Die von mir schon häufig vorgetragenen Einwände, dass Zytiga bei zukünftigen Immuntherapien ein Ausschlusskriterium sein wird, erweitert sich leider.

Dong et al., Shanghai, China, Abstract #368

Durch gezieltes Sequenzieren von Tumor-DNA-Sequenzen kann die Prognose von mCRPC-Patienten vorhergesagt werden


Patienten, die mit Abirateron behandelt wurden, mit BRCA2- und pathogener ATM-Veränderung, sowie auch jene mit P53-Mutation hatten bei Behandlung mit Abirateron oder Docetaxel ein schlechteres klinisches Ergebnis. 75% der Patienten mit DNA-Reparaturweg-Genveränderungen, die PARPi oder eine Platin-basierte Chemotherapie erhalten hatten, zeigten ein erstes Ansprechen.
Fazit: Diese Ergebnisse haben die genomischen Faktoren der Resistenz gegen Androgenrezeptor-zielgerichtete Firstline- und Secondline-Therapien und die Chemotherapie bei mCRPC nachgewiesen.
Zur Strahlenresistenz

Nestler T., et al., Köln, Deutschland, Abstract #724

Identifizierung von unterschiedlich exprimierten Genen zur Vorhersage der Strahlenresistenz

Das Ziel dieser Studie war die Untersuchung von Gen-Expressionsmustern für die Vorhersage der Strahlenresistenz beim PCa. Es wurden tissue microarrays entwickelt und für 15 Proteine, welche bei in vitro-Studien eine Strahlenresistenz gezeigt haben, immunhistochemisch gefärbt. Von allen untersuchten Proteinen zeigten sich in strahlenresistenten Prostatakarzinomen nur der Androgenrezeptor (AR) und das Aldo-Keto Reductase Family 1 Member C3- Protein (AKR1C3) überexprimiert. Beide Proteine kamen darüber hinaus in Gleason Pattern 4+5 Karzinomen vor. Dies ist die erste Studie, die Gen-Expressions-Profile zur Vorhersage von Strahlenresistenz untersucht hat. Der AR und AKR1C3 scheinen am vielversprechendsten zu sein.
Zur Testosteron Ersatztherapie

Dr. Judith Stangl-Kremser

Towe M. et al, Orange, USA, Abstract #646

Testosteronersatztherapie verhindert das Fortschreiten der Erkrankung bei Männern, die sich einer radikalen Prostatektomie unterziehen


Es wurde bei 850 Patienten, die sich zur primären Behandlung eines lokalisiertem Prostatakarzinoms einer roboterassistierten RP unterzogen hatten, das biochemische Rezidiv (BCR) evaluiert. 152 Patienten wurden postoperativ mit Testosteronersatztherapie (TRT) behandelt. Ergebnis: TRT-Patienten entwickelten weniger häufiger ein BCR (9.9% vs. 23.5%). 85 Patienten hatten innerhalb eines Jahres ein BCR und 4.7% dieser Patienten waren unter TRT. Fazit: Die Verwendung von TRT bei Patienten mit Prostatakrebs erwies sich als vorteilhaft, da die Zeit bis zum BCR verzögert wurde.
Hans-J.