein „typischer“ Fall eines „Haustierkrebses“ ist, weißt Du nicht.
    Jedenfalls erfüllt er mit 5 positiven Stanzen nicht die Voraussetzungen des AS.
    Zudem war es bei ihm eine normale Biopsie und keine MRT unterstützte mpMRT-Biopsie.
    Viele Krebserkrankungen können jedenfalls kurativ mit OP und RT behandelt werden.
    Was gesunde Ernährung und Vitamin D damit zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

    Grüße

    Lothar

  4. #44
    Tomilein Gast
    Der Einwand von Frirak verstehe ich als Motivation auch ungewöhnliche Wege zu gehen. Ganz unbeeindruckt und losgelöst von Leitlinien und Positionen. Sicherlich mit Risiken verbunden aber anscheinend in seinem Fall zielführend. So hat es auch wohl Martin verstanden.

    Warum nicht auch mal u gewöhnliche Wege gehen wenn man sich der Verantwortung voll bewusst ist?

    Während meiner Leidensgeschichte habe ich einige Therapieverweigerer kennengelernt. Menschen die im vollen Bewusstsein auf Therapien verzichte. Ihnen geht es um Lebensqualität und Würde. Manche haben sehr gute Erfolge damit. Anscheinend ist es auch die nötige Einstellung die man benötigt und den Verlauf einer Erkrankung beeinflusst. Davon könnte die Medizin profitieren wenn auch diese Bereit wäre an manchen Stellen umzudenken.
    Zugegeben erfordert dies aber auch sehr viel Mut.

    Meine Denke wäre es zum derzeitigen Zeitpunkt nicht auch wenn ich mich bereits von vielen schulmedizinischen Gesichtspunkten distanziert habe.

    Thomas

  5. #45
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    @Lothar. Martin hat mit Haustierkrebs nicht Paul sondern Frirak gemeint. Ein Krebs, der sich mit kleinblütigem Weidenröschen und Murphy beeindrucken lässt kann per Definition schon kein Raubtierkrebs sein.

    Ansonsten ist ja die Einsicht doch heute schon überall angekommen, dass eine RPE oder eine RT oft eine Übertherapie sein kann. Deshalb soll ja auch aktive Überwachung
    angeboten werden in Fällen wo ein Haustierkrebs vermutet wird.

    Tritus

  6. #46
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    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    @Lothar. Martin hat mit Haustierkrebs nicht Paul sondern Frirak gemeint. Ein Krebs, der sich mit kleinblütigem Weidenröschen und Murphy beeindrucken lässt kann per Definition schon kein Raubtierkrebs sein.
    Ja, so war es gemeint. Mal abgesehen davon, dass Frirak keine reine AS, sondern anfänglich DHB gemacht hat.
    Bei Paul ließe sich AS durchaus auch vertreten. Paul hat zwar "nur" eine systematische Biopsie gemacht, aber das mpMRT vorher hat nichts angezeigt, es ist ein T1c (kein T2c) und bezüglich der Stanzen sagt die Leitlinie in der Begründung: "Der beschriebene Karzinomanteil in den Stanzen wird von der Leitiniengruppe als relativ restriktiv gewertet, wenn nicht grundsätzlich 10-12 Stanzen durchgeführt werden (d. h. bei > 12 Stanzen). Alternativ wurde deshalb in Anlehnung an das Protokoll der PREFERE-Studie [384] ein Karzinomanteil von < 30 % als mögliche Option besprochen. Diskutiert wurde auch eine andere Gewichtung bei Multifokalität (z. B. Nachweis in allen vier Quadranten). In einer retrospektiven, exploratorischen Analyse einer Datenbank eines Krankenhauses bei Patienten nach Prostatektomie wurde eine höhere Zahl positiver Stanzen als akzeptabel eingeschätzt, wenn die übrigen Kriterien für low risk sprachen, da keine erhöhte Rate negativer pathologischer Befunde festgestellt wurde."
    Ein negatives mpMRT ist in der Leitlinie nicht berücksichtigt weil (a) als Primärdiagnose nicht vorgesehen und (b) entsprechend keine Studien vorhanden bezüglich mpMRT und AS.

  7. #47
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Was gesunde Ernährung und Vitamin D damit zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
    Evidenzmäßig gleich mit der Wirkung einer positiven Lebenseinstellung (Murphy). Vermutlich ist jene sogar wirksamer, wie in Studien nachgewiesen wurde, als eine besondere Form des Placeboeffekts.

  8. #48
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    Mann, ihr seid ja aktiv...
    Ich danke Euch allen für die Antworten - vor allem denen auf die Fragen, die ich hatte...

    Ich werde mich also nicht verrückt machen, wegen der Bemalung, wenn das "Fell" stört, müssen sie es abrasieren.
    Überhaupt frage ich mich, welche Bedeutung die Hautmarkierungen überhaupt noch haben, wenn das Gerät die Goldmarker sehen kann, und danach das Bestrahlungsfeld steuert.

