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Thema: Was bedeutet der Befund

  1. #1
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    Was bedeutet der Befund

    Hallo Zusammen

    Wie im letzten Beitrag erwähnt habe ich es endlich den Befund anzufordern. Leider steige ich da nicht durch und bitte um eure mithilfe, was dass alles bedeutet?

    Histotechnik: HE, immunhistochemische Färbungen gegen Panzytokeratin, CD 45
    Zytokeratin-7, Gata-3 und Psa

    Histologisch zeigt sich ein biopsal mit überkleidung durch eine flache Zytckeratin-7-positive Urozhelschicht ohne Azypien. Darunter findet sich findet sich solide Tumorzellnester und angedeutet drüsige konfluente Strukturen.
    Diese sind durchgehend kräftig positiv für Panzytckeratin und negativ für CD45
    Die Tumorzellverbände sind darüber hinaus negativ für GATA-3 und für Zytckeratin-7
    Die Reaktion für PSA fällt kräftig positiv aus.

    Beurteilung:

    Biopsiematerial von der postalischer Harnröhre mit einem gering differenzierten Adenokarzikom der prostata, kombinierter Gleason-Score 9.
    (4+5/60% + 40%)
    Prognostische Gruppe ISUP Grad 5

    Wäre schön wenn mir jemand helfen könnte Danke

  2. #2
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    Nathalie,

    im Absatz Histotechnik beschreibt der Pathologe, wie er das bei der Biopsie entnommene Gewebe untersucht hat. Dies ist für Dich nicht wichtig.

    Wichtig ist die Beurteilung. Dort wird ein Gleason-Score 9 festgestellt, das ist ein aggressiver Prostatakrebs. Hier im Forum diskutieren seit vielen Jahren Patienten mit einem Gleason-Score 9 mit. Aber es ist ein schlechter Befund.

    Was das nun bedeutet, müssen die weiteren Untersuchung zeigen. Die werden Auskunft darüber geben ob und wie weit der Tumor sich schon ausgebreitet hat.

    Georg

  3. #3
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    Oh Gott, ich hab solche Angst um meinen Papa ����

    Man kann an dem Befund nicht sehen ob sich schon Metastasen gebildet haben?

  4. #4
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    Nathalie,

    bei der Biopsie sticht man in die Prostata und entnimmt etwas Gewebe um es zu untersuchen. Damit kann man nicht feststellen, ob Tumor schon außerhalb der Prostata ist.

    Prostatakrebs ist anders als andere Tumorarten. Er wächst langsam und von daher ist aktuell keine Gefahr für das Leben Deines Vaters. Wie es in einigen Jahren aussieht, weiß man jetzt natürlich nicht.

    Georg

  5. #5
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    Danke lieber Georg

  6. #6
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    Liebe Nathalie,

    ich fühle mit dir, mit Euch mit.
    Bei meinem Mann wurde vor beinahe 2 Jahren ebenfalls ein Prostatakarzinom Gleason 9 festgestellt, das die Kapsel durchbrochen und auch die Samenbläschen inflitriert hatte. Im PSMA Pet MR wurden danach zahlreiche (Mikro-)Metastasen entdeckt, die in den anderen Bildgebungen (Szintigraphie, CT, MRT) nicht sichtbar waren. Also keine Aussicht auf Heilung.

    Man hat sofort mit dem Hormonentzug begonnen und zeitgleich eine Chemotherapie (Docetaxel, 6 Zyklen) gestartet, auf die er sehr gut ansprach. Seither zeigt sich vorläufig ein Bild der vollkommenen Remission, d.h. es ist von den Krebszellen aktuell nichts zu sehen, der PSA-Wert liegt aktuell bei 0,09. Der Primärtumor wird erst jetzt lokal behandelt, in einigen Tagen startet die Bestrahlung. Meinem Mann geht es - abgesehen von den Nebenwirkungen der Hormontherapie - sehr gut, von der Erkrankung ist nichts zu bemerken. Wir haben die letzten zwei Jahre mit unseren noch recht kleinen Kindern trotz allem - oder gerade deswegen - besonders genossen, viel gelacht, gelebt, geliebt.

    Mein Rat wäre: Eine sofortige Kombination von Hormonentzug plus Arbiraterone oder Chemotherapie. Begebt Euch in gute ärztliche Hände - andere Forumsteilnehmer haben dafür sicher die besten Tipps, ich lebe in Österreich.

    Ich verstehe deine Ängste nur zu gut, aber ich möchte dir Mut machen: Mit den heutigen Therapiemöglichkeiten kann man auch in schweren Fällen gute Ergebnisse erzielen. Wichtig ist sicher eine konsequente und schlagkräftige Behandlung. Ich drücke Euch die Daumen für einen guten Verlauf!

    Alles Gute,
    Nat

  7. #7
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    Hallo Nat,

    die fast komplette Remission bei Deinem Mann ist ja ein hervorragendes Ergebnis. Ähnlich ist es ja Franz, unserem Optimist, ergangen. Habt Ihr nach der Chemo noch ein PSMA PET/CT gemacht um die Remission zu überprüfen oder ergibt sich das aus CT und Knochenszinitigramm?

    Georg

  8. #8
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    Hallo Georg,

    ja, mein Mann hat 2x jährlich PSMA Pet (außerdem regelmäßig CT, MRT, Szinti, da bei seinem hohen Anteil an 5er-Tumorzellen ja auch bei niedrigem PSA mit allem gerechnet werden muss), da stand dann "es stellt sich ein Bild der kompletten Remission dar".
    Vor Monaten wurde auch die größte vorgenannte Metastase biopsiert - es konnten zu dem Zeitpunkt keinerlei Tumorzellen gefunden werden.

    Ich denke, die frühe Chemo hat meinem Mann viel gebracht. Wir nehmen jedenfalls alles an Zeitgewinn dankbar an. ;-)
    Liebe Grüße,
    Nat

  9. #9
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    Ja das hat ja wirklich viel gebracht, 10 Knochenmetastasen sind verschwunden! Ich war ja etwas skeptisch in Bezug auf die frühe Chemo, das sehe ich jetzt anders.

    Ich selbst würde zur Prostataoperation raten, diesen Tumor braucht man nicht mehr. Meine Hoffnung wäre auch, dass die Resistenz später einsetzt wenn weniger Tumorgewebe da ist um Resistenzen auszubilden.

    Georg

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