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Thema: SABR/RFA/IMRT/Cyberknife

  1. #11
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    Georg, ich wollte dem von dir angenommenen Wert nicht widersprechen. Der ist ohne Zweifel vernünftig. Die Schwankungsbreite in der Literatur ist allerdings heftig.
    Wo steht das denn, dass eine BED von 120Gy bei Knochenmetastasen ausreicht? Die Quellen interessieren mich.
    "Palliativ" verwende ich nur gemäß Leitlinie, wenn ich mich auf diese beziehe, ansonsten bewerte ich das nach der erwarteten Wirksamkeit. Meiner Erfahrung nach nehmen Ärzte nachteilige Nebenwirkungen, die bei Standardtherapien, die wenig oder keine Justagemöglichkeiten haben, unvermeidlich auftreten, nicht so wichtig, denn das ist ja "üblich". Alternativen zum Standard werden entsprechend selten angeboten. Da, wo sie justieren können (Dosis, Bereich, ...), werden Nebenwirkungen eher gefürchtet (denn sie fallen ja direkt in die eigene Verantwortung) und die Dosierung erfolgt eher vorsichtig.

  2. #12
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    Martin, die 120 BED, die ich im Kopf hatte, stammen von Muldermans, der in seiner Studie zu dem Schluß kam, man sollte mindestens 1x18 Gy einsetzen. Über 120 BED ergeben sich daraus aber bei einem a/b Faktor von 3,0. Sonst, bei einem a/b von 1,5 liegt die Dosis, in BED berechnet, viel höher.

    Ich hatte mich in diesem Beitrag schon mit den verschiedenen, angewandten Bestrahlungsdosen auseinandergesetzt.

  3. #13
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    Georg, vielen Dank. Da ich September 2016 noch "gesund" gewesen bin, kannte ich das Forum nicht und auch nicht diesen Beitrag.

  4. #14
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    Hallo BED Freaks,

    habe diesen Thread - mal wieder - sehr spät gesehen.
    In der Radiotherapie wird schon viel, viel weiter gedacht und bestrahlt. Auch außerhalb der Degro wird versucht mehrfach vorbehandelte Metastasen nicht nur mit hoher BED zu begegnen sondern mit dem Einsatz der derzeitigen Technik auch anders.

    Mittlerweile ist Cyberknife nicht mehr das Maß aller Dinge, sondern andere Bestrahlungsarten haben Cyberknife schon überholt.

    Die Wissenschaft zeigt zunehmend klarer auf, das mehrfach vorbehandelte Metastasen ( Chemo, Bestrahlung, ADT ) sich stärker einer Bestrahlung widersetzen als eine jungfräuliche M. und nicht nur deshalb, weil sie einer von 6 möglichen Resistenzgruppen zugehören könnten.
    Was nun.

    Ob die Kombi einer Bestrahlung hartnäckige M zu irreparable Doppelstrangbrüchen verleiten kann wird probiert.
    Z.B. durch aufmodulierende IMRT, Arc stop, weiter und Abdeckung bei wenig involviertem Befall, Kollimatorenabdeckung, IGRT Kontrolle und nötigenfalls mit VMAT.

    Das alles ist möglich, wenn der Betroffene das Risiko mitgeht. Welches Risiko?

    Die immer wieder vorgetragene neuroendokrine Differenzierung mit der Folge von Strahlenresistenz gibt es nicht nur alleine.
    Auch das duktuale spricht nicht an und noch vier weitere. ( Irgendwo habe ich sie )

    Jedoch eines geht immer bei den hartnäckigen M. und natürlich dort wo es möglich ist. Hitze durch RFA oder MgFUS. 72° C waren bei mir zu wenig - Rezidiv - aber ab 80° C war Schluß mit lustig für die M.

    Da durch die Bestrahlungen das Knochenmark zusätzlich zum Krebs noch geschädigt wird, sollte die Schonung des Knochenmarkes sehr beachtet werden und nicht nur mit hohen BED drauflosballern.

    Zunehmend werden Knochenmetastasen biopsiert um sie besser auf Bestrahlungsgängigkeit zu überprüfen. Jedoch auch um sie einer möglichen Immuntherapie zuzuführen.
    Also, es tut sich was.

    @Martin u.a. Interessierte, bleibt da mit dran und lasst die Leitlinien außen vor, sonst wird das nichts.

