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Thema: Bitte um Hilfe/Mein Vater hat PK und 6 Monate nach der OP ein PSA Wert von 4,1

  1. #11
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    Zorica, deinem Vater erstmal alles Gute, ich kann sehr gut nachvollziehen, warum er erstmal etwas niedergeschlagen ist. Geht mir ganz genauso, seit sich bei mir der Verdacht auf PCa bestätigt hat.

    Ich möchte ein gutes Wort für euren Urologen einlegen. Empathie ist vielleicht nicht seine Stärke, aber seine Aussagen erscheinen mir (leider) als korrekt. Der PSA deines Vaters ist zweimal sehr schnell gestiegen: von 12 am 4.4.2018 auf 22 am 28.09.2018, das war fast eine Verdoppelung in 6 Monaten, was als schlechter Indikator für den weiteren Verlauf gilt. Und dann von 0,51 im Januar auf 4,1 am 09.04.2019, das war eine Verachtfachung in drei Monaten. Wenn dir noch weitere PSA-Messwerte vorliegen, wären die sicher hilfreich und auf myprostate.eu könntest du sie grafisch darstellen. Aber tendenziell scheint der Tumor leider schnell zu wachsen. Auch die vorgeschlagenen Behandlungen mit Bestrahlung der gefundenen Metastase und Hormontherapie hören sich vernünftig an.

    Fragen: warum wurde mit der Operation ein halbes Jahr gewartet? Warum ist vor der Operation kein Knochenscan erfolgt?

    Zum Vergleich, was schlechte Ärzte sind, kannst du meine Story aus Québec lesen, verlinkt unter myprostate.eu. Ich bin bis heute, 24 April, von NIEMANDEM in diesem armseligen Gesundheitssystem der französischsprachigen Provinz Kanadas wegen meiner Krebsdiagnose angerufen worden. Wichtig für deinen Vater wäre, mit der Hormontherapie sofort zu beginnen, um eine weitere Streuung des Krebses zu beschränken, und auch mit der Bestrahlung nicht mehr lange zu warten.

    Ich wünsche Euch viel Glück. Wie es die anderen sagen, bei guter Behandlung sind die Aussichten für deinen Vater gar nicht so schlecht. Die Diagnose Gleason 7b PSA 12 ist die gleiche wie bei mir, ich hätte die auch lieber mit 68 statt 53 Jahren bekommen

  2. #12
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    Gleason-Grade sind nur ein Indikator für die Gefährlichkeit. Auch Gleason 6 kann ungünstige Mutationen tragen. Metastasierter 7b und schneller PSA-Anstieg bedürfen in jedem Fall der baldigen weiteren Behandlung. Vom Sterben ist man allerdings noch weit entfernt.

  3. #13
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    Im Buch von P. Walsh sind einige Tabellen zur Überlebenswahrscheinlichkeit gegliedert nach PSA, Zeitraum von OP bis BCR, und PSA Verdopplungszeit bei BCR. Etwa vergleichbar auch in dieser Studie, die Überlebenszeiten nach Gleason Score, T-Stadium, Zeit bis PSA-Rückfall (BCR), und PSA-Verdopplungszeit abschätzt. Danach ist die PSADT < 3 Monate ein negativer Indikator.

  4. #14
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    Hallo zusammen,


    vielen Dank nochmals an alle für die Antworten und liebe Wörter.Mein Vater wurde letztes Jahr nicht gleich operiert,weil er zuerst mit der Situation fertig werden wollte und drei Monate zuerst in Urlaub fahren wollte.Vor der OP wurde eine Knochenszintigrapfie gemacht und ein CT und dabei wurden keine Metastasen festgestellt.
    Er war letzte Woche bei dem Radiologen zur Besprechung,am 07.05. hatte er wieder einen Termin in Näheres zu besprechen und am 14.Mai fängt er mit der Bestrahlung an.Der Radiologe hat ihm etwas von zwei oder drei Wochen gesagt.Wenn ich was Konkretes weiß,werde ich wieder im Forum schreiben.
    Ansonsten hätte er letzte Woche die drei Monate Spritze bekommen und nimmt weiter 50 g Bicalutamid.

