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Thema: Können Knochenmetastasen sich rasend schnell vermehren

  1. #11
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    Hallo miteinander,

    gestern ist mein Mann mit der 1. Chemo gestartet, nächste Woche gehen die Bstrahlungen los von Schulter, Becken und Oberschenkel in der Hoffnung, so eine ausreichende Schmerzreduktion zu erlangen. Irgendwie geht es uns beiden besser, nachdem eine Entscheidung getroffen ist und die weitere Behandlung gestartet wurde. Er fühlt sich ganz gut (bis auf die Schmerzen), wäre schön, wenn es so weitergeht.

    Wir bleiben positiv, auch wenn es mir manchmal schwer fällt.

    allen Mitlesern ein schönes Wochenende und herzliche Grüße

    Sybille

  2. #12
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    Hallo,

    nachdem recht guten Vertragen der 1. Chemo und der 1. Bestrahlung kam am Samstag die nächste Hiobsbotschaft von Leberwerten , Gamma GT weit über 1000...ich hab den genauen Wert gleich wieder vergessen und dann Im Ultraschall sichtbare Verdichtungen in der ganzen Leber verstreut....für uns eine neue Kathastrophenmeldung.

    Ich weiß, dass nur wenige für eine Operation wirklich in Frage kommen. Macht es überhaupt Sinn, jetzt noch nach weiteren Behandlungsmöglichkeiten zu schauen? Wer weiß, wo noch welche sitzen. Das PSMA PET von November hat keine Metastasen in der Leber angezeigt. Und Chemo + Bestrahlung +Hormonentzug + Denosunab läuft ja schon.

    einen recht verzweifelten Gruß schickt

    Sybille

  3. #13
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    Hallo, die Bestrahlung diverser Bereiche (Schulter, Wirbelsäule, Becken links und rechts) ist abgeschlossen. 5 Zyklen Chemotherapie sind gelaufen, scheinen aber nicht wie erwartet zu wirken. Die Lebermetastasen sind jetzt bestätigt, dazu hat man Lungenmetastasen gefunden.

    Die von euch vorgeschlagene LU Therapie kommt nicht in Frage, da der Krebs weitgehend psa-negativ zu sein scheint, da das PSMA-PET im November 18 nur 3 Lymphmetastasen und zwei kleine Knochenmetastasen anzeigte.

    nun Donnerstag die neue Hiobsbotschaft von Hirnmetastasen. Erste Bestrahlung ist schon erfolgt.

    die Aussage des Arztes gestern: Der Krebs meines Mannes wäre außergewöhnlich ungewöhnlich. Sie hätten erst 1 mal jemanden mit ähnlich schlechtem Ansprechen auf jegwede Therapie gehabt.

    wir sind rat- und hoffnungslos. Gibt es noch Hoffnung?

    habt ihr noch eine Idee?

    sybille

  4. #14
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    Ein schlechtes Ansprechen auf jedwede Therapie ist an sich ein Anzeichen für eine neuroendokrine Erkrankung. Näheres dazu im Basiswissen. Mit einer Biopsie der Metastasen kann man dies feststellen.

  5. #15
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    Hallo Georg,

    ich folge diesem Beitrag interessiert und habe mir auch das Kapitel im Basiswissen durchgelesen. Ich habe auch etwas recherchiert und gelesen, dass eine neuroendokrine Entwicklung z.B. durch den Einsatz von Abirateron und Enzalutamid gefördert werden kann. Was mir noch nicht klar ist, gilt dies auch für die Präparate, die bei der Erstlinien-Hormontherapie zum Einsatz kommen? Also, sind auch Patienten, die über Jahre mit 2-facher oder 3-facher Hormonblockade behandelt werden, gefährdet?

    Vielen Dank.

    Anja

  6. #16
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    Hallo Anja,

    auch unter ADT2 oder ADT3 kann natürlich neuroendokriner Tumor entstehen, das ist aber so selten, dass man sich darüber keine Gedanken machen muss. Kein Vergleich in der Wahrscheinlichkeit zu Abirateron und Enzalutamid. Das wird aber auch bei Abirateron und Enzalutamid nur von den neuroendokrinen Spezialisten diskutiert. Allgemein wird das nicht berücksichtigt, man ist ja froh, so wirksame Medikamente zu haben.

    Georg

    Georg

  7. #17
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    Hallo @all,

    jetzt wird hier etwas zu viel Herumgeeiert.
    Alle derzeitigen ADT's auch die 2. Generation wie Abi+Enza. führen im Zeitablauf zu Mutation des Tumores. Der Tumor wehrt sich.
    Die Ursachen liegen in der Ursprungs DNA Entartung. Leider wurde der Gleason damals höher präferiert als die DNA Ploidie Bestimmung.

    Neben der natürlichen Entartung des Tumores im Zeitablauf - steigend oder auch in Ruhe - kommt noch die Entartung durch unsere palliativen Manipulationen.

