Hallo zusammen,
ich habe leider wieder mal wie schon des Öffteren seit meiner Prosatatabestrahlung ein Problem, das mir Sorgen bereitet. Mein Psa ist mit 0,22 jetzt auf einem guten Weg. Allerdings habe ich schon längere Zeit immer wieder schnelle, blutige Durchfälle und es wird immer problematischer diese auch halten zu können wenn ich nicht schnell genug eine Toilette aufsuchen kann. Ich habe das Gefühl, dass mein Schließmuskel immer schwächer wird, selbst wenn ich mich anstrenge und extrem abklemme drückt der Stuhl einfach durch, zurückhalten geht so gut wie gar nicht mehr. Ich fühle mich echt hilflos, im Sommer war ich im Enddarmzentrum Bietigheim bei einem Proktologen in der Hoffnung Hilfe zu bekommen. Leider wurde mir dort mitgeteilt, dass ich an einer Strahlenproktitis leide und man nichts dagegen machen kann, ich gehöre wohl leider zu den 3 bis 5% die durch eine Bestrahlung mit einer solchen Darmschädigung gestraft werden. Ich habe leider hier im Forum noch nichts über diese Probleme gelesen, so dass ich annehmen muss dass entweder niemand bereit ist darüber zu schreiben, oder aber ich einer der wenigen bin die damit gestraft wurden. Ich bereue es beinahe schon dass mein Krebs überhaupt entdeckt wurde, ich hatte Angst vor Urininkontinenz und habe jetzt durch die Bestrahlung wohl etwas viel schlimmeres bekommen. Ich weiß im Moment nicht was ich tun soll, an wen ich mich mit meinen Problemen wenden kann, mein Hausarzt ist überfordert, der Proktologe kann oder will nichts machen und ich denke mein Urologe ist der falsche Ansprechpartner. Ich kann es bei meinem nächsten Treffen beim Strahlenarzt zwar ansprechen, aber das wird ihn wohl auch nicht sonderlich interressieren. Es wäre toll, wenn sich jemand melden würde, der mir einen Rat geben kann, aber ich glaube eher nicht dass sich jemand findet.