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Thema: Radikale Prostatektomie verlängert Überlebenszeit um 2,9 Jahre

  1. #1
    Rudi61 Gast

    Radikale Prostatektomie verlängert Überlebenszeit um 2,9 Jahre

    Bericht im https://www.aerzteblatt.de

    Lokalisiertes Prostatakarzinom: Radikale Prostatektomie verlängert Überlebenszeit um 2,9 Jahre


    https://www.aerzteblatt.de/nachricht...t-um-2-9-Jahre

  2. #2
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    ...für diejenigen, die kein (de facto) PSA-Screening gemacht haben. Wenn das PCa früher erkannt wird, gilt - Zitat: "Das PSA-Screening verlängert die „Lead Time“, bis die Tumoren symptomatisch werden. Die Vorteile einer Operation machen sich dann vermutlich erst wesentlich später bemerkbar." Insoweit ist die Überschrift etwas gewagt. Und es ist zu bedenken: "Die durchschnittliche Lebenserwartung wurde durch die Operation um 2,9 Jahre verlängert. Für diesen Gewinn müssen die Männer allerdings über durchschnittlich 23 Jahre die negativen Folgen einer Operation ertragen."
    Weiterhin wird gemäß Leitlinie operiert, operiert, operiert, dass das Messer (bzw. der Roboter) qualmt.

  3. #3
    Rudi61 Gast
    Hab es auch nicht Kommentiert (Die Überschrift hätte ich allerdings verkleinern sollen, hab ich einfach reinkopiert)

    Finde jeder sollte möglichst viel Informationen erhalten - um seine eigene Entscheidung gemäß seines eigenen Krankheitsverlauf mit seinen Arzt (am besten mit einer 2 Meinung eines Onkologischen Spitzenzentrums https://www.krebshilfe.de/fileadmin/Downloads/PDFs/CCC/Ansicht_RZ_CCC_Flyer_Allgemein_221116_FINAL.pdf) zu treffen.

  4. #4
    SeppS58 Gast
    Sorry, aber in dieser Studie werden wieder mal Äpfel mit Birnen verglichen, bzw. Bestrahlung, ADT, ... einfach unterm Tisch fallen lassen.

    Was wurden den verglichen? OP vs. nichts tun?

    Dabei ist doch heute bekannt, dass die Bestrahlung mit der OP mithalten kann, bei wesentlich weniger Nebenwirkungen!

    Und wie soll ein Betroffener selbst entscheiden? Da wird ihm die Diagnose "Krebs" an den Kopf geknallt und auch gleich empfolen, per OP das wieder zu "reparieren". Einfach weil man das so macht.

    Ein Neu-Betroffener ist doch gar nicht fähig, das Ganze zu überblicken. Der will nur schnell wieder zur Tagesordnung übergehen. Dass er dann nach der OP mit Inkontinenz und impotent aufwacht und sich dann erst krank fühlt, das sagt ihm keiner! Und mit solchen Studien beruhigt man dann das Leitlinien S3 Gewissen!

  5. #5
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    Hallo Sepp,

    da bin ich ganz Deiner Meinung und möchte auch noch auf einen Artikel von hartmuth hinweisen:

    Die Kategorisierung „lokal begrenzter Tumor“ beschreibt möglicherweise richtig die Ausdehnung
    des Haupttumors. Die Suggestion jedoch, als sei damit die Krankheit selbst begrenzt,
    halte ich für fatal. Wenn bei 30% der Patienten nach einer RPE der Krebs innerhalb von zehn
    Jahren wieder auftritt, hat nicht die Therapie versagt. Sie erledigte, was chirurgisch getan
    werden konnte. Nein, es hat die Diagnose und damit die Prognose versagt. Letztlich hat auch
    das Immunsystem versagt, weil es ihm nicht gelungen ist, die im Blut zirkulierenden Tumorzellen
    (CTCs) abzufangen und zu eliminieren, so dass sie sich schließlich in den Lymphknoten
    oder im Knochenmark festsetzen konnten.
    hartmuth ist ein Benutzer des "Gemeinsamen Diskussionsforums zum Prostatakrebs vonBPS und KISP" (http://forum.prostatakrebs-bps.de/index.php) und verfasste dort diesen
    Artikel.

    Arnold

  6. #6
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    Ich bin da irdendwie Überfordert. Was sagen die 2,9 Jahre überhaupt aus. Hier im Forum sind doch viele die schon länger nach der OP immer noch schreiben. Sind das alles Ausnahmen ?

  7. #7
    Rudi61 Gast
    Für alle die den Artikel vielleicht nicht so gründlich gelesen haben

    Zitat aus dem Deutsches Ärzteblatt.de
    "Damit steht fest, dass die frühzeitige Prostatektomie Patienten vor einem Tod am Prostatakrebs schützen kann. Die durchschnittliche Lebenserwartung wurde durch die Operation um 2,9 Jahre verlängert. Für diesen Gewinn müssen die Männer allerdings über durchschnittlich 23 Jahre die negativen Folgen einer Operation ertragen."

    Meine Meinung
    Eine OP kann manchmal die Heilung bringen; eine OP kann aber auch Impotenz, Inkontinenz, andere gesundheitliche Probleme und keine Heilung bringen.

    Hier sollte sich jeder vorher gründlich Informieren (deshalb lesen wir hier alle mit) um mit seine Arzt gemeinsam eine Entscheidung (OP ja / nein oder eine andere Therapie oder Abwarten und Beobachten) treffen zu können. Hier spielen verschiedene Faktoren wie unter anderen Gleason Score, Metastasierung, PSA-Wert, Alter und Allgemeine Gesundheit, "Persönliche Einstellung zum Leben" eine große Rolle.

    Eine pauschale Empfehlung für eine OP oder gegen eine OP halte ich persönlich für äußerst Fragwürdig.

    Rudolf

    PS. Angst ist ein schlechter Ratgeber

  8. #8
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    Was ist so besonders an den Nebenwirkungen. Ich war zwar 2 Jahre Inkontunent aber auch da kann was gemacht werden. Auch mit Inpotenz kann man hervorragend Leben und das Leben sogar genießen.
    Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und noch viele neuen Jahre. Und alles nicht so negativ sehen.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
    Was ist so besonders an den Nebenwirkungen. Ich war zwar 2 Jahre Inkontunent aber auch da kann was gemacht werden. Auch mit Inpotenz kann man hervorragend Leben und das Leben sogar genießen.
    Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und noch viele neuen Jahre. Und alles nicht so negativ sehen.
    Das sehe ich auch so Michi1, ich hatte im April 2018 meine OP, hatte nie eine Inkontinenz, kann zwar momentan keine Erektion bekommen, bin aber Orgasmus fähig. Der Psa ist 0.02, was will Mann mehr.....
    Frohe Weihnachten Euch allen!

  10. #10
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    Hallo,
    ich kann zwar nicht direkt mitreden da ich nicht operiert, sondern als Ersttherapie bestrahlt wurde mit zur Zeit noch andauernder 3Jähriger Hormontherapie. Aber ich kann mich noch gut an den Tag erinnern als mir die Diagnose an den Kopf geworfen wurde, man steht ja komplett neben sich und ist nicht fähig irgend etwas zu entscheiden. Auch ich bin impotent gworden, die Harninkontinenz blieb mir bisher zwar erspart, allerdings sieht es so aus als steuere ich jetzt auf eine Stuhinkontinenz zu, was ich momentan als extrem belastent empfinde. Ich weiss nicht ob ich mich noch einmal so entscheiden würde, nachdem ich jetzt die Nebenwirkungen kennengelernt habe, mir hat man bei der Diagnose noch zusätzlich Angst gemacht indem man mir von verschiedenen Ärzten ohne dass ich danach gefragt hätte einmal ohne Behandlung 3Jahre und einmal 2-3Jahre Restlebenszeit genannt. Bei solchen Prognosen vor Augen trifft man keine wohlüberlegten Entscheidungen ich denke auch dass nicht jeder mit seinem Krebs unbehandelt 20 Jahre ohne entsprechende Einschränkungen leben könnte. Was also soll man von einer solchen Aussage halten, ich glaube nicht, dass ich noch 20 Jahre ohne jegliche Beschwerden hätte Leben können, ich bin ja schon froh, wenn ich erstmal 5 Jahre ohne Rezidiv überstehe und wenn die Hormonbehandlung abgesetzt wird, wird sich zeigen was mein Psa macht. Ich denke Aussagen wie RPE verlägert das Überleben um ca.2,9 Jahre verunsichert man Betroffene nur unnötig und macht ihnen die Entscheidung für eine Therapie nur unnötig schwer. ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein gesundes, neues Jahr 2019
    Hartmut

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