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Thema: 3 Monate "danach"--Zweifel an Entscheidung für OP

  1. #21
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    Zitat Zitat von Berema Beitrag anzeigen
    Meine Befürchtungen jetzt im nachhinein waren ja eher, das ich mich vllt zu schnell zu einer OP entschlossen haben könnte, nur um das Problem schnellstmöglich loszuwerden ohne sich Gedanken zu machen ob es nicht vllt doch Alternative zur RPE gegeben hätte.
    Prof. Wirth, Chefurologe der Uniklinik Dresden, sagte etwa vor zwei Jahren im Fernsehen, dass von seinen Patienten mit "Abwarten und Beobachten" die Hälfte nach 5 Jahren eine Therapie benötigt und davon ein beachtlicher Teil die Heilbarkeitsgrenze zu diesem Zeitpunkt überschritten hat.

    Wenn man das Gefühl hat, dass man die Kurve gekriegt hat - vor allem wenn man jünger ist - kehrt auch ein großer Teil der "Leichtigkeit des Seins" wieder zurück.
    Man kriegt den Prostatakrebs aus dem Kopf raus und macht dann das Thema - wenn man es denn macht - wie ich nur noch als Hobby.
    Und das hat einen nicht zu unterschätzenden Wert.

    Gruß Ludwig
    Wer nichts weiss ist gezwungen zu glauben.

    PSA-Verlauf (grafisch)

  2. #22
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    etwas abweichend:
    Zitat Zitat von LudwigS Beitrag anzeigen
    .... mit "Abwarten und Beobachten" die Hälfte nach 5 Jahren eine Therapie benötigt und davon ein beachtlicher Teil die Heilbarkeitsgrenze zu diesem Zeitpunkt überschritten hat.
    kannst du das bitte näher erläutern? Ich befinde mich (noch) in diesem Stadium (AS).


    Im hier genannten konkreten Fall, gehe ich auch davon aus dass die Entscheidung zur OP der richtige Weg war.

  3. #23
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    Zitat LudwigS
    ----
    "Man kriegt den Prostatakrebs aus dem Kopf raus und macht dann das Thema - wenn man es denn macht - wie ich nur noch als Hobby.
    Und das hat einen nicht zu unterschätzenden Wert."
    ---
    Dann mal viel Spass mit Deinem Hobby

    Gruss
    WJ

  4. #24
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    Zitat Zitat von obelix Beitrag anzeigen
    etwas abweichend:

    kannst du das bitte näher erläutern? Ich befinde mich (noch) in diesem Stadium (AS).


    Im hier genannten konkreten Fall, gehe ich auch davon aus dass die Entscheidung zur OP der richtige Weg war.

    Ich kann das nicht näher erläutern, ich habe es nur von ihm gehört.
    Wenn du es genauer wissen möchtest, kannst du es nur von ihm selbst erfahren.
    Er hat ja ein Büro vorgeschaltet.
    Vielleicht bekommst du sogar eine Antwort bei einer Anfrage.

    Gruß Ludwig
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    PSA-Verlauf (grafisch)

  5. #25
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    Zitat Zitat von LudwigS Beitrag anzeigen
    Prof. Wirth, Chefurologe der Uniklinik Dresden, sagte etwa vor zwei Jahren im Fernsehen, dass von seinen Patienten mit "Abwarten und Beobachten" die Hälfte nach 5 Jahren eine Therapie benötigt und davon ein beachtlicher Teil die Heilbarkeitsgrenze zu diesem Zeitpunkt überschritten hat.
    Mit "Benötigen" ist wohl gemeint, dass die Kriterien für AS nicht mehr zutreffen. Da muss man berücksichtigen, dass die allermeisten Patienten von Prof. Wirth die Standarddiagnostik durchlaufen haben: systematische Biopsie nach PSA- oder Tastauffälligkeit, aber kein MRT oder PSMA PET/CT oder auch Molekularpathologie usw. Von denen, die gleich operiert wurden, erhalten dann etliche nach RPE ein "Upgrade". Und entsprechend werden etliche derjenigen, die sich für AS entschieden haben, dafür garnicht geeignet gewesen sein.
    AS ohne umfassende Diagnose ist ein großes Risiko. Wie bei Berema kann auch RPE ohne umfassende Diagnose fragwürdig sein. Hier ging es um 7b, der zu 6 wurde - und da hätte es Alternativen und nicht nur die AS gegeben. Wie würde man das bei 7a oder 6 empfinden, der zu Gleason 3+2oder 2+2 wird?

    Für Berema ist die Sache gelaufen und hoffentlich wird alles gut - es macht für ihn keinen Sinn, zurückzuschauen. Seinen Beitrag verstehe ich so, dass er nicht eine Absolution erteilt haben will, sondern andere warnen will, weil er das Gefühl hat, dass die Entscheidung zu schnell und im Nachhinein aufgrund falscher Daten gefällt wurde.

  6. #26
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    Ich möchte die von Prof. Wirth erwähnte "Heilbarkeitsgrenze" aufgreifen. Diese Grenze ist überschritten, wenn der Tumor außerhalb der Prostata gestreut hat. Nun ist die Theorie aber, dass ein Gleason 6 nicht streut und dies ist auch die Basis für aktive Überwachung. Das Problem ist, dass der mit einer Biopsie festgestellte Gleason Score etwas unsicher ist und bei einer Operation häufig nach oben korrigiert wird. Man hat sich also auf der Basis eines Gleason 6 für eine aktive Überwachung entschieden, in Wirklichkeit ist es aber ein 7a oder 7b. Und diese können Metastasen bilden.

    Daher sollte man bereit sein, die Kontroll-Biopsie zu machen und den PSA Wert überwachen lassen. Dann sollte nichts passieren.

    Georg

  7. #27
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    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    Wie bei Berema kann auch RPE ohne umfassende Diagnose fragwürdig sein. Hier ging es um 7b, der zu 6 wurde - und da hätte es Alternativen und nicht nur die AS gegeben. Wie würde man das bei 7a oder 6 empfinden, der zu Gleason 3+2oder 2+2 wird?

    Für Berema ist die Sache gelaufen und hoffentlich wird alles gut - es macht für ihn keinen Sinn, zurückzuschauen. Seinen Beitrag verstehe ich so, dass er nicht eine Absolution erteilt haben will, sondern andere warnen will, weil er das Gefühl hat, dass die Entscheidung zu schnell und im Nachhinein aufgrund falscher Daten gefällt wurde.
    Ja für mich ist die Sache gelaufen und ich wollte auch keine Absolution, sondern nur Eure Meinung, ob ich nicht doch zu vorschnell einer OP zugestimmt habe. Im übrigen war meine Ausgangslage ja wohl ein 7c wenn ich die Befunde richtig deute. Trotzdem war ich mir im nachhinein unsicher.
    Nach all den Kommentaren scheine ich ja die richtige Entscheidung getroffen zu haben und jemand anderes schrieb mir persönlich , das mein Urologe und ich alles richtig gemacht haben in dem wir keine Zeit vergeudet und schnell entschieden haben.
    Aber Zweifel bleiben und deshalb kann mein Post auch eine Warnung sein sich nicht zu schnell zu irgendwelchen Behandlungen hinreissen zu lassen

  8. #28
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    Hallo Berema,

    Nach meinem ersten, von keinem Erfolg gekrönten Versuch einen Beitrag zu schreiben, hier nun der zweite Anlauf:
    Zunächst mal mein Krankheitsverlauf, der auch im Profil hinterlegt ist im Telegrammstil:

