Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 42

Thema: Wer kann mir weiterhelfen

  1. #11
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    2.684
    Martin, bei Active Surveillance muss nach einem Jahr eine Kontroll-Biopsie gemacht werden. Man geht wohl davon aus, dass zwei Biopsien ein sichereres Ergebnis liefern als eine. Jedenfalls wird anfangs der Krankheitsstatus so beurteilt, dass man problemlos ein Jahr mit einer Therapie warten kann. Außerdem machen die wenigsten Patient wirklich jahrelang Active Surveillance. Irgendwann gehen sie zum Arzt und sagen: bitte beseitigen sie den Tumor.
    Ergänzend dazu die ProtecT Studie. Danach ergibt sich im Ablauf von 10 Jahren kein Unterschied zwischen Operation, Bestrahlung oder Active Surveillance.

    Ich habe erst nächste Woche einen Termin bei meinem Urologen!
    Was wird der Urologe sagen? Ich denke er sagt: am besten wir operieren möglichst bald. Am Freitag habe ich Operationstag und nächste Woche können wird die Operation schon durchführen.

    Damit dürfte unsere Diskussion über Active Surveillance ad acta gelegt sein.

    Georg

  2. #12
    Registriert seit
    17.01.2019
    Beiträge
    2
    Hallo @ All,
    vielen dank für Eure reichlichen Antworten. Es freut mich das Ihr so zahlreich geantwortet habt.

    meine Version ist eigendlich eindeutig! Ich will das Ding loswerden, weil ich dafür Gründe habe.
    Ich habe seid ungefähr 3 Monaten täglich Unterbauch- beschwerden, wo wir erst an der Blase gedacht haben. Doch nach der zweiten OP der Blase hat sich nichts geändert, eher verschlimmert.
    Die Beschwerden ziehen sich vom Unterbauch zum Oberbauch und hinter zum Rücken. Ich weiß nicht wo es herkommen soll.
    CT Röntgen wurde zweimal gemacht, aber ohne Ergebnis. Nur eines haben sie noch festgestell, das ich paar Nierensteine hätte. Das ist aber erst einmal unwichtig für mich, weil ich der Annahme bin
    das meine Beschwerden von irgend einen Krebs, ob es Blase oder Prostata ist, herrührt.

    Ich weiß nicht was mein Urologe am Donnerstag mit mir besprechen will, aber sollte er der Meinung sein das eine OP das beste wäre, würde ich sogar zustimmen in der Hoffnung das ich die
    Beschwerden los bin.

    Andy

  3. #13
    Registriert seit
    16.09.2017
    Ort
    Norddeutschland
    Beiträge
    41
    Hallo,

    das Thema ist für mich (pTc1c, Gleason 3+3=6), der sich aktuell in der AS-Phase befindet, sehr spannend und interessant. Meine Kontrollbiopsie ist für den März terminiert, aber ich merke, dass ich unruhig werde und mich immer mehr mit einer evtl. folgenden OP befasse. OP deshalb, weil dies lt. Aussagen von vier unterschiedlichen Urologen/Ärzten als die in meinem Alter (66 Jahre) beste Therapie wäre, die AS-Zeit fast immer begrenzt wäre und relativ häufig beendet wird/beendet werden muss.
    Erwähnt wurde schon, dass in den ersten zehn Jahren keine (großen) Unterschiede zwischen einer OP oder Bestrahlung sei, aber danach wäre bei einer Bestrahlung als Ersttherapie die folgenden schwieriger. Bei einem z. B. 75jährigen könnte eine Bestrahlung durchaus die erste Option sein. Eine weiterhin anhaltende AS wird annähernd ausgeschlossen, u. a. weil in 12/2018 erstmalig Tastbefund "Suspekt" in dem auffälligen Bereich.

    Gibt es in/zu der Studie Altersangaben der Teilnehmer?

  4. #14
    Registriert seit
    08.06.2006
    Beiträge
    709
    Die Entscheidung, das "Ding" los zu werden, halte ich für gut und richtig.

    Allerdings habe ich arge Zweifel, ob deine geschilderten Beschwerden in kausalem Zusammenhang mit dem Prostatakrebs stehen.

    Deine Erkrankung ist mutmaßlich in einem frühen und kurativen Stadium, wo Symptome in der Regel nicht auftreten. Ob diese in Zusammenhang mit deinem Blasenkrebs stehen kann ich nicht beurteilen, ist aber nicht auszuschließen.

    Ich vermute, dass deine Beschwerden eher eine Folge der Op´s sind, gut möglich, dass auch die Nierensteine hier eine Rolle spielen, ein direkten Zusammenhang, vor allem mit dem neu diagnostizierten PK, sehe ich zumindest aus der Distanz nicht.

    Lass uns wissen, was der Urologe zu sagen hat.........

    Zu deiner Beruhigung : Ein Freund von mir wurde kürzlich per Bauchschnitt ohne Nerverhalt operiert, Dienstag vormittag war die Op, Freitagabend hat er schon zu Hause ohne Probleme auf der Couch gelegen. Keine Schmerzen, keine Inkontinenz, allerdings hat die Popperei nun ein Ende.

  5. #15
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    2.684
    Jens, wenn sowieso "feststeht" dass Du eine Operation machen lassen willst, dann würde ich in jedem Fall auf die Kontrollbiopsie verzichten. Die kann nämlich auch ihre Nebenwirkungen haben. Ralf hat z.B. im Basiswissen zu dem problematischen Antibiotika geschrieben, das meist verwendet wird.

