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Thema: fallender PSA (ohne Therapie) - trotzdem Therapie beginnen?

  1. #51
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    Bestrahlung hat begonnen.
    Alles wie erwartet, jetzt muss ich da nur ein paar Mal hingehen...
    Zitat Zitat von uwes2403 Beitrag anzeigen
    Wenn ich an meine letzte Bestrahlungsrunde denke, dann ist die Belegung des Gerätes so durchgetaktet, dass da nicht lange Zeit ist den Patienten auszurichten - das geht mit Farbmarkern dann ganz zügig.
    Ja, das ist auch mein Eindruck: da wird effektiv gearbeitet.
    Ich hab' heute mal gefragt, ob ich von den Pflastern zur Abdeckung der Markierungen nicht ein paar mit nach Hause nehmen kann, damit ich selber die erneuern kann - und vielleicht auch mal ohne Pflaster sein könnte. Die möchten aber eher nicht, dass ich da was selber mache. Beim Abziehen der Pflaster könnte es wohl sein, dass die gesamte Markierung sich mit ablöst. Und sie trauen mir wohl nicht zu, das korrekt wieder nachzumalen.
    Weiß einer, was das für Pflaster sind (oder ist das Band von der Rolle - hab nicht hingeguckt)?
    Transparent, elastisch, löst sich beim Duschen nicht, trotzdem ein Kleber, der nach einer Woche Dauerkleben die Haut nicht reizt. Tolles Produkt! Auf der Hansaplast Homepage habe ich sowas nicht gefunden.

    Ich werde berichten, wenn's was Neues gibt...

    Paul

  2. #52
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    Hallo Paul,

    mir ist das "Opsite Flexifix Pu Folie 5 cm x 1 m" bekannt.

    Gruß Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  3. #53
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    Warum sollte man dasselber irgendetwas machen. Die kennseichnung hält bei täglichen Duschen bestimmt 10 Wochen. So wars bei mir jedenfalls. Wenn man selber die Striche macht wer garantiert das sie dann ganau da sind wo sie mal waren ?

  4. #54
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    Moins,
    meine Kennzeichnung hat auch 6 Wochen gehalten.

  5. #55
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    Die Radiologie hat mir einen Filzstift osä. mitgegeben, um mir die Kreuze nach dem Duschen wieder selber dranzumalen.
    R.

  6. #56
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    Zitat Zitat von Heribert Beitrag anzeigen
    mir ist das "Opsite Flexifix Pu Folie 5 cm x 1 m" bekannt.
    Ja, danke Heribert, Du hast Recht, das ist es!
    Man bekommt im Internet eine Rolle für ca. 5 Euro + Versandkosten.
    Hab ich aber in der Apotheke bestellt, dann halt für 7,50.
    Ich habe eben einen Streifen davon geschnitten und testweise neben eine meiner Markierungen geklebt. Das ist genauso. Ich bin immer noch ganz beeindruckt von diesen Pflastern. Alle anderen, die ich je irgendwo hatte, wurden nach ein paar Tagen unangenehm. Diese aber bisher nicht.
    Ich war sogar (ich weiss, ich soll nicht) damit in der Badewanne, ohne dass sich irgendwas gelöst hätte.

    Zitat Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
    Warum sollte man dasselber irgendetwas machen. Die kennseichnung hält bei täglichen Duschen bestimmt 10 Wochen. So wars bei mir jedenfalls.
    Ja, Du hast wahrscheinlich Recht. Aber ich bin froh, das Flexifix jetzt hier zu haben. Falls das irgendwann an einem Wochenende fürchterlich anfängt zu jucken, werden die Pflaster abgezogen. Vorsichtig, und wenn nötig werden die Markierungen nachgemalt. Dann kommt mal ein paar Stunden Luft an die Haut, und dann neue Pflaster drauf.

