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Thema: Welche Fragen sollte man unbedingt stellen

  1. #11
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    Angesichts eines 7b von einer OP abzuraten halte ich persönlich für unverantwortlich.
    Lieber Sepp,

    ich hatte 2013 einen Glasson 7b.
    Ich bin froh, dank der User hier im Forum, dass ich mich operieren lassen habe.

    Nur wenn der Operateur die Prostata in der Hand hält, kann er diese zur Begutachtung weiter geben.
    Bei einer Bestrahlung wäre es ein "Griff" ins Dunkle

    Gruss
    hartmut

  2. #12
    SeppS58 Gast
    Hallo Hartmut,

    ich hatte 2009 auch einen 7b und wurde zur Operation gedrängt. Seitdem warne ich vor vorschnellen OPs.
    Aber ich möchte nochmals betonen, dass jeder PK individuell ist und warne daher vor solche einer Argumentation. Jeder hat ein Beispiel für pro und contra.
    Für mich war es aber eine Katastrophe mich - als gefühlt gesund - unters Messer zu legen und impotent und inkontinent aufzuwachen.
    Und heute sind die Bestrahlungen sicher noch besser geworden. Und Kapseldurchbrüche sind immer schlimm, mit genauer Gleason Bestimmung oder ohne.

    Aber der Fragesteller hier ist da noch ganz weit weg davon. Und alles, was ich wollte, ist, dass er es mit kühlem Kopf angeht und nichts übereilt.
    Die Zeit dafür sollte er haben.

  3. #13
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    Ja, lieber Sepp,
    ich versuche ja deine Argumentation zu verstehen.
    Ich glaube, ich verstehe sie auch.

    Für mich war es aber eine Katastrophe mich - als gefühlt gesund - unters Messer zu legen und impotent und inkontinent aufzuwachen.
    Ich war ja auch vorher "gesund". Zumindest fühlte ich mich so.
    Brigitte und ich hatten es vor der OP sehr genau überlegt, was kommen könnte.
    Inkontinent war ich nun nicht, aber meine 45 cm lange Wurzel war danach nur noch ein Schlappi.
    Damit kann man leben.
    Nicht meine Entscheidung, aber machbar . . .

    Unser User (Colombo) sollte sich vom Urologen beraten lassen, und fragen, wie lange die OP dauert, und welche Narkose er bekommt.
    Wichtig ist, was sie operieren wollen, bzw. wie der Operateur vorgeht.
    Wichtig ist auch die Frage an dem Chirurgen, wie oft er diese OP bereits gemacht hat.

    Bei mir war es so:
    Mein Urologe, der die OP durchführte, sagte zu mir, er entfernt erst den Krebs, danach versucht er die Kontinenz zu erhalten, und danach, wenn alles gut ist, würde er mir auch den Sex gestatten .
    Soll heissen: Meine Wurzel kommt an letzter Stelle.

    Lieber Sepp, ich hoffe, dass ich auch 13 Jahre überlebe, so wie du.
    Ich bin im 6.Jahr, in einer einigermaßen guten Lebensqualität.
    Noch . . . . . .

    Gruss
    hartmut

  4. #14
    SeppS58 Gast
    Schmunzel
    Du hattest 45 - ich erinnere mich bei mir an 54 ;-)
    Aber das war mal. Und Erinnerungen können auch täuschen. Aber schön war es schon...

  5. #15
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    Zitat Zitat von SeppS58 Beitrag anzeigen
    Aber schön war es schon...
    . . . jou

  6. #16
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    Hallo Colombo.

    Ich bin "nur" die Tochter eines Betroffenen. Aber ich habe mich auch viel belesen, um ihm bei Seite stehen zu können.

