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Thema: mein Ehemann ist erkrankt Fragen!

  1. #51
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    Hallo Franz,

    ja genau, stimmt, du warst es, ich wusste nur, dass ich es gelesen hatte, aber nicht mehr, um welchen User es sich handelte.
    Was du schreibst klingt jetzt für mich deutlich nachvollziehbarer, ohne OP ist natürlich eine exakte Gleason-Score Bestimmung nicht möglich.
    Trotzdem freue ich mich sehr für dich, dass die eingeschlagene Therapie sich so erfolgreich ausgewirkt hat und dein PSA schon seit längerer Zeit unter der Nachweisgrenze ist....und ich wünsche dir von Herzen, dass das auch noch viele Jahre so bleiben wird.

    Umso mehr frage ich mich aber, weshalb der Hormonentzug bei meinem Vater nicht gewirkt und es schon 1 ¾ Jahre später zu ausgedehnten Knochenmetastasen kam. Dass der Hormonentzug durch Orchiektomie erfolgte, lese ich im Übrigen auch sehr selten hier im Forum......, wäre vielleicht ein anderes Verfahren sinnvoller gewesen, bzw. muss ich sogar befürchten, dass hier aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten therapiert wurde, weil eine OP bei Privatpatienten besser abzurechnen ist? Ich erinnere mich, dass er in dem Jahr nach der Diagnose immer wieder zur Abklärung des erhöhten PSA-Wertes in der Uniklinik vorstellig wurde, aber therapiert wurde nichts weiter.....schade, dass ich von dieser Zwischenphase keine ärztlichen Unterlagen habe, ich habe leider nur noch die Befunde von der Erstdiagnose und der späteren Diagnose der Knochenmetastasen.

    LG Christel

  2. #52
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    Ich glaube, es ist zu wenig bekannt über das Krankheitsbild Deines Vaters. Vielleicht hat man auf dem CT oder MRT nach der Biopsie Lymphknotenmetastasen gesehen und daher seinerzeit von einer Operation Abstand genommen. Wenn Dein Vater keinen Kinderwunsch mehr hatte, konnte man die Hormontherapie als Orchiektomie durchführen. Dies gilt teilweise als "Gold-Standard", da es das Testosteron meist noch etwas stärker senkt als die Medikamente.

    Irgendwann ist der PSA Wert trotz Orchiektomie angestiegen und Dein Vater hat eine Chemo vielleicht abgelehnt. Das war das einzige zugelassene Medikament, was man damals einsetzen konnte. Abirateron, was man heute geben würde, wurde erst im November 2012 zugelassen. Insgesamt war das in 2010 wohl eine typische Behandlung von metastasierten Prostatakrebspatienten.

  3. #53
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    Natürlich, Georg, hast du recht, es ist schwer, meine Fragen nachträglich zu beantworten. Sie beschäftigen mich nun mehr, weil ich mich mit dem Krankheitsbild aufgrund der Erkrankung meines Mannes intensiver beschäftige, und erst recht, weil mein Mann nicht nur in der gleichen Klinik, sondern ebenfalls als Privatpatient auch vom gleichen Chefarzt behandelt wird.

    Der Befund der Erstdiagnose bei meinem Vater liegt mir schwarz auf weiß vor, da wurden definitiv keine Metastasen irgendeiner Art festgestellt, trotzdem gut zu wissen, dass die Orchiektomie das Testosteron mehr senkt als Medikamente, somit war es vermutlich auch eine gute Therapieoption. Auf die OP wurde meines Wissens aus Altersgründen (mein Vater war ja 77) verzichtet. Warum jedoch in den darauffolgenden Monaten bei steigendem PSA-Wert auf eine Behandlung verzichtet wurde, das wüsste ich natürlich schon gerne, doch ich habe leider als Angehörige nach dem Tod meines Vaters keine Möglichkeit der Akteneinsicht. Dass mein Vater Therapieoptionen bewusst abgelehnt haben soll, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dazu hat er einfach zu gerne gelebt.

    Aber es ist so wie es ist, ich werde es nie erfahren, auch wenn es mir sicher helfen würde, besser damit klarzukommen.

    LG Christel

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