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Thema: Bestrahlungstherapie ... die vielen unterschiedlichen Varianten :-O

  1. #1
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    Bestrahlungstherapie ... die vielen unterschiedlichen Varianten :-O

    @all: Mahlzeit allerseits


    Aus diversen Gründen wird es bei mir nun wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf eine Bestrahlung hinauslaufen.
    (Einzige alternative Option die ich noch im Hinterkopf habe, ist eine "Whole-Gland-HIFU" (also Ganzdrüsenbehandlung mit HIFU) bei vorausgehender Greenlight-Laser-Behandlung.)


    Ich habe nun einmal versucht, mich so weit als möglich in die unterschiedlichen "Bestrahlungsmöglichkeiten" einzulesen, wobei auch mein ganzes bisher (nur angelesenes!) "Wissen"


    a) aus subjektiven Quellen stammt
    b) die Entscheidung mangels tiefgehender Kenntnis nicht leichter macht.



    Aussortiert und für mich verworfen habe ich bereits:

    • die Brachy (sowohl LDR als auch HDR), da angeblich bei T2c nicht zielführend
    • SBRT (stereotaktische Bestrahlung), da wohl nur als rein FOKALE Bestrahlung (?) - andererseits sollen aber auch andere Bestrahlungen (s.u.) auch stereotaktisch sein - oder?
    • IGRT (bildgestützte Bestrahlung), da ich kein Fotoalbum für eventuelle Enkel brauche, sondern möglichst geringe Strahlenbelastung in den Bereichen außerhalb der Prostata



    "In der engeren Wahl" stehen noch:

    • IMRT (intensitätsmodulierte Bestrahlung)
    • VMAT (volumenmodulierte Bestrahlung)
    • Bestrahlung mit Protonen statt Photonen/Schwerionen (hier: Rinnecker, Uni Dresden, Uni Essen)

    Allerdings liebäugel ich mit dem "CYBERKNIFE"-Verfahren und/oder dem "RAPID ARC", kann diese 2 Varianten aber noch nicht so richtig einer der obigen Methoden zuordnen :-|


    CyberKnife (kurzzeitige hochdosierte Strahlenchirurgie mithilfe robotergestützten Linearbeschleunigers)
    RapidArc (= IMRT ???) mit 6MV oder 15MV???


    Cyberknife liest sich für mich bisher am interessantesten, aber "sachlich fachlich fundiert begründen" kann ich das im Augenblick noch nicht. :-|


    Eine der von mir angeschriebenen Strahlenkliniken hat mir bisher wie folgt geantwortet:
    "Grundsätzlich stellt die Strahlentherapie die einzige weitgehend gleichwertige kurative Behandlungsoption zur Operation dar. Bezüglich der Methoden ist die Protonen-Bestrahlung in der Realität der bildgeführten VMAT-Bestrahlung definitiv nicht überlegen. Auf dem Papier/virtuell ergeben sich zwar leichte Vorteile in der Dosisverteilung, dagegen sind die Kontrollmöglichkeiten bezüglich der Treffgenauigkeit am Patienten deutlich schlechter ( fehlende Möglichkeit des Cone Beam CT).
    Somit ist zur RT der Prostata die VMAT Technik nicht nur gleichwertig sondern sogar überlegen.
    "

    Wer teilt diese Meinung noch?


    Anmerkungen:
    Die scheinbar offenkundigen Vorteile der Protonen-Bestrahlung sind mir bekannt.
    Und selbstverständlich bin auch ich (so wie garantiert alle hier) daran interessiert, mir gesundheitstechnisch nur das Beste zuteil werden lassen zu wollen
    Ich bin zwar privat krankenversichert und müsste somit wohl auf Kostenübernahme klagen, aber das soll und darf nicht das entscheidende Kriterium sein.



    Bekanntermaßen propagiert ein Großteil aller Kliniken, Institute und Praxen natürlich die Methode, die dort auch vor Ort zum Einsatz kommt.
    Soll heißen, alleinig schon einmal aus pekuniären Gründen ist nicht zwangsläufig damit zu rechnen, dass die Beratung eine objektive sein wird.



    Frage(n):


    • Gibt es irgendwo einigermaßen verlässliches Zahlenmaterial (Statistiken, Studien) zu den unterschiedlichen Bestrahlungsmethoden?

      - Vielleicht gar Zahlen, bei denen unterschiedliche Varianten miteinander verglichen werden?

      Von besonderem Interesse dürfte hier für uns PCa-Patienten doch wohl die REZIDIV-QUOTE und die Wahrscheinlichkeit auftretender NEBENWIRKUNGEN und SPÄTFOLGEN sein - richtig?
    • Ebenfalls wichtig sind meines Erachtens nach auch zur Verfügung stehende Sekundärtherapien im Falle auftretender Rezidive.

      - Gibt es diesbzgl. Unterschiede bei den o.g. Bestrahlungsvarianten?

      - Weiß eventuell jemand konkret, ob man (und wenn ja an welche der Bestrahlungsverfahren) man eine HIFU (whole-gland) als Sekundärtherapie anschließen kann?
      Ich bilde mir ein mehrfach gelesen zu haben, dass man HIFU generell nach erfolgter Bestrahlung noch zum Einsatz bringen kann. Bin mir aber nicht zu 100% sicher

      - Wie sieht es umgekehrt aus? Ist jede der in Frage kommenden Bestrahlungen als 2.-Therapie im Rezidivfall nach vorausgegangener Whole-Gland-HIFU problemlos machbar?