    Gruss
    Hans-J.

    und jetzt ab in die Türkei, hier kommen die Eisheiligen.

  5. #15
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    Hallo Hans J.

    Danke für den Beitrag....wo hast du denn deine Metastasen mit Hitze behandeln lassen, soweit ich weiß geht MgFUS nur in Frankfurt und nur bei lokalem Prostata Ca Gleason unter 7, PSA unter 10 etc und nicht bei einzelnen Metastasen...vielleicht wäre das ja durchaus eine Therapiemethode für meinen Papa...Metastasen müssen weg und das möglichst effektiv

    Danke Katrin

  6. #16
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    Hallo Karin,

    du mußt die Hifu für die Prostata und die MgFUS unterscheiden. Erstere hast du beschrieben, Zweite werden viszerale M, Organmetastasen auch Knochenmetastasen bestrahlt.
    Ganz neu macht das die Uni Bonn, Dachau, Janker Klinik Bonn, Frankfurt und auch noch andere im Frankenland.

    ...Metastasen müssen weg und das möglichst effektiv
    Ja, wenn das so einfach wäre.
    Ich hatte eine - von Anfang an - an der Iliaca crista. Zweimal bestrahlt, Rezidiv nach 2 Jahren. Diese war gemischt differenziert. Osteoblastisch und unterhalb der Darmbeinschaufel lytisch. Nach 68gy wollte das Strahleninstitut nicht mehr rangehen. ( Verständlich )

    Ich versuchte die MgFUS damals noch in Bottrop. Ein Teilerfolg. Da der blastische Teil nicht nur aufgesetzte Verkalkungen hatte, sondern im Kalk sind auch cluster eingelagert, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Das mag die MgFUS gar nicht und war im blastischen Teil wirkungslos.
    Was nun. Der Gürtel in diesem Bereich machte Schmerzen und ansonsten konnte diese ganz schön zwicken.

    Es wurde eine RFA hinterhergeschoben in Bonn. Hierbei stellte sich folgendes heraus.
    Die aufgesetzte Verkalkung bei der blastischen M. mußte weg, da diese auch die RT behindert. Prof. W. nadelte unter Hitze die M. aus. die lytische ebenfalls und verfüllte das mittlerweile recht große Loch mit Knochenzement.
    Das war vor 7 Jahren. Danach war Ruhe.

    Ich hatte dich in einem anderen Thread über die Metastasenarten einen Wink gegeben.

    Was würde denn passieren, wenn die Lu 177 mit max. 2mm Eindringtiefe auf eine Kalkansiedlung von ruhig bis zu 7mm stoßen würde, bei den Blasten?
    Du mußt aber um den Knochen effektiv zu bestrahlen am Knochen sein.

    Gruss
    Hans-J.

  7. #17
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    Hans-J., du meinst wohl MRgFUS.

  8. #18
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    Ja, Martin, mit Magnetresonanz gesteuertem focussiertem Ultraschall. Sorry, die Resonanz ist verschütt gegangen.

    Gruss
    Hans-J.

  9. #19
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    Sehr gut, danke...wir schauen und hoffen weiter...warst du damals an der Uni Bonn oder in der Janker Klinik Bonn...hättest du einen Ansprechpartner ? Ichhabe gerade deinen tolle Abhandlung bei myprostate gelesen..da steht ja alles drin...ich muss bei meinem Profil noch einiges ergänzen...wir haben ja auch enorm viel an zusätzlichen Therapien ...wie NEM, Mistel, Methadon etc...alles immer schön nach Blutkontrollen und angepasst....ich glaube wenn wir nicht so umfassend unterwegs wären, dann sehe ist schon ganz anders aus...toll so Menschen wie dich hier im Forum zu haben, die ihre Erfahrungen gewillt sind zu teilen. DANKE !


    LG Katrin

  10. #20
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Was würde denn passieren, wenn die Lu 177 mit max. 2mm Eindringtiefe auf eine Kalkansiedlung von ruhig bis zu 7mm stoßen würde, bei den Blasten? Du mußt aber um den Knochen effektiv zu bestrahlen am Knochen sein.
    Das sehe ich nicht so pessimistisch. Das Lu-177 kommt schon an die Metastase ran, genauso wie es auch das Xofigo tun würde.
    Jeder Metastase braucht auch eine Blutversorgung, und darin schwimmt auch das Lu-177 mit.

    Tritus

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