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Thema: Wie weiter...

  1. #111
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    Hallo Esthii,

    es ist gut, dass Dein Vater jetzt stationär behandelt wird. Nicht zuletzt deshalb, da Deine Mutter und Du und Deine Schwester dringend Erholung brauchen.

    Der Vorteil der stationären Schmerztherapie, im Krankenhaus oder Hospiz, liegt darin, dass man dort die Medimentkation besser einstellen und überwachen kann.
    Auch Xtandi lässt sich dort besser einstellen. Auch können die Nebenwirkungen und Wirkungen besser überwacht werden.

    Alles Gute für Deinen Vater!

    Liebe Grüße

    Lothar

  2. #112
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    Hoi Esther,

    Natürlich ist es richtig, dass Du die Ansicht des Onkologen unterstützt und Deinen Vater ein bisschen überreden konntest, bei der stationären Schmerztherapie mitzumachen. Es soll ja auch keine Zwangsmassnahme sein, er wird es sicherlich schätzen, wenn es zu einer deutlichen Schmerzlinderung kommt, was auch zu erwarten ist.

    Nebst Tabletten oder Schmerzpflaster, gab es bei meinem Vater auch Infusionen, wo er selber bestimmen konnte, wann er wieder einige Tropfen einer Morphinlösung nehmen will.
    Mit der Einnahme von Xtandi kann es nur dadurch schon zu einer Schmerzreduzierung kommen.

    Alles Gute Euch.

    Liebe Grüsse

    Tritus

  3. #113
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    Stationaer...

    Hallo allerseits,
    Mein Vater ist also stationaer auf der palliative care Station mit
    dem Ziel soweit als moeglich die Schmerzen in den Griff zu kriegen.
    Dies seit Dienstag. Unterzwischen ist viel passiert. Mein Vater hat schon 2
    Bluttransfusionen hinter sich eine dritte wird morgen folgen wenn es nicht
    besser aussieht, er hatte seit erneut stationaer kolabriert ein MRI
    erhalten plus CT. Erkenntnis grosse Knochenmetastase am Hinterkopf welche
    auf Nerven drueckt....wird ab morgen bestrahlt. Insgesammt 10 Bestrahlungen
    sind angedenkt. Sein Blutdruck schwankt von super hoch zu super tief, seine Blutzucketwerte
    waren heute bei 10, normal waere wohl 5.
    Das CT zeigte dass der Tumorload gewaltig sei man spricht von einem
    richtigen Sturm.
    Die Schmerzmittel wurden heute in der Dosis Verdoppelt zudem kriegt er Antileptika, was fuer den
    Blutdruck, Cortison und was zum schlafen. Die Liste ist lang.
    Es ist alles schwierig und schwer zu ertragen. Aber wir muessen positiv bleiben.
    Lg Esther

    PS Xandti wurde von der Kasse bewilligt ob man damit starten kann enscheidet der
    Zustand meines Vaters.



    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    Hoi Esther,

    Natürlich ist es richtig, dass Du die Ansicht des Onkologen unterstützt und Deinen Vater ein bisschen überreden konntest, bei der stationären Schmerztherapie mitzumachen. Es soll ja auch keine Zwangsmassnahme sein, er wird es sicherlich schätzen, wenn es zu einer deutlichen Schmerzlinderung kommt, was auch zu erwarten ist.

    Nebst Tabletten oder Schmerzpflaster, gab es bei meinem Vater auch Infusionen, wo er selber bestimmen konnte, wann er wieder einige Tropfen einer Morphinlösung nehmen will.
    Mit der Einnahme von Xtandi kann es nur dadurch schon zu einer Schmerzreduzierung kommen.

    Alles Gute Euch.