    Vielen Dank für das Teilen jedes fundierten Wissens hier mit mir bzw. allen Diskussions-Teilnehmern


    P.S. Ich wäre dankbar, wenn dieser Thread NICHT zu einem weiteren "Kriegsschauplatz zwischen Protonen- & Photonenverfechtern" würde ... ;-)
    Geändert von Ralf_S_Jahrgang_1966 (03.03.2019 um 13:07 Uhr) Grund: Eindeutigerer Titel

    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas verbessert!

    Meine Daten auf myprostate.eu:
    https://myprostate.eu/?req=user&id=922&page=report

  2. #2
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    Hallo Ralf,

    kurzer Input von mir zu Cyberknife. Ich hatte auch damit geliebäugelt, musste mich dann aber aufgrund Bestimmung des Bundesamtes für Strahlenschutz und den damit verbundenen Unwegbarkeiten davon verabschieden. Du wirst hier im Forum und auch bei myprostate.eu nur wenig Informationen zu Cyberknife als Ersttherapie bekommen, den nach meinem Kenntnisstand sind bisher nur wenig Behandlungen in D gemacht worden. In München / Frankfurt und auch in anderen Standorten wird gerade im Rahmen der "Hypostat"-Studie Cyberknife als Ersttherapie erforscht. Altersuntergrenze 60 Jahre. Damit für mich und wahrscheinlich auch für dich keine Teilnahme an der Studie möglich. Ob an anderen Cyberknife-Standorten entgegen der Weisung des Strahlenschutzamtes außerhalb von Studien Behandlungen durchgeführt werden, kann ich nicht beantworten. Ich bin damals jedenfalls nicht weitergekommen.
    Ein Teilnehmer in myprostate.eu nimmt wohl an der Studie teil.

    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=905&page=report

    Vielleicht kann dir ja dieser auf direktem Kontakt mehr zu Cyberknife berichten.

    VG Tom

  3. #3
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    Zitat Zitat von Tom1965 Beitrag anzeigen
    Hallo Ralf, kurzer Input von mir zu Cyberknife. … VG Tom
    Vielen Dank, Tom
    Habe einen Artikel über die HYPOSTAT-Studie vorliegen - auch dass die Studie (Stand 2017) ausgeweitet werden soll.
    Die bis dato vorliegenden Ergebnisse wirken ja recht überzeugend (UKSH - Uni-Klinikum Schleswig-Holstein)
    Soll ich mal versuchen, den Bericht den ich als PDF vorliegen habe, als Bild hochzuladen? Oder kennt den ohnehin annähern jeder für den Cyberknife von Interesse sein könnte?

    Bin jetzt mal gespannt, ob ich auf die Übermittlung meiner eMail-Anfrage nebst Übermittlung meiner Befunde von München eine Reaktion erfahre ...

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  4. #4
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    Nicht, dass ich jetzt primär auf CyberKnife fixiert wäre. Bin ich nicht (!), siehe oben .... aber ich möchte mich auch nicht diverser ggf. sinnvoller Therapiemaßnahmen berauben lassen, nur weil ich mit 52 Jahren zu jung sein soll ....

    Habe jetzt mein Anschreiben und meine Befunde hierhin geschickt:
    https://www.quironsalud.es/internati...-internacional

    Zumindest wird in dieser Klinik in Madrid ebenfalls mit CyberKnife behandelt. Ob auch die Prostata, danach habe ich jetzt nicht gesucht :-)))
    aber fragen kostet ja bekanntlich nichts

    Alternative CyberKnife-Standorte: http://www.cyberknifelatin.com/world.html

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  5. #5
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    Hat schon jemand Erfahrungswerte aus dem CyberKnife-Zentrum Soest?

  6. #6
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    Ach ja, falls noch nicht geschehen, kannst du ja mal in meinem Thread lesen. Da wurde auch schon kontrovers über Cyberknife diskutiert :-)

    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...-mich-erwischt

  7. #7
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    VMAT ist IMRT Bestrahlung die kreis-resp. bogenförmig um den Patienten kreist (RapidArc ist das gleiche, einfach ein Trademark der Firma Varian).
    Neuere Bestrahlungsgeräte sollten das können.

    Tritus

  8. #8
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    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    VMAT ist IMRT Bestrahlung die kreis-resp. bogenförmig um den Patienten kreist (RapidArc ist das gleiche, einfach ein Trademark der Firma Varian). Neuere Bestrahlungsgeräte sollten das können.
    Tritus
    Danke Tritus! Ich hätte VOLUMENmoduliert und INTENSITÄTSmoduliert mit quantitativ-bzw qualitativ-moduliert gleichgesetzt gehabt. Danke für die Aufklärung.

    VMAT und IMRT werden aber als unterschiedliche Therapien angeboten. Für welche entscheidet man sich???

  9. #9
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    Unbedingt VMAT. Also das A stehend für Arc (Bogen) muss dabei sein. Aber ich vermute, dies ist längst bei allen Bestrahlungszentren der Fall.

  10. #10
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    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    Unbedingt VMAT. ...
    Also ganz generell? Sprich die VMAT ist Deiner Meinung nach in unserem Fall auch der IGRT und allen anderen Varianten vorzuziehen?

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