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Thema: PSA sinkt nur langsam

  1. #11
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    Ich nochmal....das kürzeren Zeitraum in Rolandos Post bezog sich auf den Zustand ohne weitere Therapie...und der ist bei
    einem GS 9 statistisch (!) nun Mal kürzer als bei einem GS 6.

    Also dranbleiben....nach der geplanten Bestrahlung wirst du sehen, wo der PSA landet und ob er da bleibt.

    Grüße

    Uwe

  2. #12
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    Hallo Amadeus,
    also, alles der Reihe nach und die Ruhe bewahren! Viele von uns hatten/haben Angst.

    Wie Roland eben ganz zu Recht sagt, gilt es jetzt schnell die weiteren anstehenden Therapien zu entscheiden und in Angriff zu nehmen.
    Zur Angstbewältigung habe ich nach der OP eine psychoonkologische Therapie durchgeführt.
    Auch die Anschlussheilbehandlung hat mit dahingehend sehr geholfen.

    Die Prostatakrebstherapie ist sehr umfangreich und es wird viel geforscht. Neue Behandlungswege wurden eröffnet und weitere zeichnen sich ab.
    Bitte lies Dir bitte das „Basiswissen“ (Wichtige Links zum Thema Prostatakrebs) bezogen auf Deinen Behandlungsstand durch.

    Gruss

    Lothar

  3. #13
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    Roland,

    ich meinte, auch wenn man über 10 Jahre mit seinem Prostatakrebs leben kann, so ist diese Zeit doch mit Einschränkungen durch die Nebenwirkungen der Therapien verbunden und man würde nicht so oft an seinen Tumor denken, wenn man die Krankheit nicht hätte. Auch dies ist eine Nebenwirkung.

    Damit wollte ich auf die Lebensqualität in den genannten 10 Jahren eingehen und keine Therapieempfehlung aussprechen.

    Georg

  4. #14
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    An meine Mitbetroffenen...

    Erst einmal Danke für den Zuspruch.. Und den brauche ich auch.Vieles ist schief gelaufen in den vergangenen Wochen und läuft auch jetzt noch schief.

    Vor der OP war ich nach der Biopsie erst einmal begrenzt optimistisch. Der Tumor sollte nach Ansicht meines niedergelassenen Urologen ein Tumor mittlerer Agressitivität sein, der vielfache Therapiemöglichkeiten ermöglichte.Die pathologische Beurteilung nach der OP war nun mal leider schlechter, was die Agressitivität anbelangt.
    Der Heilungsverlauf nach der Op am 05.12.18 verlief anscheinend ohne Störungen und ich wurde am 13.12.18, ein Donnerstag, aus der Universtätsklinik Köln entlassen. Operiert hatte mich Professor Heidenreich, der mir in seinem Abschlussbericht teine allgemein gute körperliche Verfassung bescheinigte.
    Ich hatte bei dem Entlassunggespräch darauf hingewiesen, daß die Hoden schmerzempfindlich seien, ebenso der Dammbereich. Als mögliche Ursache wurde mir ein nicht ungewöhnlicher postoperativer Wundschmerz, eventuell auch eine Nebenhodenentzündung genannt.
    Wieder zu hause,verstärkten sich die Schmerzen.Jetzt schmerzte auch die Harnröhre und weil das alles noch nicht reichte, habe ich mir auch noch eine Analfissur (Schmerzt höllisch)zugezogen, weil ich nach tagelangen Schwierigkeiten normalen Stuhlgang zu haben zu fest gepresst habe. Seit dem nicht unerhebliche Einnahme von Schmerzmedikamenten - 4 x Ibuprofen 600, 4 x Novalgin 500, jeden Tag.
    Montag den 17.12. in der Uniklinik vorstellig geworden.Urinprobe abgegeben- kein Befund. Verdachtsdiagnose Nebenhodenentzündung- Antibiose.Keine Besserung.

    Am 26.12 Reha in Bad Wildungen begonnen.Das Ziel der Reha, Verbesserung der Kontinenz, allgemeine postoperative Erholung, konnte nicht erreicht werden wegen der beständigen Schmerzsituation, die noch am erträglichsten war, wenn ich rückseitig auf dem Bett lag.Mehrfach mit den Urologen der Rehaklinik über mein Problem gesprochen, Urin abgegeben, Ultraschalluntersuchung, Blutprobe - keine Auffälligkeiten, welche die Schmerzen erklären konnten.
    Nach meiner Rückkehr aus der Reha meinen Urologen aufgesucht. Dessen Meinung : Mögliche Engstelle der Blasen/ Harnröhrenaht. Eine Untersuchung in seiner Praxis war nicht möglich, weil bereits der Versuch ein oberflächenbetäubendes Gel für die Kathederuntersuchung einzuführen wegen starker Schmerzen nicht möglich war. Wurde dann ein paar Tage später in der Uniklinik unter Narkose gemacht. Auch diese Untersuchung von Blase und Harnröhre erbrachte kein Ergebnis bezüglich der Schmerzen in der Harnröhre. Wieder Antibiose, keine Besserung.
    Nach Ansicht einer Oberärztin der Urologie der Uniklinik besteht noch als Erklärungmöglichkeit nervenschmerzen, weil auf Grund der Grösse des Tumors bei der Op tief geschnitten wurde.
    (Am ehesten lässt sich der Schmerz im Penis/Harnröhre beschreiben, als wenn ein Katheder in der entzündeten Harnröhre steckte)
    Während ich das hier schreibe, sitze ich auf einem Gummiring wegen der Analfissur, die auch nach 6 Wochen keine Quelle der Freude ist,und hoffe, daß sich vielleicht jemand findet, der bezüglich der Schmerzen in der Harnröhre Ähnliches erlebt hat und eine Idee hat, wie lange so ein Problem anhalten kann.

