Seite 2 von 6 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 54

Thema: Einschätzung Krankheitsverlauf und Entfernung Prostata

  1. #11
    Registriert seit
    21.06.2012
    Ort
    Raum Stuttgart
    Beiträge
    730
    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    ...Bildgebung vorher und nachher ist als Erfolgskontrolle dann sowieso erforderlich.
    Vorher - ja, nachher - nein. Da genügt meiner Ansicht nach zunächst die PSA-Kontrolle - es sei denn, es handelt sich um einen PSA-negativen Tumor, was bei TUs Verwandschaft sicher nicht der Fall ist.

    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  2. #12
    Registriert seit
    13.02.2019
    Beiträge
    15
    Hallo Rolando,

    da hast du recht, meine Aussagen bezüglich MRT bedürfen einer weiteren Erläuterung : MRT wurde vom Urologen beantragt, da er mit grosse Vorlaufzeit des Termins rechnete. Da die Terminvergabe nun viel schneller als vom Urologen angenommen stattfand, hat er diesen abgesagt um erst die PSA Werte zu überprüfen. Leider war ich beim Termin mit dem Urologen nicht dabei, der Betroffene hat diese zweifelhafte Vorgehensweise leider nicht hinterfragt. Deswegen war jetzt meine Idee, sich an den operierenden Professor und Urologen zu widmen und eine Zweitmeinung von diesem einzuholen, die PSMA aber unabhängig von der Aussage des zweiten herangezogenen Arztes in die Wege zu leiten. Erscheint das sinnvoll? Oder braucht man für die Kasse sowieso eine Überweisung / Begründung des behandelnden Urologen?

    Über die zahlreichen Antworten bin ich übrigens sehr dankbar!

  3. #13
    Registriert seit
    21.06.2012
    Ort
    Raum Stuttgart
    Beiträge
    730
    Hallo TU,

    eine Zweitmeinung in der Situation deines Verwandten einzuholen, halte ich für richtig.

    Ob die Begründung für die PSMA-PET/CT nun vom behandelnden Urologen oder vom vormals operierenden Professor kommt, dürfte der Krankenkasse bzw.dem MD (Medizinischen Dienst) grundsätzlich egal sein - wie gesagt, die Begründung muss eben schlüssig sein.

    Evtl. genießen die Worte eines "Professors" eine höhere Wertschätzung, er hat vielleicht auch einen besseren Draht zu den Kassen oder entsprechende Anträge schon häufiger gestellt und kennt sich deshalb besser damit aus, wie etwas formulieren werden muss, um es bewilligt zu bekommen. Das sind aber ein Stück weit spekulative Überlegungen meinerseits.

    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  4. #14
    Registriert seit
    13.02.2019
    Beiträge
    15
    Hallo zusammen,

    die Zweitmeinung des Professors ergab eindeutig PSMA, welcher er auch nächste Woche im Zusammenhang mit dem Fall des Betroffenen dem monatlichen Board vorstellt. Nun meinte der Professor, dass die jetzt angefangene Hormontherapie das PSMA beeinflussen könnte. Leider habe ich die Diskussion dazu nicht im Forum gefunden? Gibt es dazu Meinungen?

  5. #15
    Registriert seit
    18.04.2018
    Ort
    Raum Zürich
    Beiträge
    375
    Zitat Zitat von TU6491 Beitrag anzeigen
    Nun meinte der Professor, dass die jetzt angefangene Hormontherapie das PSMA beeinflussen könnte.
    Nein, eine Hormontherapie (medikamentöse Hormonblockade) beeinflusst die PSMA Diagnostik nicht.
    Kann Dir grad einen Link weitergeben, den MartinWK kürzlich in einem anderen Thread eingestellt hat.

    https://www.nuklearmedizin-spitalerh...e_19.01.17.pdf

    Tritus

  6. #16
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    2.480
    Ja, die Meinung ist, dass sich die PSMA Expression zu Beginn der Hormontherapie erhöht, man also mehr mit dem PSMA PET/CT sieht.

    Hier ein Link zu einer Diskussion zu diesem Thema.