    Liebe Grüsse

    Tritus

  4. #114
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    Hallo Esther,

    Habe grosses Verständnis für Deine Situation und Dein Leiden, was fast greifbar ist aus Deinem Schreiben. Es ist gut, dass Dein Vater jetzt stationär ist. Alles andere wäre für Dich, Deine Mutter und Deine Schwester nicht zumutbar. Es hilft, wenn man weiss, dass er jetzt hoffentlich doch angemessen betreut wird. Positiv bleiben hat halt auch seine Grenzen.
    Was will Dein Vater noch? Weiter kämpfen, oder doch mal loslassen. Du musst das nicht hier im Forum schreiben.

    Der Unterschied zwischen Deinem und meinem Vater ist mal das Alter. Mein Vater war 94-jährig und hatte sich längst mit dem Unabwendlichen abgefunden.
    Das muss bei Deinem Vater noch nicht soweit sein. Auch davon hängt ab, ob das Xtandi noch zum Einsatz kommen soll. Es bietet keine Heilung an, bestenfalls ein paar Monate Aufschub.

    Wünsche Dir viel Kraft und hoffe, Du kannst ab und zu auch etwas Abstand von dieser Geschichte gewinnen. Es geht auch um Dein Leben, das nicht aus dem Gleichgewicht kommen soll. Ich weiss allerdings auch, dass es sehr schwierig ist, sich abgrenzen zu können.

    Alles Gute Euch

    Tritus

  5. #115
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    Hallo Esther,

    es ist schwer, jetzt meine Gefühle für euch in Worte zu fassen.
    Ich war mit meinen Eltern und Schwiegereltern auch in dieser schwierigen Situation.
    Meine geliebte Schwiegermutter habe ich zuletzt sehr schmerzhaft im August 2018 verloren.
    Stationär können die Ärzte die Schmerzen Deines Vaters jetzt gut behandeln.
    Dein Vater soll und wird nicht leiden. Das ist jetzt wichtig.
    Letztlich ist es seine Entscheidung noch eine Chemotherapie und Bestrahlungen durchzuführen.
    Vielleicht hilft es ihm und euch alles menschenmögliche getan zu haben.

    Ihr, Du, Deine Mutter und Deine Schwester habt euch so sehr für ihn eingesetzt, gekämpft, ihn begleitet und ihm so viel Liebe gegeben.
    Loslassen ist sehr schwer!
    Wie Tritus, wünsche ich euch vor allem viel Kraft.
    Ich denke sehr an euch.

    Ganz liebe Grüße

    Lothar

  6. #116
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    Guten Abend Ihr Lieben,
    Wollte nich mal wieder melden. Wir sind immer noch auf dem Weg...
    Mein Vater kam vor ca. 2 1/2 Wochen von der Palliative Care Station (Schmerztherapie) nach Hause.
    Das ging leider trotz Unterstuetzung eines Onkologischen Sozialdienstes 2 x die Woche nicht lange gut.
    Die Schmerzen nahmen wieder zu und es war als letztes noch
    eine Bluttransfusion zu Hause vorgesehen auf Grund der schlechten Werte.
    Dazu kam es nicht mehr. Mein Vater brach in der Toilette zusammen und wurde mit
    starken Schmerzen mit der Ambulanz wieder ins Spital gebracht. Diesmal auf die
    Chirurgie mit Oberschenkelknochenbruch. Auf Grund der schlechten Blutwerte wurde 2 Tage darauf operiert.
    Nach der OP ging es ihm erstaundlich gut und wir waren alle sehr erstaunt aber gluecklich.
    Spaeter am Tag dann aber hatte er Blutungen im Magen die zwar stabilisiert werden konnten aber
    seit da geht es ihm sehr schlecht. Hat nun noch eine Lungenentzuendung etc etc etc
    Es bleibt ihm nichts erspart. Er leidet sehr.
    Ich wuerde Euch viel lieber positiveres berichten aber leider
    ist das nicht unser Fall. Ich weiss nicht was ich hoffen soll. Ich wuenschte sein Leiden haette endlich ein Ende,
    wie auch immer.
    Danke fuers zuhoeren.
    Lg Esther