    Zitat Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
    Wenn man selber die Striche macht wer garantiert das sie dann ganau da sind wo sie mal waren ?
    Bei mir wird zu Beginn jeder Bestrahlung aus zwei Richtungen (Vorne, Seite) die Position der Goldmarker geprüft. Dann wird die Liege entsprechend (in drei Achsen) fein-positioniert.
    Insofern würden kleine Fehler der aufgemalten Markierungen wohl nichts verändern. Wenn die Hautmarkierungen alleine die richtige Lage des Bestrahlungsfeldes bestimmen, sind sie natürlich sehr wichtig.

    Ansonsten: erste Bestrahlungswoche ist rum, ohne besondere Vorkommnisse.

    Schönes Wochenende für Alle!
    Paul

  7. #57
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    FERTIG!

    So, nu ist die Bestrahlung zuende. 44 Termine, mit Dosiseskalation bis 79,2 Gy.
    (der Strahlentherapeut meinte, bei 5 pos. Stanzen wäre ich schon nah an "Medium Risk", es gab keine andere unterstützende Therapie, und ich hab' die Bestrahlung ganz gut vertragen -> deshalb noch eine Verlängerung)
    Dafür geht's mir erfreulich gut:

    • Etwa zwei Wochen nach Bestrahlungsbeginn begannen Probleme mit der Blase: erschwerte Entleerung, und häufigerer Harndrang
      Der Urologe verschrieb mir Tamsulosin. Das habe ich dann täglich genommen. Es hilft für die Blasenentleerung, aber wohl nicht gegen den Harndrang. In den letzten zwei Wochen musste ich manchmal mehrmals nachts auf die Toilette, tagsüber teilweise stündlich.
    • Der Darm arbeitet noch immer ganz gut. Weicher Stuhlgang, häufig kleine Mengen - aber sonst ok.
    • Müdigkeit/Erschöpfung ist doch deutlich zu spüren. Dagegen hilft (sehr viel) Sport!
    • Ejakulations-Flüssigkeitsmenge ist verringert - Erektion funktioniert noch. (das kann sich natürlich später noch ändern)

    Das Tamsulosin wollte ich jetzt absetzen, weil es meinen niedrigen Blutdruck noch mehr senkt, und damit wahrscheinlich die Müdigkeit verstärkt. Die Blasenentleerung wird aber sofort schwieriger, also muss ich das wohl noch ein paar Tage nehmen.

    Ich bin sehr froh die Goldmarker-Implantation gemacht zu haben, Damit war eine perfekte Steuerung des Bestrahlungsfeldes möglich.
    Jeden Tag wurde zu Beginn der Bestrahlung eine Aufnahme von vorne und eine von der Seite gemacht. Dann wurde die Position der Liege in allen drei Achsen korrigiert.
    Etwa ein mal pro Woche wurden dann noch Kontrollaufnahmen aus zwei Richtungen der Bestrahlungsfelder gemacht. Auch auf diesen waren die Goldmarker immer exakt wo sie sein sollten.
    Ich habe mir viel Mühe gegeben mich von der Positionierungsaufnahme bis zum letzten Bestrahlungsfeld wirklich überhaupt nicht zu bewegen - und ich denke, das hat sich gelohnt.

    Es ist schwer das abzuschätzen, aber ein halber bis ganzer Zentimeter kann die Korrektur der Liege schon manchmal gewesen sein. Ohne die Goldmarker wäre um so viel daneben bestrahlt worden.

    Diese Woche bin ich erstmalig krankgeschrieben. In zwei Wochen gehe ich dann für drei Wochen zur ambulanten AHB. Ich bin gespannt darauf, und werde berichten...

    Ach ja, ich war unmittelbar nach Bestrahlungsende beim Urologen, und habe Blut für einen PSA-Wert dagelassen. Er meinte zwar selbst, dass zu diesem Zeitpunkt der Wert nicht so viel Aussagekraft hat, aber es trotzdem nützlich wäre ihn zu haben, um den Verlauf besser zu verstehen. Das sehe ich genau so. In 6 Wochen soll ich wieder hin.

    Paul

    P.S.: meine Sorgen wegen der Pflaster und Bemalung waren wirklich unbegründet. Diese Pflaster sind klasse. Wenn es wirklich nötig war, wurden sie erneuert, aber das war erst nach 4-6 Wochen der Fall. Ich bin froh, sie jetzt endgültig los zu sein! Die Haut darunter war aber nach 2 Monaten kein bisschen gereizt!