    Wie ich gelesen habe, hast du dich in der Martini Klinik informiert? Dort wurde mein Papa im Oktober operiert bei Dr. Maurer (er ist da wohl der "Lymphknotenspezialist",
    -einfach gesagt- wie wir später erfuhren) Bei ihm fand auch das Vorgespräch statt. Mein Papa hatte einen sehr kühlen Kopf bewahrt und dem Operateur vetraut. Ihm plagten Gedanken hinsichtlich Kontinenz und der sportlichen Aussichten danach. Der Operateur erklärte ihm, dass er aufgrund seiner körperlichen Statur und seines allgemeinen Zustandes nicht von Beeinträchtigungen ausgeht und hat ihm viele Ängste nehmen können.
    Man fühlte sich dort auch gut aufgehoben und die Operation verlief sehr gut! Auch wenn mehr Lymphknoten entnommen wurden als normal (es sahen einige verändert aus, was aber Gott sei dank nur eine Entzündung war). Heute geht es ihm schon so viel besser und die Kontinenz hat schon mal schnell wieder funktioniert. Er zählt die Tage bis zum Wiedereinstieg in den Radsport. Und er hat die AHB in St. Peter genutzt. Der nächste PSA ist im Februar... Ich hoffe er steigt nie wieder! Ich wünsche dir, dass du den richtigen Weg für dich findest.

  7. #17
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    Halle Colombo,

    bei einem PSA-Wert von 8,6 und einem Gleason von 7b solltest Du Dich zeitnah operieren lassen.
    Ich hatte vor der OP einen PSA-Wert von 6,3 und einen Gleason vor und nach der OP von 7a und trotzdem letztlich einen Randbefall der nach 6 Jahren bestrahlt werden musste (Prostatalogenbestrahlung).

    Alles Gute

    Lothar

  8. #18
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    Na denn:

    ich hatte 7b bei PSA 39 und bin nicht operiert worden, bin nach etwas über 2 Jahren stabil bei 0,8 und ohne Verlust von Kontinenz und Potenz!

    Und ich schließe mich Sepp58 an!

    Lg
    Harald (welche Behandlung ich hatte ist nachzulesen, wiederhole ich hier garantiert nicht mehr -nachdem die Op die bessere Lösung ist, Sarkasmus aus)
    Flüstermann alias Harald (nomen est omen)
    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=733&page=graphic

  9. #19
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    Zitat Zitat von flüstermann Beitrag anzeigen
    Na denn:

    ich hatte 7b bei PSA 39 und bin nicht operiert worden, bin nach etwas über 2 Jahren stabil bei 0,8 und ohne Verlust von Kontinenz und Potenz!

    Und ich schließe mich Sepp58 an!

    Lg
    Harald (welche Behandlung ich hatte ist nachzulesen, wiederhole ich hier garantiert nicht mehr -nachdem die Op die bessere Lösung ist, Sarkasmus aus)
    Egal welche Art der Behandlung (OP, Bestrahlung egal welche), ich denke es ist Konsens, dass man bei den Ausgangswerten nicht untätig bleiben kann. Selbst eventuell ausgeweitete Kriterien für eine AS sind hier ja nicht erfüllt. Meines Erachtensgeht es ohne "harte" Behandlung hier nicht. Ich kenne genügend Mitstreiter, die einen hohen AusgangsPSA und eine weit fortgeschrittene Erkrankung nicht bemerkt haben, das scheint die Krux beim PCa zu sein.
    Ich persönlich würde mich zeitnah (bestenfalls sofort) informieren, mich beraten lassen (Prostatazentrum, Urologe) und dann zügig eine Entscheidung treffen (ob Stahl oder Strahl!).
    Folgende Fragen waren für mich wichtig:
    Rezidivrisiko, wie kann ein Rezidiv behandelt werden, Inkontinenz, Impotenz und Möglichkeiten, diese Risiken zu minimieren bzw. zu bekämpfen (zB Medikamente gegen Impotenz, was tun bei Inkontinenz, was trotz meiner damals 41 Jahren sicherlich die schlimmere Nebenwirkung gewesen wäre).