  7. #117
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    Liebe Esthii,

    Dein lieber tapferer Vater und euere bewundernswerte Familie hat schon sehr viel mitgemacht und ihr geht weiter gemeinsam diesen schmerzhaften Weg, bis zur Erlösung Deines Vaters.
    Schmerzfreiheit ist jetzt wichtig.
    Ich habe schon Eltern und Schwiegereltern verloren.
    Der Tod meiner Mutter und meiner Schwiegermutter (nach 14 Jahren Pflege bei uns zuhause) hatte mich tief getroffen.
    Dennoch sind sie in Frieden von uns gegangen und wir haben sie alle begleitet.
    Dein Vater spürt Deine und Euere Liebe und das ist entscheidend.
    Liebe traurige Grüße ...

    Lothar

  8. #118
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    Liebe Esther,

    ich weiß, was du jetzt durchmachst, der Kopf kommt nicht mehr zum Denken, man funktioniert nur noch.

    Ich habe meine über alles geliebten Eltern innerhalb von 15 Monaten verloren, Ende 2012 meinen Papa an Prostatakrebs, Anfang 2014 meine Mama an Bauchspeicheldrüsenkrebs, beide wurden sehr plötzlich aus einem aktiven, sportlichen Leben (wandern, radfahren und schwimmen) gerissen.

    Ich habe die letzten 3 Nächte meines Vaters in seinem Krankenhauszimmer in der Urologie im Nachbarbett verbracht und seine Hand gehalten, als er nachts um 3 Uhr seinen letzten Atemzug tat. Dieser Moment ist in meinem Gehirn einzementiert...... die Dimension, die ein solches Erlebnis hat, ist mit nichts Anderem zu vergleichen.

    Ich kann dir nur den Rat geben, deinen Vater UNBEDINGT auf eine Palliativstation verlegen zu lassen.....meine Mama hatte dieses "Glück".....das eigens dafür ausgebildete Personal tut wirklich alles, um die letzte Phase so angenehm wie möglich zu gestalten mit Massage, Musik, Duftkerzen, warmer Beleuchtung.......
    Während z.B. mein Papa, (ehemals Studiendirektor an der Berufschule), mit „Knechtchen“ angeredet wurde, hatte die Würde auf der Palliativstation meiner Mama oberste Priorität.
    Mein Vater musste starke Schmerzen ertragen, weil die palliativ nicht ausgebildete Wochenend-Notarztbesetzung an der Urologie der Uniklinik Probleme hatte mit der Höherdosierung der Schmerzmittel. Auf der Palliativstation meiner Mama, wo das Personal immer sofort zur Stelle war, wenn es gebraucht wurde, wurde dagegen immer auf absolute Schmerzfreiheit und entspannte Atmung geachtet, sobald meine Mama unruhig wurde, selbst bei kleinsten Bewegungen, wurde sofort dagegen gesteuert, nicht nur mit Schmerzmitteln, sondern auch mit sanfter Ölmassage und anderen alternativen, aber wirksamen Mitteln.
    Das konnte das chronisch überarbeitete Personal in der Urologie noch nicht im Ansatz leisten.

    Ich wünsche dir viel Kraft und deinem Vater eine friedliche Restzeit
    Alles Gute
    Christel

  9. #119
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    Lieber Lothar
    Danke fuer Deine Worte. Gestern waren wir den ganzen Tag
    bei ihm. Er hat lange sehr friedlich geschlafen und bekam
    spaeter noch 2 Bluttransfusionen. Alles in allem ein viel
    besseres Bild als was wir Donnerstag und Freitag gesehen haben.
    Das war schwer zu ertragen er war so unruhig und sehr leidend.
    Es gibt als auch jetzt noch ups und nich nur downs.
    Liebe Gruesse Esther



    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Liebe Esthii,

    Dein lieber tapferer Vater und euere bewundernswerte Familie hat schon sehr viel mitgemacht und ihr geht weiter gemeinsam diesen schmerzhaften Weg, bis zur Erlösung Deines Vaters.
    Schmerzfreiheit ist jetzt wichtig.
    Ich habe schon Eltern und Schwiegereltern verloren.
    Der Tod meiner Mutter und meiner Schwiegermutter (nach 14 Jahren Pflege bei uns zuhause) hatte mich tief getroffen.
    Dennoch sind sie in Frieden von uns gegangen und wir haben sie alle begleitet.
    Dein Vater spürt Deine und Euere Liebe und das ist entscheidend.
    Liebe traurige Grüße ...

