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Thema: Mein unerklärliches Disaster

  1. #51
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    Ich kenne es so, dass nach zwei Zyklen durch ein PSMA PET/CT das Ergebnis kontrolliert wird. Wenn man dann damit zufrieden ist, macht man keine weiteren Zyklen. Letztlich kann man mit Lu177 auch nicht kurieren sondern nur den Tumor sehr effektiv zurückdrängen. Ich halte es daher nicht für sinnvoll, zu versuchen, die letzten Reste mit einem dritten Zyklus zu beseitigen. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Nebenwirkungen stärker sind, je weniger PSMA exprimierender Tumor da ist. Dann geht das Mittel vermehrt an gesunde Zellen, da zu wenig Tumorzellen gefunden werden.

    Ich würde erstmal abwarten, wie es weitergeht und im nächsten Jahre eventuell noch einen Zyklus machen oder die Metastase gezielt bestrahlen. Bei einem PSA Wert von 0,57 brauchst Du erstmal eine Therapiepause.

    Georg

  2. #52
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    @Tritus , Klaus und alle,
    Ich frage mich nur, wo steckt denn Arnold, der hat ja über diese Kombi vor 2 Monaten schon berichtet.
    Frei nach dem Motto: Krebs ist nicht Alles, das Leben an sich macht mehr Spaß, lese ich nicht mehr so konsequent im Forum und reagiere deshalb jetzt erst. Dass die Dosisfindung bei der Kombination von 177Lu und 225Ac noch ganz am Anfang steht, hat mir die Begeisterung von Prof. Ezziddin gezeigt, mit der er auf meine Aussage reagierte, dass ich keine Nebenwirkungen verspürt hätte. Und das, obwohl ich den Klinikansatz zur Minderung der Wirkung auf die Speicheldrüsen geradezu konterkariert hatte. Zur Erläuterung: Vom Infusionsbeginn an erhielt ich täglich ein Scopolaminpflaster, das ich hinter ein Ohr geklebt habe. Zweck: Reduktion des Speichelflusses. Ich hatte mich vorher hier erkundigt und genau entgegengesetzte Ratschläge erhalten und die auch befolgt, jede Menge saure Bonbons und gefrorene Früchte konsumiert, um den Speichelfluss zu maximieren. Letztendlich hatte ich keine Mundtrockenheit oder sonstige Probleme. Nach dem letzten PSMA-PET/CT im Oktober 2018 hat Prof. Ezziddin mir empfohlen, mit meinem Urologen eine Hormontherapie zu etablieren und ggf. den Resttumor in der Prostata fokal anzugehen. Hormontherapie läuft nach anfänglichen Problemen und Wechsel des Präparates jetzt gut. Die fokale Therapie habe ich erstmal hintangestellt. Wenn das PSA wieder steigt, mache ich den nächsten Zyklus 177Lu + 225 Ac in Homburg.
    Arnold

  3. #53
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    Hallo Klaus,

    ich kann Dir keinen fachspezifischen Rat geben, möchte Dich aber zu dem Erfolg mit der Behandlung in Bad Berka beglückwünschen. Es freut mich außerordentlich, dass diese Maßnahme Dich wieder in die Spur gebracht hat. Metabloc hat bei Dir vermutlich zumindest zum Schluss nicht mehr das Krebswachstum begrenzt, sondern nur noch den PSA-Wert geschönt.

    Ich wünsche Dir dauerhaften Erfolg mit der PRLT.

    WernerE

  4. #54
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    Herzlichen Dank, Werner!

    Nur eine Korrektur:
    Die Lu Therapie wurde nicht in Bad Berka gemacht sondern (zum Glück vor meiner Haustür) an der Uniklinik in Bonn.

    Ansonsten bin ich Georg dankbar - meine Überlegungen waren seiner Meinung sehr ähnlich. Ich habe nur noch einen letzten "Tritt" gebraucht.
    Ich werde erst einmal keinen weitere Lu Zyklus machen.
    Grüße,
    Klaus
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Bericht in Myprostate.eu: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=69&page=report

  5. #55
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    Moin Klaus,

    kurze Zwischenfrage...darf man tatsächlich das Zimmer/Station 48 Stunden nicht verlassen oder gibt es zumindest etwas "Freigang" auf dem Hof ?

    Grüße und alles Gute.

    Uwe

  6. #56
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    Hallo Uwe,
    ich durfte nach 24 Stunden draussen spazieren gehen. Aber das mag von Klinik zu Klinik verschieden sein.
    Klaus
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    Bericht in Myprostate.eu: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=69&page=report

  7. #57
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  8. #58
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    In Deutschland ist es Vorschrift, dass man zwei Tage nach der Infusion sein Zimmer nicht verlassen darf.

  9. #59
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    Die relevante Vorschrift ist die Strahlenschutzverordnung. Diese nennt korrekterweise keine Zeit, sondern eine Dosis:
    "(4) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass eine Person, die mit radioaktiven Stoffen behandelt wurde, erst dann aus dem Strahlenschutzbereich entlassen wird, wenn davon ausgegangen werden
    kann, dass hierdurch für Angehörige und Dritte eine effektive Dosis von nicht mehr als 1 Millisievert auftreten kann. Ist im Einzelfall eine Entlassung aus medizinischen Gründen vor diesem Zeitpunkt erforderlich, so hat der
    Strahlenschutzverantwortliche dafür zu sorgen, dass dies schriftlich begründet und der zuständigen Behörde mitgeteilt wird." (§ 122 StrlSchV.pdf )
    Diese Dosis kann man messen nach der Behandlung, oder man kann sie berechnen. Die Dosis pro Zyklus kann bis zu 8 Gigabequerel betragen. Die Gammastrahlenkonstante für Lu-177 ist 7,636 x 10-6 mSv/Stunde per MBq (1m Abstand). Bei Applikation von 8GBq = 8000MBq ergeben sich 0,061 mSv/Stunde. Natürlich kommen die nicht alle an der Körperoberfläche an und ein Teil der Substanz wird bald wieder ausgeschieden. Ferner ist nicht anzunehmen, das der Patient sich nach der Entlassung permanent höchstens 1m von der selben Person entfernt aufhält, für die zudem noch die "effektive" Dosis berechnet werden muss: die Wirkung auf die Organe, welche geringer ist. Da nach 6,6 Tagen die Hälfte des Lu-177 zerfallen ist, sind nach 2 Tagen noch ca. 0,05 mSv/Stunde wirksam. Wer danach 30 Stunden ununterbrochen mit dem Partner kuschelt droht immer noch, 1 mSv effektiv weiterzugeben.
    Dieses Verhalten ist allerdings weder nach 48 Stunden noch in den ersten 48 Stunden zu erwarten. Insoweit ist es willkürlich, ob 12, 24, 36, 28 Stunden angesetzt werden. Aber es man ist ja ohnehin in der Klinik wegen der Untersuchungen.

  10. #60
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    Also ich erinnere mich, dass Konrad nach seiner Therapie in Heidelberg am folgenden Tag am Neckar
    noch einen Spaziergang machte, bevor er wieder mit dem Zug zurück in die Schweiz fuhr.

    Harald
    nicht nachlassen

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