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Thema: Metaanalyse Nadir PSA-Wert beim metastasierenden PK

  1. #11
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    Danke LowRoad,
    für den link zum Vortrag von Laurence Klotz.

    Da es für mich und sicher auch etliche andere Interessierte einfacher ist Englisch zu lesen als Gesprochenes zu verstehen, füge ich hier noch zwei links zum Vortrag bei.

    - Im ersten link werden alle Folien vom Vortrag gezeigt, man kann sich dafür Zeit nehmen.
    - Der 2. link ist ein verkürzter Text des Vortrags mit einigen Folien. Übersetzung ins Deutsche ist hier möglich.

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...hakR2iq5koRh00

    https://grandroundsinurology.com/min...omes-with-adt/

    Mal sehen welche neuen Erkenntnisse übermittelt werden.

    Franz

  2. #12
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    Da aber gerade das PSA NADIR unter einer ADT die höchste prognostische Aussagekraft hat (HR: 6.3), würde ich dies immer in den Mittelpunkt meiner Bewertung stellen. DAbei würde ich auch immer ein PSA NADIR ≤0.01ng/ml unter ADT anstreben, da dies mit verbessertem Outcome verbunden ist, und dazu sollte man sich die Zeit und die Mittel nehmen, die es dazu braucht.
    Danke, euch beiden (LowRoad und Franz) für das Näherbringen des Vortrages von Laurence Klotz. Dabei wird auch hier hervorgehoben, die sehr gute prognostische Aussagekraft eines sehr tiefen Testosteron Levels und (als direkte Folge davon ?) ein sehr tiefer PSA Wert (<0.01 ng/mL oder zu definieren) unter einer ADT.

    Die Frage, auf welchen ich die Antwort auch bei Laurence Klotz nicht gefunden habe:
    Wenn bei Anwendung einer Erstlinien-ADT innerhalb vernünftiger Zeit (zu definieren) obige Zielwerte nicht erreicht werden, wird dann eine möglichst rasche Umstellung auf Abi die Prognose weiter verbessern (also kurz nach Erreichen des ungenügenden NADIR's).

    Oder wird man in naher Zukunft gar die besten Ergebnisse haben, wenn die Erstlinien ADT (GnRH Agonist oder Antagonist) ganz ausgelassen werden, und es heute einfach noch zu teuer ist, direkt Abi einzusetzen ? Werden solche Studien schon gemacht ?

    Tritus

  3. #13
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    Hallo Tritus,

    hier die Vorschläge von Klotz, wenn der Testosteronwert nicht genügend abgesenkt werden kann:




    "Consider adding anti-androgen" soll heißen: ergänze Bicalutamid. Aus:
    https://grandroundsinurology.com/wp-...termittent.pdf - Folie 35

    Zu Deiner letzten Frage: es werden auf der ASCO gerade Studien veröffentlicht, die zeigen, dass Xtandi+ADT sowie Erleada+ADT auch als Erstlinientherapie eingesetzt werden können. Ich meine auch, dass es eine Studie mit diesen Medikamenten gibt, die drei Arme hat, einen davon ohne ADT. Das finde ich im Moment jetzt aber nicht und sie läuft auch noch.

    Georg

  4. #14
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    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    Wenn bei Anwendung einer Erstlinien-ADT innerhalb vernünftiger Zeit (zu definieren) obige Zielwerte nicht erreicht werden, wird dann eine möglichst rasche Umstellung auf Abi die Prognose weiter verbessern...

    Tritus,

    ich würde davon ausgehen, dass dies so ist – und das erkennt man schon nach wenigen Monaten.

    Meiner Meinung nach und entsprechend den Vorstellungen von Dr. Myers, sollte unter einer ADT ein PSA NADIR von 0.01ng/ml erreicht werden. Bei manchen Patienten reicht dazu ein Antiandrogen wie Bicalutamid, andere müssen deutlich stärker intervenieren. Wichtig dabei ist aber sich nicht in eine zurückhaltende Therapiesequenz hineinreden zu lassen, sondern nach der Strategie "whatever it takes" zu verfahren.

    Wenn Abirateron in Zukunft als Generika günstiger zu bekommen wäre, wird das definitiv die Bereitschaft es einzusetzen steigern. Das sich unsere Urologen dann zu einem generellen Erstlinieneinsatz bereitfinden würden, das kann ich mir aber kaum vorstellen.
    if nothing's fails, it's not real life

  5. #15
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    ...es werden auf der ASCO gerade Studien veröffentlicht, die zeigen, dass Xtandi+ADT sowie Erleada+ADT auch als Erstlinientherapie eingesetzt werden können.Georg
    Zu Xtandi (Enzalutamid) + ADT gibt es diese aktuelle Studie:
    https://www.ascopost.com/issues/apri...ostate-cancer/

    Zitat:

    "DER PHASE III ARCHES TRIAL


    • Die ARCHES-Studie zeigte, dass die Zugabe von Enzalutamid zur Androgen-Deprivationstherapie (ADT) das progressionsfreie Überleben bei Männern mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs signifikant verlängerte.
    • Die Zugabe von Enzalutamid zu ADT verbesserte auch alle sekundären Endpunkte in allen klinisch wichtigen Untergruppen von Patienten signifikant.
    • Enzalutamid ist eines von mehreren Arzneimitteln, die bei Männern mit hormonsensitiver Erkrankung zu einer Hormontherapie mit verbesserten Ergebnissen führen.
    • Die Wahl des Arzneimittels hängt von den Faktoren des Patienten, den Toxizitäten und den Kosten ab und hängt von einem Gespräch mit dem Patienten ab. "


    Franz

  6. #16
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    Danke für die sehr hilfreichen Antworten.

    Wie ihr wisst, habe ich immer auch meine spezielle Situation im Blickwinkel (nach RPE und Adjuvante/Salvage RT). Aufgrund meiner Vorbedingungen werde ich früher oder später auch einen Anstieg des PSA Wertes sehen. Ich bin mir auch bewusst, dass bei diesen ersten Studien grossmehrheitlich immer Erstbehandlungen untersucht werden, wegen der grösseren Fallzahlen, aber ich spekuliere mal, die Empfehlungen sind auch für Rezidivpatienten nicht total falsch.

    Ich möchte gerne meine weiteren Ergebnisse (erwarte neuen PSA Wert Mitte Juni) hier mit euch weiter diskutieren im anderen Thread dann.
    Bis dann mache ich noch ein bisschen Ferien von meinem PCa.

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