Ergebnis 1 bis 10 von 17

Thema: pelvine Exentration des Enddarms und Blase

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Registriert seit
    24.06.2012
    Ort
    Bonn
    Beiträge
    88

    pelvine Exentration des Enddarms und Blase

    Ich habe ein großes Lokalrezidiv mit Infiltration des Rektums und der Blase, Z.n.radikaler Prostatektomie und Radiotherapie pT3b,Gleason-Score 9, 10/2012, jetzt wird der Vorschlag gemacht (Uni Köln) eine Entfernung des Enddarms und der Blase und Anlage eines künstlichen Darm- und Urinausgangs. Im Forum wurde ein solcher Fall m.W. noch nie beschrieben. Während die eine urologische Klinik diese große Operation bei mir durchführen würde, lehnt die andere urologische Klinik (beides Unikliniken) dringend ab weil letztere der Meinung ist, dass derartiger Eingriff eher schadet als nützt und gibt den Rat die Medikamentöse Therapie z.Z. Zytiga u.a. fortzusetzen. Mich interessiert, ob im Forum Erfahrungen vorliegen.

    Klaus42

  2. #2
    Rudi61 Gast
    Hallo Klaus

    vielleicht kann Dir bei Deiner Entscheidungsfindung einer der beiden Krebshilfen weiterhelfen:

    Krebsinformationsdienst
    Telefon: 0800 / 420 30 40
    https://www.krebsinformationsdienst.de/kontakt.php

    Infonetz Krebs
    Telefon: 0800 / 80 70 88 77
    https://www.infonetz-krebs.de/



    Wünsche Dir viel Glück bei Deiner Therapie

    Rudi

  3. #3
    SeppS58 Gast
    Hallo Klaus,

    die Martini Klinik in Hamburg hat einen super Ruf als Prostata-Krebs-Zentrum. Ich würde ihrer Empfehlung folgen und die OP sein lassen.

    Denn keine OP der Welt kann Dich von allen Krebszellen befreien, den die schwimmen bei einem T3b Stadium in Deinem Körper rum, und früher oder später kommt es zur nächsten Metastase. - Also hilft nur eine systemische Behandlung. Und da hast Du auch noch einige Optionen, z.B. Xtandi oder Lu177. - Beides mit weit weniger Nebenwirkungen als diese OP mit 2 künstlichen Ausgängen.

    In meinen Augen bist Du da nur ein Versuchskaninchen, denn Heilung ist auch durch diese OP nicht möglich. Außerdem wiederspricht diese OP allen Leitlinien.
    Der Kölner Operateur mag zwar sein Handwerk verstehen, aber er treibt Dich mit der Angst vor weiterem Progress in diese OP. Aber vielleicht kannst Du den Progress noch lange aufhalten durch die oben genannten Optionen. Und zweit künstliche Ausgänge in Deinem Alter (sorry aber 76 ist für mich unerreichbar) stell ich mir äußerst belastend vor, schlimmer als die Nebenwirkungen von Xtandi und Lu177 (wobei ich Xtandi und Xofigo selbst kenne). Wo bleibt da die Lebensqualität und ein Zurück gibt es auch nicht mehr!

    Kennst Du das Buch "Krebs" von Werner Schneyder, dem bekannten Kabarettisten. Er beschreibt da die völlig sinnlosen OPs bei seiner Frau, die ihr das bisschen Restleben zur Hölle gemacht haben. Lies mal nach bzw. höre rein, denn es gibt das Buch auch als Hörbuch. Es ist eine Anklage gegen sinn- und nutzlose OP-Heilversuche.

    Du hast die große Hoffnung nach dieser OP geheilt zu sein. Aber dem ist nicht so, denn NIEMAND kann Dir alle Krebszellen aus dem Körper schneiden bei einem T3 Stadium. Frag doch mal den Kölner Operateur, ob er Dir da eine Garantie geben kann und ob er auch für die Folgen haften wird?

  4. #4
    Registriert seit
    14.03.2013
    Ort
    Nähe Kiel
    Beiträge
    2.260

    RE: pelvine Exentration des Enddarms und Blase

    Hallo Klaus,

    Sepp hat wohl recht.
    Mit 78 Jahren würde ich mir diese OP nicht mehr antun.

    So hart wie es klingen mag, Prostatakrebs-Patienten mit pT3b erreichen i.d.R. (Ausnahmen gibt es immer) keine 80.

    Lieber Sepp, ich habe auch die Bezeichnung pT3b), bei Glasson 7b.
    Gibt es da vielleicht unterschiede?

    Lieber Klaus, lebe Dein Leben, solange es noch geht.
    Mit den Vorschlägen, die Dir andere User gegeben haben, könntest du vielleicht noch einige Jahre einigermaßen gut Leben.
    Ich persönlich, würde diese OP nicht ausführen lassen.

    Gruss
    hartmut

  5. #5
    Registriert seit
    05.06.2006
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    192
    Hallo in die Runde,
    soweit ich es verstanden habe, fragt Klaus nicht wie Ihr an seiner Stelle entscheiden würdet, sondern ob es diesbezügliche Erfahrungen gibt.
    Klaus, alles Gute für Dich!
    Grüße Briele

  6. #6
    Registriert seit
    24.06.2012
    Ort
    Bonn
    Beiträge
    88
    Liebe Forumschreiber, ich danke allen, die mir geschrieben haben für ihre Beiträge.
    Sepp: Dein Kommentar ist für mich sehr wichtig und wohl auch richtig. Der UniProf. aus Köln, ein König in seinem Reich, hat mich und meine Frau mit seinen negativen Äußerungen in bezug auf die Martiniklinik, nachdem er den ärtlichen Bericht von dort gelesen hat, die ja von dem Eingriff abraten, so z.B. "die haben keine Erfahrungen in bezug auf die von ihm vorgesehene Op., er könne nur eine negative Expertise äußern usw." Noch schwanke ich wie ein Blatt ,das von unserem Baum im Garten gefallen ist, aber mein Bauchgefühl und einige Fakten und Einschätzungen von Euch und die Wichtigkeit meiner noch z.Z. vorhandenen Lebensqualität, die ich seit 2012 (OP in Martiniklinik)immer an 1 Stelle war, hat mir schon sehr geholfen.
    Lieben Gruß aus dem Drachenfelser Ländchen
    klaus

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •