Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 18 von 18

Thema: Weiteres Vorgehen bei hartnäckigen Lungenmetastasen

  1. #11
    Registriert seit
    18.04.2018
    Ort
    Raum Zürich
    Beiträge
    375
    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Ein PSMA PET/CT mit aktuell PSA 0,19 ng/ml ist wohl nicht so aussagekräftig...
    Da wäre ich mir nicht so sicher. Es können mittels PSMA-PET frühzeitig die hormonresistenten Metastasen aufgespürt werden, welche
    im Winterschlafmodus die PSA Produktion längst eingestellt haben.

    https://link.springer.com/article/10...259-018-4079-z

    Für eine Planung einer Bestrahlung oder OP braucht es denke ich schon noch mehr Beweise, dass diese Raumforderungen wirklich
    Krebsmetastasen sind, aber solange sie nicht an Grösse zulegen ….

    Tritus

  2. #12
    Registriert seit
    20.02.2018
    Ort
    Nordostbayern
    Beiträge
    554
    Danke Martin, Roland, Lothar, Rudi und Tritus
    für eure Literaturlinks und sonstigen Hinweise.

    @ Rudi u. Roland:
    Einige Neuroendokrine Karzinome wachsen sehr schnell, z. B. das Kleinzellige Bronchialkarzinom.
    Es gibt aber durchaus Neuroendokrine Karzinome die langsam wachsen.

    Aus dem Netzwerk Neuroendokrine Tumoren (Net) e. V.
    http://www.glandula-net-online.de/cm...t.php?idcat=75

    "Die Bezeichnung "Neuroendokrine Neoplasien" (WHO 2010) umfasst die hoch differenzierten „Neuroendokrinen Tumore" (NET) und die gering differenzierten „Neuroendokrinen Karzinome" (NEC). Zur Untergruppe der „Neuroendokrinen Tumoren" zählt auch das Karzinoid."

    "Neuroendokrine Neoplasien (NEN) sind seltene Tumoren. Sie können sich in jedem Organ manifestieren, am häufigsten treten sie jedoch im Verdauungstrakt und in der Lunge auf. Pro Jahr beträgt die Zahl der Neuerkrankungen 0,5-5,0 pro 100.000 Einwohner - bei deutlich steigender Inzidenz in den letzten 10 Jahren. NEN weisen ein sehr breites Spektrum hinsichtlich ihres klinischen Verhaltens auf, das von niedrig proliferativen (langsam wachsenden) bis zu hoch proliferativen (hoch malignen, schnell wachsenden) Formen reicht."


    @Tritus, der link auf PSMA-PET bei niedriger PSA-Produktion ist für mich neu und interessant. Meine Vorgehensweise wird wohl sein:

    - Blutwert (CGA), vielleicht gibt es dann Entwarnung vor dem NEPC.
    - Neue Bildgebung mit PSMA-PET oder MRT (gibt es beides vor Ort), die 2 Metastasen haben einen Durchmesser von 4 - 5 mm, diese sollten nachweisbar sein.

    Wenn verwertbare Ergebnisse vorliegen, Behandlung der Metastasen.


    Der gestrige Tag war für mich schlimmer als meine Erstdiagnose. Bin die halbe Nacht am Bildschirm gesessen und habe versucht mich zum Thema schlau zu machen, was in meiner Aufregung wenig Erfolg zeigte.
    Jetzt habe ich wieder meine Ruhe und Gelassenheit gefunden, mit der ich auch die Erstdiagnose gemeistert habe und warte erstmal ab, was dem Urologen am Montag einfällt.

    Franz

  3. #13
    Registriert seit
    20.02.2018
    Ort
    Nordostbayern
    Beiträge
    554
    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Gestern hatte ich ein Thorax-CT in der Radiologie. Beim Ergebnis sagte die Radiologin: "Keine erkennbaren Veränderungen, Situation wie im letzten Jahr. "
    Da bin ich etwas erschrocken und habe mich nach meinen zwei verbliebenen Lungenmetastasen vom letzten Jahr erkundigt.
    Die waren noch vorhanden, an denselben Stellen in derselben Größe.
    Eine Woche später im ausführlichen Arztbrief, verfasst von einem anderen Radiologen der Praxis, sieht der Befund ganz anders aus:
    "flaue Verdichtungen als residuelle Befunde nach multiplen Lungenmetastasen. Kein Nachweis neu aufgetretener suspekter intrapulmonaler Herde"

    Urologe: "weiter beobachten, kein aktueller Handlungsbedarf."
    Damit ist das NEPC für mich kein Thema mehr und ich arbeite weiter daran den gegenwärtigen Zustand zu halten.

    Franz

  4. #14
    Rudi61 Gast
    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Eine Woche später im ausführlichen Arztbrief, verfasst von einem anderen Radiologen der Praxis, sieht der Befund ganz anders aus:
    "flaue Verdichtungen als residuelle Befunde nach multiplen Lungenmetastasen. Kein Nachweis neu aufgetretener suspekter intrapulmonaler Herde"

    Urologe: "weiter beobachten, kein aktueller Handlungsbedarf."
    Damit ist das NEPC für mich kein Thema mehr und ich arbeite weiter daran den gegenwärtigen Zustand zu halten.

    Freut mich für Dich Franz,

    klingt so ähnlich wie mein Arztbericht des CT´s vom 14.02.2019 (allerdings mit multiplen Knochenmetastasen):

    "Multiple vorbekannte ossäre Läsionen in der BWS, in den Rippen links sowie im Beckenskelett, unverändert zur Voruntersuchung. Sklerosierungen im Femurkopf beidseits. Keine Frische Fraktur abgrenzbar.
    Beurteilung:
    Kein Hinweis auf ein Lokalrezidiv des vorbekannten Prostatakarzinoms. Multiple ossäre Läsionen der BWS, der Rippen links und des Beckens idem zur Voruntersuchung.
    "


    Viele Grüße
    Rudi

  5. #15
    Registriert seit
    02.04.2012
    Ort
    Rheinland
    Beiträge
    603
    Lieber Franz,

    herzlichen Glückwunsch zu diesem Zwischenbefund.
    Bleib achtsam, optimistisch und genieße das Leben.

    Viele Grüße

    Lothar

  6. #16
    Registriert seit
    18.04.2018
    Ort
    Raum Zürich
    Beiträge
    375
    Ja, will mich gerne den guten Wünschen an Franz und Rudi anschliessen.

    Ach, ich weiss es nicht wie ausdrücken. Es freut mich einfach zu erfahren, dass auch bei so fortgeschrittenen Erkrankungen wie bei euch,
    das Fortschreiten der Krankheit wirksam gestoppt werden konnte. Macht weiter so mit eurem Optimismus. Etwas Glück wird sich dann
    automatisch auch dazu gesellen.

    Tritus

  7. #17
    Registriert seit
    20.02.2018
    Ort
    Nordostbayern
    Beiträge
    554
    Hallo Rudi,

    schön zu hören, dass dein letztes CT ebenfalls positiv verlaufen ist und keine Hinweise auf ein Rezidiv ergab.

    Weiterhin alles Gute
    Franz

  8. #18
    Registriert seit
    20.02.2018
    Ort
    Nordostbayern
    Beiträge
    554
    Lothar und Tritus,

    danke für eure netten Zeilen zum Therapieerfolg.

    Ich habe dann nochmal bei den Radiologen vorbeigeschaut und mir den Befund ein weiteres Mal erörtern lassen. Das Ergebnis ist so wie im Arztbrief beschrieben. Beim Gespräch nach dem CT habe ich wohl etwas falsch verstanden, hatte mein Hörgerät zuhause gelassen, was aber bei einem CT gar nicht notwendig ist.
    Und so habe ich mich später hineingesteigert und bin bei meinen Interpretationen des CT-Ergebnisses beim NEPC gelandet.
    Positiv sehen, ich konnte meine Kenntnisse in Sachen NET erweitern.

    Optimistisch bleiben halte ich für sehr wichtig, aber wie ihr gesehen habt, auch meinem Optimismus geht manchmal die Luft aus.

    Viele Grüße
    Franz

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •