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Thema: Strahlenproktitis, Z.n Prostatalogenbestrahlung, Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)

  1. #1
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    Strahlenproktitis, Z.n Prostatalogenbestrahlung, Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)

    Im folgenden eine Darstellung aus meiner Sicht.
    2015 ProstataOP und Prostatalogenbestrahlung IMRT Ingesamt 70 Gy (!). Nach relativ beschwerdefreiem Intervall dann Mitte 2018 Feststellung einer Strahlenproktitis.
    In diesem Forum las ich damals von der Hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO) als Heilungsmöglichkeit. Leider erwies sich die dahingehende (wenn auch durchaus sachliche) Verhandlung mit der Krankenkasse bislang nur als Zeitverlust mit unbestimmten Ergebnis.
    Nach halbjährigem Abwarten/Beobachtung keine Besserung des Krankheitsbildes! (Noch dazu mit langfristig eher düsteren Aussichten). Daher habe ich mich für den Start der HBO (Selbstzahler) entschlossen.
    Positiv: Die HBO ist eine "nichtinvasive Therapie".
    Erfreulich: Bereits nach drei Wochen "HBO" Zustand subjektiv (!) eindeutig positiv (Wegfall von Blutauflagerungen am Stuhl, Wegfall von zeitweise auffälligen Bauchschmerzen im Unterbauch).
    Inwieweit eine Konsilidierung/Remission erreichbar ist, wird sich zeigen.
    Der Behandlungsplan (insgesamt 40 "Tauchgänge" in der Druckkammer) orientiert sich an den Richtlinien der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM) und den Empfehlungen der Undersea und Hyperbaric Medical Society (UHMS): 2,4 bar Maximaldruck, Gesamtzeit 125 min, Gesamtsauerstoffzeit (Maske) bei Maximaldruck 90 min. Dies als Hintergrundinformation. Weiteres dann demnächst.
    Mit freundlichem Gruß
    Uli

  2. #2
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    Hallo Uli,

    auch ich schlag mich schon während und nach meiner IMRT im Sommer letzten Jahres mit Rektumblutungen herum.
    Den Durchfall während der RT bekam ich mit Flohsamenschalen in den Griff.
    Vor 2 Monaten hatte ich beim Gastroenterologen einen Hämorrideneingriff, wobei keine Strahlenproktitis festgestellt wurde.
    Zur Zeit nehme ich Zäpfchen bzw. Salben: DoloProsterine und Mucokehl.
    In der Apotheke sagte man mir, dass es ein verschreibungspflichtiges Zäpfchen mit Cortison gibt.

    Welche Salben oder Zäpfchen hast Du genommen?
    Wo wird die HBO angeboten und wie hoch sind die Kosten?

    Ich wünsche Dir vollen Erfolg mit Deiner Behandlung.

    Viele Grüße

    Lothar

  3. #3
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    Zu den Kosten (130 € je Anwendung) und der Erstattungssituation habe ich folgende Informationen der Uniklinik Düsseldorf gefunden:

    https://www.uniklinik-duesseldorf.de...eckung-der-hbo



    Hier sind Informationen des VDD zur Behandlung von Bestrahlungsspätfolgen:

    https://www.vdd-hbo.de/bestrahlungsspaetfolgen/

    Gruß

    Lothar

  4. #4
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    Anlässlich einer Darmspiegelung wurde bei mir die Strahlenproktitis bestätigt. Der Arzt bot mir zur Behandlung dieser Proktitis (ca. 10 cm Ausbreitung) eine Koagulationstherapie mittels einer APC-Sonde vor. Nun meine Frage:
    Hat jemand von Euch schon diese Behandlung bei einer Strahlenproktitis gehabt und wenn ja, welche Erfahrung habt Ihr mit dieser Behandlung gemacht ?

  5. #5
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    Hallo, Günter,
    Mein fortgeschrittenes PCa (4+5) wurde 2007 mit 73,8 Gy 3D-konformal bestrahlt. Samenblasen und Sicherheitssaum eingeschlossen. Ein Jahr nach der Therapie trat eine Makrohämaturie in der Blase auf, im Bereich der mitbestrahlten Samenblasen. Nach einer Blasenspiegelung, die den Schaden optisch sichtbar machte, entschied sich mein Urologe, der auch chirurgisch tätig ist, für eine Koagulation der entsprechenden Passagen. Unmittelbar danach stand die Blutung . . . bis heute. Die koagulierten Bereiche sind natürlich nicht mehr so dehnungsfähig wie normal, so dass die Blase insgesamt (gefühlt) etwas weniger Inhalt verträgt als vorher. Aber damit kann ich sehr gut leben. In wieweit dieses Verfahren auch im Bereich des bestrahlten Darms erfolgreich sein kann, müsste eigentlich dein Arzt wissen.

    Beste Wünsche aus Berlin
    Knut
    Alles bleibt anders

  6. #6
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    Ergänzung zur HBO
    In meinem Betrag zu HBO-Therapie wollte ich diese als insbesondere als "nichtivasive Behandlungsalternative" nach Strahlentherapie hervorheben.
    Dazu vgl. dazu im Ärzteblatt 2016 https://www.aerzteblatt.de/archiv/17...statakarzinoms
    ..." für schwere Nebenwirkungen steht mit der hyperbaren Sauerstofftherapie eine in einer randomisierten Studie geprüfte Therapieoption zur Verfügung..."
    In diesem Zusammenhang sollte man sich den persöhnlichen Betrahlungsplan der Prostatalogenbestrahlung und die darin benannten medianen Werte für die benachbarten Organe ansehen. Sieht in meinem Fall bei 70 Gy im Kernbereich drumrum nicht gerade rosig aus. Falls also wie in meinem Fall im ungünstigsten Bereich des Darms eine akute Proktitis begonnen hat wären die benachbarten (z.B. Darm)Bereiche quasi die nächsten.... Da das Behandlungskonzept der HBO auf eine Wiederherstellung aller von der Bestrahlung geschädigten Blutkapillaren ziehlt ist das in jedem Falle ein guter Investition für die Zukunft.
    Das war dann auch mein Entschluß zum sofortigen Beginn der HBO Therapie als Selbstzahler.
    Mit freundlichem Gruß
    Uli

  7. #7
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    Hallo Lothar,
    ich bin auch Betroffener ,nach meiner Bestrahlung 2011, 73gy habe ich seit ca.3 Jahren peranale Blutungen dadurch Hb Abfall der nur durch ständige
    Bluttransfusionen (ca.2Stck./Monat) .Der Hb wird bei mir zwischen 10-11 gehalten(ich habe zu allem Elend noch COPD GOLD 4)
    Deine Frage bez.Cortison: Ich habe ca.3 Wochen Budenofalk uno 9mg genommen.(1-0-0)Der Wirkstoff ist BUDENSNIT.
    Nach Rücksprache mit meiner Apotheke werde ich ab Mo.d 13.05.Zäpchen mit 3 mg Budenosit versuchen,die Zäpchen werden in der hergestellt.
    Der Wirkstoff ist nicht mehr als Zäpfchen verfügbar.
    Der Hintergrund dieser Aktion : Cortison möglichst niedrig zu halten.
    Zur Zeit nehme ich Engmaschig Budenofalk 3 mg 3-0-0
    Ich nehme engmaschig Stuhlproben für Hemoccult-Test,das Ergebnis werde ich am Freitag d.17.05.2019 haben.
    Gruß
    Benedigt aus Ludwigshafen

  8. #8
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    Mich hat es 1,5 Jahre nach Bestrahlungsende auch erwischt, mittels APC (Argon-Plasma-Coagulation) behandelt (2 Sitzungen mit a 12 und 6 "Schweißstellen"), aber seither Ruhe.
    Auch eine später erfolgte Koloskie zeigte keine weiteren Schäden.

    Zur Vorbeugung nehme ich Movicol u. a. auch wegen meiner Bauchfell-Dialyse um den Stuhlgeng weich zu halten.


    lg
    Flüstermann alias Harald (nomen est omen)
    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=733&page=graphic

  9. #9
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    Hallo Benedigt,
    Dich hat’s ja schwer erwischt.
    Wie war Dein Befund beim Gastroenterologen?
    Bei mir wurden keine Bestrahlungsschäden diagnostiziert, jedoch eine Hämorride entfernt.
    4 Wochen später deutliche Spuren von roten Blut im Stuhl.
    Da ich schon zwei Darm-OPs hinter mir habe (Darmfissur, Hämorrhoiden) kannte ich das postoperative Blutungsproblem.
    Peinliche Sauberkeit (kein Klopapier, keine Seife) kalte Analwaschungen, Mullkompresse, Wundsalbe (Panthenol, Zinksalbe, Hametum)
    Es wird allmählich besser. Vielleicht nehme ich später noch eine Cortisonsalbe gegen die Wundentzündung.
    Ich werde weiter berichten.

    Liebe Grüße und Heilung

    Lothar

  10. #10
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    Hallo,
    nachstehender Link enthält Informationen zur Wundpflege und -behandlung im Analbereich.

    https://www.vivantes.de/fileadmin/Kl...perationen.pdf

    Viele Grüße

    Lothar

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