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Thema: Negatives PSMA-PET/CT bei PSA 2,66

  1. #21
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    Hans-J., danke für den Link, der den Stand Anfang 2017 sehr gut zusammenfaßt. Die dortige Aussage "Bei bis zu 10% der primären Prostatakarzinome kann das PSMA gering exprimiert sein oder gänzlich fehlen, sodass die PSMA-PET den Primärtumor (und in der Folge auch Metastasen) nicht detektieren kann." kann ich mir allerdings aus den beiden Literaturverweisen nicht erschließen. Die eine Studie bezieht sich nur auf die Untersuchung der Prostata vor RPE; da auch gesunde Zellen etwas PSMA anzeigen, ist die Unterscheidung zu PCa-Zellen schwieriger als bei Metastasen. Die andere Studie bezieht sich auf Lymphknoten; alleine aus den angegebenen Zahlen für Sensitivität kann man die 10% nicht folgern.
    Beim Primärtumor und frühen Stadium ist die PSMA-Expression geringer als später, so daß die Aussage zu Metastasen - wenn überhaupt - nur für die Zeit um die Diagnose des Primärtumors herum gelten kann. Spätere Rezidive haben sich schon weiter entdifferenziert.

  2. #22
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    Anja, nur so nebenbei: auch Metastasen eines Nierentumors zeigen PSMA.
    https://www.sciencedirect.com/scienc...90429500010943
    https://www.sciencedirect.com/scienc...22534717773764

  3. #23
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    @MartinWK

    Vielen Dank für den Hinweis. Es ist, wie manch Forumsmitglied sicher bestätigen kann, schwierig, wenn man seine Aufmerksamkeit auf drei Baustellen verteilen muss. Letztes Jahr dachten wir bis zum histologischen Gutachten, die beiden Tumoren seien Metastasen des Prostatakarzinoms und waren einigermaßen erleichtert, als sich herausstellte, dass es sich um eigenständige Erkrankungen handelte.

    Anja

  4. #24
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    @Martin, Anja,@all

    langsam werden auch andere Entitäten eruiert, die auf PSMA ansprechen.
    Lass uns nicht so sehr an die PSMA neg. % Zahlen kleben, sondern an das Potential, was aus dem bipolaren Ansatz wird.
    @Martin du bist offen für neue Ansätze. Behalte doch bitte diesen Ansatz im Auge.

    https://www.dkfz.de/de/radiochemie/P...hibitoren.html

    Wenn dieser Ansatz die klinischen Studien schafft, können die PSMA neg. Tumore sichtbar gemacht werden.

  5. #25
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    Eine Frage habe ich noch. Wenn die PSMA-PET mit einer CT kombiniert wird, würden dann Metastasen sichtbar werden, die in der PSMA-PET allein nicht zu sehen sind, weil das Prostatakarzinom PSMA-negativ ist?

    Danke.

    Anja

  6. #26
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    Hallo Anja,

    die PET ist immer mit einem CT verbunden, damit man den Ort des Geschehens zuordnen kann.
    Mit dem PET allein ginge das nicht.
    Ein aufmerksamer Radiologe kann auf dem CT auch Läsionen oder verdächtige Bereiche sehen, die noch kein PSMA expremieren (oder zu wenig) Ich habe so einen....2 der Bereiche, die er in 2015 als verdächtig einstufte, zeigten etwa 2 Jahre später eine deutliche Reaktion bei dem nächsten PSMA PET/CT

  7. #27
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    @Uwes2403

    Vielen Dank für die Erläuterung. Ich bin nun schon über sechs Jahre 'mit dabei', aber lerne täglich etwas hinzu, was diese Erkrankung angeht. 🙂

    Anja

  8. #28
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Wenn dieser Ansatz die klinischen Studien schafft, können die PSMA neg. Tumore sichtbar gemacht werden.
    Da handelt es sich doch um Fluoreszenz, die mit dem PSMA-Liganden gekoppelt ist, oder habe ich das falsch verstanden? Die kann keine PSMA-negativen Tumore sichtbar machen.

    Interessant ist natürlich der Ansatz, PSMA in der Primärdiagnostik zu verwenden. Statt des oder zusätzlich zum mpMRT kann das Metastasen anzeigen oder ausschließen. Damit würden einige RPE vermieden und es könnte gleich eine systemische Therapie gemacht werden. Auch könnte die Entscheidung für eine fokale Therapie besser begründet werden.

  9. #29
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    Zitat Zitat von uwes2403 Beitrag anzeigen
    Hallo Anja,

    die PET ist immer mit einem CT verbunden, damit man den Ort des Geschehens zuordnen kann.
    Mit dem PET allein ginge das nicht.
    ...
    Oder mit einem MRT.

  10. #30
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    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    Da handelt es sich doch um Fluoreszenz, die mit dem PSMA-Liganden gekoppelt ist, oder habe ich das falsch verstanden? Die kann keine PSMA-negativen Tumore sichtbar machen.
    Wie im nachfolgenden Link ersichtlich, wird durch den Einsatz bipolar durch Fluoreszenz zusätzlich zur Bildgebung zum PSMA/Pet/CT mit Ga68 die Stellen fluoresziert, die vorher nicht sichtbar waren. Also falsch PSMA negativ.

    Weiteres im Link. Übrigens, gutes strukturiertes Denken von dir.

    https://www.dkfz.de/de/presse/presse...bar-machen.php

    Gruss
    Hans-J.

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