Hallo Ralf_S @all,

jetzt werde ich nicht auf meine Ganzprostata Hifu von 2008 verweisen, sondern vom Ergebnis und seinen Nebenwirkungen.
Meine Prostata hatte 52 ml und einen extrem starken Mittelteil. ( Transitionalzone )
Die ADT verkleinerte zwar die beiden Prostatalappen, aber der Mittelteil blieb. So mußte eine TUR-P vorgeschaltet werden. Auch damit der Bestrahlungslöffel so weit als möglich umfänglich geführt werden konnte.

Die Hifu Ablatherm wurde in drei Arbeitsschritten geführt, auch die Transitionalzone wurde eingeschlossen.
Das Ergebnis: bis heute ist die Prostata ohne Befall geblieben.
Jedoch es gab NW.
Die TUR-P Späne gingen nicht durch den Blasenhals, welcher geschwollen war. Es führte im Zeitablauf nach Hifu zu Verschlüssen. Der Katheter durch die Harnröhre war zwar erfolgreich für das Abführen von Urin, malträtierte aber die Harnröhre und Blasenhals.

Ich wurde geschlitzt. Der Repair sorgte für eine Vernarbung und wiederum eine Engstelle.
Ich wurde noch einmal geschlitzt nach Warwick = Y Schlitzung und mit Kortison hinterspritzt. Dann war Ruhe, es läuft, die Prostata/Kapsel ist noch drin und alle anderen Optionen habe ich bis heute nicht gebraucht.

Leider waren schon vorher CTC's entfleucht und hatten Metastasen gebildet. Aber dafür kann die Hifu nichts.
Gelegentlich hatte ich auch bis 2016 noch Errektionen in den IADT Phasen.

Trotzdem würde ich auch noch die VMAT ins Auge fassen, denn die gekoppelte 3 D Gating und IGRT kann die Bewegungen der Organe stark minimieren und wenn nötig auch abschalten und die Bestrahlung wieder beginnen, wenn kein Organ in der Nähe ist. Die Kollimatoren die im Bestrahlungsfeld befindlichen Organe abdecken.

Ansonsten war die Hifu nicht belastend, die NW wurden mehr durch die vorgeschaltete TUR-P verursacht.

Viel Glück bei der Entscheidung und lass dich durch mangelne Evidenz usw. usw. nicht zu sehr in deiner Entscheidung beeinflussen.
Hans-J.