    Lothar

  10. #120
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    Liebe Espera
    Vielen Dank fuer Deine message. Ich kann mir
    vorstellen wie schwer es fuer Dich gewesen sein muss
    in so kurzer Zeit gleich beide Elternteile zu verlieren.
    Fuer mich gerade unvorstellbar. Es tut mir sehr leid.
    Gestern war die Situation etwas besser er hat viel und
    ruhig geschlafen. Die zwei vorherigen Tage waren
    irgendwie elend. Uebrigens haben wir gestern gebeten
    ihn wieder auf die Palliative Care Station zu verlegen.
    Es wird noch gewartet bis von chirurgischer Seite her
    alles gut ist dann sollte er morgen verlegt werden.
    Dir betreuung dort ist doch einiges intensiver auch
    wenn sich selbst auf der momentanen Station alle
    wahnsinnig Muehe geben. Sie haben gestern selber gesagt
    das waere eben nicht ganz ihr Gebiet. Danke fuer
    Deinen Anstoss.
    Viele liebe Gruesse Esther


    Zitat Zitat von Espera Beitrag anzeigen
    Liebe Esther,

    ich weiß, was du jetzt durchmachst, der Kopf kommt nicht mehr zum Denken, man funktioniert nur noch.

    Ich habe meine über alles geliebten Eltern innerhalb von 15 Monaten verloren, Ende 2012 meinen Papa an Prostatakrebs, Anfang 2014 meine Mama an Bauchspeicheldrüsenkrebs, beide wurden sehr plötzlich aus einem aktiven, sportlichen Leben (wandern, radfahren und schwimmen) gerissen.

    Ich habe die letzten 3 Nächte meines Vaters in seinem Krankenhauszimmer in der Urologie im Nachbarbett verbracht und seine Hand gehalten, als er nachts um 3 Uhr seinen letzten Atemzug tat. Dieser Moment ist in meinem Gehirn einzementiert...... die Dimension, die ein solches Erlebnis hat, ist mit nichts Anderem zu vergleichen.

    Ich kann dir nur den Rat geben, deinen Vater UNBEDINGT auf eine Palliativstation verlegen zu lassen.....meine Mama hatte dieses "Glück".....das eigens dafür ausgebildete Personal tut wirklich alles, um die letzte Phase so angenehm wie möglich zu gestalten mit Massage, Musik, Duftkerzen, warmer Beleuchtung.......
    Während z.B. mein Papa, (ehemals Studiendirektor an der Berufschule), mit „Knechtchen“ angeredet wurde, hatte die Würde auf der Palliativstation meiner Mama oberste Priorität.
    Mein Vater musste starke Schmerzen ertragen, weil die palliativ nicht ausgebildete Wochenend-Notarztbesetzung an der Urologie der Uniklinik Probleme hatte mit der Höherdosierung der Schmerzmittel. Auf der Palliativstation meiner Mama, wo das Personal immer sofort zur Stelle war, wenn es gebraucht wurde, wurde dagegen immer auf absolute Schmerzfreiheit und entspannte Atmung geachtet, sobald meine Mama unruhig wurde, selbst bei kleinsten Bewegungen, wurde sofort dagegen gesteuert, nicht nur mit Schmerzmitteln, sondern auch mit sanfter Ölmassage und anderen alternativen, aber wirksamen Mitteln.
    Das konnte das chronisch überarbeitete Personal in der Urologie noch nicht im Ansatz leisten.

    Ich wünsche dir viel Kraft und deinem Vater eine friedliche Restzeit
    Alles Gute
    Christel

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