    In dieser Empfehlung zur Durchführung eines PSMA PET/CTs steht: "Preclinical data indicate that PSMA expression is increased in castration-resistant prostate cancer and under ADT"

    Langfristig nimmt die PSMA Expression jedoch ab, ich meine vielleicht weil die Metastasen durch die Hormontherapie kleiner werden.

    Georg

    P.S. Tritus: "beeinflusst nicht" ist etwas merkwürdig formuliert wenn es anschließend heißt: "... zeigt sich eine deutliche Zunahme der PSMA-Expression in nahezu 100% der Patienten (5, 6) ". Eine deutliche Zunahme würde ich nicht mit "beeinflusst nicht" bezeichnen.

  7. #17
    Registriert seit
    21.06.2012
    Ort
    Raum Stuttgart
    Beiträge
    730
    Hallo TU,
    soweit ich mich dran erinnere, ist es so, dass Tumorzellen durch eine begonnene Hormontherapie zunächst sogar mehr PSMA exprimieren. Zum Zeitraum dieses Effekts möchte ich mich nicht festlegen. Ich meine es waren ca. 2 Monate. Somit dürfte das PSMA-PET/CT zu Beginn einer Hormontherapie sensitiver sein als ohne diese Behandlung.
    Es werden sich sicherlich noch Andere melden, die das besser im Kopf haben bzw. denen die Studienergebnisse dazu geläufiger sind.

    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  8. #18
    Registriert seit
    18.04.2018
    Ort
    Raum Zürich
    Beiträge
    375
    Georg und ich haben gleichzeitig geschrieben. Mit meinem "Nein, beeinflusst nicht" verstehe ich,
    dass die Erkennung von Metastasen nicht schlechter wird (beeinflusst nicht negativ). Die viel beobachtete PSMA Erhöhung kurz nach Beginn Hormontherapie
    verspricht sogar eine bessere Detektionsrate im PSMA PET/CT. Also kein Widerspruch zu Georg's Antwort.

    Wenn jemand halt sagt, er habe Bedenken eine PSMA PET/CT Untersuchung zu machen, weil man schon eine Hormontherapie begonnen hat,
    dann kann man diese Bedenken zerstreuen.

  9. #19
    Registriert seit
    06.03.2017
    Beiträge
    773
    Zitat Zitat von TU6491 Beitrag anzeigen
    Nun meinte der Professor, dass die jetzt angefangene Hormontherapie das PSMA beeinflussen könnte.
    Kann ja auch damit gemeint haben, dass es ansteigt... Das wäre aber völlig unsinnig, denn gesunde Zellen werden natürlich niemals plötzlich nennenswert PSMA exprimieren.
    Gute Idee, dass der nette Prof. das dem Tumorboard vorlegt, da werden hoffentlich Fachleute sitzen.

    Tritus sagt dazu: "Wenn jemand halt sagt, er habe Bedenken eine PSMA PET/CT Untersuchung zu machen, weil man schon eine Hormontherapie begonnen hat, dann kann man diese Bedenken zerstreuen."
    "Jemand" ist offenbar ein Chefarzt. Ob "man" einfach mal so seine Bedenken zerstreuen kann? Und ob der Chef die Bedenken bezüglich Vertrauen in den Arzt zerstreuen kann?

  10. #20
    Registriert seit
    21.06.2012
    Ort
    Raum Stuttgart
    Beiträge
    730
    Martin,
    wenn ich es richtig verstanden habe, scheinst du die Vertrauenswürdigkeit des Professors zu hinterfragen, weil er bzgl. PSMA-PET/CT unter Hormonentzug/-blockade keine finale Antwort geben konnte.

    Immerhin befürwortet der Chefarzt? eine PSMA-Bildgebung und hat die Problematik eines möglichen Einflusses der Hormontherapie auf das Ergebnis einer PSMA-Diagnostik erkannt. Zudem gibt er den Fall an ein Tumorboard zur Besprechung weiter. Dort sitzt dann auch ein Radiologe, der als zuständiger Experte die Fragestellung "Einfluss der Hormontherapie auf das PSMA-PET/CT" kompetent einschätzen und beantworten kann.

    Ehrlich gesagt gäbe es für mich bisher keinen Anlass das Vertrauen in den Prof. anzuzweifeln. Man muss nicht alles wissen, man muss nur richtig handeln und das tut der Arzt in diesem Fall.

    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •