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Thema: Bestrahlungstherapie ... die vielen unterschiedlichen Varianten :-O

  1. #11
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    Nach meinen Infos wird IGRT ein bisschen schwammig verwendet. Bei mir war IGRT auch ein bisschen dabei. Es wurde immer vor
    der Bestrahlung regelmässig ein Bild gemacht, dies hiess dann "regelmässige bildgestützte Einstellungen mittels kVConeBeam CT".

    Danach wurde die Liege auf der ich lag, computergesteuert vor der Bestrahlung entsprechend angepasst.

    Es gibt aber auch die, ich sage mal die Vollversion einer IGRT, wo kontinuierlich während der Bestrahlung, z.B. auch Atembewegungen ausgeglichen werden können.
    Dies ist bei Prostatabestrahlungen nicht erforderlich. Ich weiss auch nicht ob bei einer IGRT überhaupt diese Bogenbestrahlung möglich ist.

    Also nach meinem Wissen: IMRT mit Möglichkeit zur Bogenbestrahlung (=VMAT) ist heutiger Stand der Technik für Prostatabestrahlung mit Photonen (ob 6 mEV oder 15 mEV besser ist, weiss ich nicht. Bei mir waren es 6 mEV).



  2. #12
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    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas verbessert!

    Meine Daten auf myprostate.eu:
    https://myprostate.eu/?req=user&id=922&page=report

  3. #13
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  4. #14
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    Willst Du mit diesem Link von mir wissen ob VMAT auch gegenüber Cyberknife zu bevorzugen ist ? Das weiss ich auch nicht.

    Die erprobte Standardbestrahlung mittels VMAT benötigt ca. 35 Sitzungen.
    Die erwähnte hypofraktionierte Bestrahlung (mit Cyberknife) wäre in 5 Sitzungen erledigt.

    Ich vermute aber, der obige Link hat nicht in erster Linie Prostata Bestrahlungen gemeint. Cyberknife ist sehr stark, wenn es darum geht, millimetergenau Tumore zu bekämpfen,
    ohne gesundes Gewebe zu treffen (z.B. Hirntumore), oder eben auch Lymphknoten, Knochenmetastasen.

    Bei der Prostata hingegen, müssen Bestrahlungen auch an die Grenze der Prostata gehen und sogar auch etwas darüber, somit eine grosse Fläche abdecken. Wenn man 35 Bestrahlungen hat, dann kann man
    die eine oder andere welche nicht genau getroffen hat, gut verkraften. Bei nur 5 Bestrahlungen, kann 1 Bestrahlung ein bisschen daneben schon zuviel sein.
    Deshalb die nötigen Studien, welche erst jetzt laufen in Deutschland. Ergebnisse aus USA habe ich mir noch keine angeschaut. Diese sind zumindest in Deutschland oder Schweiz noch in der experimentellen Phase.

    Das Wunschergebnis ist zumindest gleich zu sein wie VMAT, aber eben nur in 5-mal statt in 35-mal. Das musst Du ganz allein entscheiden, wenn es denn überhaupt angeboten wird.

  5. #15
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    Auszug Homepage München: Als Alternative zu diesen Methoden kann auch die Cyberknife Therapie in ausgewählten Fällen angeboten werden. In München können Patienten mit einem Gleason Score von 6 oder 7, einem PSA Wert bis 15 ng/ml und einem Alter ab 60 Jahren behandelt werden (Hypostat).

    Bei mir war bei der Anfrage in München auch noch keine Altersbegrenzung nach unten genannt. Wurde mir erst im Gespräch mit dem Arzt eröffnet, aufgrund einer Anordnung der Bundesamtes für Strahlenschutz aufgrund der extremen Hypofraktionierung. Wollte mich absolut ohne eine Ausnahmegenehmigung nicht behandeln, obwohl auch Privat. Sollte theoretisch für alle Cyberknife in D gelten. Also klär erst mal ab, ob die überhaupt behandeln außerhalb von Studien.

  6. #16
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    Da ich immer wieder lese, dass das CyberKnife-Verfahren derzeit aufgrund von Strahlenschutzbestimmungen o.ä. nur in Studien durchgeführt würde, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich das so nicht bestätigen kann.

    Lediglich in München wurde mir gesagt, dass man mindestens 60 Jahre alt sein müsse und in Soest wird CyberKnife nur bis Gleason 6 angewendet.

    In den 3 folgenden genannten Kliniken wird individuell auf die Befundlage des Patienten eingegangen und es gibt keine generellen Ausschluss-Kriterien.

