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Thema: 3 Monate "danach"--Zweifel an Entscheidung für OP

  1. #11
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    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    Was auch immer da vom Urologen gesagt wurde: so wie zitiert ist es unklar oder falsch. Ging es nur um (Fern-)Metastasen? Die dürften wohl nur in 1% der Fälle mit 7b und PSA<5 zu dem Zeitpunkt der Erstbiopsie nachweisbar sein. Lymphknoten, Samenblasen und Kapseldurchbruch sind allerdings wesentlich wahrscheinlicher, dazu nimmt man dieses Nomogramm:
    https://www.mskcc.org/nomograms/prostate/pre_op
    Danach wäre das PCa auf die Prostata in 52% der Fälle beschränkt, von den anderen 48% (das sind die gestreuten Fälle) werden die Hälfte lange Zeit kein Rezidiv haben.

    Nach Betrachtung der oben genannten Zahlen hätte man gesagt: die Prostata ist raus aus dem Körper, nicht unbedingt der Krebs. Nimmt man den Befund nach der Operation, so gilt das Nomogramm hier:
    https://www.mskcc.org/nomograms/prostate/post_op
    4% erleiden binnen 10 Jahren ein Rezidiv. Das ist bei Blinddarm oder Galle nicht zu erwarten.

    na irgendwie hatte der Urologe ja doch Recht, denke ich
    Postoperativ ist doch die Histologie soweit OK, oder nicht? ist doch kein Hinweis auf Streuung...Ca war auf Kapsel beschränkt, Samenblasen und alles andere Tumorfrei

  2. #12
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    Nachträglich ist man immer schlauer. Der Urologe hat damals nicht Recht gehabt, die Basisdaten waren ja andere.
    Man fragt sich dann immer noch, wo die dominanten Gleason-4 Anteile geblieben sind? Es soll ja vorkommen, dass Pathologe und Urologe für Überweisungen von den Kliniken vergütet werden...

  3. #13
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    Da möchte ich eigendlich keinen Unterstellen das er bei der Überweisung etwas verdient. Besonders dann nicht wenn ich mir das KH selber aussuchen kann.

  4. #14
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    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    Nachträglich ist man immer schlauer. Der Urologe hat damals nicht Recht gehabt, die Basisdaten waren ja andere.
    Man fragt sich dann immer noch, wo die dominanten Gleason-4 Anteile geblieben sind? Es soll ja vorkommen, dass Pathologe und Urologe für Überweisungen von den Kliniken vergütet werden...
    ....bedeutet? Ich wurde aus Profitgier zur OP genötigt?

  5. #15
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    Es soll so etwas wie Überweisungsprämien geben...... bist Du im "empfohlenen" Krankenhaus operiert worden oder hast Du Dir das selbst ausgesucht ?

    Nur: wie schon viele Vorredner schrieben, hast Du mit der Entscheidung zur OP alles richtig gemacht (die Fragestellung, ob man auch hätte bestrahlen können, mal außen vor gelassen), aber eine Therapie war notwendig...da würde
    ich dann nicht Profitgier vermuten.

    Und die Tatsache, dass bei der Biopsie Gleason 4 Anteile festgestellt wurden, nach der OP aber nicht kann auch an zwei unterschiedlichen Pathologen liegen - wie hier schon geschrieben, ist die Gleasoneinteilung recht subjektiv, so dass ein Pathologe
    etwas mit 3 beurteilen kann, was ein anderer bereits als 4 sieht.

  6. #16
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    Also 7a zurück auf 6 würde ich noch verstehen bei <=10% Anteil von Gleason 4. Aber 7b (bei 4 von 12 Stanzen)? Zur Feststellung von Gleason 4 kann man die Details bei Prof. Bonkhoff nachlesen:
    http://www.prostapath.de/Prostatapat...e-der-Prostata (pdf-Links rechts)
    Da gibt es unklare Situationen, gerade an den Schnittgrenzen. Der Pathologe kann das fehlinterpretieren oder darüber hinweg sehen.
    Bezüglich krimineller Pathologen ist mir nur der eine Fall bekannt: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-22019408.html

  7. #17
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    Zitat Zitat von uwes2403 Beitrag anzeigen
    Es soll so etwas wie Überweisungsprämien geben...... bist Du im "empfohlenen" Krankenhaus operiert worden oder hast Du Dir das selbst ausgesucht ?



    Nur: wie schon viele Vorredner schrieben, hast Du mit der Entscheidung zur OP alles richtig gemacht (die Fragestellung, ob man auch hätte bestrahlen können, mal außen vor gelassen), aber eine Therapie war notwendig...da würde
    ich dann nicht Profitgier vermuten.


    Und die Tatsache, dass bei der Biopsie Gleason 4 Anteile festgestellt wurden, nach der OP aber nicht kann auch an zwei unterschiedlichen Pathologen liegen - wie hier schon geschrieben, ist die Gleasoneinteilung recht subjektiv, so dass ein Pathologe
    etwas mit 3 beurteilen kann, was ein anderer bereits als 4 sieht.
    Naja, mir wurde schon ein KHS und ein Operateur empfohlen...aber da es sich hier um ein Prostatakrebszentrum in der Nähe handelte und der Operateur auch einen sehr guten Ruf geniesst, hatte ich keinen Grund an den Empfehlungen meines Urologen zu zweifeln. Hätte die Prostata nur "ausgeschabt" werden sollen, hätte er mich auch an ein anderes KHS überwiesen.
    Da wo ich operiert worden bin, sind sie schon sehr auf RPE spezialisiert. Und da meine OP und der Heilungsprozeß so problemlos gelaufen sind, denke ich, wenn ich schon keine Alternative zur OP gehabt habe, dann war das die richtige Entscheidung mich genau dort und auch vom Chefarzt operieren zu lassen...Aber meine Nachhaltigen Zweifel waren eben, ob die OP überhaupt nötig war.
    Da jetzt ja so viele geschrieben haben, das ich alles richtig gemacht hab mit der Entscheidung zur OP, kann ich dann ja auch meine Zweifel an der Behandlungsmethode so langsam begraben und mich freuen, das alles so gut gelaufen ist.......

  8. #18
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  9. #19
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    Zitat Zitat von uwes2403 Beitrag anzeigen
    Da sehe ich genauso....
    Danke für Deinen Zuspruch....irgendwie beruhigen mich jetzt diese Kommentare, das ich die richtige Entscheidung getroffen hab. Ich meine, nach dem Untersuchungsergebnis beim Urologen und der anschliessenden Pathologie stand ja nunmal eindeutig fest, das ich ein Problem hatte...Meine Befürchtungen jetzt im nachhinein waren ja eher, das ich mich vllt zu schnell zu einer OP entschlossen haben könnte, nur um das Problem schnellstmöglich loszuwerden ohne sich Gedanken zu machen ob es nicht vllt doch Alternative zur RPE gegeben hätte.

    Aber nach all den Kommentaren, war ich , so glaube ich jetzt, Alternativlos

  10. #20
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    Nach vorne schauen - nach hinten bringt dich nicht weiter!
    Alles richtig gemacht.
    Gruß Skipper

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