    Sein Urologe meinte,im Moment gibt es für keine andere Möglichkeit,man muss jetzt schauen,wie es weiter geht und wie sich die Situation entwickelt.

    Handelt sein Urologe richtig?

    Über die Lebenserwartung habe ich schon die Frage gestellt und keiner kann richtig sagen,wie einer Leben wird,da dies sehr individuell ist.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende für alle.

    Zorica

  5. #15
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    Zorica,

    was soll denn bestrahlt werden? Die Knochenmetastase, der Bereich um die herausoperierte Prostata oder darüber hinaus der Beckenbereich?

    Hat er denn die drei Monate Spritze bekommen? Es ist sinnvoll damit vor der Bestrahlung anzufangen.

    Zu Deiner Frage: eine Bestrahlung ist schon sinnvoll, nur sollte man möglichst vorher wissen, was bestrahlt wird. Eine Bestrahlung der Knochenmetastase würde den PSA Wert deutlich senken.

    Georg

  6. #16
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    Huhu

    Auch von mir ein liebes hallo!
    Ich kann sehr gut nachvollziehen wie es euch geht. Man ist nach so einer Diagnose geschockt und es dauert , bis das alles verarbeitet ist.

    Mein Vater , 61, ist auch an Prostatakrebs erkrankt. Das wurde im November 2017 bei einer Untersuchung , die er machen ließ wegen Schmerzen im Pelvis Bereich, festgestellt. Er stellte sich heraus , dass die Schmerzen von einer Knochenmetastase in dem Bereich kommen und auch ein lymphknoten befallen ist (Gleason 4+4)!

    Bei meinem Vater wurde die Prostata nicht entfernt.
    Es wurde sofort mit Hormontherapie begonnen und er bekam 6 Zyklen Docetaxel.
    Die Chemo hat er sehr gut vertragen, bis auf ein paar Nebenwirkungen.
    Durch die Hormonbehandlung hat er Muskelschmerzen und geschwollene Finger. Aber es geht ihm trotzdem sehr sehr gut.

    Ich als Tochter habe natürlich überhaupt keine Ahnung auf dem Gebiet gehabt und habe im Internet viel gelesen. Viele positive Verläufe aber leider auch Statistiken , in denen bei solch einem Krankheitsbild von 2-4 Jahren Lebenserwartung gesprochen wird. Ich frage mich bis heute, wie diese Statistiken entstehen, denn die Fälle die ich kenne, leben sehr lange schon mit metastasiertem Krebs. Das gibt mir Mut und das sollte es dir und deinem Vater auch geben!

    Uns ist es zurzeit leider auch etwas flau im Magen, da mein Vater morgen erneut Knochenszintigramm und Ganzkörper MRT hat. Ich habe so Angst vor diesem Termin. Es sind die ersten Scans Seit der Chemo die im Juli 2018 beendet war.

    Drückt bitte alle die Daumen, dass die Scans morgen gutes zeigen. Mein Vater hat total Angst davor , dass morgen noch mehr Metas sichtbar sind oder sogar schlimmeres, vor allem weil bei den letzten beiden Kontrolluntersuchungen beim Urologen der PSA beide Male minimal angestiegen ist. Der Arzt sagte zwar, es sei kein Grund zur Sorge, aber naja. In meinem Kopf schwirrt das schon herum.

    Kann vllt jemand etwas zum minimalen ansteigen des PSA was sagen? Heißt das direkt was schlimmes oder kommt das schon mal vor und ist kein Grund zur Sorge?

    Lieben Gruß ins Forum an alle und an die Thread Erstellerin: Kopf hoch! Du bist nicht allein.

    Julia

  7. #17
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    Zitat Zitat von Juulizzy Beitrag anzeigen
    Uns ist es zurzeit leider auch etwas flau im Magen, da mein Vater morgen erneut Knochenszintigramm und Ganzkörper MRT hat. Ich habe so Angst vor diesem Termin. Es sind die ersten Scans Seit der Chemo die im Juli 2018 beendet war.