    -Februar 2014 PSA 1,94
    -Januar 2018 PSA 6,44 (Bestimmung auf eig. Wunsch)
    -Überweisung zum Urologen,
    -Mai 2018 PSA 8,3, Tastbefund pos., MRT, Biopsie, 12 Proben, 2 pos., zusätzlich Szintigramm und CD
    -Zweitmeinug für Therapie beim Chefarzt Urologie Missio-Klinik Würzburg - Empfehlung Seeds
    -Entscheidung mit behandelndem Urologen für OP
    -RPE mit DaVinci August 2018 Uniklinikum Jena, Gleason-Score 7a=3+4, let. Nervenerhalt re. teilw., li. vollst.
    -Sept./Okt. Reha in Bad Elster (sehr zu empfehlen)
    -Nov. 2018 PSA 0, Lt. Urologen geheilt

    Vom Alter einmal abgesehen, ich bin ja 14 Jahre älter, ähnelt sich doch der Verlauf unserer Krankheit sehr stark.
    Die Kontinenz war bereits kurz nach der Reha fast vollständig wiederhergestellt und bereitet keine Probleme mehr.
    Allerdings mache ich auch die in der Reha erlenten Übungen regelmäßig.

    Leider ist das bei der Potenz (noch) nicht der Fall. Die Hoffnung stirbt aber zuletzt.
    Tadalafil brachte nichts. Seit einigen Tagen übe ich mit einer Pumpe auf Rezept.

    Natürlich habe ich mich dazu im Web ausgiebig informiert und habe so auch etwas über die Stoßwellentherapie gelesen.
    Dazu habe ich mich bei einem Urologen in Erfurt, der ein solches Gerät besitzt, vergangenen Mittwoch beraten lassen.
    Nach dessen Auskunft ist eine solche Therapie nur Erfolg versprechend, wenn nach einer Schwellkörperinjektion eine Erektion zustande kommt.
    Dies werde ich demnächst mit meinem behandelnden Urologen besprechen.

    Nun zu Deiner eigentlichen Frage:

    Deine Entscheidung war aus meiner Sicht richtig.
    Die Empfehlung im Missio-Klinikum Würzburg war nämlich, dass, wenn ich einige Jahre jünger wäre (50), eine OP das Richtige wäre.

    L. G.
    Wolfram

  9. #29
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    Zitat Zitat von Wolfram Beitrag anzeigen
    Hallo Berema,

    Nach meinem ersten, von keinem Erfolg gekrönten Versuch einen Beitrag zu schreiben, hier nun der zweite Anlauf:
    Zunächst mal mein Krankheitsverlauf, der auch im Profil hinterlegt ist im Telegrammstil:

    -Februar 2014 PSA 1,94
    -Januar 2018 PSA 6,44 (Bestimmung auf eig. Wunsch)
    -Überweisung zum Urologen,
    -Mai 2018 PSA 8,3, Tastbefund pos., MRT, Biopsie, 12 Proben, 2 pos., zusätzlich Szintigramm und CD
    -Zweitmeinug für Therapie beim Chefarzt Urologie Missio-Klinik Würzburg - Empfehlung Seeds
    -Entscheidung mit behandelndem Urologen für OP
    -RPE mit DaVinci August 2018 Uniklinikum Jena, Gleason-Score 7a=3+4, let. Nervenerhalt re. teilw., li. vollst.
    -Sept./Okt. Reha in Bad Elster (sehr zu empfehlen)
    -Nov. 2018 PSA 0, Lt. Urologen geheilt

    Vom Alter einmal abgesehen, ich bin ja 14 Jahre älter, ähnelt sich doch der Verlauf unserer Krankheit sehr stark.
    Die Kontinenz war bereits kurz nach der Reha fast vollständig wiederhergestellt und bereitet keine Probleme mehr.
    Allerdings mache ich auch die in der Reha erlenten Übungen regelmäßig.

    Leider ist das bei der Potenz (noch) nicht der Fall. Die Hoffnung stirbt aber zuletzt.
    Tadalafil brachte nichts. Seit einigen Tagen übe ich mit einer Pumpe auf Rezept.

