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Thema: Schmerzen nach der OP beim Sitzen

  1. #31
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    Zitat Zitat von uwes2403 Beitrag anzeigen
    Moinsen,

    war zumindest 2013 bei mir und den Mitoperierten nicht normal, fast alle gingen ohne nach Hause - auch nach 5 Tagen. Dass die MK nicht "unnötig" lange die Betten belegen will steht aber ziemlich sicher fest. Wie in jedem anderen Krankenhaus auch wird vermutlich nach Fallpauschalen abgerechnet, so dass eine längere Verweildauer keinen wirtschaftlichen Vorteil bringt.
    Korrektur....ich bin am 6. Postoperativen Tag entlassen worden, am 5. wurde der Katheter gezogen, dann noch eine NAcht zur Überwachung. Katheter wurde nach Dichtheitsprüfung und bei klarem Urin gezogen...von "blutiger Entlassung" also keine Spur...

  2. #32
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    ...ich bin am Mittwoch offen operiert worden und bin die selbe Woche Sonntag mit dem Zug von Hamburg nach Magdeburg gefahren. Allerdings mit Katheder. Schmerztechnisch war dass für mich kein Problem aber jeder ist anderst. Problem könnte der Gurt werden wenn man selber fährt...Alles Gute...

  3. #33
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    Ich wurde am 8. Tag nach Da Vinci entlassen. Ohne Katheter. 1 Woche danach hat mich ein Kollege zur AHB gefahren und das Sitzen war ganz schön schmerzhaft. Auch in der AHB hatte ich ca. 2 Wochen noch ein spezielles Sitzkissen.

  4. #34
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    Ich lese mal im Fallpauschalen-Katalog 2017 (verbindliche Kosten für alle stationären Behandlungen) unter M01B:
    Bewertungsrelation: 2,576 (Basisfallwert 2017 je nach Bundesland, ca. 3350€ gleich 8629,60€) (2018: 2,579 - teurer geworden, Fallwrete auch um ca. 100€ gestiegen)
    Mittlere Verweildauer 8,5 Tage (2018: 8,4 Tage)
    Erster Tag mit Abschlag: 5 (das heißt, wenn du weniger als 6 Tage da bist, gibt es weniger Geld) (2018: 2 - geht offenbar immer schneller)
    Nach 15 Tagen gibt es mehr Geld.

    Die mittlere Verweildauer ist ein gemessener Wert. Es gibt also offenbar genug Kliniken, wo man länger hospitalisiert wird und/oder wo man entsprechende Komplikationen erleidet.

    Aus der Sicht des Kaufmanns verdient die Klinik an einem Patienten, der nach dem 5. Tag (bzw. inzwischen nach dem 2.) noch da ist, weniger als möglich. Man wird dem folgend also einerseits die Rate für frühe Komplikationen drücken, andererseits die Nachsorge outsourcen; und die Vermeidung von Komplikationen nach Entlassung ist nicht wichtig.

    Aus der Sicht des Marketings sind frühe Komplikationen weniger schlimm (weil noch unter Kontrolle des Verursachers, also beherrschbar). Bei den nach Entlassung folgenden Komplikationen paßt man die Außendarstellung an: die richtig späten Folgen (dauerhafte Inkontinenz oder Beeinträchtigung, Impotenz,...), sollten gering sein, wenn man darüber eine Statistik führt und veröffentlicht (weil man weiß, dass das die Patienten interessiert). Über die frühen Folgen nach Entlassung veröffentlicht man nichts und daher sind die kein Imageproblem.

    Aus der Sicht des Arztes verschwindet der Patient nach der Entlassung - das sind kleine Rädchen im Getriebe genauso wie wir.

    Wie der Patient das sieht - siehe Forum hier.

    Link zu Katalog 2018: Fallpauschalen_Katalog_2018_171124.pdf

  5. #35
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    Business as usual. In einem high volume center sind die Patienten nur das Mittel zum Ziel und an denen mangelt es halt nicht.