  8. #58
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    Abwärts (der PSA)

    Drei Wochen (ambulante) AHB war prima! Kann ich jedem nur empfehlen, auch nach der Strahlentherapie. Ich fühle mich jetzt wieder richtig fit (und gehe wieder arbeiten).

    Ansonsten ist der PSA-Wert von
    5,37 ng/ml (unmittelbar vor der Strahlentherapie, möglicherweise von Golmarkerimplantation noch etwas erhöht) über
    3,40 ng/ml (Ende der Strahlentherapie) auf jetzt
    1,15 ng/ml (6 Wochen nach dem Ende) gefallen - das gefällt mir gut.
    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=902&page=graphic

    Wenn es gut läuft, geht es ab jetzt langweilig abwärts weiter. Ich bin aber auch auf unerwartete "Bounces" eingestellt.
    Wenn's was zu berichten gibt, werde ich das gelegentlich hier dazuschreiben, aber so lange nicht der PSA-Wert überraschend nach oben schießt, muss ich jetzt wohl einfach nur beobachten. Nach wie vielen fallenden Werten in Folge sollte ich die Mess-Intervalle (auf 3 Monate statt 6 Wochen) erhöhen? Mein Urologe hat bestimmt auch eine Meinung dazu, aber was meint ihr?

    Paul

    P.S.: Tamsulosin nehme ich noch täglich, aber ich werde bald versuchen, ob es auch ohne geht.

  9. #59
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    Ich bin zufrieden!

    Ich hatte gerade die Nachsorgeuntersuchung 6 Monate nach Ende der Strahlentherapie. Inzwischen nur noch alle drei Monate.

    Ich bin sehr zufrieden.

    • Der PSA-Wert ist unter 1 ng/ml und fällt noch immer.
    • Ich habe überhaupt keine Beschwerden. Blase, Darm, Erektion, Ejakulation, alles gut!
    • Seit drei Wochen nehme ich auch kein Tamsulosin mehr. Ich merke zwar einen etwas schlechteren Durchfluss, schaffe aber trotzdem eine Blasenentleerung von 500 ml und muss nachts nicht aufstehen. Im Ultraschall zeigte sich kein Restharn und ein Prostatavolumen von unter 30 cm³. Im Sommer war es noch das Doppelte. Jetzt scheint die Prostata durch die bei der Bestrahlung mitgeschädigten "gesunden" Zellen tatsächlich zu schrumpfen.

    Natürlich ist es zu früh, um "endgültig" zufrieden zu sein. In ein paar Jahren kann es trotzdem wieder losgehen. Aber das gilt für jede Therapie.
    Ich nehme an der PCO-Studie (https://www.pco-study.com/info) teil, da kann man dann in 10 Jahren mal auswerten, wie's allen nach der Therapie so ergangen ist.

    Auf jeden Fall möchte ich für andere Patienten mit Low-Risk-PCa mal sagen:
    Strahlentherapie funktioniert, und war für mich keine große Belastung.
    Oft lese ich Anfragen oder Antworten darauf, in denen die Strahlentherapie (als Primärtherapie) überhaupt nicht in Erwägung gezogen wird. Das halte ich für einen Fehler.

    Paul

  10. #60
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    Zitat Zitat von Paul_aus_Berlin
    Auf jeden Fall möchte ich für andere Patienten mit Low-Risk-PCa mal sagen:
    Strahlentherapie funktioniert, und war für mich keine große Belastung.
    Oft lese ich Anfragen oder Antworten darauf, in denen die Strahlentherapie (als Primärtherapie) überhaupt nicht in Erwägung gezogen wird. Das halte ich für einen Fehler.
    Hallo Paul,

    das halte auch ich für einen Fehler! 12 Jahre Ruhe nach Radiatio. Erst jetzt macht sich der Tumor wieder bemerkbar. Dennoch zumindest bei mir mit fast 87 Jahren zunächt WW.

    Für Dich weiterhin alles Gute.

    Gruß Harald
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