Durch dieses Thema hier bin ich mir jetzt ziemlich sicher was ich habe.
Drei Klinikaufenthalte der letzten 6 Jahre haben mir immer bescheinigt mir würde nichts fehlen.
Nervenwasser, Wirbelsäule mit 3T-MRT, nicht einen Anhaltspunkt.
Ich hatte wegen der Prostata 2004 Ciprofloxazin 4 Wochen.
Keine Probleme.

Dezember 2012 nochmal 4 Wochen Cipro, aber wegen der Nase.
Hat nichts gebracht, 2 Jahre später die Polypen entfernen lassen, das war die Ursache.

3 Wochen im Januar 2013 ging alles normal weiter bis ich am 24. Januar 2013 früh 4 Uhr mit rasendem Herzen aufwachte.
Der Blutdruck spielte verrückt, sprang wie ein Yoyo den ganzen Tag rauf und runter.
Hausarzt EKG, o.B.
Der Herzinternist schickte mich mit einer Handvoll Blutdrucktabletten wieder nach Hause.
Die Waden begannen zu schmerzen, Schlafstörungen.
Mein Treppenlauftraining musste ich - nur wegen der Schmerzen - einstellen.
Bin dann zum Check mal für eine Woche in eine Klinik, Abteilung Inneres.
Befund: Wir haben nichts gefunden - suchen sie auch nicht

Die Schmerzen breiteten sich bis Ende 2013 über den ganzen Körper aus.
2014 begannen Problem mit den Augen, mit der Synchronisation.
Da meine Gleitsichtbrille schon älter war bin ich zum Optiker.
Er tat sich schwer vernünfige Daten hinzubekommen.
4 Wochen später Brille geholt und am nächsten Tag reklamiert.
Er wieder gemessen - ihre Augen sind ja jetzt ganz anders, gehen sie erst mal zum Augenarzt.
Wenige Jahre danach hatte sich das wieder normalisiert.

Der Neurologieaufenthalt 2013 brachte auch nichts Handfestes.

2017 nochmaliger Versuch in einer anderen Neurologie.
Kein Anhaltspunkt.
Mein zaghafter Hinweis auf das Antibiotikum wurde vom Chefarzt mit der Begründung weggewischt, dass nach 4 Wochen nichts auftreten könne weil ja alles aus dem Körper raus sei.
Kraft habe ich teilweise über dem Altersdurchschnitt, Fitnesscenter gemessen, das ist kein Problem.
Nur vom Ausdauertraining muss ich die Finger lassen, auch von Spaziergängen über 4-5 km.
Dann werde ich für 2-3 Tage mit stark erhöhtem Schmerzpegel in den Muskeln bestraft, gegen den außer Voltaren nichts hilft.
Es ist etwa so, als wenn die Energielieferung in die Muskelzellen eingeschränkt ist, der Akku relativ schnell leer ist.
Ich hatte diesbezüglich einen MAD-Mangel vermutet, der aber diagnostisch ausgeschlossen wurde.

Durch diesen Thread hier und die angegeben Links mit dem Hinweis auf die Mitochondrien - die Kraftwerke in den Zellen - bin ich mir relativ sicher, der Lösung des Rätsels nahe zu sein.
Die körperlichen Einschränkungen sind nicht sehr groß, aber schmerzhaft ist die Sache schon.
Wobei es aber auch Tage gibt, wo man denkt, die Symptome sind verschwunden.

Ich werde den (netten) Neurologen der letzten Klinik informieren, auch wenn er therapeutisch nichts zu bieten hat.
Vielleicht hilft ihm das bei der Diagnose anderer.
Besser wäre es allerdings, es würde sich in der Ärzteschaft zum Schutz der Patienten rumsprechen.

Gruß Ludwig