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Thema: Positiver Tastbefund

  1. #1
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    Positiver Tastbefund

    Hallo,

    in den letzten Jahren hatte ich häufiger eine Prostatitis und mein PSA-Wert schwankte zwischen 3,2 und 6,5. Die letzte Messung ergab 4,52 (davor 4,85, 4,31). Mehr beunruhigt mich die Aussage meines Urologen das er beim Tastbefund letzte Woche eine auffällige Stelle gefunden hat und er mir eine Biopsie empfiehlt.

    Auf meine Frage ob diese Stelle auch etwas Gutartiges sein könnte zuckte er mit den Schultern, ich solle mir einen Biopsietermin geben lassen.

    Wie wird das hier gesehen?

    Ich bin 65 Jahre alt und habe keine anderen Beschwerden. Auch das Wasserlassen klappt.


    Grüße ins Forum.
    Werner

  2. #2
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    vor der Biopsie würde ich erstmal auf ein Ultraschall bestehen. Wenn er etwas getastet hat, sollte das ja zunächst einmal im Ultraschallbild erscheinen.
    Sollte das Ultraschall dann auch eine dunkle Stelle in der Prostata zeigen , könnte das die Ursache des Tastbefundes sein.
    Dann wäre allerdings auch eine Biopsie angebracht, um Klarheit zu bekommen.

    Gruß
    B

  3. #3
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    Hallo Werner,

    ein auffälliger/suspekter Tastbefund ist immer abklärungsbedürftig. Ob zunächst mittels TRUS (transrektaler Ultraschall), Elastografie, mpMRT (multiparametrischem MRT),..., darüber lässt sich diskutieren - bei Bestätigung der Verdachtsmomente durch eine der genannten Untersuchungen steht am Ende dann die Biopsie.

    Zitat Zitat von WernerS52 Beitrag anzeigen
    Ich bin 65 Jahre alt und habe keine anderen Beschwerden. Auch das Wasserlassen klappt.
    Das Fehlen von Beschwerden (auch normales Wasserlassen) liefert leider keinen Anhaltspunkt zum Ausschluss von Prostatakrebs.

    Gruß
    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  4. #4
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    Hallo,

    auf dem Ultraschall war schon vor einigen Jahren etwas Verschwommenes zu sehen, dies wurde wohl meiner Prostatitis zugeordnet. Letzte Woche ohne Ultraschall.

    Lohnt es sich eine weitere PSA-Messung zu machen und danach zu entscheiden?


    Ich hoffe, dass die auffällige Stelle auch gutartig sein könnte und werde wohl nochmals mit dem Urologen Kontakt aufnehmen. Was bleibt mir anderes übrig?

  5. #5
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    Werner, mit 65 hat die Mehrheit der Männer ein PCa. Daher völlig richtig, nicht wegen des PSA-Wertes, sondern wegen des Tastbefundes beunruhigt zu sein. Dann ist es allerdings Inkonsequent, eine weitere PSA-Messung abzuwarten. Und wegen Satz 1 und den ohnehin bisher schwankenden Werten (dazu im Normbereich für 65-Jährige) auch unsinnig.
    Gleich eine Biopsie würde ich nicht machen; Roland hat die vorherigen Schritte aufgezählt. Die übliche systematische Biopsie liefert nur ein Teilbild und ist wenn negativ unzuverlässig, weil ungezielt. Da meistens transrektal ist sie auch mit dem Risiko der Infektion belastet.

  6. #6
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    Dann werde ich dort reinbeißen und mit Absprache des Urologen eine Biospie machen lassen. Ich hatte die leise Hoffnung, dass es sich bei der verdächtigen Stelle um eine gutartige Veränderung handelt. Keine schönen Aussichten.

    Danke für die Hinweise.

  7. #7
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    Äh - die Empfehlungen hier lauten doch zumindest erstmal TRUS etc. (siehe Beitrag von Rolando), vor Biopsie!!! Oder habe ich Dein Statement "Dann werde ich dort reinbeißen und mit Absprache des Urologen eine Biopsie machen lassen." falsch verstanden?