    Thomas

  6. #36
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    Habe nochmals telefonisch in der Klinik nachgefragt.

    Die Entlassung erfolgt nach 5 - 7 Tagen, das ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Man wird nicht entlassen, wenn es einem nicht gut geht.

    Einen Transportschein sprich Taxischein gibt es nicht. Man kann am Entlassungstag mit dem eigenen Auto Heim fahren, auch längere Strecken.

  7. #37
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    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    @ MartinWK Interessanter Katalog, das absolut teuerste ist die langzeit Beamtmung, da geht es richtig ins Geld.

  8. #38
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    Habe den 2017 im Internet gefunden, als ich meine PKV davon überzeugen mußte, dass sie mit meiner IRE-Behandlung finanziell besser wegkommt als mit einer RPE und deshalb alle Kosten und nicht nur einen Teil erstatten soll. Hat auch soweit geklappt. Allerdings bekommt man dafür nur einen stationären Tag geliefert (mehr wäre aber auch nicht nötig gewesen). Und Katheterziehen nach 14 Tagen war inklusive.

  9. #39
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    Hallo liebe Foristen,
    als betroffene Partnerin und Krankenschwester, leider mit vielen negativen Erlebnissen in Krankenhäusern, habe ich skeptisch auf den straffen postoperativen Verlauf im Vorfeld geschaut.
    Eine Zugfahrt mit Begleitung würde ich auch den Vorzug bei 4 Stunden Fahrzeit geben. Es bietet mehr Bewegungsfreiheit.
    Die Patienten, die ich erlebt habe waren alle „ fahrtüchtig „. Niemand wurde vor die Tür gesetzt.
    Ich war erstaunt,wie fit die Patienten waren. Einige Patienten haben wegen der guten Betreuung, das Lager nicht so gerne verlassen.
    Es gibt auch die Möglichkeit einen Tag im Hotel zu verbringen,im Anschluss an die Entlassung.
    Ein Luftkissen ist sicher eine Anschaffung, über die man nachdenken kann.Falls es zum Skrotalhämatom kommt, ist es sicher eine Erleichterung beim Sitzen. Was auch nicht eintreffen muss.

    Gruss Ingrid

  10. #40
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    Der eine hat Schmerzen, der andere nicht. Meistens aber kann man's beim Sitzen aushalten. Die lange Fahrt mit dem Zug halte ich für nicht gut, wenn ich daran denke, wie es mir erging auf der Rückfahrt.

    Ich möchte aber in diesem Zusammenhang noch was sagen zur Frage "Mit oder ohne Katheter", was hier noch nicht angesprochen wurde. Bei mir wurde (auch in der MK) nach erfolgreicher Dichtigkeitsprüfung am vorletzten Kliniktag der Katheter gezogen, worüber man im Allgemeinen recht glücklich ist. Das war vormittags. 2 x Wasserlassen über den Tag, alles dicht. Am selben Abend dann - beim Versuch, vor dem Schlafengehen noch mal Wasser zu lassen - höllische Schmerzen: Harnwegsverschluss. Die Anastomose war wohl zugeschwollen. Katheter wieder rein. Am nächsten Tag mit Katheder nach Hause (vom Sohn mit Auto abgeholt, 2 Stunden).

    Nach Aussage des Arztes kommt so etwas ungefähr bei jedem 10. Patienten vor. Wenn ich mir nun vorstelle, dass dies nicht (wie bei mir) noch in der Klinik, sondern auf einer 6-stündigen Heimreise mit der Bahn oder auf der Autobahn im Stau passiert - na, dann gute Nacht! Nach dieser Erfahrung würde ich es immer vorziehen, mit Katheter nach Hause zu fahren, wenn der Weg ein längerer ist. Zuhause kann ich in 5 Minuten in einer Klinik sein.

    Für Colombo würde ich daher den Tipp geben: Diese lange Fahrt so nicht, und schon gar nicht ohne Katheter anzutreten.

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