    Ansonsten, meine Empfehlung, nicht beim freundlichen Urologen machen lassen sondern z.B. in der Martini-Klinik in Hamburg.

  6. #16
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    2.684
    Andy,

    Spertel hat recht, von Deinem Prostatakrebs können diese Beschwerden nicht kommen. Ich hätte auch die Nierensteine oder die Blasen-OP im Verdacht. Oder eine Prostataentzündung.

    Georg

  7. #17
    Registriert seit
    06.03.2017
    Beiträge
    878
    Zitat Zitat von Andy2362 Beitrag anzeigen
    Ich will das Ding loswerden, weil ich dafür Gründe habe.
    ...
    Ich weiß nicht wo es herkommen soll.
    ...
    Das ist aber erst einmal unwichtig für mich, weil ich der Annahme bin das meine Beschwerden von irgend einen Krebs, ob es Blase oder Prostata ist, herrührt.
    Mein Fahrlehrer sagte immer: "Glauben heißt nicht wissen" wenn ein Schüler mal wieder antwortete: "Ich glaube, das man hier nicht abbiegen darf..." oder so ähnlich.
    Bin weder gläubig noch Priester und kann daher den Glauben nicht stärken.

  8. #18
    Registriert seit
    06.03.2017
    Beiträge
    878
    Zitat Zitat von obelix Beitrag anzeigen
    OP deshalb, weil dies lt. Aussagen von vier unterschiedlichen Urologen/Ärzten als die in meinem Alter (66 Jahre) beste Therapie wäre, die AS-Zeit fast immer begrenzt wäre und relativ häufig beendet wird/beendet werden muss.
    Komisch dass das auch bei Alter 58 die beste Therapie sein soll. Und dass AS häufig beendet wird kann wohl kein Argument für oder gegen sein: das liegt in der Natur der AS. Es soll erst behandelt werden, wenn es notwendig ist, weil die klassischen Behandlungsmethoden Risiken beinhalten.
    Zitat Zitat von obelix Beitrag anzeigen
    Erwähnt wurde schon, dass in den ersten zehn Jahren keine (großen) Unterschiede zwischen einer OP oder Bestrahlung sei, aber danach wäre bei einer Bestrahlung als Ersttherapie die folgenden schwieriger. Bei einem z. B. 75jährigen könnte eine Bestrahlung durchaus die erste Option sein.
    Den ersten Satz verstehe ich nicht; und wo kommt das mit den 75 Jahren her? Einem 65-Jährigen mit Komorbidität und OP-Risiken wird eine langwierige Operation mit Blutverlust und eventuellem Lymphödem genausowenig anzuraten sein wie einem 75-Jährigen desgleichen - aber es gibt ja auch soweit gesunde 75-Jährige.
    Zitat Zitat von obelix Beitrag anzeigen
    Eine weiterhin anhaltende AS wird annähernd ausgeschlossen, u. a. weil in 12/2018 erstmalig Tastbefund "Suspekt" in dem auffälligen Bereich.

    Obelix, du hattest eine positive Biopsie, was soll da noch der Tastbefund? Wenn die Ärzte aufgrund eigener Erfahrung (die Leitlinie gibt dazu nichts her) einen auffälligen Bereich als Abbruchgrund sehen, sollte das durch ein mpMRT erhärtet werden.

  9. #19
    Registriert seit
    01.05.2006
    Ort
    Sachsen
    Beiträge
    993
    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    Komisch dass das auch bei Alter 58 die beste Therapie sein soll. Und dass AS häufig beendet wird kann wohl kein Argument für oder gegen sein: das liegt in der Natur der AS. Es soll erst behandelt werden, wenn es notwendig ist, weil die klassischen Behandlungsmethoden Risiken beinhalten.
    Prof. Wirth, Chefurologe der Uniklinik Dresden, sagte vor paar Monaten im Fernsehen, die Hälfte seiner AS-Leute bräuchten innerhalb 5 Jahren eine Therapie.
    Und bei einem Teil wäre da die Behandlung schon nicht mehr kurativ.

    Bei einer zeitigen Behandlung hat man die Probleme der Behandlung sofort.
    Bei einer späteren Behandlung hat man die Probleme der Behandlung später, dafür aber möglicherweise die physischen und psychischen Probleme der fortschreitenden Erkrankung dauerhaft dazu.


    Gruss Ludwig
    Wer nichts weiss ist gezwungen zu glauben.

    PSA-Verlauf (grafisch)

  10. #20
    Registriert seit
    14.05.2018
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    115
    Hallo Spertel,

    Hier im Forum sind fast nur "Fortgeschrittene ältere Herren" aktiv, die den kurativen Ansatz verpasst haben und bei ähnlicher Fragestellung stets zur Ruhe und Gelassenheit mahnen. Mir stellt sich hierbei die Frage, ob sie in selbiger, scheinbar günstiger Situation, ähnlich gelassen wären.

    Ich vermute mal nicht.
    den kurativen Ansatz habe ich wohl verpasst und gehöre auch zu den älteren Herren, aber meine Gelassenheit beziehe ich dadurch, dass ich mich so umfassend wie möglich informiere und dann entscheide. Bis jetzt ist mir das gut bekommen.
    Alles Gute
    Arnold

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •