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Thema: Preiswerte Cannabinoide

  1. #1
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    Preiswerte Cannabinoide

    Ein paar Anmerkungen zum Thema: preiswerte Cannabinoide, erwähnt in diesem Beitrag:


    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...007#post114007

    Zitat aus dem link zum "ärzteblatt":
    "Seniorautor Jay Keasling hat bereits eine Firma in einer kalifornischen Kleinstadt gegründet, um Hefe und Bakterien als „grüne“ Drogenfabriken zu nutzen und zu vermarkten."


    Zur aktuellen Entwicklung siehe auch diesen Bericht über Forschungen zum Thema an der TU Dortmund

    https://motherboard.vice.com/de/arti...gezuechtet-392


    Es tun sich gewaltige Märkte auf, nicht nur im medizinischen Bereich, sondern auch bei Getränken und Süßigkeiten. Getränke mit CBD und THC beginnen die Märkte zu erobern.

    https://www.sharedeals.de/cannabis-d...zukunftsmarkt/
    und

    http://www.manager-magazin.de/untern...a-1228708.html


    Die THC/CBD-haltigen Fruchtgummis von PLUS Products kamen wie aus dem Nichts.

    https://www.sharedeals.de/plus-produ...zu-472-gewinn/

    Hoffentlich reicht die Produktion dann noch für den medizinischen Sektor.

    Was wird der Zusatz bei Getränken, Süßigkeiten, Nahrungsergänzungsmitteln etc., langfristig für Auswirkungen haben ?


    Franz


  2. #2
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    Hallo Franz,

    ja, es ist schade, dass nun das Potenzial von THC und CBD für den medizinischen Nutzen heruntergepunktet wird von der Nahrungs- und Genussindustrie.
    Wenn nun eine Nachfrage entsteht, die durch die industrielle Herstellung bedient wird, kann es durch eine entsprechende Ausweisung ja kenntlich gemacht werden.
    Aber wir Betroffene sind ja mehr an den medizinischen Nutzen für unsere Krebserkrankung interessiert und nicht am stoned sein.
    Dann kommt ja nur noch Cannabis - aus der Sativa - mit allen CBD's und einem bestimmten THC Anteil infrage.
    Da diese Rezeptoren in unserem menschlichen Körper über Jahrtausende von der Natur schon angelegt wurden, heißt das ja nichts Anderes, dass wir Menschen Cannabis schon vor vielen Jahrtausenden konsumiert haben.
    Die synthetische Herstellung kann also die natürlichen Rezeptoren nicht exakt genau nachbauen, aber trotzdem wird es versucht um Geld zu verdienen.

    Was wird der Zusatz bei Getränken, Süßigkeiten, Nahrungsergänzungsmitteln etc., langfristig für Auswirkungen haben ?
    Solange der THC Anteil unter 0,5% ist - und darauf wird der Gesetzgeber achten - keine, die bekannten guten Eigenschaften von CBD bleiben ja dem Konsumenten erhalten, solange es keine synthetische Herstellung wird. Die industriell hergestellte Cannabis Pflanze soll die gleichen Eigenschaften haben - außer einige CBD's - weniger als aus der Sativa.

    Gruss
    Hans-J.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Da diese Rezeptoren in unserem menschlichen Körper über Jahrtausende von der Natur schon angelegt wurden, heißt das ja nichts Anderes, dass wir Menschen Cannabis schon vor vielen Jahrtausenden konsumiert haben.
    Dass unsere Urahnen Cannabis auch schon konsumiert haben, das glaube ich sofort. Dass hingegen erst dadurch die Cannabis Rezeptoren beim Menschen gewachsen sind, das ist mir
    dann schon zu abenteuerlich.

    Nein, das Endocannabinoid System mit den Rezeptoren CB1 und CB2 kommt bei allen Säugetieren vor (also auch bei Hunde, Maus usw.). Natürlicherweise produzieren die Säugetiere
    körpereigene Cannabinoide die sehr vielfältige Funktionen beeinflussen. Es war grad umgekehrt. Die Entdeckung dieser Rezeptoren für die Cannabinoide aus der Hanfpflanze war für die Wissenschaftler der Beweis, dass es auch körpereigene Cannabinoide geben muss, was dann auch gefunden wurde.

    https://www.medcan.ch/de/medizin/41-ecs

    Tritus

  4. #4
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    Lieber Tritus,

    vielen Dank für die Korrektur meiner Denke. Da bist du natürlich als Chemiker sehr nahe daran.
    Somit hat Deine Ausführung auch einen Lerneffekt.
    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen

    Nein, das Endocannabinoid System mit den Rezeptoren CB1 und CB2 kommt bei allen Säugetieren vor (also auch bei Hunde, Maus usw.). Natürlicherweise produzieren die Säugetiere
    körpereigene Cannabinoide die sehr vielfältige Funktionen beeinflussen. Es war grad umgekehrt. Die Entdeckung dieser Rezeptoren für die Cannabinoide aus der Hanfpflanze war für die Wissenschaftler der Beweis, dass es auch körpereigene Cannabinoide geben muss, was dann auch gefunden wurde.

    Und jetzt einmal Hand aufs Herz.
    Können wirklich völlig gleichartige Moleküle/Ketten chemisch so nachgebaut werden, dass sie in Medikamente zu 100% ihre Wirkung entfachen können?
    Also dem Naturprodukt 1:1 entsprechen.
    Oder könnte es besser sein, die naturbedingten Grundeigenschaften ( Schlüssel/Schloss/Prinzip beizubehalten und diese weiter chemisch aufzubauen um effektiver zu wirken?

    Danke, für den hochinteressanten Link, eine echte Bereicherung, wird durch meinen Link bestätigt und ergänzt.

    http://www.chemie.de/lexikon/Cannabi...is_als_Medizin

    Herzlichen Gruss
    Hans-J.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Und jetzt einmal Hand aufs Herz. Können wirklich völlig gleichartige Moleküle/Ketten chemisch so nachgebaut werden, dass sie in Medikamente zu 100% ihre Wirkung entfachen können?
    Also dem Naturprodukt 1:1 entsprechen. Oder könnte es besser sein, die naturbedingten Grundeigenschaften ( Schlüssel/Schloss/Prinzip beizubehalten und diese weiter chemisch aufzubauen um effektiver zu wirken?
    Lieber Hans,
    Ja, natürlich. Das können die Chemiker, und sogar noch viel mehr. Nur die Moleküle der Natur zu synthetisieren genügt den Chemikern aber nicht. Aber Du hast Recht, die Basis bilden meist immer noch
    die chemischen Strukturen, welche die Natur vorgibt. Dann wird rundherum gespielt, ein Fluor da, ein Chlor hier, eine andere Seitenkette, eine CH3 oder OH Gruppe verschieden,
    es gibt unendlich viele Möglichkeiten.

    Das Endergebnis hingegen kann überraschen. Es gelingt Substanzen zu finden, welche nicht nur gleich gut sondern eine 10-fach, 100-fach oder nochmehr
    bessere Wirkung zeigen als die natürlichen Substanzen. Habe hier nur mal Schmerzmittel als Beispiel aufgeführt

    https://de.wikipedia.org/wiki/Analgetische_Potenz

    aber dies gilt genauso für die synthetischen Substanzen wir Bicalutamid oder Enzalutamid welche genauso optimiert wurden,
    stärker als Testosteron auf seinen natürlichen Rezeptor zu binden (und natürlich wichtig auch antagonistisch zu wirken, also das Testosteron zu blockieren ohne die Testosteron Wirkung auszulösen).

    Lieben Gruss an Dich Hans-J. (Freut mich sehr, dass Du auf diese leise Kritik an Deinem Beitrag so konstruktiv reagiert hast).

  6. #6
    Rudi61 Gast
    Zum Thema: Ärzte Zeitung online, 04.03.2019


    Cannabis auf Rezept – Wie hoch ist die Nachfrage?
    https://www.aerztezeitung.de/politik...18&h=242798199

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