    Drückt bitte alle die Daumen, dass die Scans morgen gutes zeigen. Mein Vater hat total Angst davor , dass morgen noch mehr Metas sichtbar sind oder sogar schlimmeres, vor allem weil bei den letzten beiden Kontrolluntersuchungen beim Urologen der PSA beide Male minimal angestiegen ist. Der Arzt sagte zwar, es sei kein Grund zur Sorge, aber naja. In meinem Kopf schwirrt das schon herum.
    Kann vllt jemand etwas zum minimalen ansteigen des PSA was sagen? Heißt das direkt was schlimmes oder kommt das schon mal vor und ist kein Grund zur Sorge?
    Hallo Julia,
    was verstehst du unter "minimalen Anstieg des PSA" ?
    Melde dich wieder, wenn die Ergebnisse der morgigen Untersuchungen vorliegen, und schreibe die letzte PSA-Entwicklung dazu, dann kann euch vom Forum u. U. mit Ratschlägen weitergeholfen werden. Knochenszintigramme wurden bei mir immer gleich nach der Durchführung besprochen.

    Franz

  8. #18
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    Liebe Julia,liebe alle,

    ich drücke dir die Daumen und bin mit den Gedanken bei Euch,dass das Ergebnis gut ist.
    Obwohl ich keinen von Euch persönlich kenne,Ihr gibt mir Mut und Hoffnung,dass man alles doch Positiv sieht.Ich bin mit meinem Vater sehr verbunden,obwohl ich schon selbst Mutter eines Sohnes bin.Auch ich leide mit ihm.Aber ich hoffe,alle Betroffene werden noch viele Jahre leben können und mein Vater auch.
    Ansonsten wie ich schon geschrieben habe,hat mein Vater mit der Hormontherapie angefangen,er hat die drei Monate Spritze erhalten und wartet auf das genauere Gespräch mit dem Radiologen morgen.
    Was genau bestrahlt wird,weiss ich nicht,ob nur die Knochenmestase oder zusätzlich was anderes,werde ich morgen eventuell von meinem Vater erfahren.

    Liebe Grüße und eine schöne Nacht für alle
    Zorica

  9. #19
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    Zitat Zitat von Juulizzy Beitrag anzeigen
    Viele positive Verläufe aber leider auch Statistiken , in denen bei solch einem Krankheitsbild von 2-4 Jahren Lebenserwartung gesprochen wird. Ich frage mich bis heute, wie diese Statistiken entstehen, denn die Fälle die ich kenne, leben sehr lange schon mit metastasiertem Krebs. Das gibt mir Mut und das sollte es dir und deinem Vater auch geben!
    Aus Statistiken ergibt sich meist ein Konfidenzintervall, wo beispielsweise 50% der Stichprobe - Interquartilsabstand - zwischen 5 und 10 Jahren überleben. Dann würde man also eine mittlere Überlebensdauer von etwa 7,5 Jahren erwarten, wobei 25% in weniger als 5 Jahren starben und 25% nach mehr als 10 Jahren noch lebten. Anders ausgedrückt läßt sich aus einer solchen Statistik keine genaue Vorhersage der Überlebenszeit treffen. Trotzdem ist natürlich die Prognose deutlich schlechter, wenn 25% in weniger als 2 Jahren starben und 25% nach mehr als 4 Jahren noch lebten. Ob man solche Vorhersagen überhaupt hören möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Dieser bereits gepostete Link enthält zum Beispiel ein Kriterium, bei dem die Lebenserwartung bei den genannten 2-4 Jahren liegt. Hoffnung auf Besserung gibt es aber immer.

    Zitat Zitat von Juulizzy Beitrag anzeigen
    Drückt bitte alle die Daumen, dass die Scans morgen gutes zeigen. Mein Vater hat total Angst davor , dass morgen noch mehr Metas sichtbar sind oder sogar schlimmeres, vor allem weil bei den letzten beiden Kontrolluntersuchungen beim Urologen der PSA beide Male minimal angestiegen ist. Der Arzt sagte zwar, es sei kein Grund zur Sorge, aber naja. In meinem Kopf schwirrt das schon herum.
    Mache ich, die Nervosität kann ich nur zu gut nachvollziehen!

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