    *
    Cyberknife-Zentrum Mitteldeutschland (Erfurt)
    * Cyberknife-Centrum Süd (Schwarzwald)
    * CyberKnife Südwest
    (Göppingen)

    Ich bin in allen 3 Kliniken samt aller Befunde vorstellig geworden.
    In jeder der genannten Kliniken würde man mir die Prostata bestrahlen.

    Dauer: gesamt 10 Tage (ambulant)
    Anzahl Fraktionen: 5
    Intervall: jeden 2. Tag (Mo., Mi., Fr., Mo., Mi.)

    In allen 3 Kliniken wurde mir gesagt, dass das Ergebnis gleichzusetzen sei mit VMAT-/IMRT-Bestrahlung, nur halt eben in deutlich kürzerer Zeit.
    Auch wurde mir übereinstimmend gesagt, dass die Kollateralschäden & Nebenwirkungen ebenfalls mehr oder weniger identisch wären.

    Das war das erste Mal in meiner PCa-Geschichte, dass ich zu einer Therapie von unterschiedlichen Anbietern gleichlautende Infos bekam .

    Wer sich also für CyberKnife interessiert bekommt bei vorgen. Kliniken hilfreiche Infos und meiner Meinung nach eine verhältnismäßig ausführliche Beratung.

    Bei den 3 vorgen. Cyberknife-Anbietern gibt es für mich ganz klar einen Favoriten. Näheres hierzu gerne per PM oder eMail.

    Mit sonnigen Sonntagsgrüßen
    Ralf

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  7. #17
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    Die DEGRO hat eine Empfehlung herausgegeben, dass Cyberknife bei Prostatakrebs nur in Studien angewendet werden darf:
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...vic#post103732
    Ich glaube der Arbeitskreis, der diese Empfehlung erstellt hat, bestand aus Strahlentherapeuten ohne Cyberknife Geräte.

    Daraufhin haben einige Cyberknife-Kliniken die HYPOSTAT Studie ins Leben gerufen, um weiter Prostatapatienten behandeln zu können. Hier noch ein Artikel darüber: https://www.uksh.de/190314_pi_hypostat2.html

    Offenbar halten sich aber viele Cyberknife-Kliniken nicht an die Empfehlung der DEGRO und behandeln auch außerhalb der Studie.

    Georg

  8. #18
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    Zitat Zitat von Ralf_S_Jahrgang_1966 Beitrag anzeigen

    Das war das erste Mal in meiner PCa-Geschichte, dass ich zu einer Therapie von unterschiedlichen Anbietern gleichlautende Infos bekam .
    Nun gut, das sollte ja nicht weiter überraschen, handelt es sich ja bei allen offensichtlich um Cyberknife Zentren.
    Ich habe bisher noch nicht richtig mitgekriegt, warum jetzt Cyberknife das VMAT ausgestochen haben soll bei Dir. Sind es jetzt einfach die bequemeren 5 statt 35 Bestrahlungen ?

    In Deinem jungen Alter würde ich jetzt Bequemlichkeit eher weniger gewichten als langfristige Nebenwirkungen, zumindest in dieser Richtung sind noch Fragezeichen offen. Und da können Dir die Anhänger der hypofraktionierten Bestrahlung höchstens Hoffnung, aber keine Beweise liefern. Die heutigen VMAT Bestrahlungen dürften nochmals die Nebenwirkungen reduziert haben und sind nicht mehr vergleichbar mit früheren IMRT Bestrahlungen (erst auch einmal als plausible Spekulation stehenzulassen).

    Und dann zweitens, wenn ich mich in Deine Situation versetzen versuche. Bei Gleichwertigkeit würde ich eine Bestrahlung zuerst machen. Einige Male entspannt einige Minuten auf einer Liege verharren, sind doch allemal angenehmer zu ertragen, als ein Spitalaufenthalt mit Vollnarkose. Und ein HIFU wäre dann wohl auch immer noch möglich im Falle eines (klein wahrscheinlichen) Rezidivs.

    Die immer noch anhaltenden Miktionsschwierigkeiten könnten durchaus auch einen Einfluss haben auf die Therapieentscheidung haben, aber da kann ich nichts beitragen.
    Wünsche Dir ein glückliches Händchen bei Deiner Wahl.

    Alles Gute auch aus dem sonnigem Zürich
    Tritus

  9. #19
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    Hallo,

    ich habe diesen Thread sehr spät bemerkt und kann vielleicht etwas Beisteuern.
    Im Laufe meiner PC a Geschichte konnte ich so gut wie die ganze Entwicklung durchlaufen.

    3 D konformal, IMRT, steriotaxie der Lungenmetastase, Rapid Arc mit Kollimatoren, VMAT mit IGRT unter Verzicht von 4 D Gating, weil die Atemtechnik OK war.

    Möglich ist bei der VMAT, dass neben der intensitätsmodulierten Komponente auch eine Volumenkombi möglich ist. D.h. besondere Spezies von Metastasen können in den Bereichen hoher Aktivität punktuell höher angegangen werden. Das Gleiche gilt bei der Prostata für Stellen die genau beschrieben und entsprechend lokalisiert werden können. Dadurch können auch die Randzonen oder Sicherheitssaum am Gesunden weitgehend reduziert werden.
    Zudem liegt am Rand die volle Bestrahlungsleistung an und im Gegensatz zu früher besteht also kein Gradientenabfall zum Rand hin.

    Zu 4 D Gating
    Die Bewegung von Organen werden genau erfasst, es kann nachjustiert werden, ist die Abweichung zu hoch wird die Bestrahlung unterbrochen und startet wieder wenn es passt. Für den Rechner ist die Dosierung nachzujustieren kein Problem.

    Die IGRT Bildführung erfasst den Abweichungsprozeß und unterstützt die Korrektur.

    Die Kollimatoren beim Arc fahren immer dann aus, damit empfindliche Teile/Organe nicht mit bestrahlt werden.

    Nicht alle Geräte haben 4 Gating oder IGRT standardmäßig, es muß als extra bestellt werden.
    Tritus hatte ja schon viel richtiges ausgeführt.

    Hans-J.

  10. #20
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Die DEGRO hat eine Empfehlung herausgegeben, dass Cyberknife bei Prostatakrebs nur in Studien angewendet werden darf


    Das liest sich für mich (irreführender Weise) wie ein "Verbot" der Anwendung außerhalb von Studien. Ich wage daher einfach einmal zu behaupten, dass die Empfehlung eher so lautet, als dass eine Anwendung nur in Studien angewendet werden soll. Es ist nämlich nicht verboten, CyberKnife auch beim PCa anzuwenden!

    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    Ich habe bisher noch nicht richtig mitgekriegt, warum jetzt Cyberknife das VMAT ausgestochen haben soll bei Dir. Sind es jetzt einfach die bequemeren 5 statt 35 Bestrahlungen ?


    Nein Tritus. Auch ich setze "Bequemlichkeit" nicht über "Sicherheit" und gleich 2x nicht, wenn es um die eigene Gesundheit geht.
    Ich empfinde die CyberKnife-Bestrahlung deshalb als besonders interessant, da sie zumindest suggeriert, bei höherer Effektivität (stärkere Strahlenintensität im Tumorgebiet) weniger Nebenwirkungen und Kollateralschäden zu verursachen. Ob und inwieweit das stimmt oder ob es sich "nur um marketingstrategische Aussagen" handelt, kann ich natürlich nicht wirklich beurteilen. Aber es erscheint mir zumindest logisch nachvollziehbar.

    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    (…)
    da können Dir die Anhänger der hypofraktionierten Bestrahlung höchstens Hoffnung, aber keine Beweise liefern.


    Nun - meines Erachtens nach liefern die gesammelten Erfahrungswerte aus über 15 Jahren (seit 2004 ist in den USA die CyberKnife-Bestrahlung beim Prostata-CA in der Anwendung) schon recht stichhaltige Ergebnisse.

    Siehe auch u.a. hier: KLICK

    Eine kleine Sammlung von Links, die ich als recht hilfreich empfunden habe:
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/bju.13962
    https://www.stlouiscyberknife.com/news/prostate-cancer-treatment-how-cyberknife-reduces-treatment-side-effects/
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24180317/
    https://www.birminghamprostateclinic.co.uk/prostate/treatments/cyberknife-radiotherapy-treatment-for-prostate-cancer/
    https://www.swedish.org/services/cyberknife-stereotactic-radiosurgery

    Unter anderem auch hierauf basierend bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Stereotaktische Bestrahlung mit CyberKnife mir möglicherweise diverse Kollateralschäden und unerwünschte Nebenwirkungen ersparen könnte und dies bei einer eventuell gar höheren Effizienz im Kampf gegen die Krebszellen. Sollte dem nicht so sein, so klammere ich mich an die Aussagen, dass die CyberKnife im schlechtesten Fall "nur genauso gut" wie eine VMAT sein soll .... :-|

    Grüße
    Ralf S.

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