    Natürlich habe ich mich dazu im Web ausgiebig informiert und habe so auch etwas über die Stoßwellentherapie gelesen.
    Dazu habe ich mich bei einem Urologen in Erfurt, der ein solches Gerät besitzt, vergangenen Mittwoch beraten lassen.
    Nach dessen Auskunft ist eine solche Therapie nur Erfolg versprechend, wenn nach einer Schwellkörperinjektion eine Erektion zustande kommt.
    Dies werde ich demnächst mit meinem behandelnden Urologen besprechen.

    Nun zu Deiner eigentlichen Frage:

    Deine Entscheidung war aus meiner Sicht richtig.
    Die Empfehlung im Missio-Klinikum Würzburg war nämlich, dass, wenn ich einige Jahre jünger wäre (50), eine OP das Richtige wäre.

    L. G.
    Wolfram

    Hallo Wolfram,

    vielen dank für Deine Geschichte. Sie ähnelt meiner wirklich etwas, nur, dass Du einen 7a hattest und ich einen 7b (4+3).
    Aber ich hab ja in der Reha gelernt, das jeder Patient einzigartige Probleme hat und man nicht einen Krankheitsverlauf mit dem anderen vergleichen könnte, da es so gut wie nie identische Fälle gibt.

    Mittlerweile habe ich gelernt, das man sich mit der Potenz (vor allem so kurz nach OP) noch nicht verrückt machen, aber durchaus "Trainieren" sollte.
    Tadalafil ist meines Wissens nicht so gut wie Cialis, da es wenn, nur kurzzeitig wirkt. (Ne Freundin von uns ist Pharmareferentin und kennt sich aus)
    Cialis kann bis zu 36 std wirken und man braucht sich daher psychisch nicht so unter Druck setzen nach dem Motto: in einer halben Stunde muss das Ding aber stehen. Das wird dann eh nix.
    Klappt ja schon bei gesunden Männern oft nicht...und mit unserem Handycap dann natürlich erst recht nicht.

    Ich hab mir auch ne Pumpe besorgt und übe täglich 10 min..alleine damit der "Kleine" sich mal wieder erinnert wozu er mal da war ;-)
    Meine OP ist ja noch nicht so lange her wie Deine, daher versuche ich es noch entspannt zu sehen, das noch nix passiert.....das fällt aber auch nicht immer leicht, das gebe ich zu

    Ja, nach all den Kommentaren hier, glaube ich jetzt auch, dass ich mit der OP alles richtig gemacht hab und versuche mich täglich daran zu erfreuen, das es mir körperlich wieder sehr gut geht, ich wieder Sport machen kann und keine weitere Behandlung brauchte.
    Alles andere wird die Zeit bringen denke ich.

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und lass mal wissen ob und wann Du "unten rum" Erfolge erzielen konntest
    LG
    Berema

  10. #30
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    Cialis = Tadalafil

    Wikipedia zitiert:

    Tadalafil ist in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich sowie in einigen anderen Ländern verschreibungspflichtig, in anderen Ländern hingegen frei erhältlich. Es ist seit November 2002 in der EU und seit 2003 in den USA zugelassen.Die Handelsmarke Cialis wird neben anderen Potenzmitteln besonders häufig in unerwünschten E-Mails (Spam) beworben. Dabei handelt es sich oft nicht um das Originalmedikament, sondern auch um gefälschte Nachahmerpräparate mit anderen Wirkstoffen und unvorhersehbaren Wirkungsweisen. Die Einnahme solcher Präparate kann daher mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden sein.
    Am 15. November 2017 lief das Patent für den Wirkstoff in Deutschland ab,[12] sodass ab diesem Zeitpunkt Generika zugelassen sind. Obwohl die Vorteile gegenüber Sildenafil auf der Hand liegen, blieb eine Verschiebung aus.[13]
    Winfried

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