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Thema: Kritische Stimmen zur PSMA-Therapie

  1. #1
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    Kritische Stimmen zur PSMA-Therapie

    In einem heutigen Artikel auf „Spiegel Online“ wird kritisch über den Einsatz der PSMA-Therapie berichtet.

    http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...a-1244065.html

    Kennt ihr noch andere Veröffentlichungen die sich kritisch damit auseinandersetzen?

    Grüße

    Lothar

  2. #2
    Rudi61 Gast
    Unverantwortlicher Bericht des Spiegels!

    Die Überschrift müsste heißen: Das Geschäft des Spiegels mit der Sensation.

    Der Autor hätte sich vielleicht erkundigen sollen wie hoch die Lebenserwartung bei Knochenmetastasen ist.
    Wenn dann bei einem Drittel der Patienten die Therapie wirkt, bei einem Drittel ändert sich nichts und bei einem weiteren Drittel der Patienten wächst der Krebs weiter; ist das besser als das Sterben.
    Zweifelhaft ist nur die Berichterstattung des Spiegels.

    Hoffe jemand verklagt den Spiegel für dieses Machwerk.


    Rudolf

  3. #3
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    Sie brauchen für diesen Artikel momentan nicht verklagt werden. Sie haben viel Ärger in der nächsten Zeit. Wieder ist einer erwischt worden der sich Artikel aus dem Fingern gezogen hat. Er bekam sogar Auszeichnungen dafür bis bemerkt wurde das alles getürkt war.

  4. #4
    Tomilein Gast
    Wer im Rahmen einer Studie sich auf eine nicht zugelassene Therapie einlässt sollte eigentlich über die Risiken Bescheid wissen. Dazu braucht es keinen Aufmacher bei Spiegel.

    Novartis hat erst die Rechte an Lu 177 gekauft. Die Zulassung wird noch eine Weile Zeit in Anspruch nehmen.

    Thomas

  5. #5
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    Hallo Lothar,
    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    In einem heutigen Artikel auf „Spiegel Online“ wird kritisch über den Einsatz der PSMA-Therapie berichtet.
    es wird nicht kritisch über die Therapie berichtet, sondern über ihren bedenkenlosen Einsatz, insbesondere durch einen Arzt an der Uniklinik Ffm. Im Text steht dies:
    Für Prostatakrebs ist die Leitlinie mit dem höchsten Empfehlungsgrad S3 eindeutig: Lutetium-PSMA soll nur angeboten werden "nach Ausschöpfen der empfohlenen Therapieoptionen" - also nach Antihormontherapie und Chemo - sowie auf Empfehlung der Tumorkonferenz, in der Ärzte mehrerer Fachrichtungen über die beste Behandlung beraten.
    und das ist korrekt. Die Lutetium-Therapie ist die letzte Option, wenn alles Andere ausgeschöpft ist.

    Ralf

  6. #6
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    Auf jeden Fall könnte der Artikel von Claas Relotius geschrieben worden sein!
    R.

  7. #7
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    Der Spiegelartikel hat im Forum sehr schnell eine Reihe von unterschiedlichen und differenzierten Kommentaren ausgelöst.

    http://www.spiegel.de/forum/gesundhe...-842619-5.html

    Meiner Meinung nach verunsichert der Artikel mehr, als er über diese fortschrittliche und wichtige neue Behandlungsmethode beim fortgeschrittenen Prostatakrebs informiert.

    Lothar

  8. #8
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    Ich war lange mit einem Forumteilnehmer per Email in Kontakt, der sich von Dr. Bergter behandeln ließ. Er kam mit Knochen- und Lymphknotenmetastasen sowie einem PSA Wert über Hundert zum Arzt und entschied sich dann statt Operation zu einer Behandlung bei Dr. Bergter. Als nach zwei Zyklen nur noch Tumor in der Prostata sichtbar war, hat er eine NanoKnife Operation gemacht. Dr. Bergter hat ihn bekniet nur auf die PSMA Therapie zu setzen. Als dann Resistenz gegen ADT eintrat und die Metastasen zurückkehrten, hat dies auch gemacht.

    Kuriert hat ihn Dr. Bergter nicht, ich denke aber es wurde eine Verzögerung des Tumors erreicht. Zuletzt schrieb er mir, dass es ihm gar nicht gut ginge.

    So weit ich sagen kann, war oder ist Dr. Bergter wirklich überzeugt mit der PSMA Therapie ein Wundermittel gegen Prostatakrebs gefunden zu haben. Ich denke nicht, dass er aus Geldschneiderei handelte, wie ihm der Spiegel unterstellt. Er meint auch, dass ADT den Behandlungserfolg einer PSMA Therapie reduzieren würde und rät davon ab, diese begleitend zur PSMA Therapie einzusetzen. Das konnte ich nie nachvollziehen.

    Herr Dr. Bergter musste die Klinik in Frankfurt verlassen und diese lehnte anschließend weitere Prostatakrebsbehandlungen mit PSMA ab. Der von mir erwähnte Patient war darüber sehr wütend und konnte schließlich doch einen weiteren Zyklus in Frankfurt durchsetzen.

    Dr. Bergter hat dieses Jahr in Bad Pyrmont eine eigene Klinik gegründet. Ob er dort schon Patienten behandeln kann ist mir nicht bekannt.

    Der Spiegel meint ja offenbar, man dürfe nur entsprechend der Leitlinie behandeln, alles andere sei verkehrt. Die meisten Ärzte, die die PSMA Therapie anwenden, gehen davon aus, dass diese schrittweise in früheren Stadien als heute eingesetzt werden wird. Aber eine kurative Therapie wird es wohl nie sein. Es ist eine weitere, sehr vielversprechende Möglichkeit, den Prostatakrebs mit einer Bestrahlung zu bekämpfen.
    Sie wird auch vielfach ohne vorherige Chemotherapie eingesetzt, da die meisten Ärzte erwarten, dass sie besser wirkt und mit weniger Nebenwirkungen verbunden ist als eine Chemotherapie. Ein Onkologe in einer Tumorkonferenz wird das sicher anders sehen und den Spiegel entsprechend "briefen".

    Georg

  9. #9
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    Lothar,
    Meiner Meinung nach verunsichert der Artikel mehr, als er über diese fortschrittliche und wichtige neue Behandlungsmethode beim fortgeschrittenen Prostatakrebs informiert.
    Das trifft den Nagel auf den Kopf. Leider gibt es auch noch Kommentare dazu, die von Mangel an Information zeugen.

    Ralf,
    sondern über ihren bedenkenlosen Einsatz, insbesondere durch einen Arzt an der Uniklinik Ffm.
    Dir muss ich hier doch deutlich widersprechen. Der Einsatz ist nicht bedenkenlos. Gut, ich war nicht in FfM, aber ich habe diese Therapie angefragt und wie ich hier auch schon gelesen habe, wurde sie anderen Betroffenen eben nicht angeboten. Dass sie nach den Leitlinien erst kurz vor dem Ende angeboten werden soll, halte ich persönlich für einen Witz. Bis jetzt habe ich noch niemanden gefunden, der mir schlüssig erklären kann, warum ich zunächst Therapien mit zum Teil heftigen Nebenwirkungen über mich ergehen lassen soll, von denen man auch schon von vornherein weiß, dass sie nicht kurativ sind.

    Arnold

  10. #10
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    Wesentlich informativer als dieser Spiegelartikel ist „unserer“ Thread zu diesem Thema und natürlich die damaligen Beiträge von Konrad:

    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...egen-PCa/page9

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