    Gruß Achim (der glücklicherweise keine Einschränkungen hat trotz OP und SRT)

  10. #20
    Rudi61 Gast
    Nachdem viele pauschal ungefragt Ihre Meinung für OP oder gegen eine OP abgegeben haben. (Das ist immer noch Sache eines ausgebildeten Facharztes !!!!! Den auch alle für eine Therapie-Entscheidung nötigen erforderlichen Arztberichte, Laborwerte, Vorerkrankungen, Bildgebungen usw. vorliegen)


    Hallo Colombo,

    bei Deiner Therapie-Entscheidung bist Du in der St. Martini Klinik in Hamburg in den allerbesten Händen!


    Vertraue vor allen Deinen Arzt! (Hier Antworten Dir nur medizinische Laien bedenke das!!!)


    Zurück zur eigentlichen Frage:

    Welche Fragen sollte man unbedingt stellen?



    Mache vor den Arztbesuch eine kurze Liste (keine seitenlangen Listen) Deiner wichtigen Fragen
    und nehm diese Liste zum Arztbesuch mit und lassen Dir alle diese Fragen vom Arzt beantworten

    Wichtige Unterlagen mitnehmen zum Arztbesuch
    Versichertenkarte, beim Facharztbesuch den Überweisungsschein des Hausarztes
    Arztbefunde, Laborbefunde, Krankenhausberichte, CT, MRT und PET/CT Bilder und die dazugehörigen Befundberichte (am besten alles in einen Ordner sortiert)

    Beschwerden und Symptome schon vorab formulieren und mit zum Arztgespräch nehmen
    Versuchen schon zu Hause vor dem Arzttermin, Deine Beschwerden möglichst klar, strukturiert, vollständig zusammenzufassen und aufzuschreiben.
    wo tut es genau weh ?
    seit wann ?

    Welche Vorerkrankungen hattest Du, welche OP´s und wann?

    Lasse Dich von einer Vertrauensperson zu wichtigen Arztterminen begleiten.


    Frag alles was Dir wichtig erscheint

    Mach Dir beim Arztgespräch Notizen
    z.B.:
    Diagnosemöglichkeiten?
    Tumorbord besprechen?
    Behandlungs- und Therapieoptionen? mögliche Nebenwirkungen?
    Wie geht es weiter?
    Nächster Termin?
    Was sind die nächsten Behandlungsschritte
    Risiko Inkontinenz?
    Risiko Impotenz?

    Heilungschancen !!!
    Rezidivrisiko?

    Fragen nach beim Arztgespräch, wenn Dir etwas nicht klar ist

    Frage, wie es weiter geht



    Sehr sinnvoll ist es sich von allen wichtigen Arztbriefen und Laborwerten eine Kopie zubesorgen. Das ist unentbehrlich für eine evtl. 2. Meinung, einen evtl. Arztwechsel oder nur um selber den Überblick über seine Erkrankung zu behalten
    Am besten man legt alles sauber geordnet (nach Erstdiagnose / Bildgebungen / Laborwerte / Therapien / Tumorkonferenzen / Gutachten ) in einen eigenen Ordner ab.
    Vielleicht scannt man alle wichtigen Dokumente noch zusätzlich als PDF-Datei ab und speichert alle Arztbriefe ect. in einen eigenen Ordner auf den eignen Computer ab.

    Ebenso ratsam ist es sich alle CD´s aller Bildgebungen (so weit möglich) aushändigen zu lassen
    Auch hier wären Sicherheitskopien aller CD´S empfehlenswert

    - Rudolf -


    Weiterhelfen mit einer qualifizierte Beratung kann Dir auch:


    Krebsinformationsdienst
    Telefon: 0800 / 420 30 40
    https://www.krebsinformationsdienst.de/kontakt.php

    Infonetz Krebs
    Telefon: 0800 / 80 70 88 77
    https://www.infonetz-krebs.de/

    Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) e. V.
    Telefon: 0800 / 70 80 123
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/

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