    Bis denne ....

    Amadeus

  5. #15
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    Hallo Amadeus,

    ich wollte dich mit den Anmerkungen zu einem Gleason 9 keinesfalls ängstigen, sondern, so wie Uwe es gesagt hat, darauf hinweisen, dass ein PCa mit diesem Status ohne weitere Therapie wohl eher schnell fortschreiten wird.

    Das mit den noch vorhandenen Nebenwirkungen der RPE tut mir leid für dich. Hatte einst auch Begleiterscheinungen nach der OP, allerdings in einer anderer Art - Lymphödem und undichte Anastomose. Wenn bei dir Nerven verletzt wurden, brauchst du Geduld, denn diese Strukturen regenerieren leider nur sehr langsam.

    Ich hatte in 2012 mit 53 Jahren einen postoperativen Status T3b, R1, N1(5/21), L1, Gleason 8 (4+4) und habe mir dennoch vorgenommen 80 Jahre alt zu werden - also noch 27 Jahre zu leben.
    Du bist bei ähnlicher Histologie 68 Jahre alt, nimm dir mal 22 Jahre Überlebenszeit vor, dann wärst du 90 - ein doch recht gesegnetes Alter.
    Was ich damit sagen will - man sollte nicht gleich den Mut verlieren, sondern trotz aller Unwägbarkeiten und einer etwas schlechteren Ausgangslage weiterhin versuchen die Sache positiv anzugehen.

    Ich glaube übrigens, dein Urologe hat mit der frühen Einleitung einer ADT bisher nicht viel falsch gemacht. Ein zeitnahes PSMA-PET/CT könnte für die weitere Vorgehensweise bei der anstehenden Bestrahlung hilfreich sein. Diese Untersuchungsmethode gab es 2012 leider noch nicht.

    Noch was - deine erwähnte Analfissur und auch die möglichen Nervenverletzungen könnten aktuell Aufschubkriterien für die Bestrahlung darstellen und sollten unbedingt beim Gespräch mit dem Strahlentherapeuten angesprochen werden.

    Dir gute Besserung und die richtigen Entscheidungen bei der anstehenden weiteren Therapie.

    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  6. #16
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    Amadeus, Nachdem bei mir auch Glaeson 9 bei der OP festgestellt wurde und mein PSA ein jahr später wieder gestiegen ist hatte ich 35 Bestrahlungen. Mehr als 2 Jahre war dann der PSA <0,07 und bei der letzten Messung ist er wieder gestiegen. Da ich bis jetzt noch keine Tabletten oder Spritzen bekommen habe glaube ich daran wenn der PSA bei der nächsten Messung wieder steigt das das auch wieder Lebensverlängert ist. Ich mache mir aber momentan da drüber keine Gedanken. Kommt Zeit kommt Rat.

  7. #17
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    Ich bin auch erschrocken über die Nebenwirkungen, die Du schilderst und gebe Roland Recht, man sollte erstmal die Beschwerden verheilen lassen bevor man mit Bestrahlung anfängt. Wird so auch im Basiswissen empfohlen.
    Ich selbst würde die Hormontherapie mit Bicalutamid nicht beenden sondern die Dosis auf 50 mg pro Tag reduzieren bis man mit der Bestrahlung anfangen kann. Diese Dosis reicht meist aus, um den PSA Wert niedrig zu halten. Oder will der Urologe jetzt Lupron oder ein anderes Mittel für die Hormontherapie einsetzen?

  8. #18
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    Keine Ahnung wie das Präparar heisst. Soll am Freitag verabreicht werden, ist wohl ein Depot Medikament.

  9. #19
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    Vielleicht liegt eine Verletzung des Pudendusnervs vor: https://www.netdoktor.de/krankheiten/pudendusneuralgie/
    Zumindest ein Fall nach RPE ist hier beschrieben: https://www.sciencedirect.com/scienc...90429505011672
    Erleichterung hat da ein weiterer chirurgischer Eingriff gebracht.

  10. #20
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    "Keine Ahnung wie das Präparat heisst. Soll am Freitag verabreicht werden, ist wohl ein Depot Medikament."

    Dann hast Du das Bicalutamid als sogenannte Flare-up Prophylaxe bekommen (siehe Basisiwissen) und die Hormontherapie wird mit der Spritze am Freitag fortgesetzt. Solange Du Hormontherapie machst wird der Tumor nicht wachsen und Du kannst mit einer Bestrahlung entsprechend lange warten.

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