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Thema: mein Ehemann ist erkrankt Fragen!

  1. #11
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    Zitat Zitat von Espera Beitrag anzeigen
    Kurzes Zwischen-Update: ...Man hat uns nun gesagt, dass das abschließende Ergebnis bis zu 4 Wochen dauern könne. Vermutlich hängt es daran, dass mein Mann am 1. Februar noch in der Praxis des Urologen unmittelbar nach der Diagnose bereits eine Hormonspritze bekam. ...

    Ich hoffe natürlich, dass sich der Gleason-Score in der abschließenden Histologie nicht verschlechtert hat.
    Dazu noch eine Frage: In einer hier veröffentlichten Statistik habe ich gelesen, dass ein Gleason-Score von 7b eine Rezidivwahrscheinlichkeit von 38% mit sich bringt. Hat man denn nach Auftreten eines Rezidivs noch eine Heilungschance, also damit meine ich nicht eine rezidivfreie Zeit von mehr als 5 Jahren, sondern die theoretische Wahrscheinlichkeit 100 zu werden.

    Hallo Christel,
    wegen der "Spritze" ist zunächst auch Alles vom Tisch, was Tritus und ich zur postoperativen PSA-Entwicklung und der zu Grunde liegenden Berechnung von Halbwertszeiten geschrieben haben. Die früheste verlässliche PSA-Bestimmung dürfte sich damit etwas nach hinten verschieben. Denke mal 10-12 Wochen nach der OP dürfte es keinen verfälschenden Einfluss mehr durch die Spritze auf's PSA geben.

    Ansonsten macht euch nicht jetzt schon mit irgendwelchen statistischen Werten verrückt - erst einmal gilt es den histologischen Befund abzuwarten.
    4 Wochen Bearbeitungszeit ist allerdings ziemlich lang. Wüsste spontan keinen Zusammenhang mit der begonnenen Hormontherapie, der eine solche Verzögerung begründen könnte - es sei denn, der Pathologe hat deswegen von vornherein eine Zweitbegutachtung veranlasst, dann dauert's natürlich länger.

    Roland
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  2. #12
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    Vielen lieben Dank Lothar und Roland für eure Rückmeldung und Infos.

    Zitat Zitat von rolando Beitrag anzeigen

    Hallo Christel,
    wegen der "Spritze" ist zunächst auch Alles vom Tisch, was Tritus und ich zur postoperativen PSA-Entwicklung und der zu Grunde liegenden Berechnung von Halbwertszeiten geschrieben haben. Die früheste verlässliche PSA-Bestimmung dürfte sich damit etwas nach hinten verschieben. Denke mal 10-12 Wochen nach der OP dürfte es keinen verfälschenden Einfluss mehr durch die Spritze auf's PSA geben.

    Roland

    Der erste PSA soll am 2. April gemessen werden, das wären knapp 7 Wochen nach der OP, wie würde sich denn der Einfluss der Hormonspritze auswirken, wird der PSA dann vermutlich niedriger ausfallen, als er tatsächlich wäre?

  3. #13
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    Hallo Christel,

    Es gibt verschieden lang wirksame Spritzen von 1, 3 und 6 Monate.

    Wenn es ein guter Urologe war, dann hat er Firmagon (Degaralix als Wirkstoff) verwendet, nur als 1 Monatsspritze verfügbar.
    Alle anderen (Eligard, Pamorelin, Zoladex, Profact usw.) sind als 1 Monat, 3-Monat- oder 6 Monatsspritzen verfügbar), sollten aber nicht gespritzt werden ohne vorher 1-2 Wochen lang
    ein Anti-Androgen zu schlucken (z.B. Bicalutamid). Sonst kann es anfangs zu einer PSA Erhöhung und vor allem zu einem vorübergehend verstärktem Krebszellwachstum kommen.

    Eine 1 Monatsspritze wird nach 7 Wochen keine Wirkung mehr haben, bei allen anderen ist es auch nach 3 Monaten noch zu früh.
    Nach einer OP ist es sowieso normal, dass man regelmässig den PSA Wert bestimmt, in der Regel mindestens alle 3 Monate im ersten Jahr. Also die Messung nach 7 Wochen ist
    so oder so ok und dann einfach weiter verfolgen.

    Tritus

    PS. Will doch noch was ergänzen. Das mit der Hormonspritze finde ich doch sehr ungewöhnlich. Da kommt man in die
    Uro-Praxis, kriegt die Krebsdiagnose und zack ist schon die Hormonspritze drin in der gleichen Sitzung und dann 3 Wochen später schon operiert.
    Das geht ja wie der Blitz, da hat man ja gar keine Zeit zu überlegen, ob das alles das richtige ist. Also mein Fall wäre das nicht.