    Meine erste 7 km Jogging-Runde nach dem Cyprofloxacin ist auch ohne Probleme verlaufen.

    Zitat Zitat von Frirak Beitrag anzeigen
    AUF GAR KEINEN FALL RPE !!! WARUM ?
    Das habe ich erst so verstanden: ich soll eine RPE statt einer RT machen. Erst aus den Antworten der Anderen ist mir klar geworden, dass Du meinst ich soll weder RPE noch RT machen. Nun, mit fast einem Jahr von der Diagnose bis zum Therapiebeginn habe ich die Entscheidung nicht überstürzt getroffen. Mehrere Ärzte sagten zwischendurch etwas wie "jetzt müssen sie aber mit der Therapie anfangen". Vor kurzen sprach ich mit einem Urologen, der darauf hinwies, dass die jetzige IMRT bei meinem Befund auch möglicherweise eine Übertherapie sein könnte.
    Mir ist das klar!

    Zitat Zitat von Frirak Beitrag anzeigen
    Lesen, beobachten und selbst ein Urteil bilden, das kann ich Dir aus meiner Erfahrung raten!
    Das ist es, was ich im letzten Jahr gemacht habe. Allerdings bisher nicht den Murphy (werde ich mir ansehen), sondern medizinische Fachliteratur und Ernährungsbücher, aber auch z.B. Bücher über Meditation.
    Im Ergebnis konnte ich durch Sport und Ernährungsumstellung meinen PSA-Wert um 30% senken. Es ist mir aber damit nicht gelungen, ihn dauerhaft niedrig zu halten:
    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=902&page=graphic
    Daraufhin habe ich entschieden, jetzt in die (Strahlen-) Therapie einzusteigen.
    Meine Befürchtung ist, dass es mir kein zweites Mal gelingen wird die Progression zu bremsen. Wahrscheinlich war wesentlich für den PSA-Abfall, dass ich ca. 12 kg Gewicht abgebaut habe - wie oft könnte ich das wiederholen...?
    (DHB nach Leibowitz hatte ich allerdings bisher nicht in Erwägung gezogen)

    Das Thema RPE <-> Strahlentherapie ist in diesem Forum schon oft diskutiert worden, bitte nicht hier nochmal.
    Für meine Entscheidung war wesentlich:
    • Die Ärzte sagten, beide Optionen wären gleichwertig
    • Eine RPE kann gut oder schlecht verlaufen - ich läge in Narkose und könnte nichts beeinflussen
    • Mein Vater wurde mit Strahlenthearpie (HDR-Brachy+Perkutan) vor 20 Jahren geheilt (mit dem Wort muss man vorsichtig sein - passt aber in seinem Fall)
    • Die Bestrahlungstechnik ist seit dem erheblich besser geworden
    • Ich bin Techniker, verstehe Funktion des Bestrahlungsgerätes und die Wirkung auf die Zellen - mich beängstigt da nichts
    • Die Bestrahlung ist für mich eher etwas, was Synergien mit den Komplementärmassnahmen (Sport, Ernährung) bildet. Bei einer RPE müsste ich zumindest meinen Sport unterbrechen, und irgendwie wären die Komplementärmassnahmen wenn alles rausgeschnitten wird auch egal (für die Rezidivwahrscheinlichkeit halte ich sie auch bei RPE für bedeutsam)
    • Die Nebenwirkungs-Häufigkeit wird sehr unterschiedlich angegeben. Bei der in meinen Augen im Alltag schwerwiegendsden, der Harn-Inkontinenz ist aber praktisch immer die RT im Vorteil.

    Letztlich muss jeder selbst entscheiden, was bei seiner Diagnose und seinen persönlichen Prioritäten angemessen ist.
    Ich bin sehr froh, nicht dem ersten Urologen (= Chirurgen) nach der Diagnose gefolgt zu sein, der sofort einen OP-Termin vereinbaren wollte.

    Paul

  9. #49
    Tomilein Gast
    Du machst alles richtig. Daumen hoch und lesenswertes my prostate Profil.

    Weiterhin viel Erfolg!

    Thomas

  10. #50
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    Moin Paul,

    "Überhaupt frage ich mich, welche Bedeutung die Hautmarkierungen überhaupt noch haben, wenn das Gerät die Goldmarker sehen kann, und danach das Bestrahlungsfeld steuert."

    Die Assistenten müssen Dich ja erstmal unter dem Bestrahlungskopf platzieren...für die Ausrichtung brauchen Sie die Kriegsbemalung.
    Sicher kann das Gerät die Goldmarker sehen und das Bestrahlungsfeld korrigieren - vermutlich aber nur in einem bestimmten Maße - und das setzt eben voraus, dass Du da ordentlich drunter liegst :-)
    So meine laienhafte Deutung.....

    Wenn ich an meine letzte Bestrahlungsrunde denke, dann ist die Belegung des Gerätes so durchgetaktet, dass da nicht lange Zeit ist den Patienten auszurichten - das geht mit Farbmarkern dann ganz zügig.

    Grüße

    Uwe

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