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Thema: Fasten und Krebs

  1. #1
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    Fasten und Krebs

    Es gibt neue Erkenntnisse zum Thema Fasten, auch in Bezug auf Krebs.

    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=78217

    und hier die Diskussion bei Scobel darüber: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=78283

    Prof. Michalsen hat neue Forschungsergebnisse für Fasten und Prostatakrebs in Aussicht gestellt, darf aber wohl vor der Veröffentlichung noch nicht drüber reden.


    Detlef

  2. #2
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    Hier scheiden sich die Geister.
    Es gibt auch Hinweise, dass beim Fasten Ketonkörper Tumorwachstum und Metastasenbildung beschleunigen.
    Krebszellen scheinen ihre Ernährung genauso wie "normale Zellen" umstellen zu können.

    Näheres z. B. in
    https://scilogs.spektrum.de/marlenes...enversprechen/


    Ich ernähre mich erst mal so wie bisher und warte auf die Studie von Prof. Michalsen.


    Franz

  3. #3
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    Ja, das wurde auch angesprochen, dass Fasten auch kontraproduktiv sein kann.
    Vorhin war die ganze Sendung Scobel noch nicht in der Mediathek verfügbar, jetzt ist sie es, unter diesem link: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=78304

    Eine ketogene Diät ist eigentlich kein Fasten, da sie meist mit hoher Fettaufnahme verbunden ist. Auch stark Übergewichtige sollten nicht fasten.
    Und kachektische Patienten sowieso nicht.
    Also warten wir lieber weitere Forschungsergebnisse ab.
    Dake für deinen link, Franz, sehr interessant!

    Detlef

  4. #4
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    Zum Thema Fasten und Krebs empfehle ich die Studien von Prof Seyfried und Prof Valter Longo. Prof Michalsen wurde durch die bahnbrechenden Forschungen dieser beiden Biochemiker inspiriert.
    Kontraproduktiv sind leider all die krankmachenden, aber modischen, ketogenen Diäten, welche Geld mit dem Abnehmen machen. Dagegen ist die ketogene Diät von Prof. Longo gesund, da fast vegan und praktisch proteinfrei. Dass proteinfreie, kaliumreiche Diäten den Krebs stoppen können, weiß man schon seit den 50ern (Gersson-Therapie)

  5. #5
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    Hallo alle zusammen...
    Interessante Diskussion!
    In den von Optimist erwähnten https://scilogs.spektrum.de/marlenes...enversprechen/ findet sich etwas versteckt auch ein Hinweis auf eine Arbeit am "Mausmodell".
    (Vgl. The Ketogenic Diet and Hyperbaric Oxygen Therapy Prolong Survival in Mice with Systemic Metastatic Cancer )
    Es ist also in auch dieser Hinsicht noch einiges mehr zu erwarten.
    Mit freundlichem Gruß
    Uli

  6. #6
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    Zitat Zitat von lion737 Beitrag anzeigen
    Dass proteinfreie, kaliumreiche Diäten den Krebs stoppen können, weiß man schon seit den 50ern (Gersson-Therapie)
    Diesen Satz kann ich so nicht unkommentiert stehen lassen.


    Der Körper benötigt Proteine, die aus den Aminosäuren bestehen. Von diesen 20 Aminosäuren kann der Körper acht nicht selbst herstellen. Diese acht, die essentiellen Aminosäuren müssen über die Nahrung aufgenommen werden.

    Wenn der Körper Eiweiß benötigt und es ihm nicht in ausreichender Menge zugeführt wird, baut er Muskulatur ab.
    Fett und Zucker können nicht in die benötigten Aminosäuren umgebaut werden.

    Kann sein, dass der Krebs bei proteinfreier Ernährung gebremst wird, aber wenn der Körper dabei immer schwächer wird und der Patient im Rollstuhl landet ....
    Und Aminosäuren benötigt der Körper für vieles, nicht nur für den Erhalt oder den Aufbau der Muskeln.
    Aminosäuren sind auch Bausteine der Speicherproteine, Strukturproteine, Transportproteine ...

    Eiweißarme Ernährung unter ärztlicher Beobachtung wird bei einigen Nierenerkrankungen praktiziert, um die Zeit bis zum Dialysebeginn hinauszuzögern.
    Aber auch bei dieser Diät werden ca. 0,6 g Eiweiß/kg Körpergewicht/Tag aufgenommen, etwas weniger als beim Normalbedarf der bei 0,8 g Eiweiß/kg Körpergewicht/Tag liegt, bei manchen Autoren auch etwas höher.

    Kontrolliert eiweißarm kann bei bestimmten Diäten hilfreich sein, eiweißfrei schädigt den Körper nach kurzer Zeit !

    Franz

  7. #7
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    Zu Prof. Longo habe ich einige aktuellere Interviews durchgesehen, klingt für mich alles ziemlich vernünftig.
    Hier im link geht es um kalorienreduzierte Ernährung und das etwas ernüchternde Ergebnis.

    https://ngp.usc.edu/usc-scientist-va...ealthier-life/


    Zitate:

    "Wir wissen seit langem, dass die Reduzierung von Kalorien ohne Unterernährung die gesunde Lebenserwartung in Tiermodellen verlängern kann."

    ...Tatsächlich ist der Krebs bei kalorienreduzierten Affen um etwa 50 Prozent reduziert, und auch die Herz-Kreislauf-Erkrankungen um etwa 50 Prozent. Wenn wir in der Lage wären, das beim Menschen zu tun, was wir bereits bei Affen zu tun wissen, wäre es revolutionär und würde den Bedarf an vielen Medikamenten beseitigen. Aber wir wissen auch, dass Kalorieneinschränkung schädlich sein kann - letztendlich haben die Affen nicht mehr viel länger gelebt, ..."

    und:
    "…. kann der Verzehr der richtigen Lebensmittel, idealerweise durch eine Ernährung, die reich an Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch, Nüssen und Vollkorn ist, den kostengünstigsten Weg zur Lösung vieler Probleme bieten und der Schlüssel zu einem längeren und gesünderen Leben sein ....

    … Es müssen nur die richtigen Lebensmittel in den richtigen Mengen sein. Zum Beispiel können Sie vielleicht zwei Unzen Pasta mit sieben Unzen Kichererbsen, vier Unzen Gemüse und etwa drei Esslöffeln Olivenöl kombinieren. Dies gibt Ihnen eine gute Menge an Protein, liefert viele Vitamine und Mineralien, hält die einfachen Kohlenhydrate auf eine begrenzte Menge und füllt Ihren Magen."

    Den Verzehr der richtigen Lebensmittel, hab ich auch schon mehrmals anderswo gelesen und kann dem zustimmen.


    Franz

  8. #8
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    Zu Krebs und ketogener Diät zwei neuere links:


    - Möglichkeiten und Grenzen der ketogenen Ernährung in der Krebstherapie (2017)

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...jen8ZXp9zUhbb5


    - Ketogene Diät: Effekt bei (urologischen) Tumorerkrankungen bisher nicht nachweisbar (2018)


    https://www.aerzteblatt.de/nachricht...ht-nachweisbar


    Franz

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