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Thema: PSA von 3.16 auf 6.67 in 5 Jahren

  1. #11
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    Traut man dem PSA von 6.67 nicht, sollte die Wiederholung durch ein anderes Labor erfolgen. Klar muss es nicht Krebs sein, vielleicht sehe ich zu sehr aus meiner Perspektive, wo ein Abwarten bei PSA 6.8 und Alter 52 reiner Unsinn war. Hinterher ist man immer schlauer.

  2. #12
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    Nun, ich werde noch eine Messung machen, abstinent, ohne Velofahren, um sicher zu sein, dass der Wert stimmt. Ich lebe seit sieben Jahren mit BPH, da sind etwas höhere Werte zu erwarten. Bei über 4 sollte man aber vorsichtiger werden. Und bei 6...

    Gleichzeitig mit der PSA Neumessung mache ich einen MikroRNA Test. Muss ich selber zahlen anscheinend, ist mir aber egal. Falls einer der beiden Tests Anlass zur Sorge gibt, mach ich einen Scan. Dann, ev. mit Anhaltspunkten, wo man biopsieren soll, Biopsie.

  3. #13
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    Du hast seit 7 Jahren Probleme mit der Prostata. Daß es BPH ist, kannst du hoffen, aber nicht wissen. Ein MRT vor der Biopsie schadet sicher nichts, wenn man mit der Biopsie anschließend nicht noch 7 Monate wartet, wie ich. Insbesondere weißt du momentan auch nicht, wie schnell der PSA bei dir steigt. Das kann eine Verdoppelung in 5 Jahren gewesen sein, oder auch nur in einem Jahr. In deinem Alter willst du definitiv nicht mit der Biopsie warten, bis der PSA schon zweistellig ist. Just saying.

  4. #14
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    Bei mir fing es mit 49 Jahren an. Da war der PSA bei 4,4
    Biopsie ergab nix
    Dann schon ein Jahr später PSA 9,2
    MRT geführte Biopsie ergab nix
    Zwei Jahre später PSA bei 10
    und zum dritten mal MRT gestützte Biopsie mit 29 Stanzen
    Nix, nix, nix
    Es mag zwar nicht die Regel sein, aber ein hoher PSA muß nicht ziwingend Krebs sein.
    Aktuell habe ich seit einem Jahr einen PSA mit 12 und bin 54 Jahre alt.

  5. #15
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    Ich, 59 Jahre, hatte seit ca 15 Jahren einen erhöhten PSA, 2x Biopsie brachte kein Ergebnis - Diagnose BHP
    Der PSA stieg bis fast 10, wurde mit Finasterid behandelt und der PSA fiel auf 3,5, das ging einige Zeit gut, der PSA stieg aber leicht an bis 4,7
    Dann MRT von der Prostata, Fusionsbiopsie und das Ergebnis CA mit GS 8
    Vor einem Jahr RPE mit da Vinci, seitdem PSA auf 0,02 und es geht mir gut.
    Was ich damit sagen will.....auch mit der Diagnose BHP kann ein Karzinom vorhanden sein.....

  6. #16
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    Danke für alle Beiträge. Für die vorsichtigen wie auch für die besorgteren. Ich habe meinen Benutzernamen gewählt, weil mir das eben alles etwas bekannt vorkommt. Und ich aber auch nicht ganz ausschliesse, dass es vielleicht doch nur ein Dejàvu ist. Ich meide aber Optimismus wie Pessimismus.

    Von der ziemlich schrecklichen Geschichte mit meiner Mutter, die innerhalb eines Jahres an einem Lymphom gestorben ist, habe ich vor allem eines mitgenommen: Weder optimistisch noch pessimistisch werden. Nur das wirken lassen, was man sicher weiss und damit so ruhig und stark wie möglich umgehen.

    Keine Zeit verlieren, aber auch nicht durchdrehen und panisch aufs nächste Ergebnis hinzittern. Sich vornehmen, auf alles, soweit möglich, gefasst zu sein. Ich weiss auch, dass falls eine negative Diagnose kommt, dass das dann nochmals eine andere Dimension von Nerven verlangt, als wenn man noch nichts sicher weiss.

    Aus Erfahrung werde ich bei einer positiven Diagnose auch keine Luftsprünge machen. Angesichts meines grundsätzlichen Eindrucks könnte wohl ein Scan auch nicht schaden, wenn die Ergebnisse gut ausfallen, aber mal schaun. Falls es ernst wird, werde ich sicher nicht lange warten.

    Von allem, was ich bisher gelesen habe, hab ich’s hier mit einem Gespenst zu tun, das jederzeit materialisiert, konkret vor mit stehen könnte. Und selbst dann kann es von einem kleinen scheinbar harmlos, langsam grösser werdenden Ungeheuerchen plötzlich zu einem Monster werden, das man vielleicht los wird, vielleicht halb los wird, das man - mit mehr oder weniger Schaden - halb oder ganz oder auf Zeit los wird, oder das mir dann doch alles nach und nach, manchmal schneller, manchmal langsamer zum völligen Alptraum macht.

    Aber, hey, man darf sich nicht verrückt werden lassen. „Angst essen Seele auf.“ Dagegen wehre ich mich mit Händen und Füssen. Denn Angst macht nicht nur alles schlimmer, sie beschleunigt Krankheiten erwiesenermassen.

