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Thema: PSA 6,82, aber Gleason 9, RARP erfolgt - und jetzt?

  1. #11
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    So ähnlich habe ich das auch verstanden MartinWK,
    die einseitige R1 ist dadurch entstanden das eben der rechte Teil der Prostata am stärksten angegriffen war inkl. Perineuralscheideninfiltration,
    im linken Bereich der Prostata wurde auch "nur" ein Gleason 3+3 festgestellt. Da aufgrund der Biopsie bereits eine nervschonende OP ausgeschlossen wurde,
    gehe ich davon aus das so radikal wie möglich entfernt wurde und daher ein Schnellschnitt überflüssig war. Mit Sicherheit weiss ich das aber nicht, auch nicht
    ob nun einer gemacht wurde oder nicht.
    Mit der Chemo kann ich mich einfach nicht anfreunden, die gesamte medikamentöse Behandlung wird mir einfach zu viel. Daher auch meine Abneigung
    gegenüber der Hormontherapie. Und so informiere ich mich zur Zeit auch mehr um Alternative Heilmethoden und habe z.B. mal mit der Einnahme von CBD begonnen.

    Grüsse
    Frank

  2. #12
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    @Martin
    Ich würde auch die weitere postoperative PSA-Entwicklung und Nadir abwarten.
    Eine sofortige ADT würde die Entwicklung verdecken.
    Ein PSMA-PET/CT würde ich bei schneller PSA-Entwicklung oder über 0,5 PSA durchführen lassen.

    @Frank
    Ich würde eine Zweitmeinung einholen und eine Anschlussheilbehandlung durchführen.

    Grüsse

    Lothar

  3. #13
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    Zweitmeinung ist bisher meine Urologe und seine Partner, die aber der gleichen Auffassung sind wie das Krankenhaus.
    Das abwarten des PSA-Nadirs haben wir besprochen, mein Urologe befürchtet den richtigen Zeitpunkt zu verpassen.
    Das Ergebnis der ersten PSA Messung nach OP bekomme ich in 2 Tagen.
    Die 3-wöchige AHB hab ich für mich ausgeschlossen weil ich da für mich keinen Sinn drin sehe.
    Ich bin aber in erstklassiger Physiotherapeutischer Betreuung.
    Sowohl meine Urologe als auch mein Internist verschreiben mir diesbezüglich alles was ich will.

  4. #14
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    Interessante Diskussion: Erinnert mich auch etwas an meinen Fall. Zwar "nur" Gleason Score 7b, dafür nebst R1 auch N1 und wahrscheinlich M1 Situation (1 winzige Kreuzbeinmetastase). Entscheidung meines Tumorboards: adjuvante Bestrahlung ohne begleitende ADT (ca. 3 Monate nach RPE Start bei PSA 0.19 ng/mL).
    Die Bestrahlung der Loge und der Lymphabflusswege habe ich sehr nebenwirkungsarm bis jetzt überstanden.

    Hier im Forum hatte ich auch die Frage gestellt, ob mit oder ohne begleitende ADT zu empfehlen ist. Die Studien empfehlen eindeutig ein Ja bei einem
    hohen PSA Wert nach OP. Wenn die Bestrahlung aber schon bei PSA < 0.5 ng/mL beginnt, kann auf eine begleitende ADT eher verzichtet werden.
    Eine Chemo stand auch bei mir nie zur Diskussion. Ist doch wohl eher bei polymetastasiertem PCa angesagt, oder ?

    Diese ganze Geschichte mit vielen Informationen über das Thema Bestrahlung mit/ohne ADT findest Du in
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...enbefall/page7

    Tritus

  5. #15
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    "Eine sofortige ADT würde die Entwicklung verdecken." - "Eine sofortige Hormontherapie wie von Georg vorgeschlagen könnte die Diagnostik erschweren"

    Also, man sollte auf die Krebsbekämpfung nicht verzichten um den PSA Verlauf besser beobachten zu können.

    Bei einem aggressiven Tumor sollte man eine Kombinationstherapie machen. Oder besteht hier die Auffassung, dass eine adjuvante Hormontherapie zu einem schlechteren Behandlungsergebnis führt?

    Georg

  6. #16
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    "Eine sofortige ADT würde die Entwicklung verdecken." - "Eine sofortige Hormontherapie wie von Georg vorgeschlagen könnte die Diagnostik erschweren"

    Also, man sollte auf die Krebsbekämpfung nicht verzichten um den PSA Verlauf besser beobachten zu können.

    Bei einem aggressiven Tumor sollte man eine Kombinationstherapie machen. Oder besteht hier die Auffassung, dass eine adjuvante Hormontherapie zu einem schlechteren Behandlungsergebnis führt?

    Georg
    Ich frage mich auch, ob ich eine höhere Chance auf Heilung zugunsten eines von einer Hormontherapie unbeeinflussten PSA-Wertes aufgeben würde. Ich denke, nicht! Wenn mich nicht alles täuscht, erhöht eine begleitende Hormontherapie zumindest bei Hochrisikopatienten die Heilungschancen. Bei einem 7a, wie bei mir, wäre es (vermutlich) tatsächlich eine Übertherapie gewesen.

    VG
    Achim

  7. #17
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  8. #18
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Also, man sollte auf die Krebsbekämpfung nicht verzichten um den PSA Verlauf besser beobachten zu können.
    Georg
    Das meine ich auch!
    Leider findet man diese Einstellung auch bei Ärzten, nach dem Motto: "Was nützt es uns, wenn der Patient gesund wird, und wir wissen nicht warum."

    Mir wurde schon vor der OP gesagt, dass sich Bestrahlung und Hormontherapie anschliessen würden. Und so war es und es war gut so.

    Detlef

  9. #19
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    Die Studie, die das Ärzteblatt nennt, vergleicht zwei Maximalstrategien miteinander. Das PCa-spezifische Überleben liegt bei 81% nach 5,5 Jahren für maxRP und ähnlich bei maxRT. Jetzt schaue ich mir "Table 3" in "Long-Term Survival after Radical Prostatectomy for men with High Gleason Sum in the Pathological Specimen" an ( doi:10.1016/j.urology.2009.11.085. nihms175770.pdf ) und sehe für EPE+ (=R1) ein Überleben von 93,8% für Gleason 9-10. Es ist davon auszugehen, dass diese nicht alle maxRT oder maxRP erhalten haben (vermutlich keiner, Zahlen sind von vor 2009). Wo liegt da die höhere Chance in Bezug auf das PCa-spezifische Überleben? Allenfalls könnte die Behandlung bei rezidivfreier Zeit punkten. Wenn man das als "Heilung" bezeichnet, mag die Maximaltherapie einen Vorteil besitzen.
    Georg, "Oder besteht hier die Auffassung, dass eine adjuvante Hormontherapie zu einem schlechteren Behandlungsergebnis führt?" Das Problem ist doch, das die adjuvante RT (und dazu dann die HT) sofort eingesetzt wird, um den "richtigen Zeitpunkt" nicht zu verpassen. Wie wird denn dieser Zeitpunkt begründet?


  10. #20
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    Zitat Zitat von Muggelino Beitrag anzeigen
    Leider findet man diese Einstellung auch bei Ärzten, nach dem Motto: "Was nützt es uns, wenn der Patient gesund wird, und wir wissen nicht warum."
    In der Regel gilt: "wenn er gesund wird, warum auch immer, ist es gut". Das Forschen ist Sache der Forscher, der Arzt repariert primär. Die Erfahrung, die er dabei ansammelt, ist wertvoll.

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