    Jetzt weiß man, dass einige Tumore schon von Hause aus frühzeitig zur Entartung neigen. ( Marker VEGF und CGA, NSE, CEA ) worunter auch neuroendokrin, duktual und noch zwei Andere einzuordnen wären.
    Diese sind für fast alle Therapieformen kaum ansprechbar.
    Ausnahme: Hitze - hierüber hatte ich schon früher ausgeführt -

    Die weiteren Mutationen von bis zu 10-20% werden durch die palliativen Manipulationen ausgelöst im Zeitablauf. Das ist einmal klar und deutlich auszuführen. An diesen Fakten kann man doch nicht immer wieder herumeiern. Diese Zahl ist steigend und nicht statisch auf dem Stand von vor 20 Jahren.

    Nicht umsonst ist die Wissenschaft sehr rege daran am Arbeiten, aufgrund der Entartung eine geeignete Therapie zu finden um an der Achillesverse des Tumores anzusetzen, anstatt - nun seit fast 60 Jahren Rezeptörchen/ Pathways zu blockieren - um den Tumor am wachsen zu hindern. Also an der Entartung eine personalisierte Therapie aufzubauen.

    Diese neueren Therapien arbeiten natürlich auf der Ebene der Molekularebene. Es gilt die entartete DNA wieder geradezubiegen, auch mithilfe der Immuntherapie.

    Die neueren Bestrahlungsformen werden genauso eingebunden um Metastasen zu zerstören, durch Hypoxie verringern, modulierende IMRT/VMAT mit ARC und Arc Stop, sowie IGRT Unterstützung zu verknüpfen.

    Bei mir, Optimist, Lothar und noch einige andere schon gemacht. Ich würde das als Metastasenbehandlung II bezeichnen. Mein mißglückter Versuch auf Basis von Georgs Basiswissen "Metastasen" eine Brücke zu Metastasenbehandlung II und der nachfolgenden experimentellen Metastasenbehandlung III zu bauen, ging ja wohl in die Hose, weil so viele Foristen darin ein abkupfern, fremden Federn schmücken usw. usw. sahen. Darüber erlaube ich mir an dieser Stelle ein mildes Lächeln zu spenden. Das werden jetzt die schnellschießenden Foristen aushalten müssen.

    Ich hoffe, einige wegweisende Informationen den Betroffenen - ich hoffe verständlich - hiermit gegeben zu haben und werde evtl. später zu Metastasenbehandlung III weiter ausführen.

    Gruss
    Hans-J.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Hans-J.
    Alle derzeitigen ADT's auch die 2. Generation wie Abi+Enza. führen im Zeitablauf zu Mutation des Tumores. Der Tumor wehrt sich.
    Die Ursachen liegen in der Ursprungs DNA Entartung. Leider wurde der Gleason damals höher präferiert als die DNA Ploidie Bestimmung.
    Leider Hans-Jürgen, und das trotz zahlreicher Bemühungen inzwischen verstorbener und auch noch lebender Forumsaktivisten.

    Zitat Zitat von Hans-J.
    Neben der natürlichen Entartung des Tumores im Zeitablauf - steigend oder auch in Ruhe - kommt noch die Entartung durch unsere palliativen Manipulationen.
    Das könnte so sein, wird aber wohl kaum irgendwo eine offizeille Bestätigung finden.

    Zitat Zitat von Hans-J.
    Diese neueren Therapien arbeiten natürlich auf der Ebene der Molekularebene. Es gilt die entartete DNA wieder geradezubiegen, auch mithilfe der Immuntherapie.
    Das klingt mehr nach Hoffnung. Das ist sicher noch ein weiter Weg. Auch die tägliche Immuntherapie konnte zumindest Knut nicht mehr helfen.

    Lieber Hans-Jürgen,

    auch wenn in diesem Deinem Beitrag noch ein wenig von Deinem Frust herauszuempfinden ist, danke ich Dir, dass Du weiter bemüht bist, verunsicherten oder nicht ausreichend informierten Betroffenen mit Ratschlägen und Erklärungen Hilfestellung zu geben.

    Gruß
    Harald
    nicht nachlassen

  9. #19
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    Liebe Sybille,

    es tut mir sehr leid, dass der Verlauf bei deinem Mann so schlecht ist. Ich kann leider nicht mit konkreten Ideen dienen, aber es klingt nach einem neuroendokrinen Tumorgeschehen (Georg hat ja auf den entsprechenden Abschnitt im Basiswissen verwiesen). Sollte sich das bestätigen, findest du vielleicht beim "Netzwerk Neuroendokrinen Tumoren" hilfreiche Ansprechpartner (es gibt hier Regionalgruppen): http://www.glandula-net-online.de/cms/front_content.php

    Ich wünsche Euch alles Gute,
    Nat

  10. #20
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    Ihr Lieben,

    ich danke Euch für Eure Antworten und lese mich ein!

    DANKE!

    Sybille

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