  4. #14
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    Zitat Zitat von Espera Beitrag anzeigen
    ... Der erste PSA soll am 2. April gemessen werden, das wären knapp 7 Wochen nach der OP, wie würde sich denn der Einfluss der Hormonspritze auswirken, wird der PSA dann vermutlich niedriger ausfallen, als er tatsächlich wäre?
    Hallo Christel,
    nach sieben Wochen sollte der PSA-Wert - egal ob mit oder ohne Spritze - unter der Nachweisgrenze sein.
    Das Problem ist, niemand kann unter dem Einfluss der Hormontherapie unterscheiden, ob die Nichtnachweisbarkeit von der vollständigen Entfernung des Tumor- und Prostatagewebes herrührt oder durch die Testosteronunterdrückung bewirkt wird.

    Hat dein Mann eigentlich eine 1-Monats-Spritze oder ein 3-Monats-Depot erhalten?

    Roland
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  5. #15
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    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    Wenn es ein guter Urologe war, dann hat er Firmagon (Degaralix als Wirkstoff) verwendet, nur als 1 Monatsspritze verfügbar. Alle anderen (Eligard, Pamorelin, Zoladex, Profact usw.) sind als 1 Monat, 3-Monat- oder 6 Monatsspritzen verfügbar), sollten aber nicht gespritzt werden ohne vorher 1-2 Wochen langein Anti-Androgen zu schlucken (z.B. Bicalutamid). Sonst kann es anfangs zu einer PSA Erhöhung und vor allem zu einem vorübergehend verstärktem Krebszellwachstum kommen.

    Tritus, bin der gleichen Meinung.
    Allerdings wird die Anfangsmedikation mit einem Anti-Androgen vor Injektion eines GnRH-Agonisten von manchen Urologen nicht so streng gehandhabt. Es besteht bei ihnen die Meinung, eine Vormedikation mit Bicalutamid/Flutamid..., sei nur notwendig, wenn bei entsprechend grosser Tumormasse durch den vorübergehenden Testosteronanstieg und dem damit verbundenen Wachstum der Krebszellen ein erhöhtes Kompressions-/Schmerzrisiko besteht.

    Ich persönlich sehe die anfängliche Provokation von Tumorzellwachstum durch GnRH-Analoga generell als kritisch an und würde deshalb auch nicht auf die "Pufferung" durch Anti-Androgene zu Beginn der Behandlung - im Sinne einer Risikominimierung der Krebsstreuung- verzichten wollen.



    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    Eine 1 Monatsspritze wird nach 7 Wochen keine Wirkung mehr haben, bei allen anderen ist es auch nach 3 Monaten noch zu früh
    Wäre mir da nicht so sicher, ob die Testosteronproduktion unmittelbar nach einem Monat wieder anspringt und auf Normalniveau hochgefahren wird. Insofern denke ich schon, dass die Spritze noch nachwirkt und somit zu diesem Zeitpunkt noch keine verlässliche Aussage zum Erfolg der RPE über den Marker 'PSA' möglich ist.


    Roland
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  6. #16
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    Hallo Tritus und Roland,

    er bekam "Firmagon" gespritzt, .....also sollte der PSA nach 7 Wochen doch unbeeinträchtigt bleiben...oder?

    Konditionsmäßig hat die OP ihn doch ziemlich geschlaucht, während mein Mann vor der OP immer voller Tatendrang und ständig in Bewegung war (hermwerkerisch aktiv), muss er nun schon nach kleinen Anstrengungen (kurzer Spaziergang) ruhen, bzw. schlafen....war das bei euch auch so? Bei vielen Männern ist es ja durchaus normal mittags zu schlafen, aber 2-3 Stunden Tiefschlaf am Nachmittag sind zumindest für meinen Mann schon sehr ungewöhnlich.

    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Christel

  7. #17
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    Zitat Zitat von Espera Beitrag anzeigen
    Konditionsmäßig hat die OP ihn doch ziemlich geschlaucht, während mein Mann vor der OP immer voller Tatendrang und ständig in Bewegung war (hermwerkerisch aktiv), muss er nun schon nach kleinen Anstrengungen (kurzer Spaziergang) ruhen, bzw. schlafen....war das bei euch auch so? Bei vielen Männern ist es ja durchaus normal mittags zu schlafen, aber 2-3 Stunden Tiefschlaf am Nachmittag sind zumindest für meinen Mann schon sehr ungewöhnlich.

    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Christel
    Hallo Christel,
    durch Firmagon sinkt der Testosteronspiegel sehr schnell in den Bereich des Kastrationsniveaus. Und wenn der Testosteronspiegel nach unten saust, wird man schnell müde. Natürlich kann sich die Erschöpfung deines Mannes mit den Auswirkungen der kürzlichen OP zusätzlich überlagen.

    Das Problem ist, das durch abnehmende Tätigkeiten/Spaziergänge/ Sport die Muskeln abbauen und alles wird noch anstrengender.