  7. #17
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    Zitat Zitat von Dejavu Beitrag anzeigen
    Aber, hey, man darf sich nicht verrückt werden lassen. „Angst essen Seele auf.“ Dagegen wehre ich mich mit Händen und Füssen. Denn Angst macht nicht nur alles schlimmer, sie beschleunigt Krankheiten erwiesenermassen.
    Verdrängung. Die Tatsache, dass das Leben in jeder Sekunde enden kann, sei es durch Unfall, Krieg, Verbrechen, Naturkatastrophe oder Krankheit, sitzt normalerweise gut versteckt im Hinterkopf. Mir wurde nach dem sonntagmorgendlichen Anruf wegen meines auf 11.85 gestiegenen PSAs auf einen Schlag klar, dass die wahrscheinlichste Erklärung für meine Pinkelprobeme eben doch Krebs ist und kaum eine Stunde später waren die Symptome subjektiv viermal so schlimm. Auf die Erkenntnis, dass ich in Québec weder eine schnelle noch eine erstklassige Behandlung erwarten konnte, folgten dann serienweise schlaflose Nächte. Was dagegen wirklich super hilft: jeden Tag so zu leben und zu geniessen, als könnte er der Letzte sein.

    Fast schon witzig, wenn es nicht so traurig wäre, fand ich Gespräche mit Bekannten über den PSA. Fast jeder wusste von jemandem, der Prostatakrebs hatte, aber niemand kannte seinen eigenen PSA, und einige wollten den aus Furcht vor erhöhten Werten auch gar nicht erst messen lassen.

  8. #18
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    Zitat Zitat von KarlEmagne Beitrag anzeigen
    Was dagegen wirklich super hilft: jeden Tag so zu leben und zu geniessen, als könnte er der Letzte sein.
    Dieser Satz impliziert mindestens:
    1. Ich bin mir ständig bewußt, dass mein Leben gleich zu Ende sein kann.
    2. Ich lebe ohne längerfristige Pläne.
    3. Ich suche vorwiegend/ausschließlich angenehme Erfahrungen ("Genüsse"), die sich kurzfristig realisieren lassen ("kurzer Spannungsbogen" in der Psychologie).
    Das
    (a) ignoriert die Realität mindestens so sehr wie die Verdrängung in den Hinterkopf
    (b) und ist sehr ichbezogen.
    PCa ist meistens eine langfristige Angelegenheit und mit Behandlung (und teilweise auch ohne) häufig nicht die bestimmende Todesursache. Zukunftshoffnungen (auch illusionärer Art), Einbindung in Strukturen mit langfristiger Perspektive (Familie, Beruf, Vereine,...) und positive Erlebnisse aufgrund nachhaltiger Investitionen (damit sind auch Freundschaften gemeint) führen meines Erachtens zu höherer Lebensqualität und nachgewiesenermaßen zu besserem Krankheitsverlauf.

    Dejavu, ich finde, du hast das sehr gut ausgedrückt und ich stimme dir zu.
    Im mikroRNA-test sehe ich zwar wenig Sinn, würde aber gerne das Ergebnis erfahren und auch welches Labor das macht. Wenn du dazu noch Links hast - auch gerne.

  9. #19
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    Martin, in Prinzip lebe ich so wie Karl nur mit den Unterschied das ich im Garten immer wieder versuche Pflanzen selber zu ziehen. Und da gibt es welche deren Erfolg man erst in ein paar Jahren sieht.

  10. #20
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    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    Dieser Satz impliziert mindestens:
    1. Ich bin mir ständig bewußt, dass mein Leben gleich zu Ende sein kann.
    2. Ich lebe ohne längerfristige Pläne.
    3. Ich suche vorwiegend/ausschließlich angenehme Erfahrungen ("Genüsse"), die sich kurzfristig realisieren lassen ("kurzer Spannungsbogen" in der Psychologie).
    Das
    (a) ignoriert die Realität mindestens so sehr wie die Verdrängung in den Hinterkopf
    (b) und ist sehr ichbezogen.
    PCa ist meistens eine langfristige Angelegenheit und mit Behandlung (und teilweise auch ohne) häufig nicht die bestimmende Todesursache. Zukunftshoffnungen (auch illusionärer Art), Einbindung in Strukturen mit langfristiger Perspektive (Familie, Beruf, Vereine,...) und positive Erlebnisse aufgrund nachhaltiger Investitionen (damit sind auch Freundschaften gemeint) führen meines Erachtens zu höherer Lebensqualität und nachgewiesenermaßen zu besserem Krankheitsverlauf.
    Jeden Tag so zu leben und zu geniessen, als könnte er der Letzte sein: Vielleicht hilft es dir nicht, mir schon. Wie du richtig feststellst, kann man mit PCa noch eine ganze Weile leben. Dejavu schreibt von dem Einfluß, den schon die Möglichkeit, von diesem Leiden betroffen zu sein, auf das tägliche Leben und den Seelenfrieden haben kann. Ich kann das sehr gut nachempfinden, weil es mir genauso geht.

    Wenn also meine Gedanken nur noch um mögliche Diagnosen und Krankheitsverläufe kreisen, hilft es mir, mich auf die Gegenwart zu besinnen und den Umstand, dass die Zukunft immer schon vollkommen unsicher war, nicht erst seit meiner PCa Diagnose. Trotz der Unsicherheit habe ich immer schon geplant und vorgesorgt, weil jeder Tag eben der letzte sein könnte, oder mit guter Wahrscheinlichkeit auch nicht.

    Was angenehm ist und das Leben lebenswert macht, muss jeder für sich entscheiden. Zukunftssorgen können auch dem Gesündesten den Tag verderben.

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