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Thema: Negatives PSMA-PET/CT bei PSA 2,66

  1. #11
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    Georg, aus deinem damaligen Beitrag läßt sich keine Aussage über PSMA-negative Tumoren ableiten. Man weiß, dass es kultivierte PCa-Zelllinien gibt, die PSMA-negativ sind und dass es Läsionen gibt, die im PSMA PET/CT nicht angezeigt werden, obwohl die Größe ausreichend ist. Darüber, wieviel Erkrankte einer dieser Zellinien entsprechen, habe ich bisher nichts gefunden außer der von Ralf zitierten Expertenmeinung.
    Da die Untersuchung von Eiber u.a. bei höheren PSA-Werten bei fast 100% der Patienten etwas detektiert hat, könnte man annehmen, dass nur ganz wenige PCa PSMA-negativ werden (im Gegensatz zu der immer mal wieder kolportierten Zahl von 10%). Ohne histopathologische Überprüfung der Scans ist auch das gewagt.

  2. #12
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    Vielen Dank für die Hinweise hinsichtlich des Tippfehlers. Jetzt ist er korrigiert.

    Anja

  3. #13
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    @MartinWK

    Was könnten denn die nächsten Schritte sein? Nach dem kurzen Moment der Erleichterung gestern ist die Sorge wegen dieses eventuell falsch-negativen Ergebnisse groß.

    Danke,

    Anja

  4. #14
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    Dein Vater hat ja schon fast das ganze Programm hinter sich:
    Operation, Salvage-Bestrahlung, Hormontherapie, Chemotherapie, Zytiga. Jetzt steigt der PSA Wert schnell an. Zumindest gibt es jetzt keine Therapie die umgehend begonnen werden muss. Ich würde etwas abwarten bis man bildgebend etwas erkennen kann und auf der Basis entscheiden.
    Du schreibst:
    "Der Strahlenmediziner der Uniklinik, in der die Untersuchung durchgeführt wurde, will den Fall meines Vaters mit der urologischen Abteilung der Klinik besprechen und dann dem Uro-Onkologen meines Vaters einen Behandlungsvorschlag machen." Wartet diesen Vorschlag erstmal ab.

    Georg

  5. #15
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    Anja, wenn die Bildgebung jetzt oder wie Georg vorschlägt in 2 Monaten etwas zeigt gibt es je nach Ergebnis verschiedene, nicht einander ausschließende Wege:
    - nach Leitlinie weitermachen
    - fokal die Läsionen behandeln
    - eine Chemo, solange man noch so sehr fit ist
    - PSMA-Liganden-Radiotherapie.

  6. #16
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    @Georg

    Vielen Dank für deine Ausführungen. Abwarten fällt halt schwer, wenn man denkt bzw. weiss, dass da etwas ist.

    Ich habe übrigens die Angaben in der PK-Historie ergänzt. Zytiga wirkte bei meinem Vater sehr gut, wurde vom behandelnden Arzt abgesetzt, als der PSA-Wert bei 0,02 lag, um nach Aussage des Arztes nicht so früh alles Pulver zu verschießen.

    Anja

  7. #17
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    MartinWK, danke. Ich bin halt nur beunruhigt, da es ja trotzdem die Möglichkeit gibt, dass der Krebs meines Vaters PSMA-negativ ist und wir uns jetzt auf dem gestern eingegangenen Befund 'ausruhen', während vielleicht mit anderen Untersuchungsmethoden die Metastasierung schon jetzt nachweisbar wäre. Im diesem Fall wäre eine PSMA-Radioligandentherapie, nach meinem Verständnis, ja auch keine Option, da wirkungslos.

    Nochmals danke.

    Anja

  8. #18
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    Was wäre zu tun, wenn mit einem Cholin-PET/CT aber nicht mit einem PSMA PET/CT die Metastasierung erkennbar wäre? Jedenfalls keine PSMA Therapie. Man kann aber z.B. mit gezielter Bestrahlung, also SBRT, die mit dem Cholin-PET/CT sichtbare(n) Metastasen behandeln und so den PSA Wert senken und den Tumor insgesamt etwas verkleinern.

    Oder man fängt wieder mit Zytiga an. Aber an sich kämpft man nicht gegen den PSA Wert sondern gegen den Tumor. Daher sehe ich einen PSA Wert von 5-6 nicht besonders kritisch. Zytiga wird ihn schon wieder senken.

    Georg

  9. #19
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    Zitat Zitat von elenya_82 Beitrag anzeigen
    ...Ich habe übrigens die Angaben in der PK-Historie ergänzt. Zytiga wirkte bei meinem Vater sehr gut, wurde vom behandelnden Arzt abgesetzt, als der PSA-Wert bei 0,02 lag, um nach Aussage des Arztes nicht so früh alles Pulver zu verschießen....
    Hallo Anja,
    dann wäre es wohl eine wirksame und naheliegende Option die Therapie mit Zytiga wieder aufzunehmen - es sei denn, dein Vater hätte zuvor diese Behandlung nicht gut vertragen.

    Natürlich könnte man, wie Georg schreibt, auch noch abwarten und erst bei einem höheren PSA-Wert wieder mit Zytiga beginnen. Dazu gibt es eben unterschiedliche Auffassungen. Bei frühem Einsatz bekämpft man eine geringere Anzahl von Tumorzellen, bei spätem Eingreifen liegt eine grössere Tumormasse vor, die zudem vielleicht weitere neue und eventuell resistente Zelllinien gebildet hat. Für einen späten Einsatz spricht unter Umständen eine zeitweise bessere Lebenqualität ohne Zytiga. Lebensverlängernd dürfte sich das Hinauszögern der Therapie wohl kaum auswirken - wenigstens habe ich diesbezüglich noch nichts gelesen.

    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  10. #20
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    Es gibt tatsächlich PSMA negative Befunde, obwohl emsig an Verbesserungen gearbeitet wird. Siehe angefügten Link

    https://www.trillium.de/zeitschrifte...ichkeiten.html

    Hochinteressant finde ich den Ansatz vom DKFZ und Helmholz, mithilfe eines bipolaren Ansatzes durch Fluoreszenz die PSMA negativen Tumorzellen/Gewebe sichtbar zu machen, um diese in einem ersten Ansatz z.B. durch eine Ektomie mit zu entfernen.

    Jetzt wird an der Verbesserung der Diagnostik gearbeitet. Auf das Ergebnis dürfen wir gespannt sein.

    Gruss
    Hans-J.

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