    Mein Testosteronspiegel ist seit ca. 1,5 Jahren im Keller, am Anfang bin ich zeitweise im Sitzen eingeschlafen, da hilft nur energisch gegensteuern, auf tägliche Aktivitäten achten, sich bei jeden Wetter bewegen, notfalls Fitnessstudio.

    Franz

  8. #18
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    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Hallo Christel,
    durch Firmagon sinkt der Testosteronspiegel sehr schnell in den Bereich des Kastrationsniveaus. Und wenn der Testosteronspiegel nach unten saust, wird man schnell müde. Natürlich kann sich die Erschöpfung deines Mannes mit den Auswirkungen der kürzlichen OP zusätzlich überlagen.

    Das Problem ist, das durch abnehmende Tätigkeiten/Spaziergänge/ Sport die Muskeln abbauen und alles wird noch anstrengender.

    Mein Testosteronspiegel ist seit ca. 1,5 Jahren im Keller, am Anfang bin ich zeitweise im Sitzen eingeschlafen, da hilft nur energisch gegensteuern, auf tägliche Aktivitäten achten, sich bei jeden Wetter bewegen, notfalls Fitnessstudio.

    Franz
    Hallo mal,
    ja ,ja das Testosteron,wenns fehlt ist eine Umstellung angesagt. Hauptsache es geht nach unten.
    wie der Franz das schreibt ist es richtig.
    ich hatte Anfang Dezember 20 Tage Lanzarote gebucht.
    kam dort an als "Flasche leer ".
    konnte am Anfang des Urlaubs noch nicht mal richtig laufen,musste mich nach ein paar hundert metern setzen.
    Rückenschmerzen,kurzatmig.
    konnt mich in 20 Tagen ganz toll aufbauen mit schwimmen,laufen,Fitnesstudio,Sauna und gute Ernährung.
    also es geht,muss halt auch Spass machen.
    @Franz das notfalls musst Du streichen !!

    hier bei uns ist jetzt Fassnacht deshalb,
    Helau,Helau,Helau

    Adam

  9. #19
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    Hallo Franz,

    vielen Dank für die Info, gut zu wissen, dass das hohe Schlafbedürfnis auch an der Hormonspritze liegen kann, dann sollte es sich doch in den nächsten Wochen bessern (Spritze war am 1.Februar) ...oder wie lange ungefähr wird der Testosteronspiegel brauchen, bis er sich wieder auf Normal eingepegelt hat?

    Mein Mann ist zwar eher ein Sportmuffel, aber daher Hobbyheimwerker, normalerweise rund um die Uhr in und ums Haus aktiv. Da er ja in den nächsten Wochen nicht mehr als 5 Kilo heben darf, sind diese Tätigkeiten natürlich vorerst nur noch begrenzt möglich, bzw. begrenzen sich derzeit auf die heimwerkerischen Planungen nach der Rekonvaleszenz, aber ich werde ihn nun zu regelmäßigen Spaziergängen ermuntern.

    Viele Grüße
    Christel


    Zitat Zitat von adam 60 Beitrag anzeigen
    ich hatte Anfang Dezember 20 Tage Lanzarote gebucht.
    kam dort an als "Flasche leer ".
    konnte am Anfang des Urlaubs noch nicht mal richtig laufen,musste mich nach ein paar hundert metern setzen.
    Rückenschmerzen,kurzatmig.
    Hallo Adam,

    oh jeh....wir haben ab 13. April 20 Tage Bali geplant, wir sind Gast bei meiner Cousine und meinem Cousin, die dort ein schickes Hotelresort besitzen und betreiben, ich hoffe, dass wir die Reise antreten können. Nach 1o Tagen im Hotel meiner Cousine haben wir eine Rundreise bis nach Malaysia geplant, ich glaube, die werden wir wohl canceln müssen, um stattdessen die 20 Tage komplett in Bali zu bleiben. Aber zur Rekonvaleszenz wird der Urlaub meinem Mann sicher auch guttun.

    LG Christel (bei uns ist auch Faaaasenacht!!!!)

  10. #20
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    Hallo Christel,

    auch ich hing 3 Monate nach der OP „in den Seilen“.
    Die OP ist überhaupt nicht ohne, deshalb auch die AHB, Arbeitsunfähigkeit und Wiedereingliederung.
    Daher und von der Homonspritze kommt die Müdigkeit.

    Ein anderes aber verwandtes Thema bei Krebserkrankungen ist die Fatigue.

    Hier einige Hinweise:

    https://www.krebsinformationsdienst....igue-index.php

    https://www.krebsgesellschaft.de/onk...bei-krebs.html

    https://www.aerztezeitung.de/medizin...-wirklich.html

    https://www.apotheken-umschau.de/Krebs-Fatigue

    https://deutsche-fatigue-gesellschaft.de/

    https://www.degro.org/krebsassoziier...andelt-werden/

    https://www.multiples-myelom.ch/site...oschuere_0.pdf

    Viele Grüße und Spaß im Karneval

    Lothar

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