  8. #8
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    Hallo Werner (S52),

    Also ich würde zuerst eine mpMRT vor der Biopsie haben wollen, das kann auch andere verdächtige Stellen entdecken, welches das TRUS nicht sieht. Somit lässt sich die nachfolgende Biopsie auch besser planen, dass alle verdächtigen Stellen biopsiert werden.

    Tritus

  9. #9
    Tomilein Gast
    Hallo Werner,

    meine Vorschreiber haben es schon vermittelt, es lohnt immer ein mpMRT vor einer Biopsie erstellen zu lassen. Dieses liefert ein zuverlässiges Abbild der Prostata und kann nach der PIRADS Klassifizierung eine sehr wichtige Planungshilfe für eine dann evtl. erforderliche Biopsie sein.

    Das Problem der Standardbiopsie ist die geringe Sensitivität. Dadurch kann bei einer Biopsie ein Karzinom übersehen werden und i.d.R. wird eine Folgebiopsie notwendig. Der besten Nutzen besteht nach einem mpMRT durch eine geplante Fusionsbiopsie. Hierbei werden die MRT Bilder mit dem Ultraschall fusioniert und die Gewebe Entnahme erfolgt gezielt auch in den verdächtigen Stellen.

    Zur Biopsie sei gesagt, diese sollte mittlerweile erhöhte Anforderungen an den Infektionsschutz beinhalten. Dazu gehört auch ein vorheriger Rektalabstrich zum Nachweis evtl. resistenter Erreger. Die Antibiotikaprophylaxe kann dann anhand dem Antibiogramm angepasst werden. Üblicherweise werden dazu Fluorchinolone verordnet. Deren Nebenwirkungsprofil sowie Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sollte man ernst nehmen und bei evtl. zutreffenden Risiken diese mit seinem Arzt vor der ersten Einnahme gründlich besprechen. Falls eine komplette Antibiotika Unverträglichkeit besteht kann die Biopsie auch über den Damm (Transperineal) erfolgen. Die Anforderungen an die Antibiotikaprophylaxe können dabei reduziert werden.

    Ansonsten gibt es hier noch den erste Rat. Hier lohnt es immer mal zu lesen.

    Alles Gute!

    Thomas

  10. #10
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    Zitat Zitat von WernerS52 Beitrag anzeigen



    Ich bin 65 Jahre alt und habe keine anderen Beschwerden. Auch das Wasserlassen klappt.


    Grüße ins Forum.
    Werner
    Hallo Werner,

    auch ich hatte KEINERLEI Beschwerden als bei mir PK festgestellt wurde. War kerngesund (dachte ich zumindest) und körperlich fit. Auch mein PSA war im grünen Bereich. Aber der Tastbefund und das Ultraschall sagten etwas anderes. Lt meines Urologen verursacht ein PCa lange keine Beschwerden...Aber wenn es diese verursacht, könnte es damit zusammen hängen, das ein bösartiger Tumor bereits die Kapsel durchbrochen und gestreut hat.

    Ich will Dir keine Angst machen, im Gegenteil..solange Du noch keine Beschwerden hast, könnte ein ggf vorhandener Tumor noch auf die Prostata begrenzt sein und damit Deine Heilungschancen um ein vielfaches erhöhen.
    Wie gesagt, es MUSS ja kein Tumor hinter Deinem Tastbefund stecken.
    Darum würde ich schnellstmöglich ein TRUS oder MRT machen lassen.

    Wie meine Vorredner schon sagten, eine Biopsie birgt auch immer ein Infektionsrisiko.....so auf einen ersten "vagen" Verdacht würde ich das nicht machen. Erst wenn der Tastbefund UND TRUS (oder MRT) weitere Auffälligkeiten zu Tage tragen, sollte die Biopsie folgen

    Viel Glück wünsche ich Dir

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